Willkommen! Einloggen Ein neues Profil erzeugen

erweitert
StUB Erlangen (Planung)
geschrieben von Manfred Erlg 
Zitat
Marktkauf
Man kann doch rechtlich nicht einfach Geld von Nürnberg nach Erlangen verleihen. Alle drei Städte müssen schon selber ihren Anteil finanzieren und zahlen. So groß wird die Liebe von Nürnberg zum Nachbarn Erlangen nun auch nicht sein.
Alle lieben die Strassenbahn, doch jeder zahlt seine Schienen selber.

Alle 3 Städte haben Finanzprobleme. Und sich geeinigt, dass sie bei der StUB-Planung die nächsten 3 Jahre sparen. Da kommen für 3 Jahre lächerliche 7 Millionen zustande. Die aber den Bau und damit den Nutzen der Bahn enorm verzögern.

Die Planung des FSW ist nur ein einfaches Beispiel, wo man alleine in Nürnberg diese 7 Mio locker hätte einsparen können. Außerhalb von Verkehrsthemen fällt mir noch einiges ein, wo man in Nürnberg die nächsten Jahre sparen könnte. Zum Beispiel bei der Sanierung der Zeppelintribüne. Die könnte man sperren und die nächsten Jahre weiter zusammenfallen lassen. Das will man nicht, weil es dann kein Autorennen mehr geben könnte.

Auch die beiden anderen Städte haben Projekte, die aufgeschoben werden könnten. Aber stattdessen wird bei der Planung der StUB gespart.

Gut verschleiert. So dass sich noch nicht einmal hier jemand darüber aufregt.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 25.11.2025 17:03 von HansL.
Zitat
HansL
Zitat
Marktkauf
Man kann doch rechtlich nicht einfach Geld von Nürnberg nach Erlangen verleihen. Alle drei Städte müssen schon selber ihren Anteil finanzieren und zahlen. So groß wird die Liebe von Nürnberg zum Nachbarn Erlangen nun auch nicht sein.
Alle lieben die Strassenbahn, doch jeder zahlt seine Schienen selber.

Alle 3 Städte haben Finanzprobleme. Und sich geeinigt, dass sie bei der StUB-Planung die nächsten 3 Jahre sparen. Da kommen für 3 Jahre lächerliche 7 Millionen zustande. Die aber den Bau und damit den Nutzen der Bahn enorm verzögern.

Die Planung des FSW ist nur ein einfaches Beispiel, wo man alleine in Nürnberg diese 7 Mio locker hätte einsparen können. Außerhalb von Verkehrsthemen fällt mir noch einiges ein, wo man in Nürnberg die nächsten Jahre sparen könnte. Zum Beispiel bei der Sanierung der Zeppelintribüne. Die könnte man sperren und die nächsten Jahre weiter zusammenfallen lassen. Das will man nicht, weil es dann kein Autorennen mehr geben könnte.

Auch die beiden anderen Städte haben Projekte, die aufgeschoben werden könnten. Aber stattdessen wird bei der Planung der StUB gespart.

Gut verschleiert. So dass sich noch nicht einmal hier jemand darüber aufregt.

Hallo Hans,

in Erlangen hätte man gerne mehr bei der StUB gespart, um das Geld entweder gar nicht erst aufnehmen zu müssen oder in andere Investitionsprojekte umzuleiten. Es ist ja nicht so, dass man in Erlangen nicht genügend Investitionsprojekte hätte.

Da der Zweckverband gleichzeitig einen Kassenbestand von 19,7 Millionen Euro hat (S. 16 der verlinkten Unterlage), halte auch ich als Befürworter es für gerechtfertigt, dass der Zweckverband vorübergehend die Verbandsumlage verringert. Auch wenn mir deutlich lieber wäre, dass er das Geld bereits für Dienstleister im Bereich Planung, Planfeststellung oder Bau ausgegeben hätte und wir nicht 1 Jahr Verzug hätten.

Viele Grüße
Alex
Ich bin dafür Sachen anzugehen. Das Sparen bei der StUB bringt nur den politischen Gegner auf den Plan. Und der möchte diese Strassenbahn einfach nicht.
Je länger es dauert desto teurer wird es.

Ich will dass das Ding bis zum hundertfünfzigsten der Straßenbahn Nürnberg 2031 endlich fährt!

____________
Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Wir dürfen gespannt sein, ob es nach 2031 überhaupt genügend Fahrer geben wird.
https://www.br.de/nachrichten/bayern/nebenjob-als-strassenbahnfahrer-vag-bildet-studierende-aus,U7jUOzv

Mangel haben wir ja heute schon und bis 2031 geht auch der letzte Babyboomer in Rente:

Zitat
Chef-Stef
Wir dürfen gespannt sein, ob es nach 2031 überhaupt genügend Fahrer geben wird.
https://www.br.de/nachrichten/bayern/nebenjob-als-strassenbahnfahrer-vag-bildet-studierende-aus,U7jUOzv

Mangel haben wir ja heute schon und bis 2031 geht auch der letzte Babyboomer in Rente:

Busse brauchen mehr Fahrer pro Fahrgast als Straßenbahnen.

____________
Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Das hängt von der Kapazität und der tatsächlichen Auslastung ab.

Dieser Gelenkbus hat 199 Plätze: [www.mercedes-benz-bus.com]
Der Avenio Nürnberg hat 218 Plätze, also keine 10% mehr.

Warum die Auslastung des Busses besser sein wird:
Die Route des Busses kann flexibel an die Fahrgastströme angepasst werden.
Der Bus kann einen anderen Bus überholen (Expressbusfähigkeit).

Warum der Personalmangel beim Bus nicht ganz so dramatisch wie bei der Straßenbahn sein wird:
Der Busfahrer braucht keine speziellen Straßenbahnführerschein, weniger Deutschkenntnisse.
Der Bus braucht keinen Fahrdienstleiter für den Fahrbetrieb.
Der Bus braucht keine spezielles Gleisbaupersonal, das sich um die Instandhaltung kümmert.
Der Bus kann auch heute schon autonom fahren - da kann sich das EBA auf den Kopf stellen.

Zitat
HansL
Alle 3 Städte haben Finanzprobleme. Und sich geeinigt, dass sie bei der StUB-Planung die nächsten 3 Jahre sparen. Da kommen für 3 Jahre lächerliche 7 Millionen zustande. Die aber den Bau und damit den Nutzen der Bahn enorm verzögern.

Die Stadtregierung in Erlangen hat so grottenschlecht gewirtschaftet, dass bereits im 4-5 stelligen Bereich nach Einsparungen gesucht wird, z.B. bei den Mülleimern: [www.nn.de]
Da die StuB das ÖPNV Defizit verdoppeln wird, hilft jedes Jahr Verzögerung beim Geldsparen.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 23.12.2025 11:26 von Chef-Stef.
Zitat
Chef-Stef
Das hängt von der Kapazität und der tatsächlichen Auslastung ab.

Dieser Gelenkbus hat 199 Plätze: [www.mercedes-benz-bus.com]
Der Avenio Nürnberg hat 218 Plätze, also keine 10% mehr.

Warum die Auslastung des Busses besser sein wird:
Die Route des Busses kann flexibel an die Fahrgastströme angepasst werden.
Der Bus kann einen anderen Bus überholen (Expressbusfähigkeit).

Warum der Personalmangel beim Bus nicht ganz so dramatisch wie bei der Straßenbahn sein wird:
Der Busfahrer braucht keine speziellen Straßenbahnführerschein, weniger Deutschkenntnisse.
Der Bus braucht keinen Fahrdienstleiter für den Fahrbetrieb.
Der Bus braucht keine spezielles Gleisbaupersonal, das sich um die Instandhaltung kümmert.
Der Bus kann auch heute schon autonom fahren - da kann sich das EBA auf den Kopf stellen.

Zitat
HansL
Alle 3 Städte haben Finanzprobleme. Und sich geeinigt, dass sie bei der StUB-Planung die nächsten 3 Jahre sparen. Da kommen für 3 Jahre lächerliche 7 Millionen zustande. Die aber den Bau und damit den Nutzen der Bahn enorm verzögern.

Die Stadtregierung in Erlangen hat so grottenschlecht gewirtschaftet, dass bereits im 4-5 stelligen Bereich nach Einsparungen gesucht wird, z.B. bei den Mülleimern: [www.nn.de]
Da die StuB das ÖPNV Defizit verdoppeln wird, hilft jedes Jahr Verzögerung beim Geldsparen.

Ja, das ist Meinung von @Chef-Steff, die im Einzelnen schon x-mal wiederlegt worden ist. Dass Erlangen kein Geld mehr hat, liegt aber sicher nicht an der StUB. Sondern an völlig unsinnigen Regeln, wie Gewerbesteuer eingezogen wird. Die hat eine große Medizintechnik-Firma missbräuchlich genutzt, um weniger Steuer in einer kleinen Nachbargemeinde zu zahlen. Die jetzt kaum weiß, wohin mit dem Geld. Das in der Erlanger Stadtkasse fehlt.

Jeder mit minimalen Kenntnissen weiß, dass sich die StUB rechnet. Sonst dürfte sie gar nicht gebaut werden.
Die Platzangabe bei Bussen ist in der Regel irreführend. Hersteller geben meist die Anzahl Stehplätze an, die sich aus 8 Personen/Quadratmeter oder der verbleibenden Nutzlast/Tragfähigkeit ergibt.

Rechnet man VDV-konform mit praxistauglichen 4 Personen/Quadratmeter, haben die Busse nur 60 bis 70 Prozent der Plätze. Für einen Capacity L sind 125 Fahrgäste realistisch.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 23.12.2025 17:00 von Axel25.
Zitat
Chef-Stef
Dieser Gelenkbus hat 199 Plätze: [www.mercedes-benz-bus.com]
Der Avenio Nürnberg hat 218 Plätze, also keine 10% mehr.

Die Plätze hat er aber nur auf dem Papier, das mit engster und im unrealistischer Stehplatzdichte angenommen wird. Die Hochbahn, die solche Busse einsetzt, gibt die Fahrgastzahl mit 125 Personen an. Damit also knapp 100 weniger als ein Avenio.

Zitat

Warum die Auslastung des Busses besser sein wird:
Die Route des Busses kann flexibel an die Fahrgastströme angepasst werden.
Der Bus kann einen anderen Bus überholen (Expressbusfähigkeit).

Beim zweiten Punkt hast Du recht. Da ist der Bus im Vorteil. Beim ersten Punkt muss man das etwas differenzierter sehen. Beim Einsatz normaler Solo- oder Gelenkbusse ist die Aussage richtig. Da kann man flexibel anpassen. Beim Einsatz von CapaCity oder ähnlichem geht das nicht so einfach. Diese Busse benötigen für den Einsatz eine Sondergenehmigung und können nicht alle Strecken befahren.

Zitat

Warum der Personalmangel beim Bus nicht ganz so dramatisch wie bei der Straßenbahn sein wird:
Der Busfahrer braucht keine speziellen Straßenbahnführerschein, weniger Deutschkenntnisse.

Der Busfahrer braucht aber einen Busführerschein. Welcher nun einfacher zu erwerben ist, lassen wir mal offen.
Warum braucht ein Busfahrer weniger Deutschkenntnisse als ein Straßenbahnfahrer? Das Aufgabengebiet ist doch nahezu identisch.

Zitat

Der Bus braucht keinen Fahrdienstleiter für den Fahrbetrieb.

Was verstehst Du unter "Fahrdienstleiter"?
Die Straßenbahn braucht einen Betriebsleiter nach BOStrab und der Busbetrieb einen Betriebsleiter nach BOKraft.
Wo ist da also nun der Vorteil?

Zitat

Der Bus braucht keine spezielles Gleisbaupersonal, das sich um die Instandhaltung kümmert.

Dafür braucht der Bus Straßenbaupersonal für die Instandhaltung.

Zitat

Der Bus kann auch heute schon autonom fahren - da kann sich das EBA auf den Kopf stellen.

Technisch kann das die Straßenbahn auch. Es ist aber beides bisher nicht für den regulären Fahrgastbetrieb zugelassen.
Von daher auch hier kein Vorteil für den Bus.

Grüßle,
der Werkstattmeister
Eine Buslinie die morgen wieder weg sein kann ist nichts auf das man sich verlassen kann. Eine Straßenbahn führt zu Ansiedlung von Menschen und Unternehmen, zu Investition, kurzum, sie schafft sich ein Stück weit ihre Fahrgäste selbst. Eben weil die Bevölkerung weiß: wo heute Schienen liegen wird auch noch in vielen Jahren gefahren werden...

____________
Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Wann ist eigentlich damit zu rechnen dass die Präsentation des 17. Dialogforums aus dem November öffentlich verfügbar sein wird? Das hat doch bisher nicht so lange gedauert...

____________
Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Und was immer gerne von nicht ÖPNV-Nutzern die dort Geld sparen möchten unterschlagen wird - die "Anziehungskraft" von schienengebundenen Verkehrsmittel ist einfach höher. Klar wenn man selbst beides nicht Nutzen möchte ist die Entscheidung einfach - bei Leuten ohne Alternative auch - aber freiwillige Wechsel erzeugt man damit idR. nicht.
Zitat
Umland
Und was immer gerne von nicht ÖPNV-Nutzern die dort Geld sparen möchten unterschlagen wird - die "Anziehungskraft" von schienengebundenen Verkehrsmittel ist einfach höher. Klar wenn man selbst beides nicht Nutzen möchte ist die Entscheidung einfach - bei Leuten ohne Alternative auch - aber freiwillige Wechsel erzeugt man damit idR. nicht.

Es ist auch ein Standortfaktor. Schaeffler, Adidas und Puma brauchen eine schienengebundene Anbindung um im Wettbewerb um die besten Köpfe Deutschland-, Europa-, ja weltweit mithalten zu können. Herzogenaurach ist die einwohnerreichste Kommune in Franken ohne Schienenverkehr.

____________
Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
UHM
Re: StUB Erlangen (Planung)
07.01.2026 21:26
Da denkt Adidas wohl genau andersherum.

Tschö
UHM
Zitat
UHM
Da denkt Adidas wohl genau andersherum.

Wenn die wirklich so denken können sie ja gerne auf irgendeine Hallig umziehen. Ich glaube aber in Wahrheit denken die eben nicht so....

____________
Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Zitat
UHM
Da denkt Adidas wohl genau andersherum.

Der derzeitige Adidas Chef mag so denken. Aber wohl nicht die Belegschaft und Kundschaft. Eine Straßenbahn vor der Tür ist ein Vorteil und kein Nachteil.
Wer in dem Bus von Adidas nach Erlangen sitzen muss, ist sicher für die StUB...
Zitat
Umland
Wer in dem Bus von Adidas nach Erlangen sitzen muss, ist sicher für die StUB...

da wäre ich mir nicht so sicher. Aktuell bietet Adidas für seine Mitarbeiter einen eigenen Werksbusservice an. Da fahren teilweise bis zu 10 Busse in verschiedene Richtungen ab. Diese stellen häufig Direktverbindungen her, die die StUB so nie leisten wird. Von daher dürfte die StUB für einen Großteil der dort Beschäftigten keine Alternative sein sondern eine Verschlechterung.

Grüßle,
der Werkstattmeister



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.01.2026 10:39 von werkstattmeister.
Zitat
werkstattmeister
Zitat
Umland
Wer in dem Bus von Adidas nach Erlangen sitzen muss, ist sicher für die StUB...

da wäre ich mir nicht so sicher. Aktuell bietet Adidas für seine Mitarbeiter einen eigenen Werksbusservice an. Da fahren teilweise bis zu 10 Busse in verschiedene Richtungen ab. Diese stellen häufig Direktverbindungen her, die die StUB so nie leisten wird. Von daher dürfte die StUB für einen Großteil der dort Beschäftigten keine Alternative sein sondern eine Verschlechterung.

Grüßle,
der Werkstattmeister

Laut dem NVP von ERH (allerdings noch Stand 2020) hat Adidas nur drei Berufsverkehrslinien nach PBefg. Die stehen mehr oder minder in Konkurrenz zu bestehendem ÖPNV. Spätestens mit Inbetriebnahme der StUB hoffe ich, dass die Genehmigung nicht verlängert wird.

Aktuell kann ich verstehen, dass es diese Verkehre gibt, weil die Verbindung RE/S-Bahn + 201 etwas umständlich ist und nur den Adi-Dassler-Platz erschließt. Der 200er hat zum Teil recht knappe oder sehr lange Umsteigezeiten. Mit dem direkteren Fahrweg der StUB, der direkten Erschließung von 2/3 der Standorte und dem 10 Minutentakt Erlangen und Herzogenaurach werden diese Probleme jedoch behoben.

Den Großteil der nicht öffentlichen Linien im Landkreis betreibt Schaeffler. Der Liste nach sind das hautsächlich Verbindungen, die mit dem ÖPNV tatsächlich nicht existieren oder zwei Werkstandorte verbinden.
Sorry, in diesem Forum dürfen nur registrierte Benutzer schreiben.

Hier klicken, um sich einzuloggen