Willkommen! Einloggen Ein neues Profil erzeugen

erweitert
StUB Erlangen (Planung)
geschrieben von Manfred Erlg 
Zitat
Phantom
Nö, da Nachhaltigkeit nicht eindimensional in THG-Äquivalenten gemessen wird, sondern auch soziale Komponenten enthält. Teilhabemöglichkeit durch Mobilitätsangebot, nachhaltig.

Ja richtig, die Teilhabe. Die wurde nach dem 9€ Ticket, nachdem der ÖPNV teilweise überlastet war und es nur geringe Umsteigerzahlen vom MIV gab, verstärkt als Argument benutzt. Im Vorfeld wurde hauptsächlich mit CO₂-Äquivalente argumentiert, als Hauptargument für Nachhaltigkeit. Was du als Eindimensional bezeichnest.

Nur ging es da um billigere Tickets und nicht um eine neue Strecke.

Inwieweit erhöht denn die Stub das Moblitätsangebot wirklich? Eigentlich gar nicht, es werden vorhandene Buslinien durch die Straßenbahn ersetzt. Sie ist weder schneller als der Bus, noch erschließt sie mehr Menschen, noch fährt sie wesentlich öfters. Für Manche ist die Verbindung mit der Stub sogar eine Verschlechterung. (Direktbusverbindung vs. Umsteigen)


Zitat
Phantom
Ansonsten nehmen wir zur Kenntnis,...

Dumme Frage, wer ist "wir"?


Zitat
Phantom
... dass du eine Meinung "... halte ich für zu hoch" hast.

Ja, ich habe meine Aussage als Meinung dargelegt, weil ich sie weder neu berechnet habe, noch einen "Beweis" dafür bringen kann. Aber ich kann meine Annahmen begründen.

Wie schon geschrieben, gibt es schon SPNV zwischen Nürnberg und Erlangen. Die S-Bahn ist wesentlich schneller, leistungsfähiger und bindet mehr Menschen an, als die Stub. Der große Wandel von Umsteigewilligen MIV -> ÖPNV hat größtenteils schon stattgefunden.

Und die Grundzahl an Autos auf der Relation N-Er entlang der B4, bei denen der Schlüssel für Umsteiger angewandt wurde erscheint mir zu hoch.
Auf mich macht es den Eindruck, dass hier vergessen wurde, dass 50%+ von/auf die A3 fahren.


Zitat
Phantom
Empirisch nachweisbar ist es allerdings so, dass bei vielen Projekten die Prognosen nach Inbetriebnahme eher übertroffen worden.

Nächste dumme Frage, wie viel ist "viele"? 10%, 25%, 50% oder gar 80 - 90%

Und die dritte dumme Frage, warum sollte die Stub zu diesen "vielen" gehören?

Allen mir geläufigen Projekten, bei denen die Prognosen übertroffen wurde, hatte mindestens eine von zwei Eigenschaften:
* erschließt die Gegend viel besser/neu
* ist von den Fahrzeiten eine echte Konkurrenz zum MIV.

Bei der Stub trifft beides nicht wirklich zu.

Bei Fahrzeiten gar nicht. Nicht schneller als der Bus, viel langsamer als das Auto, wie weiter oben dargelegt kann auch der Radverkehr konkurieren.
Beim Erschließen nur in Teilaspekten. HerzoA-> Erlangen hab ich oben schon als positiv dargelegt. Vermutlich wird auch Boxdorf -> Nürnberg gut angenommen.


Nürnberg bzw. die VAG wäre wohl ein Gewinner der Stub. Ihr Streckenabschnitt ist der kürzeste und relativ einfach zu bauen. Und falls es gebaut wird, wird es vermutlich die VAG betreiben. Die anderen Städte würden sie dafür bezahlen, dass sie Fahrzeuge usw. in Schuss halten.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 31.08.2026 13:34 von Stanze.
> Nürnberg bzw. die VAG wäre wohl ein Gewinner der Stub

Kommt drauf an was man unter Nürnberg versteht. Bei den Fahrgästen würde ich nur eingeschränkt zustimmen, weil die werden dadrunter, das Nürnberg bei jedem zu erneuernden Kanaldeckel 5m neben der Strecke den Verkehr einstellt und auf SEV geht, eher zu leiden haben. Deswegen wäre mein Wunsch ja insgeheim, das eben doch nicht die VAG die StuB betreibt, auch wenn das leider schon gesetzt ist. Nürnberg gewinnt also nur insofern, das es bei den zu Erwartenden häufigen Betriebsunterbrechungen dann einen deutlichen Fahrzeugüberschuss für das eigene Netz haben wird...

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]
Alles ist wie immer, nur schlimmer... (Bernd das Brot)
Zitat
Daniel Vielberth
> Nürnberg bzw. die VAG wäre wohl ein Gewinner der Stub

Kommt drauf an was man unter Nürnberg versteht. Bei den Fahrgästen würde ich nur eingeschränkt zustimmen, weil die werden dadrunter, das Nürnberg bei jedem zu erneuernden Kanaldeckel 5m neben der Strecke den Verkehr einstellt und auf SEV geht, eher zu leiden haben. Deswegen wäre mein Wunsch ja insgeheim, das eben doch nicht die VAG die StuB betreibt, auch wenn das leider schon gesetzt ist. Nürnberg gewinnt also nur insofern, das es bei den zu Erwartenden häufigen Betriebsunterbrechungen dann einen deutlichen Fahrzeugüberschuss für das eigene Netz haben wird...

Ich persönlich gehe eher davon aus das die Idee der StuB spätenstens dann stirbt sobald man Reutleser Straße erreicht und dann merkt das Erlangen und co. eh kein Geld mehr haben, Erlangen hat jetzt schon so klamme Kassen das man einiges im Busverkehr zusammen streichen muss (zumindest letzter Stand was man hier im Forum gelesen hat!)

Ergo wenn man kein Geld für Busse hat wie will man Geld für 'ne Strab haben? Und irgendwelche StuB Gegener setzen bestimmt eh noch Naturgeschützte Kröten in den Grund der Rednitz das man da nix mehr drüber bauen kann...

Viele Grüße
Christian0911
(Mein YouTube-Kanal)
Zitat
Stanze
Ja, ich habe meine Aussage als Meinung dargelegt, weil ich sie weder neu berechnet habe, noch einen "Beweis" dafür bringen kann. Aber ich kann meine Annahmen begründen.

Wie schon geschrieben, gibt es schon SPNV zwischen Nürnberg und Erlangen. Die S-Bahn ist wesentlich schneller, leistungsfähiger und bindet mehr Menschen an, als die Stub. Der große Wandel von Umsteigewilligen MIV -> ÖPNV hat größtenteils schon stattgefunden.

Es gibt dazu eine recht neue wissenschaftliche Untersuchung (Masterarbeit). Schon bei identischen Parametern (Anzahl Umstiege, Fahrpreis, Fahrzeit) gibt es einen Schienenbonus von deutlich über 50%. Insofern erwarte ich, dass die Fahrgastzahlen Herzogenaurach-Erlangen aber auch Tennenlohe-Erlangen und Neunkirchen-Erlangen stark ansteigen werden.
Es dürften auch mehr Fahrgäste dazu kommen, die künftig in Erlangen in den SPNV umsteigen.

Zitat
Stanze
Und die Grundzahl an Autos auf der Relation N-Er entlang der B4, bei denen der Schlüssel für Umsteiger angewandt wurde erscheint mir zu hoch.
Auf mich macht es den Eindruck, dass hier vergessen wurde, dass 50%+ von/auf die A3 fahren.

Es gibt keinen Schlüssel für Umsteiger. Die standardisierte Bewertung bzw. Verkehrsmodelle legen den Verkehr anhand der Nutzungswahrscheinlichkeit einer Route und der Routenwiderstände um.
Zitat
Axel25
Es gibt dazu eine recht neue wissenschaftliche Untersuchung (Masterarbeit). Schon bei identischen Parametern (Anzahl Umstiege, Fahrpreis, Fahrzeit) gibt es einen Schienenbonus von deutlich über 50%. Insofern erwarte ich, dass die Fahrgastzahlen Herzogenaurach-Erlangen aber auch Tennenlohe-Erlangen und Neunkirchen-Erlangen stark ansteigen werden.

* Herzogenaurach-Erlangen habe ich selbst genannt, dass hier Zuwachs zu erwarten ist.
* Neunkirchen-Erlangen habe ich ignoriert, das ist in so weiter ferne. Da gibt es nicht mal halbwegs solide Zahlen dazu.
* Tennenlohe-Erlangen ist eine der Verbindung die ich als Verschlechterung sehe. Der 20er und 30er Bus wird zwar fast identisch von der Stub ersetzt, aber der 290 und 295 fallen weg, bzw fahren plötzlich über Bruck. Für ca. 50% der Bewohner von Tennenlohe bedeutet dies eine Verschlechterung. Entweder sie laufen zu den Stubhaltestellen oder steigen in den Bus und dann um in die Stub, oder sie Fahren mit dem Bus zum HBF laufen in die Innenstadt oder steigen da um.

Also sind zwei "Parameter" (Anzahl Umstiege, Fahrzeit) schlechter.

Das haben wir schon mal diskutiert. Erst hast du dich immer nur auf der Ersetzung der 20/30er herausgeredet, erst als du gemerkt hast, da gibt es mehr Buslinien, hast du die Anzahl der Fahrgäste als gering abgetan.

Zitat
Axel25
Es gibt keinen Schlüssel für Umsteiger. Die standardisierte Bewertung bzw. Verkehrsmodelle legen den Verkehr anhand der Nutzungswahrscheinlichkeit einer Route und der Routenwiderstände um.

Schlüssel, Faktor, Wahrscheinlichkeit. Egal wie du es nennst, nach meiner Ansicht ist der zu hoch. Genau an den Dingen kann man ziemlich gut drehen, je nachdem ob man etwas positiv oder negativ aussehen lassen will.

aber we Christian schon schrieb, man mußfroh sein, wenn überhaupt etwas gebaut wird.
Zitat
Stanze
Zitat
Axel25
Es gibt dazu eine recht neue wissenschaftliche Untersuchung (Masterarbeit). Schon bei identischen Parametern (Anzahl Umstiege, Fahrpreis, Fahrzeit) gibt es einen Schienenbonus von deutlich über 50%. Insofern erwarte ich, dass die Fahrgastzahlen Herzogenaurach-Erlangen aber auch Tennenlohe-Erlangen und Neunkirchen-Erlangen stark ansteigen werden.

* Herzogenaurach-Erlangen habe ich selbst genannt, dass hier Zuwachs zu erwarten ist.

Ich wollte dir damit auch nicht widersprechen.

Zitat
Stanze
* Tennenlohe-Erlangen ist eine der Verbindung die ich als Verschlechterung sehe. Der 20er und 30er Bus wird zwar fast identisch von der Stub ersetzt, aber der 290 und 295 fallen weg, bzw fahren plötzlich über Bruck. Für ca. 50% der Bewohner von Tennenlohe bedeutet dies eine Verschlechterung. Entweder sie laufen zu den Stubhaltestellen oder steigen in den Bus und dann um in die Stub, oder sie Fahren mit dem Bus zum HBF laufen in die Innenstadt oder steigen da um.

Also sind zwei "Parameter" (Anzahl Umstiege, Fahrzeit) schlechter.

Das haben wir schon mal diskutiert. Erst hast du dich immer nur auf der Ersetzung der 20/30er herausgeredet, erst als du gemerkt hast, da gibt es mehr Buslinien, hast du die Anzahl der Fahrgäste als gering abgetan.

Das Groß der Fahrgäste sind nun mal die Durchfahrer auf der 20/30. In Abbildung 20 vom NVP Erlangen sieht man das ganz gut. Daneben gibt es einige Leute, die von/nach Tennenlohe pendeln und hauptsächlich die Haltestelle am Wetterkreuz bzw. Tennenloher Kirche und Skulpturenpark nutzen. Für die verbessert sich die Erreichbarkeit Tennenlohes, da es nur noch eine Linie auf nur einem Laufweg mit dichtem Takt gibt.

Zitat
Stanze
Zitat
Axel25
Es gibt keinen Schlüssel für Umsteiger. Die standardisierte Bewertung bzw. Verkehrsmodelle legen den Verkehr anhand der Nutzungswahrscheinlichkeit einer Route und der Routenwiderstände um.

Schlüssel, Faktor, Wahrscheinlichkeit. Egal wie du es nennst, nach meiner Ansicht ist der zu hoch. Genau an den Dingen kann man ziemlich gut drehen, je nachdem ob man etwas positiv oder negativ aussehen lassen will.

Naja, wenn man ein ÖPNV-Projekt schlecht reden will, dann pickt man sich halt genau solche Punkte raus. Auf der anderen Seite stören solche Faktoren nicht, wenn einem das zugehörige Projekt selber gefällt.

Mir sind bisher jedenfalls nur zwei Projekte bekannt, bei denen das Fahrgastaufkommen überschätzt wurde:
- Haller Willem, die LNVG nutzte allerdings nicht die Standi.
- eine Straßenbahnverlängerung (in Berlin?), bei der man ein Neubaugebiet erschließen wollte, das nicht gebaut wurde.

Ansonsten würde ich sagen: wir werden (mit etwas Glück) sehen. Ich gehe davon aus, dass die StUB ihre Fahrgastprognose für "nach der Einschwingzeit" schon im zweiten oder dritten Betriebsjahr erreicht.
Die neue Brücke über die Regnitz wird auf jeden Fall viele Relationen deutlich beschleunigen. Die wo heute der 289er fährt sticht da besonders hervor

____________
Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Zitat
Christian0911
Ich persönlich gehe eher davon aus das die Idee der StuB spätenstens dann stirbt sobald man Reutleser Straße erreicht und dann merkt das Erlangen und co. eh kein Geld mehr haben

Mir wäre wichtig, dass die schon seit Jahrzehnten vorhandene, eigentlich recht gute Radwegverbindung N-Thon - ER-Tennenlohe durch die Baubemühungen nicht etwa 15, 20 oder 30 Jahre lang entfällt (man beachte den vorgesehenen Abriss und ggf. Neubau der Autobahnbrücke "Reutleser Weg"). Eine "lediglich" wenige Jahre lange Radverkehrssperre ginge eigentlich nur, wenn die Radweganlagen jeweils parallel mit den Bauabschnitten der StUB fertig gestellt würden.

Andernfalls, also wenn der Radweg erst im Anschluss der Fertigstellung der Trasse bis Reutles, entstehen sollte, würde ein "Radschnellweg" mit 4 Metern Breite nie gebaut werden, weil man im Jahrzehnt davor gesehen haben wird, "dass da sowieso nie ein Radfahrer fährt".

Wobei die 4 Meter Breite und Kreuzungsarmut keineswegs nur Vorteile bieten gegenüber dem bestehenden guten Radweg: abzusehen ist das Anlocken von Motorrollern (wie in Niederlanden auf guten Radwegen) und von E-Scouter-Kiddies (wie in Deutschland auf gut ausgebauten Fuß-/Radwegen), die mit 80 km/h an den noch kleineren Kindern vorbei zischen werden.
Wir werden sehen: wenn die StUB erst einmal fährt werden mehr und mehr Orte in der Region auch angeschlossen werden wollen!

____________
Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Ich bin froh, wenn die Linie 7 zur Bauernfeindstraße und die Erweiterung nach Erlangen und Herzogenaurach kommen.

An weitere Verlängerungen denk ich gerade nicht.
Sorry, in diesem Forum dürfen nur registrierte Benutzer schreiben.

Hier klicken, um sich einzuloggen