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1-EUR Fahrradticket: Ein schlechter Witz!
geschrieben von HansL 
Grosspurig angekündigt, jetzt kommt es - das 1 EUR-Fahrrad-Ticket. Aber wer sich die Bestimmungen ansieht, reibt sich die Augen. Willkürlich aus den Verrissen herausgegriffen, hier die noch sehr moderate Stellungnahme des ADFC: [bayern.adfc.de]
Wer soll das begreifen, wo das Ticket gilt und wo nicht? Da hat unser MP wieder mal Großes angekündigt. Und das kommt heraus. Weshalb nur halten so viele Menschen den Mann für kompetent? Der bekommt nichts auf die Reihe, auch nicht bei wichtigen Themen. Nur plumper Populismus, sonst nix.

Wir in Nürnberg werden das Ticket kaum nutzen können, so groß wie der VGN mittlerweile geworden ist. Nur selten wird man behaupten können, man würde mit dem Deutschland-Ticket weiterfahren. Der VGN empfiehlt nach wie vor das 6-Eur-Tagesticket, das mit unterschiedlichen Einschränkungen bayern- oder deutschlandweit gilt.

Die Staatsregierung wartet immer noch auf göttliche Ratschläge. Aloysius hockt nach wie vor im Hofbräuhaus.
Einschränkungen
30.11.2023 17:51
Der ADFC hat seine Stellungnahme noch entschärft. Da geht nicht hervor, wie bescheuert die Bedingungen sind.

Gut dargestellt hat das die SZ: [www.sueddeutsche.de]

"Es gibt jedoch viele Ausnahmen, was einzelne Strecken, bestimmte Tage und Uhrzeiten angeht.

Einige Strecken sind von der Nutzung ganz ausgeschlossen, darunter die touristisch stark frequentierten Linien südöstlich von München: über Rosenheim nach Salzburg, nach Kufstein sowie nach Bayrischzell, Tegernsee und Lenggries. Ebenfalls nicht gültig ist das Ticket im Regionalexpress zwischen München und Nürnberg, zwischen Memmingen und Hergatz sowie auf der Linie von München nach Hof und Furth im Wald."

"Tatsächlich gilt das Ticket von Montag bis Freitag erst ab 9 Uhr, also nicht in der morgendlichen Hauptverkehrszeit. Vom 15. März bis 3. Oktober gilt es zudem an Freitagen nur zwischen 9 und 12 Uhr - weil die Züge an den Nachmittagen besonders voll seien, hieß es. An Wochenenden gibt es das neue Ein-Euro-Ticket nur im Winterhalbjahr, konkret im Zeitraum zwischen dem 4. Oktober und dem 14. März."

"Auch für Fahrten innerhalb eines Verkehrsverbundes gelten erst einmal weiterhin nur die Ticketangebote des jeweiligen Verbundes." Also im ganzen VGN-Gebiet erst mal gar nicht-

Soll man da noch lachen? Oder weinen!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 30.11.2023 17:58 von HansL.
Wahrscheinlich gilt da die alte Redewendung "Wer sein Fahrrad liebt, der schiebt" (es neben dem Zug her) Naja ich finde es jetzt nicht falsch wenn so ein Ticket gar nicht erst an Gültigkeit erlangt, denn schon heute gab es in den Hamstern des FTX an jeder Haltestelle die Automatikansage "Bitte lassen sie Gänge und Türen von Fahrrädern frei" oder so ähnlich... ebenso verstehe ich auf den genannten Strecken die ungültigkeit des Tickets! Man sollte es auch in allen Zügen der Baureihe 612 ungültig lassen, die sind auch nicht zum Transport für Fahrräder geeignet!

Viele Grüße
Christian0911
(Mein YouTube-Kanal)
Zitat
Christian0911
Wahrscheinlich gilt da die alte Redewendung "Wer sein Fahrrad liebt, der schiebt" (es neben dem Zug her) Naja ich finde es jetzt nicht falsch wenn so ein Ticket gar nicht erst an Gültigkeit erlangt, denn schon heute gab es in den Hamstern des FTX an jeder Haltestelle die Automatikansage "Bitte lassen sie Gänge und Türen von Fahrrädern frei" oder so ähnlich... ebenso verstehe ich auf den genannten Strecken die ungültigkeit des Tickets! Man sollte es auch in allen Zügen der Baureihe 612 ungültig lassen, die sind auch nicht zum Transport für Fahrräder geeignet!

Eben! Es bringt doch nur noch mehr Unmut wenn ein 1€ Fahrradticket verkauft wird, aber die Kapazitäten dafür nicht vorhanden sind.

Und die Übergriffe auf das Personal nehmen ja auch so schon immer mehr zu. Da muss nicht noch provoziert werden das dann ständig Fahrgäste das Personal anpöbeln "aber ich hab doch 1€ bezahlt, ich will da jetzt mit meinem Fahrrad mit, egal wie"...



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 01.12.2023 08:52 von marco2206.
Zitat
marco2206
Zitat
Christian0911
Wahrscheinlich gilt da die alte Redewendung "Wer sein Fahrrad liebt, der schiebt" (es neben dem Zug her) Naja ich finde es jetzt nicht falsch wenn so ein Ticket gar nicht erst an Gültigkeit erlangt, denn schon heute gab es in den Hamstern des FTX an jeder Haltestelle die Automatikansage "Bitte lassen sie Gänge und Türen von Fahrrädern frei" oder so ähnlich... ebenso verstehe ich auf den genannten Strecken die ungültigkeit des Tickets! Man sollte es auch in allen Zügen der Baureihe 612 ungültig lassen, die sind auch nicht zum Transport für Fahrräder geeignet!

Eben! Es bringt doch nur noch mehr Unmut wenn ein 1€ Fahrradticket verkauft wird, aber die Kapazitäten dafür nicht vorhanden sind.

Und die Übergriffe auf das Personal nehmen ja auch so schon immer mehr zu. Da muss nicht noch provoziert werden das dann ständig Fahrgäste das Personal anpöbeln "aber ich hab doch 1€ bezahlt, ich will da jetzt mit meinem Fahrrad mit, egal wie"...

Wenn ich 6 EUR für ein Tagesticket bezahle, habe ich diese verrückten Einschränkungen nicht. Stehe aber genauso vor dem Problem, dass ich nicht weiß, ob ich mein Fahrrad im Zug unterbringe. Zum einen sind die Fahrzeuge zum Teil derart blödsinnig eingerichtet, dass es kaum möglich ist, sein Fahrrad ordnungsgemäß abzustellen. So dumm, wie die Fahrradabteile neben den Clo manchmal platziert sind. Und dann gibt es noch die Klappsitzfans, die oft ohne Not die Abstellflächen blockieren. Und den Platz auch dann nicht aufgeben, wenn man sie höflich bittet. Beides müsste dringend geändert werden. Denn was habe ich von einer Fahrradmitnahme, wenn ich zwar auf dem Hinweg mitkomme. Aber auf dem Heimweg dann die Plätze nicht vorhanden sind oder blockiert werden. Und was bitte schön, soll man denn machen, wenn man im Zug ist und dann feststellt, dass doch jemand anderes schnell noch den Abstellplatz blockiert hat.

Das ist aber ein allgemeines Problem mit der Fahrradmitnahme in den Nahverkehrszügen und hat nichts mit dem 1-EUR-Ticket zu tun. Die Bedingungen für dieses Ticket sind jetzt derart blödsinnig, dass es für Nürnberger kaum genutzt werden kann. Und das ist die Kritik: Das war ein billiges Wahlkampfversprechen unseres MP. Wie das jetzt nach langer Zeit eingelöst wird, ist doch nur noch zum Fremdschämen.

Und ja: die eingesetzten Garnituren brauchen alle die immer seltener vorhandenen großzügig bemessenen Mehrzweckabteile. Nicht nur für Fahrräder. Sondern auch für Kinderwagen, Rollstühle, Rollatoren und sperriges Reisegepäck. Die dann aber auch freigemacht werden, wenn sie gebraucht werden.
Zitat
HansL
Wenn ich 6 EUR für ein Tagesticket bezahle, habe ich diese verrückten Einschränkungen nicht. Stehe aber genauso vor dem Problem, dass ich nicht weiß, ob ich mein Fahrrad im Zug unterbringe.

6€ sind 6x so viel wie 1€.
Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. So sollte das zumindest in einer sozialen Marktwirtschaft sein.

Und umsonst ist der Tod, aber der kostet einem trotzdem das Leben.
Re: Einschränkungen
01.12.2023 11:04
Zitat
HansL
Einige Strecken sind von der Nutzung ganz ausgeschlossen, darunter die touristisch stark frequentierten Linien südöstlich von München: über Rosenheim nach Salzburg, nach Kufstein sowie nach Bayrischzell, Tegernsee und Lenggries. Ebenfalls nicht gültig ist das Ticket im Regionalexpress zwischen München und Nürnberg, zwischen Memmingen und Hergatz sowie auf der Linie von München nach Hof und Furth im Wald."

In welchem RE zwischen Nürnberg und München? Da gibts ja immerhin 2.

__________

Mein YouTube-Kanal: [www.youtube.com]
Mein Blog: [www.markustippner.de]
Zitat
BahnMarkus

In welchem RE zwischen Nürnberg und München? Da gibts ja immerhin 2.

"München-Nürnberg-Express" ist gemeint: [beg.bahnland-bayern.de]
Re: Einschränkungen
01.12.2023 13:50
Zitat
Fahrdienstleiter ESTW
Zitat
BahnMarkus

In welchem RE zwischen Nürnberg und München? Da gibts ja immerhin 2.

"München-Nürnberg-Express" ist gemeint: [beg.bahnland-bayern.de]

In die verwinkelten Skoda Dostos bringst du ein modernen Fahrrad mit breiten Lenker gar nicht erst rein.

Wer eine Fahrradtour plant, sollte besser nicht mit der Bahn fahren.
Auto + AHK + Fahrradträger mit 2-3 Bikes, und ab geht die stressfreie Anreise zum gewünschten Ziel.
Diese Einschränkungen waren eigentlich zu erwarten. Auf manchen Strecken ist zu bestimmten Zeiten eine Fahrradmitnahme komplett ausgeschlossen, egal mit welchen Ticket. Auch zu anderen Zeiten kann es passieren, dass das Personal keine Räder, auch mit gültigen Tickets zulässt. Personen gehen einfach vor!

Man kann das umgehen. Klappräder zählen als Gepäck und kosten gar nichts. Mittlerweile gibt es da hervorragende Räder, auch als Ebike.

Oder für Pendler kann es günstiger sein, wenn man am Zielort ein Zweitrad deponiert.

Ich persönlich würde neue Bahnstrecken vorziehen, als dass zugunsten von Rädern irgendwelche Kapazitäten aufgebaut werden, die man nur zeitweise braucht.
RSB
Re: Einschränkungen
01.12.2023 15:30
Zitat
HansL
"Auch für Fahrten innerhalb eines Verkehrsverbundes gelten erst einmal weiterhin nur die Ticketangebote des jeweiligen Verbundes." Also im ganzen VGN-Gebiet erst mal gar nicht-

Wie soll das denn kontrolliert werden? Also gerade in Verbindung mit Deutschlandticket oder Bayernticket, wo keine definierte Strecke angegeben ist. Dann sagt man halt bei einer Kontrolle, man fährt noch weiter, bzw. man kommt von weiter weg.
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