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S-Bahn-Planung
geschrieben von UHM 
Re: S-Bahn-Planung
20.07.2026 20:08
Zitat
Mezzo
Hi,

Ja richtig, habe 5-Teiler mit 6-Teiler in der Länge vertauscht.
Der 6-Teiler hat 157m Länge. 5-Teiler 131m.
Der 6-Teiler würde am 140m Bahnsteig an beiden Seiten 8,5m überstehen um mit den vorderen Türen am Bahnsteig zu stehen. Dürfte aber sehr knapp werden. Aber dann hätte man 650 Sitzplätze. Das wäre schon Luxus.

Auch wenn bei 157m Zuglänge die Türen an den Bahnsteig passen würden, bestimmte Gleise im Netz würden damit trotzdem nicht mehr möglich sein. Z.B. Ansbach Gleis 25 wäre dafür wohl definitiv zu kurz.
Re: S-Bahn-Planung
21.07.2026 18:33
Hallo zusammen,

Vielleicht kommt es ja doch so, das DB Regio sich mit den bisherigen Talent2 bewirbt und fahrzeugtechnisch und betreibertechnisch alles beim alten bleibt. Evtl mit dem Redesign im Talent2. Definitiv billiger als neue Fahrzeuge zu bestellen.
(Falls es natürlich die Ausschreibungsdetails zulassen)



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 21.07.2026 18:33 von Mezzo.
Re: S-Bahn-Planung
08.08.2026 17:40
[pedestrianobservations.com] Alon Levy hat zum Thema S-Bahn Ausbau etwas geschrieben.

____________
Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Re: S-Bahn-Planung
09.08.2026 14:26
Zitat
Nukebro
[pedestrianobservations.com] Alon Levy hat zum Thema S-Bahn Ausbau etwas geschrieben.

der hat doch eh keinen Plan.
Re: S-Bahn-Planung
14.08.2026 10:44
Hallo.
Die Planung sieht eine S-Bahn nach Neuhaus, also die RB30, vor.
Es sollen neue Haltestellen oder Punkte gebaut werden.
So soll auch Hersbruck einen zweiten Halt bekommen.
Hier meine Frage. Wo eigentlich genau? Bei dem dreigleisigen Abschnitt Richtung Neuhaus und Pommelsbrunn? Wie sollte das dann baulich umgesetzt werden. Das wäre doch ein enormer Aufwand und Kosten.
Wäre es nicht sinnvoller, wenn statt dort in Lauf ein zusätzlicher Halt eingefügt wird. Z.B. auf Höhe der Schule oder der Fa. Emuge. Dort sind doch mehr Fahrgäste zu erwarten. Zumal Lauf auch mehr als doppelt so viele Einwohner hat.

Gruß, Roland.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 14.08.2026 10:46 von Roland90518.
Ich zitiere von der Projekt-Website:

Zitat

Aktueller Planungsstand

Der Planungsauftrag für den S-Bahn-Ausbau wurde im April 2021 vom Freistaat Bayern an die DB erteilt. Das Projekt befindet sich in der zweiten Planungsphase, der sog. Vorplanung. Dazu haben wir zur Unterstützung für die Fachplanung ein externes Planungsbüro binden können. Die Vergabe dieser Leistung im Projekt wurde aufgrund der Komplexität und des Umfangs EU-weit veröffentlicht.

Von Anfang an wurden die betroffenen Kommunen in die Planung einbezogen und technische Möglichkeiten sowie Schnittstellen abgestimmt. Sobald konkrete Planungsergebnisse vorliegen, werden diese der Region vorgestellt.

Du kannst ja mal auf der Stadtratsseite von Hersbruck nachschauen, ob dort schon Zwischenergebnisse vorgestellt worden sind:

[ris.komuna.net]

48. Sitzung des Ausschusses für Bau, Stadtentwicklung, Umwelt und Klimaschutz, 29.01.2026

TOP 1.5. Planungen an der Bahnstrecke re.d.Pegnitz: neuer Haltepunkt Hersbruck-Ost

Ich kann dort nichts herunterladen.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 14.08.2026 11:28 von Manfred Erlg.
> Hier meine Frage. Wo eigentlich genau? Bei dem dreigleisigen Abschnitt Richtung Neuhaus und Pommelsbrunn? Wie sollte das dann baulich umgesetzt
> werden. Das wäre doch ein enormer Aufwand und Kosten.

Etwa da wo früher der Steg über die Gleise war soll Hersbruck Ost meines Wissen nach hinkommen. Hintergrund soll wohl sein, das man davon ausgeht, sonst die Kurzläufer nach Hersbruck nicht ordendlich gewendet zu bekommen, wenn die in Hersbruck rechts rumstünden, deswegen sollen die während der Wende auf die linke Strecke verräumt werden - so erhält auch gleich die Oberleitung für die bislang nur von REs genutze Verbindungsstrecke ihre Berechtigung. Für den Stadtort, wo das Abstellgleis hin soll, habe ich Dinge gehört, die bislang aber sich nicht durch öffentlich einsehbare Akten verifizieren lassen, deswegen lasse ich da mal die Aussage bewusst offen.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]
Alles ist wie immer, nur schlimmer... (Bernd das Brot)



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 14.08.2026 12:01 von Daniel Vielberth.
Also sogar östlich von Finanzamt/Therme, wie in dieser [linieplus.de] Karte dargestellt?

LG frankentux
an Frankentux

der Marker für was die Karte Hersbruck Therme nennt müsste ziemlich die alte Brücke treffen, das dürfte soweit stimmen, die nächste Richtung Pommelsbrunn aber bestimmt nicht, in den Flaschenhals der Eingleisigkeit baut sicher keiner nen Haltepunkt der dann nur von einem Drittel der Züge überhaupt angefahren würde.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]
Alles ist wie immer, nur schlimmer... (Bernd das Brot)
War das beste Bild, das ich finden konnte.
Zitat
Daniel Vielberth
die nächste Richtung Pommelsbrunn aber bestimmt nicht,
Noch ein Haltepunkt auf dem Gemeindegebiet von Pommelsbrunn wäre wohl schwer zu vermitteln. Da gibt es im gesamten Netz viele Stellen, die sicher deutlich besser genutzt würden und endgültig abgelehnt wurden. Wenn auch knapp, dürfte die Gegend durch die anderen Haltepunkte als erschlossen gelten.

LG frankentux



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 15.08.2026 10:14 von frankentux.
Re: S-Bahn-Planung
15.08.2026 15:48
Zitat
Stanze
Zitat
Nukebro
[pedestrianobservations.com] Alon Levy hat zum Thema S-Bahn Ausbau etwas geschrieben.

der hat doch eh keinen Plan.

Was bringt einen zu solch einer Aussage?

____________
Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Re: S-Bahn-Planung
15.08.2026 16:04
Zitat
Nukebro
Zitat
Stanze
der hat doch eh keinen Plan.
Was bringt einen zu solch einer Aussage?

Naja, wenn er wissen hätte wollen, was die reinen Elektrifizierungskosten sind, hätte er nur googeln müssen. Dazu gibt es pauschalisierte Kostensätze inkl. Unterwerke, Bahnstromleitungen etc., sowohl für den Bahn als auch O-Bus-Bereich.
Re: S-Bahn-Planung
15.08.2026 16:20
Zitat
Axel25
Zitat
Nukebro
Zitat
Stanze
der hat doch eh keinen Plan.
Was bringt einen zu solch einer Aussage?

Naja, wenn er wissen hätte wollen, was die reinen Elektrifizierungskosten sind, hätte er nur googeln müssen. Dazu gibt es pauschalisierte Kostensätze inkl. Unterwerke, Bahnstromleitungen etc., sowohl für den Bahn als auch O-Bus-Bereich.

Sind die empirisch begründet? Wenn ja, anhand welcher konkreten Projekte? Oder ist das einfach mal anhand von sphärischen Kühen im Vakuum durch gerechnet worden?

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Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Re: S-Bahn-Planung
15.08.2026 17:33
Zitat
Nukebro
Sind die empirisch begründet? Wenn ja, anhand welcher konkreten Projekte? Oder ist das einfach mal anhand von sphärischen Kühen im Vakuum durch gerechnet worden?

Ich finde die zitierte Studie nicht, aber die Angabe passen zu diversen Elektrifizierungsprojekten wie der Südbahn, München-Lindau oder in Chemnitz. Scheint also aus damals aktuellen Projektabrechnungen oder Kostenschätzungen zu stammen.

Hast du einen Grund, an den Zahlen zu zweifeln?
Re: S-Bahn-Planung
15.08.2026 18:24
Zitat
Axel25
Zitat
Nukebro
Sind die empirisch begründet? Wenn ja, anhand welcher konkreten Projekte? Oder ist das einfach mal anhand von sphärischen Kühen im Vakuum durch gerechnet worden?

Ich finde die zitierte Studie nicht, aber die Angabe passen zu diversen Elektrifizierungsprojekten wie der Südbahn, München-Lindau oder in Chemnitz. Scheint also aus damals aktuellen Projektabrechnungen oder Kostenschätzungen zu stammen.

Hast du einen Grund, an den Zahlen zu zweifeln?

Sagen wir so... Wenn das Interesse besteht Wasserstoff oder Akkus zu verkaufen, dann besteht auch ein Interesse Oberleitung teuer zu rechnen... Andererseits besteht immer ein Interesse in der politischen Debatte Projekte billiger aussehen zu lassen als sie es letztlich werden... Was jetzt im konkreten Fall Motivation sein könnte – wenn überhaupt – ist aber eine andere Frage. Generell ist aber die Empirie, wenn verfügbar, zu bevorzugen...

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Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Re: S-Bahn-Planung
15.08.2026 19:09
Zitat
Nukebro
Sagen wir so... Wenn das Interesse besteht Wasserstoff oder Akkus zu verkaufen, dann besteht auch ein Interesse Oberleitung teuer zu rechnen... Andererseits besteht immer ein Interesse in der politischen Debatte Projekte billiger aussehen zu lassen als sie es letztlich werden... Was jetzt im konkreten Fall Motivation sein könnte – wenn überhaupt – ist aber eine andere Frage. Generell ist aber die Empirie, wenn verfügbar, zu bevorzugen...

Sorry, aber das ist in Bezug auf das Thema Bahn doch ziemliches Geschwurble ohne Kenntnis der Branche.
Es hat mit Sicherheit keiner ein Interesse daran, Akkus anstatt der Oberleitung durchzusetzen. Dazu gehen mit batterieelektrischen Fahrzeugen auch einige Nachteile daher:
  • leicht höhere Anschaffungs- und Betriebskosten,
  • niedrigere Antriebsleistung der Fahrzeugung,*
  • eingeschränkte Tauglichkeit für den schweren Personen- oder Güterverkehr,
  • zum Teil zusätzliche Fahrzeuge für überschlagene Wenden zum Aufladen notwendig,
  • höheres Fahrzeuggewicht.

Die Studienlage ist aktuell recht eindeutig. Auf Strecken, auf denen quasi ausschließlich der Personenverkehr verkehrt, sind die Kosten (auf 30, 50 , 70 und 100 Jahre) bei einem 30 bis 60 Minutentakt zwischen Oberleitung und Batterieelektrisch sehr nah beieinander, sodass man die Strecken einer Einzelfallbetrachtung unterziehen muss.
Sobald die Zugdichte höher ist oder die Züge schwer, ist die Oberleitung wirtschaftlich im Vorteil.

**Bahnbetrieblich ist die Oberleitung fast immer im Vorteil. Die gängigen BEMUs beschleunigen zwar alle deutlich besser als DMUs, sind aber auch alle recht kleine Gefäßgrößen. Schon die 55 Meter-Einheiten sind schwächer motorisiert als ihre EMU-Geschwister.
Wenn es in den Lokomotiv-Bereich geht, wird es noch deutlicher:
  • der Vetron Dual Mode wird nur genauso stark wie die Dieselvariante sein (2.400kW) und ist deutlich weniger leistungsstark als die elektrischen Nahverkehrsloks (146, 147, 193).
  • schwere Rangierloks wie die Vossloh Modula leisten batterieelektrisch sogar nur 500kw

Bei der Bahn hat sicher keiner Interesse daran, sich batterieelektrische Traktion schön zu rechnen. Man sieht sie genau als das, was sie ist: ein schneller Weg weg vom Diesel zu mehr elektrischem Bahnbetrieb. Dabei sind die Betriebskosten mittlerweile so viel günstiger als Diesel, dass BEMUs mittlerweile selbst in laufenden Verkehrsverträgen Dieselfahrzeuge ersetzen.
Zum Teil auch, weil Talent, Desiro und LINT bei den Temperaturen ziemliche Probleme mit der Kühlung vom Getriebe bekommen.

Edit: und Wasserstoff ist bei der Bahn nach den unterirdischen Betriebserfahrungen quasi tot, hinzu kommt der weiter steigende Preis.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 15.08.2026 19:10 von Axel25.
Re: S-Bahn-Planung
15.08.2026 20:51
Zitat
Nukebro
Zitat
Stanze
Zitat
Nukebro
[pedestrianobservations.com] Alon Levy hat zum Thema S-Bahn Ausbau etwas geschrieben.

der hat doch eh keinen Plan.

Was bringt einen zu solch einer Aussage?

Was mich dazu bringt?

Ich habe die Beiträge, die du von ihm verlinkt hast gelesen.
Re: S-Bahn-Planung
15.08.2026 21:21
@Alex, so ganz will ich das nicht unwidersprochen lassen.

BEMUs bitten sich, drängen sich direkt auf, wenn es um kurze Stichstrecken geht, die an einer elektrifizierten Strecke beginnen.

Hier z.B. nach Markt Erlbach oder Hilpoltstein

Geladen wird auf der Fahrt von/nach Nürnberg. Man muß keine Brücken oder Bahnübergänge ändern.
Kann man eigentlich sofort fahren, wenn Fahrzeuge da sind.

Zitat
Axel25
Dazu gehen mit batterieelektrischen Fahrzeugen auch einige Nachteile daher:
    [1] leicht höhere [...] Betriebskosten,
    [2] niedrigere Antriebsleistung der Fahrzeugung
    [3] zum Teil zusätzliche Fahrzeuge für überschlagene Wenden zum Aufladen notwendig,

1) wie sollen die entstehen?
2) das liegt nicht an der Akkutechnik, sondern am Gewicht bei BEMUs mit Akkus für mehr als 100km
3) das ist ein Konzeptfehler, dass BEMUs gleich allesersetzen sollen, statt strecken wo es leicht möglich ist.

Zitat
Axel25
Die Studienlage ist aktuell recht eindeutig.

Die Studienlage ist aktuell recht dünn, sehr dünn sogar.

Zitat
Axel25
sodass man die Strecken einer Einzelfallbetrachtung unterziehen muss.

Das ist der Punkt, muss man eigentlich bei jedem Verkehrsprojekt machen.
Re: S-Bahn-Planung
15.08.2026 21:58
@Manfred Erlg

Danke für den Hinweis.
Nur was hat hier ein Ausschuss mit der Planung der S-Bahn zu tun?
Die Gutachter und Planer der S-Bahn Studie werden doch nach sinnvoller Planung einen neuen Bahnsteig planen.
Was hier irgendein Ausschuss will, ist doch nicht ausschlaggebend. Außer die Gemeinde oder Stadt zahlt den auf eigene Kosten.
Ich bin nur bis zum Login gekommen.

[www.stmb.bayern.de]
[www.stmb.bayern.de]

Darin ist die S-Bahn nach Neuhaus und Simmelsdorf gar nicht mehr erwähnt.

@Daniel

Wie du geschrieben hast, bringt selbst ein zusätzlicher Halt für die S-Bahnen zum Abstellen keinen Sinn und die Bevölkerungsdichte und die Therme rechtfertigen das auch nicht. Und das Finanzamt, wenn es mit der KI so weiter geht, ist auch bestimmt bald Geschichte.

Wie geschrieben. Hier wäre in Lauf rechts der Pegnitz die Gründe gegeben, wie Wohnbebauung und Gewerbe plus Schulzentrum.

Deswegen wundert mich das ganze auch.

Da wäre ein neuer Halt Hohenstadt-PEZ, dass ist das Einkaufszentrum, besser. Da könnte der RE dann halten.

Gruß, Roland.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 15.08.2026 22:11 von Roland90518.
Re: S-Bahn-Planung
15.08.2026 22:11
Zitat
Stanze
@Alex, so ganz will ich das nicht unwidersprochen lassen.

BEMUs bitten sich, drängen sich direkt auf, wenn es um kurze Stichstrecken geht, die an einer elektrifizierten Strecke beginnen.

Hier z.B. nach Markt Erlbach oder Hilpoltstein

Geladen wird auf der Fahrt von/nach Nürnberg. Man muß keine Brücken oder Bahnübergänge ändern.
Kann man eigentlich sofort fahren, wenn Fahrzeuge da sind.

Ja, das ist der große Vorteil. Aktuell sieht man ja immer wieder mal, dass auch kleine Flotten Mireo Smart in den Einsatz gehen, wo gerade Fahrzeugmangel herrscht.

Zitat
Stanze
Zitat
Axel25
Dazu gehen mit batterieelektrischen Fahrzeugen auch einige Nachteile daher:
    [1] leicht höhere [...] Betriebskosten,
    [2] niedrigere Antriebsleistung der Fahrzeugung
    [3] zum Teil zusätzliche Fahrzeuge für überschlagene Wenden zum Aufladen notwendig,

1) wie sollen die entstehen?
2) das liegt nicht an der Akkutechnik, sondern am Gewicht bei BEMUs mit Akkus für mehr als 100km
3) das ist ein Konzeptfehler, dass BEMUs gleich allesersetzen sollen, statt strecken wo es leicht möglich ist.

Zu 1): die höheren Betriebskosten entstehen einfach durch die zusätzliche Technik und das Mehrgewicht.
Zu 2): beim FLIRT liegt es nicht nur am Gewicht. Den schweren Teil der Transaktionsausrüstung hat man ja vom 3-/4-Teiler-EMU übernommen, damit man während der Fahrt bei voller Leistung gleichzeitig den Akku laden kann. Und sowohl Mireo als auch FLIRT sind noch weit von den 20t+-Radsatzlast mancher Mehrsystem-FLIRTs weg.
Zu 3): ich sehe da keinen Konzeptfehler. Selbst in den Fällen mit überschlagener Wende und zusätzlichen Umläufen schlagen die BEMUs die bisherigen Dieseltriebwagen wirtschaftlich deutlich. Und manchmal ist die Kombination aus Oberleitungsinsel im Bahnhof + zusätzliche Fahrzeuge immer noch günstiger als eine OLIA auf der Strecke oder die Vollelektrifizierung.

Zitat
Stanze
Die Studienlage ist aktuell recht dünn, sehr dünn sogar.

Da würde ich widersprechen, mittlerweile gibt es von vielen Bundesländern Studien dazu, alleine von der BEG 3. Und das Ergebnis ist bisher recht eindeutig: elektrisch ist die wirtschaftlichste Variante, Diesel und Wasserstoff lohnen sich wirtschaftlich nicht.

Zitat
Stanze
Zitat
Axel25
sodass man die Strecken einer Einzelfallbetrachtung unterziehen muss.
Das ist der Punkt, muss man eigentlich bei jedem Verkehrsprojekt machen.

Ja. Aber es gibt ja oft ein paar Faustregeln, die man ableiten kann. Wie z.B. aktuell, dass Betrieb mit BEMU unter den Gegebenheiten der letzten Jahre immer* günstiger ist als mit Dieseltriebwagen oder sich die Umstellung von Bus auf Straßenbahn erst bei bestimmten Querschnittsbelastungen lohnt.

Edit/Ergänzung zu 2): bei den Batterieloks wird die Leistung durch zwei Probleme beschränkt:
- der sehr kleine Akku (Vossloh Modula)
- die Einschränkungen der restlichen Plattform (Vectron Dual Mode). Der Vectron DM hat aus Gewichtsgründen die Fahrmotoren des Vectron DE. Ob der Rest der elektrischen Ausrüstung mehr als 2,4MW + 0,48MW für die Zugsammelschiene hergibt, habe ich noch nicht herausgefunden. Es kann sein, dass der Vectron DM bei vollem Leistungsbedarf im Oberleitungsbetrieb nicht die Batterie laden wird laden können.
Praktisch wird das vermutlich weniger ein Problem werden, weil die in Frage kommenden Einsatzstrecken im Personenverkehr fast alle elektrifiziert werden (Marschbahn, München-Mühldorf, Hochrheinbahn, Niddertalbahn, Niederelbebahn?).



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 15.08.2026 22:20 von Axel25.
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