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Die unendliche Geschichte... Stadt Fürth vs. S-Bahnverschwenk
geschrieben von Christian0911 
Bei den 7 Fürther Weichen sind die 2 Eltersdorfer vermutlich enthalten, vermutlich auch die sowieso benötigte Weiche am Ende des zweigleisigen Abschnitts.
Hallo,

ich vermute eher, dass die Bahn die große Lösung (Variante 3) in Fürth baut - denn dann bräuchte sie diese Stelle später nicht mehr anfassen (Gleise und Stellwerkstechnik)!

Das spricht für die 7 Weichen und einen Prellbock bis sich ein Weiterbau ergeben wird.

Bei 7 Weichen wird es dort keine Warterei mehr geben und evtl. auch ohne Verschwenk, aber mit Tunnel! alles so bleiben können.

Das neue S-Bahn-Gleis kann dann später nach der Regnitz-Brücke, als 3. Gleis bis Vach oder nach Steinach geführt werden.



In Eltersdorf werden die 2 Weichen wohl, wie in der Graphik hellblau dargestellt, am sinnvollsten eingebaut, um über lange Jahre einen störungsarmen Betrieb zu gewährleisten.

Gruß elixir


Wie sich der Inbetriebnahmetermin für die Interimslösung verschoben hat:

Januar 2018: Pressemitteilung des Bundesverkehrsministeriums vom 28.01. (Auszug):

>> Bund, Freistaat Bayern, Stadt Fürth und Deutsche Bahn haben sich auf Verbesserungen des S-Bahn-Verkehrs im Raum Nürnberg verständigt. An den Gesprächen in Berlin nahmen der geschäftsführende Bundesverkehrsminister Christian Schmidt, der bayerische Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann, Fürths Oberbürgermeister Thomas Jung, Deutsche Bahn-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla und weitere Vertreter der DB teil.

Ergebnisse:

• Bis zur Inbetriebnahme neuer S-Bahn-Gleise im Raum Nürnberg (Bereich Fürth - Eltersdorf) soll zusätzlicher S-Bahn-Verkehr entlang der bestehenden ICE-Trasse ermöglicht werden. Ziel ist, durch eine Interimslösung die bisher zwei Züge pro Stunde für die S-Bahn Nürnberg - Erlangen auf drei Züge zu erhöhen und damit einem annähernden 20 Minuten-Takt zu schaffen. Dazu sollen bis zum Fahrplanwechsel 2020 die baulichen Voraussetzungen für die Nutzung der bereits erstellten S-Bahn-Gleise im Bereich Fürth-Unterfarrnbach geschaffen werden.

• Als Auftrag aus dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes vom 9. November 2017 zum Fürther Verschwenk ergibt sich, dass eine ergebnisoffene Prüfung beider Varianten, S-Bahn-Verschwenk oder Ausbau auf Bestandstrasse (Bündelungstrasse), durchgeführt werden muss. <<

September 2018: Pressemitteilung des Bayer. Staatsministeriums des Innern vom 28.09. (Auszug):

>> Die Interimslösung, bei welcher behelfsweise in Fürth-Unterfarrnbach sieben Weichen eingebaut werden, ist notwendig geworden, weil aufgrund des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts zum Fürther Verschwenk derzeit der Ausbau in diesem Streckenabschnitt stockt. Ein endgültiger Ausbau der Strecke könnte deshalb nach den Angaben der Deutschen Bahn rund 10 Jahre dauern. Baubeginn für die Interimslösung soll im Jahr 2019, Fertigstellung im Jahr 2021 sein. Für Innenminister Joachim Herrmann eine lohnenswerte Investition: „Auf dieser Strecke sind im S-Bahn-Netz Nürnberg die meisten Leute unterwegs. Nachdem sich der S-Bahn-Ausbau in diesem Abschnitt erheblich verzögert, halte ich die Interimslösung für dringend notwendig.“ Der Realisierungs- und Finanzierungsvertrag dafür kann nach den Worten von Verkehrsstaatssekretär Josef Zellmeier noch im Oktober unterzeichnet werden.

Sehr erfreut reagierte Herrmann auf die Ankündigung Zellmeiers, gleichzeitig den bereits planfestgestellten Südzugang der S-Bahnstation in Eltersdorf zu bauen. Es soll aber nicht nur der Südzugang hergestellt werden, vielmehr wird die S-Bahn durch den Einbau von zusätzlichen Weichen südlich des Haltepunktes in beiden Fahrtrichtungen den Bahnsteig der Station Eltersdorf anfahren können. Derzeit noch bestehende Bahnsteigprovisorien sind dann nicht mehr erforderlich. Herrmann: „Damit ist auch eine vom Fernverkehr getrennte Ansteuerung des Mittelbahnsteiges möglich. Der Fernverkehr fährt weiterhin über die Außengleise, wird allerdings nicht mehr durch eine vorausfahrende S-Bahn behindert.“ Für diese Variante braucht die Bahn zusätzliche Weichen mit entsprechenden Anpassungen und zusätzlichen Signalisierungselementen. Sie veranschlagt hierfür Kosten in Höhe von rund vier Millionen Euro. Zellmeier: „Der große Vorteil ist, dass beide provisorischen Bahnsteige ersatzlos entfallen. Außerdem schaffen wir durch den Südzugang für die überwiegend südlich des Haltepunktes wohnende Bevölkerung von Eltersdorf einen direkten und schnellen Weg zur S-Bahn. <<

Und jetzt also im PDF der BEG vom März 2019: >> IBN vsl. 12/2021 <<

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Hinweis: das Thema Interimslösung wird bisher auch in anderen Threads behandelt, sodass die Diskussion zersplittert ist:

- Wie ist der Stand der Einfädelung der S-Bahn-Gleise vor Vach? [www.bahninfo-forum.de]

- Wie weiter mit Verschwenk und Güterzugtunnel? [www.bahninfo-forum.de]

- 2 Weichen für Eltersdorf [www.bahninfo-forum.de]

- [VDE 8.1] Bauarbeiten Fürth - Forchheim (- Bamberg) 2016 ... 18 [www.bahninfo-forum.de]
Finanzierungsvertrag für Interimslösung endlich unterschrieben:

>> Bayern investiert 20 Millionen in Fürther S-Bahn-Nadelöhr

Regierung und DB haben Finanzierungsvertrag für Interimslösung geschlossen - vor 1 Stunde <<

[www.nordbayern.de]

Allerdings müssen die Fahrgäste auf die Inbetriebnahme der neuen Gleise mit dem neuen Bahnsteig am Haltepunkt Klinikum lange warten. >> Denn die Arbeiten werden erst 2022 beendet sein. << Heißt das, dass es nicht zum Fahrplanwechsel im Dezember 2021 klappt?



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 18.05.2019 06:59 von Manfred Erlg.
Die Bemerkung im Artikel finde ich interessant:

"Fest steht schon jetzt: Unabhängig davon, welcher Streckenverlauf am Ende realisiert wird, können die neuen Weichen und Signale dafür weiter verwendet werden."

Das ist neu. Ich denke, da wird jetzt auf Zeit gespielt und gehofft, dass die endgültige Lösung feststeht, bevor die 7 neuen Weichen tatsächlich gebaut werden. So ganz egal dürfte es nicht sein, was am Ende realisiert wird.
Die Ausschmückung der Meldung durch die Lokalpresse sollte man nicht überbewerten. Hier ist die regionale Pressemitteilung aus dem Bau- und Verkehrsministerium:

>> Ausbau Streckenabschnitt Nürnberg - Erlangen schreitet voran

München, 17.05.2019

Bayerns Verkehrsminister Dr. Hans Reichhart: "Interimslösung" bei der S-Bahn in Fürth kommt

- Wesentliche Verbesserung für Fahrgäste auf vielbefahrenen S-Bahn-Strecke zwischen Nürnberg und Erlangen
- Einbau von zusätzlichen Weichen und Signalen im Streckenabschnitt Fürth-Unterfarrnbach
- Künftig verkehren drei S-Bahnen pro Stunde und Richtung
- Freistaat investiert rund 20 Millionen Euro

Gute Nachrichten für die Fahrgäste der Nürnberger S-Bahn-Linie 1: Freistaat und Deutsche Bahn haben den Finanzierungsvertrag für die „Interimslösung“ abgeschlossen. Damit hat der Freistaat Bayern die finanziellen Voraussetzungen geschaffen, um den Einbau von sieben Weichen und zusätzlichen Signalen im Bereich Fürth-Unterfarrnbach durch die Deutsche Bahn zu ermöglichen. „Künftig können auf der Strecke Nürnberg – Erlangen drei S-Bahnen pro Stunde und Richtung verkehren. Bislang erlaubt die bestehende Infrastruktur nur zwei S-Bahnen. Durch die zusätzliche Infrastruktur können wir vor allem den zahlreichen Pendlern zwischen Nürnberg und Erlangen ein deutlich verbessertes S-Bahn-Angebot zur Verfügung stellen“, freut sich Verkehrsminister Reichhart. Die Deutsche Bahn will die Baumaßnahmen, die den bereits fertiggestellten Fürther Bogen an die Bestandstrasse anbinden, bis Dezember 2022 abgeschlossen haben.

Der Streckenabschnitt Nürnberg – Erlangen besitzt das höchste Fahrgastaufkommen im gesamten Nürnberger S-Bahn-Netz. Da der vorgesehene Verschwenk der S-Bahn-Gleise bei Fürth aufgrund fehlenden Baurechts bislang nicht realisiert werden konnte, hat der Freistaat Bayern frühzeitig diese Sofortmaßnahme initiiert, um Abhilfe zu schaffen. Für die Fahrgäste auf der S-Bahn-Strecke zwischen Nürnberg und Erlangen geht damit eine deutliche Verbesserung einher. „Wir fördern die Baumaßnahmen mit rund 20 Millionen Euro und damit in voller Höhe. So können wir bereits vor einem endgültigen Streckenausbau eine S-Bahn mehr pro Stunde fahren lassen“, so Reichhart. <<

[www.stmb.bayern.de]

Es gibt auch eine PM aus dem Innenministerium (StMin Herrmann ist Abgeordneter der Stadt Erlangen):

[www.stmi.bayern.de]

Jetzt also bis Dezember 2022 fertiggestellt (3 1/2 Jahre noch)! Wenn denn die derzeit ausgelastete Bauindustrie ein Angebot abgibt ...

(Es geht nicht nur um die zusätzlichen Weichen und Signale, sondern auch um die Wiederaufnahme der abgebrochenen Bauarbeiten im Fürther Bogen, darunter den neuen Bahnsteig.)



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 19.05.2019 12:48 von Manfred Erlg.
Zitat
HansL
Die Bemerkung im Artikel finde ich interessant:

"Fest steht schon jetzt: Unabhängig davon, welcher Streckenverlauf am Ende realisiert wird, können die neuen Weichen und Signale dafür weiter verwendet werden."

Das hört sich eher danach an, als dass diese "große Lösung" auch von der Bahn favoritisiert wird, um auch einen noch länger andauernden Zustand zu überbrücken, um dann später in einigen Jahren, die dann hoffentlich allen Beteiligten Lösung gerecht wird, baut oder auch nichts!

Es wäre sehr vernünftig - da diese Lösung dann die nächsten 10 Jahre, bis der Tunnel in Betrieb geht, der Bahn und den Pendlern dient.

Der Zugbetrieb wird erheblich flexibler, da der kritische Bereich von der neuen Überleitstelle bis Vach 3 km und weiter nach Eltersdorf nur noch 3 Kilometer beträgt.

Eine Blockverdichtung zuzüglich, könnte den kritischen Abschnitt weiterhin durchlässiger werden.

Evtl. erübrigt sich der Ausbau, ob über Vach oder Steinach, wenn der Betrieb mit der Situation gut zurecht kommt!

Wie ich schon oben schrieb, bleiben ja dann beide zukünftigen Streckenführungen offen und der Zeitdruck ist dann mal für Jahre weg!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 19.05.2019 14:15 von elixir.
Klar, in 3 1/2 Jahren gibt es ein Provisorium, so dass man 3 S-Bahnen pro Stunde irgendwie durchbekommt. Nicht im Takt, nicht zuverlässig, aber sie fahren halt - mehr schlecht als recht.
Irgendwann kommt ein Güterzugtunnel und vielleicht auch noch ein ICE-Tunnel. Wann denn?

Und so lange bleiben die Probleme bestehen! Nicht mehr ganz so arg, es wurde ja schon besser, seit es 4-gleisig von Erlangen bis Forchheim geht. Aber so richtig gut läuft es nicht auf dieser Achse. Und sehr viel besser wird es auch mit den 7 Weichen nicht werden.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 20.05.2019 09:38 von HansL.
Sollte es nach dem Umbau jedoch gut laufen, hätte die DB ein Problem den Verschwenk weiter zu verfolgen!

Da würde dann der Bau des S-Bahn-Gleises nur bis Vach, noch einmal eine Verbesserung bringen.

Und ob das die Bahn dann wirklich will?

Sie macht die Fahrpläne!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 20.05.2019 00:04 von elixir.
Die DB hat beim Neubau von Gleisen eigentlich nichts zu wollen; sie ist nur ausführendes Organ im Auftrag des Bundes oder des Bundeslandes, im speziellen Fall des Bundes bei der VDE 8.1 (einschließlich Güterzugstrecke) und des Freistaats für separate S-Bahngleise zwischen Nürnberg und Eltersdorf. Auch der geplante Deutschlandtakt ist kein alleiniges Werk der DB.

Die Gründe für die damalige Wahl des Steinacher Verschwenks (von allen Beteiligten außer der Stadt Fürth bevorzugt) sind bekannt und aus damaliger Sicht nachzuvollziehen (Bau mit großen Kurvenradien, einfachere Autobahnkreuzung, keine Komplikationen an der Bestandsstrecke, ...).

Ich glaube auch, dass ein separates S-Bahngleis zwischen Stadeln und Eltersdorf nicht mehr benötigt wird, wenn die Güterzugstrecke in Betrieb ist (frühestens 2028/29). Und bevor Klarheit über die Auswirkungen des Deutschlandtakts besteht, hat es auch keinen Sinn irgendwelche Neubauten zu planen.

Edit: Anbei eine Planskizze, die die 1994 geplanten Gewerbegebiete und Bahntrassen zeigt. Da wäre von den Äckern in Steinach nicht viel übrig geblieben.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 20.05.2019 16:05 von Manfred Erlg.


Hallo,

interessant ist der S-Bahn-Halt im Dienstleistungspark G2, der wohl noch etwas in Richtung Erlangen geschoben wurde und die angedeutete Ortsumgehung von Eltersdorf.

25 Jahre ist das her.

Gruß elixir
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