Zitat
Nach vier Jahren Stillstand: Franken-Sachsen-Magistrale nimmt wieder Fahrt auf
NÜRNBERGER LAND – Vier Jahre lang lagen die Planungen zur Elektrifizierung der Franken-Sachsen-Magistrale auf Eis – nun deutet sich ihre Fortsetzung an.
Nach einer Kabinettssitzung in München erklärte Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU), die Arbeiten würden „mit Hochdruck“ weitergeführt. Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) erwartet gegen Ostern die Unterzeichnung der Planungsverträge. Damit könne der nächste Schritt zur Elektrifizierung erfolgen. Besonders für das Nürnberger Land ist das zentral: Schon bei der anstehenden Planung der maroden Pegnitzbrücken müsse die Elektrifizierung fest eingeplant werden, heißt es dazu in einer Pressemeldung der Geschäftsstelle Bahnelektrifizierung Bayern-Sachsen-Böhmen.
Zitat
PRESSEMITTEILUNG Februar 2026
Große Hoffnung auf baldigen Fortschritt bei der Franken-Sachsen-Magistrale
Bernreiter erwartet Planungsauftrag „gegen Ostern“
Bei der Elektrifizierung der international bedeutsamen Strecke zeichnet sich die Fortführung der seit 4 Jahren unterbrochenen Planungen ab. Nach einer Kabinettssitzung in München betonte Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU), dass die Planungen mit Hochdruck vorangetrieben werden: „Bei der Franken-Sachsen-Magistrale sind wir auf einem guten Weg. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir die nächsten Schritte bald gehen können.“ Ziel sei es, rasch Baureife zu erreichen und die Finanzierung sicherzustellen.
Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) ergänzte, er erwarte, „dass gegen Ostern die Planungsverträge unterzeichnet sind“. Damit könne der nächste entscheidende Schritt zur Elektrifizierung der Strecke eingeleitet werden. Bereits bei den anstehenden Planungen der maroden Pegnitzbrücken müsse die Elektrifizierung von Beginn an mitgedacht werden: „Das habe ich vom ersten Tag an klar gesagt.“
Zusätzlichen Druck erhält das Projekt durch seine internationale Dimension. Der tschechische Ministerpräsident Andrej Babiš stellte einen Tag vor der Kabinettssitzung die Frage, ob „Deutschland wirklich daran interessiert ist weiterzubauen.“ Zum gemeinsamen Ausbau der Bahnstrecke Nürnberg – Eger – Pilsen - Prag hatten sich beide Länder in einem Abkommen 1995 verpflichtet. Während Tschechien seinen Teil bereits 2012 umgesetzt hat, wartet der deutsche Abschnitt bis heute auf die Umsetzung.
Ministerpräsident Markus Söder unterstrich die strategische Bedeutung der bislang „unterentwickelten“ Ost-West-Verbindungen. Die Franken-Sachsen-Magistrale sei „ganz zentral für die Entwicklung“ Bayerns. Tschechien sei inzwischen der viertwichtigste Handelspartner des Freistaats, täglich pendelten rund 25.000 Menschen über die Grenze. Gerade im Grenzraum sei die Verkehrsinfrastruktur das wichtigste Zukunftsthema.
Auch die Oberbürgermeister des Sächsisch-Bayerischen Städtenetzes haben im Januar in Plauen die sofortige Wiederaufnahme der Planungen gefordert, damit die mehrjährige Erneuerung der 18 Pegnitzbrücken mit der Elektrifizierung verknüpft werden kann. „Die jährlichen Streckensperrungen für die Brückenarbeiten sind lang genug, dass sie auch für die Arbeiten an den Tunnel und an den Fahrleitungen genutzt werden können. Das reduziert die Sperrzeiten und spart Zeit und Kosten. Da die Planungen für die neuen Brücken bereits weit fortgeschritten sind, muss die Planung der Elektrifizierung rasch nachgezogen werden“, so die Oberbürgermeister, „nur so kann auch der Bauablauf im engen Pegnitztal optimal aufeinander abgestimmt werden“.
Stimmen aus der Region:
Armin Kroder, Landrat Nürnberger Land:
„Die Signale aus der Kabinettssitzung sind der richtige Weg. Die Menschen im Pegnitztal brauchen Planungssicherheit. Wenn sich die Vollsperrungen bis Mitte der 2030er Jahre aneinanderreihen, sprechen wir nicht mehr von einer Baustelle, sondern von einem dauerhaften Krisenmodus. Deshalb muss jetzt die Entwurfs- und Genehmigungsplanung starten, damit Elektrifizierung und Brückenneubau gemeinsam umgesetzt werden können und bis 2029 Baureife erreicht ist.“
[... weitere Landräte]
|
Für die Elektrifizierung bräuchte es erst mal einen Planungsaufrag 01.03.2026 10:45 |
Zitat
spuernase
Laut dem NN-Artikel vom 27.2.26 scheint es aber so zu sein, dass die Elektrifizierung doch irgendwann seperat gemacht wird, vorher aber die Brücken ertüchtigt werden.
Ein verbindlicher Zeitplan sei allerdings erst dann ableitbar, wenn die Witterungsverhältnisse stabiler werden, so die DB-Sprecherin. [...] Keine Antwort wird auf die Frage gegeben, ob der Zugverkehr in ein paar Monaten vollumfänglich wieder aufgenommen werden soll, oder ob es beispielsweise weiterhin bei der Umleitung der schweren Güterzüge bleibt. Ebenso unklar ist, wann mit dem von Politik und Bahn angestrebten Bau neuer Brücken und einer Elektrifizierung der Strecke begonnen werden kann.
|
Das Pegnitztal ist hier Karst mit Dolinen 01.03.2026 12:46 |
Zitat
frankentux
So lang es in der Gegend immer mal wieder eher spontan zu Löchern im Boden kommt [www.nn.de] ist halt alles schwierig.
|
Re: Konzept für provisorische Sanierung gefunden? 04.03.2026 17:51 |
In einem Artikel im Boten vom 26.2.2026 von Arno Stoffels, den ich leider nicht im Netz finde (möglicherweise der bereits in [www.bahninfo-forum.de] zitierte), steht das auch so. Wobei kein Termin genannt werden kann weil man (mindestens) auf besseres Wetter wartet.Zitat
frankentux
Ich glaube man redet über zwei verschiedene Dinge. Ich lese zwischen den Zeilen bis dahin will man erst mal bis Neuhaus fahren, vermutlich aus Richtung Pegnitz, um den SEV deutlich reduzieren zu können.Zitat
spuernase
Bzgl. Ertüchtigung der Pegnitztalstrecke: laut NN vom 27./28. Dezember 2025 werde "bahnintern" am Termin "Mitte 2026"
gezweifelt.
|
Re: Wie geht es eigentich nach dem Ende der Pegnitzstrecke weiter? 04.03.2026 19:22 |
|
Die Formation reicht vom Fichtelgebirge bis Genf 04.03.2026 19:29 |
Zitat
Nukebro
Wie groß ist eigentlich das Karstgebiet? Wie weiträumig müsste man umfahren um den zu vermeiden?
|
Re: Die Formation reicht vom Fichtelgebirge bis Genf 04.03.2026 20:18 |
|
Re: Die Formation reicht vom Fichtelgebirge bis Genf 04.03.2026 21:02 |
|
Re: Die Formation reicht vom Fichtelgebirge bis Genf 05.03.2026 07:25 |
|
Karst ist immer problematisch 05.03.2026 08:17 |
Zitat
Schdrasserboh
Wenn ich mich recht erinnere, gab es bei der NBS Nbg. - Ingolstadt auch große Probleme mit dem Karstgestein. So groß, dass in einem der Tunnels sogar eine Brücke über einen Hohlraum gebaut werden musste. Billiger wurde die Strecke dadurch nicht...
|
Re: Karst ist immer problematisch 05.03.2026 09:38 |
|
Re: Karst ist immer problematisch 05.03.2026 15:32 |
Zitat
HansL
Zitat
Schdrasserboh
Wenn ich mich recht erinnere, gab es bei der NBS Nbg. - Ingolstadt auch große Probleme mit dem Karstgestein. So groß, dass in einem der Tunnels sogar eine Brücke über einen Hohlraum gebaut werden musste. Billiger wurde die Strecke dadurch nicht...
Es gab große Probleme beim Tunnel im Albaufstieg, richtig. Die haben die Fertigstellung spürbar verzögert. Solche bösen Überraschungen sind im Karst immer zu erwarten.
Die Frage ist, was im Pegnitztal tatsächlich los ist. Man weiß jetzt, dass da unterirdisch Wasser fließt. Da kann es immer Auswaschungen bis hin zu Dolinen geben. Kann man sicher herausfinden, wann und wo Gefahr droht?
Falls da die Geologen kein klares Ja liefern, könnte ein Tunnel doch die bessere Lösung sein. Selbst wenn man da auch auf verborgene Hohlräume stoßen kann.
Aber das können nur Geologen beurteilen. Die wir meines Wissens hier im Forum leider nicht haben.