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Zusätzlicher Zug nach Preetz
geschrieben von Ostufer 
Quelle: KN Zug nach Preetz

Ich mach hiermit mal ein neues Thema auf, ein neuer Zug nach Preetz ist geplant, die Bauarbeiten starten frühestens im Herbst 2020, man darf gespannt sein.
Noch ein Zug mehr auf der Strecke, das ist schön.

Es spricht immer mehr für eine Elektrifizierung und einen durchgehenden zweigleisigen Ausbau zwischen Kiel und Lübeck.

Warum wird das nicht realisiert? Gehört wenigstens der zweigleisige Ausbau Preetz - Kiel in das Projekt?

Es ist wirklich lästig, immer wieder auf Gegenzüge zu warten!
Zitat
bahnnutzer
Noch ein Zug mehr auf der Strecke, das ist schön.

Es spricht immer mehr für eine Elektrifizierung und einen durchgehenden zweigleisigen Ausbau zwischen Kiel und Lübeck.

Warum wird das nicht realisiert? Gehört wenigstens der zweigleisige Ausbau Preetz - Kiel in das Projekt?

Es ist wirklich lästig, immer wieder auf Gegenzüge zu warten!
Hinzu käme auch die Begradigung einiger Kurven um langsamfahrstellen aufzuheben, sowie Vmax 140-160 km/h ausserhalb der Ortschaften.
Moin aus Kiel,

der Bahnhof Preetz soll ja umgebaut werden.
Gleis 1 am Empfangsgebäude ist jetzt 212 m lang, wird Richtung Raisdorf um 96 m und Richtung Ascheberg um 59 m verlängert, dann 367 m.
Gleis 2 ist jetzt 210 m lang, wird Richtung Raisdorf um 34 m verlängert, aber Richtung Ascheberg um 71 m verkürzt, dann 173 m.
Die Bahnsteige werden von 55 cm auf 76 cm erhöht.
Der Fußgängertunnel erhält Aufzüge und Bahnsteig 2 ein Dach.
Es wird zusätzlich eine neue Weichenverbindung zwischen Gleis 1 + 2 eingebaut mit neuer Signalisierung.
Im Gleis 1 haben zukünftig 2 Züge Platz - Gleis 1a mit 175 m Bahnsteiglänge für Kiel - Lübeck, Gleis 1b 120 m Bahnsteiglänge für Kiel - Preetz - Kiel und Gleis 2 für Lübeck - Kiel. Die Kreuzungen finden dann entgegengesetzt statt.
Die Ein- und Ausfahrgeschwindigkeiten werden erhöht - Gleis 1 von beiden Seiten mit 60 km/h - jetzt 50 km/h, Gleis 2 mit 120 km/h, jetzt 100 km/h.
Durch die Erhöhung der Einfahrgeschwindigkeiten können alle Züge wieder in Ascheberg halten.

Ich habe einmal eine grobe Skizze erstellt.

Mal sehen, was von der Planung umgesetzt wird.

Gruss aus Kiel vom

D-Zug-Schaffner



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 06.05.2019 19:33 von d-zug-schaffner.


OK ich denke das kann man nachvollziehen warum das so gedacht ist. Aber +96m Richtung Raisdorf, ist man dann nicht schon auf der Bruecke?

PS Meiner Meinung sollte man gleich die ganze Strecke zweigleisig ausbauen anstatt da weiter mit irgendwelchen halben Sachen rumzueiern...
Zitat
christian schmidt
OK ich denke das kann man nachvollziehen warum das so gedacht ist. Aber +96m Richtung Raisdorf, ist man dann nicht schon auf der Bruecke?

Moin Christian,

da ist man kurz vor der Brücke.


Die Strecke wurde 1866 eingleisig eröffnet. Die Trasse wird bei einem 2-gleisigen Ausbau ja um einige Meter breiter, was zur Folge haben wird, dass in den bebauten Bereichen z.B. Kroog, Raisdorf, Preetz, Ascheberg einige Häuser weichen müssten.
Auch die Trassierung zwischen Ascheberg und Plön wird man wohl kaum ändern können, denn im Bereich Plöner See ist es auch sehr eng.

Gruss aus Kiel vom

D-Zug-Schaffner
Zitat
d-zug-schaffner
Im Gleis 1 haben zukünftig 2 Züge Platz - Gleis 1a mit 175 m Bahnsteiglänge für Kiel - Lübeck, Gleis 1b 120 m Bahnsteiglänge für Kiel - Preetz - Kiel und Gleis 2 für Lübeck - Kiel. Die Kreuzungen finden dann entgegengesetzt statt.

Moin,

danke für die Info mit Skizze! Aber warum nicht Gleis 1a für Lübeck - Kiel und Gleis 2 für Kiel - Lübeck? Ist doch eindeutiger, wenn alle Züge Richtung Kiel auf dem selben Gleis (1a + 1b) abfahren, vor allem, wenn es Aufzüge am Tunnel gibt.

Und was spricht gegen eine Elektrifizierung?

Grüße
Hallo Bahnnutzer,

da ich die Planungskriterien nicht kenne, versuche ich einmal den Gleisplan zu interpretieren.

Alle Züge, die nach Gleis 1 a/b einfahren, müssen immer über den abzweigenden Strang der Weichen, also mit max. 60 km/h. Für den Zug aus Kiel nach Gleis 2 wäre der Durchrutschweg bis zur neuen Weichenverbindung bei 120 km/h zu kurz. Auf Gleis 1b steht der Pendler nach Kiel, hier kann aus Kiel in Gleis 1a mit 60 km/h eingefahren werden. Also aus Ascheberg mit 120 km/h nach Gleis 2. Über die neue Weichenverbindung fährt danach der Zug Richtung Ascheberg weiter, weil Gleis 1b ja besetzt ist.
Der Bahnhof muss jetzt signaltechnisch neu gesichert werden.
In Pönitz wird auch auf der entgegengesetzten Seite abgefahren (hängt mit dem Bahnübergang zusammen) - siehe Bild.

Zur Elektrifizierung habe ich auch nur eine Vermutung:

In SH werden die elektrifizierten Strecken Hamburg – Kiel in Elmshorn und Neumünster mit Energie versorgt. Elmshorn versorgt auch die Strecke nach Itzehoe, Jübek zusätzlich die Strecke nach Flensburg und Lübeck versorgt die Strecken nach Hamburg und Travemünde.
Kiel Hbf. und Meimersdorf werden über die Fahrleitung von Neumünster aus versorgt. Wenn jetzt die ca. 80 km lange Strecke nach Lübeck dazu kommt, werden 1 – 2 zusätzliche Einspeisungspunkte benötigt. Das bedeutet eine Bahnstrom-Hochspannungsleitung (110 kV) zum Versorgungspunkt und dazu ein Umspannwerk. Bahnstrom hat ja bekanntlich eine Netzfrequenz von 16 2/3 Hertz statt 50 Hertz wie im Haushalt.
Und jetzt kommt der besorgte Bürger ins Spiel, der ja noch nicht einmal auf dem kurzen Abschnitt Wrist – Kellinghusen eine Oberleitung haben will………………..

Gruss aus Kiel vom

D-Zug-Schaffner



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 07.05.2019 23:03 von d-zug-schaffner.


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