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Pegnitztalbahn (ABS Nürnberg – Marktredwitz – Hof/Schirnding) + Elektrifizierung Nordostbayern
geschrieben von Manfred Erlg 
Zitat
Stanze
Und ausserhalb der Wagner Spiele ist Bayreuth auch wirklich ungedeutend.

Tatsächlich? Zwar haben die Bayreuther in der Tat lange den NSKK-Funktionär Hühnlein als Ehrenbürger gewürdigt, dem war der "arische Kraftverkehr" sicher wichtiger als Zugverbindungen oder gar Radverkehr. Davon merkt man heute noch sehr viel im Stadtbild, es erinnert schon ziemlich an das mit Reichsautobahn-gleichen Straßenorgien aufgeblasene Dörflein Kulmbach.

Mittlerweile hat Bayreuth aber immerhin 75.000 EW, und eine Uni mit fast 12.000 Studis. Deshalb frage ich mich, weshalb Bayreuth gegenüber Regensburg mit doppelt so vielen EW, jedoch nicht doppelt so vielen Studis beim SEV derart benachteiligt wird. In Richtung Regensburg starten in der Spitzenstunde 7 SEV-Abfahrten, 1 RE (ab :30, soll sogar schneller als der Expressbus sein) und 1 ICE, nach Bayreuth gibt es gerade 1 SEV-Abfahrt pro Stunde.

Und warum lässt man die ohnehin freien bzw. nur bis Hersbruck verkehrenden 612-RE "Richtung" Bayreuth (die zur vollen Stunden nicht weiter nach Regensburg (durch-) fahren, dann hätte man einen schneller(en) Halbstundentakt und würde "Hinter dem Bahnhof" nicht alles mit Bussen übereinander stapeln müssen. Wobei die dort ohnhin kaum einen Platz zum halten haben, weil das Areal so stark von "nur mal eben" "Kiss&Ride" Autozubringerfahrten beansprucht wird.

Hier nochmal die Problematik ab Bayreuth:

Zitat
spuernase
Heute die Richtung Bayreuth -> Nürnberg:

- der SEV-Bus steht seit mind. 14:37 vor Ort, bleibt erstmal verschlossen
- gegen 14:55 stehen bereits ca. 60 potentielle Fahrgäste auf dem zahlreichen Betonpflanzenkübeln verzierten Bussteig "D"
- erst um 15:00 lässt der Busfahrer die ca. 40 Glücklichen in den Bus (nur Sitzplätze erlaubt)
- bis 15:10 traf noch keiner erhoffter 2. Bus an
- während der Fahrt telefoniert der Busfahrer mit seiner Zentrale, "ein Bus soll kommen" wird ihm wohl mitgeteilt.

Es ist leider nicht das erste mal, dass für die stündliche angebotene Fahrt von Oberzentrum zu Oberzentrum kein zweiter SEV-Bus vorgehalten wird. Man bedenke, dass Sonntag Nachmittag die im Halbstundentakt verkehrenden vierteiligen 612er öfter ziemlich voll waren (macht ca. 400 Fahrgäste pro Stunde).
Zitat
Stanze
Und ausserhalb der Wagner Spiele ist Bayreuth auch wirklich unbedeutend.

Vermutlich deswegen wird der nächste Bus-Streik für Bayreuth gleich für zwei Tage angesetzt (Di.+Mi.).
Von Vorteil ist, dass es sowohl in Nürnberg als auch in Bayreuth Händler des bald erscheinenden, aber bislang nur vorkonfigurierbaren Autos ansässig sind, hier werde ich also die Wahl haben.
Seitdem der Presseartikel der NN am 2. Februar verlinkt worden ist, wird hier teilweise Halbwahres oder gar Unsinn geschrieben, z.B. zur Nicht-Elektrifizierung nach Hof, oder OFF-TOPIC-Quark über Bayreuth.

Der Presseartikel bezieht sich auf die Antwort der Bundesregierung im Januar auf eine Kleine Anfrage der Grünen im Bundestag im Dezember 2025. Titel: "Elektrifizierungsquote und Ausbauvorhaben im Schienennetz Bayerns im Herbst 2025"

Bereits im Juli 2025 hatten die Grünen eine Kleine Anfrage zum Thema FSM gestellt. Titel: "Projektstand Sachsen-Franken-Magistrale". Die Antwort der Bundesregierung ist im September erfolgt. Der Pressedienst des Bundestags hat dazu am 16. September eine Kurzmeldung veröffentlicht:

Zitat

Neubewertung der Sachsen-Franken-Magistrale erläutert

Berlin: (hib/HAU) Die Bundesregierung erläutert in ihrer Antwort (Drucksache 21/1523) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (Drucksache 21/1099) wie es zu der Neubewertung der Sachsen-Franken-Magistrale gekommen ist, die 2022 noch ein Nutzen-Kosten-Verhältnis (NKV) von 0,6 (negativ) hatte und 2025 bei der Neubewertung ein NKV von 1,06 (positiv) ausweist, wodurch eine Fortführung der Planungen des Bedarfsplanvorhabens möglich ist. Der Neubewertung der Schienenausbaustrecke Nürnberg-Marktredwitz-Schirnding/Grenze Deutschland/Tschechien im Jahr 2025 habe der gleiche Planungs- und Kostenstand zugrunde gelegen wie der Bewertung 2022, schreibt die Regierung. „Wesentliche Änderung war das auf Grundlage der neuen Verkehrsprognose 2040 veränderte Mengengerüst sowie die aktualisierten Kosten- und Wertansätze.“

Als wesentlich für die Verbesserung des NKV wird der von 24,2 Millionen Euro im Jahr 2022 auf 62,18 Millionen Euro im Jahr 2025 gestiegene Nutzen im Güterverkehr angeführt, während der Nutzen im Personenverkehr von 14,74 Millionen Euro im Jahr 2022 auf 18,60 Millionen Euro im Jahr 2025 geringfügig gestiegen sei.

Die Planungen des Vorhabens ruhten seit 2022, heißt es in der Antwort. Sobald der Bund die Deutsche Bahn AG (DB AG) mit der Wiederaufnahme der Planungen beauftragt, würden dort die notwendigen Aktualisierungen und gegebenenfalls Anpassungen erfolgen.

[www.bundestag.de] (mit Verlinkung der Drucksachen)


Zitate aus der Antwort der Bundesregierung; es gibt zum Teil nur lapidare Antworten zu den einzelnen Fragen:

Zitat

Die Fragen 4, 5, 8, 9 und 24 werden gemeinsam beantwortet.

Entscheidungen zu einzelnen Vorhaben werden in der Folge zu den Beschlüssen der Bundeshaushalte 2025 und 2026 getroffen. Es ist derzeit offen, wann eine Aufnahme der Planungen der Sachsen-Franken-Magistrale erfolgen kann.

Zu Frage 7:

Zitat

Eine parlamentarische Befassung wird bei Wiederaufnahme der Planung vorgesehen.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 09.02.2026 16:40 von Manfred Erlg.
Jetzt die Kurzmeldung vom Pressedienst des Bundestags zur Antwort der Bundesregierung auf die Anfrage der Grünen vom Dezember 2025:

Zitat

Elektrifizierung des Schienennetzes in Deutschland

Berlin: (hib/HAU) Die Bundesregierung plant eine nahezu vollständige Elektrifizierung des Schienennetzes in Deutschland. Mit dem Elektrifizierungsprogramm des Bundes könnten zukünftig nahezu 100 Prozent aller Zugkilometer im Schienenpersonenfern- und Güterverkehr elektrisch zurückgelegt werden, heißt es in der Antwort der Regierung (Drucksache 21/3595) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (Drucksache 21/3238).

Das Elektrifizierungsprogramm baue auf vier Säulen (Bedarfsplan, Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz, ergänzende Programme wie „Elektrische Güterbahn“, Strukturstärkungsgesetz und die Förderung alternativer Antriebe) auf. Der Fokus beim Elektrifizierungsprogramm des Bundes liege dabei nicht nur auf einer Oberleitungselektrifizierung. Fokussiert werde ein Mix aus klassischer Oberleitung und Ladeinfrastruktur für Teilelektrifizierung oder synthetische Kraftstoffe, wird mitgeteilt.

Auf weniger befahrenen Nahverkehrsstrecken könne auch auf eine Teilelektrifizierung oder den Einsatz alternativer Antriebstechniken in den Fahrzeugen gesetzt werden. „Damit kann der elektrische Schienenpersonennahverkehr vielerorts schneller und kostengünstiger realisiert werden als mit einer durchgehenden Oberleitung und den damit verbundenen Planungsverfahren“, schreibt die Bundesregierung.

Eine Priorisierungsliste für die Umsetzung von Elektrifizierungsmaßnahmen als Bedarfsplanvorhaben des Vordringlichen Bedarfs existiere nicht, heißt es weiter. Die Vorhaben würden im Rahmen der Verfügbarkeit von Haushaltsmitteln über die verschiedenen Leistungsphasen hinweg sukzessive umgesetzt.

[www.bundestag.de] (mit Verlinkung der Drucksachen)

Zitate aus der Antwort der Bundesregierung; auch hier gibt es zum Teil nur lapidare Antworten zu den einzelnen Fragen:

Zitat

Die Fragen 6 und 7 werden aufgrund des Sachzusammenhangs gemeinsam beantwortet.

Eine Priorisierungsliste der Bundesregierung für die Umsetzung von Elektrifizierungsmaßnahmen als Bedarfsplanvorhaben des Vordringlichen Bedarfs existiert nicht. Die Vorhaben werden im Rahmen der Verfügbarkeit von Haushaltsmitteln über die verschiedenen Leistungsphasen hinweg sukzessive umgesetzt.

Zu Frage 8 zur Beschleunigung der Elektrifizierung und des Verzichts auf das Kosten-Nutzen-Verhältnis <sic>:

Zitat

Ein Gesetzesentwurf, in dem der Verzicht auf eine Nutzen-Kosten-Untersuchung für Elektrifizierungsmaßnahmen im Rahmen von Bedarfsplanvorhaben enthalten ist, wird derzeit erstellt.

Weiter:

Zitat

Die Fragen 9, 12 bis 14 und werden aufgrund ihres Sachzusammenhangs gemeinsam beantwortet.

Ostkorridor Süd (Hof-Regensburg)
Der Abschnitt Marktredwitz – Regensburg ist nach Angaben der DB InfraGO AG Bestandteil der Sammelvereinbarung (SV) für die Leistungsphasen (Lph) 1/2 des Bedarfsplans; Lph 1/2 (Vorplanung) ist bereits abgeschlossen.

Franken-Sachsen-Magistrale (Nürnberg–Schnabelwaid–Marktredwitz–Hof bzw. Grenze D/CZ)
Die Franken-Sachsen-Magistrale ist Bestandteil der SV Lph1/2 des Bedarfsplans.

Metropolenbahn (Nürnberg–Schwandorf–Furth im Wald–Grenze D/CZ)
Die Metropolenbahn ist Bestandteil der Sammelvereinbarung (SV) Lph 1/2 des Bedarfsplans.

Schnabelwaid–Bayreuth–Untersteinach/Marktschorgast
Im Planungsvertrag „Elektrifizierung und Ausbau Schnabelwaid-Bayreuth“ (Lph 1 – 4) enthalten.

[...]Hinsichtlich der Beendigung der jeweiligen Leistungsphase wird darauf verwiesen, dass nach der Bedarfsplanumsetzungsvereinbarung die Leistungsphase erst dann abgeschlossen ist, wenn die Aufnahme in die nächste Leistungsphase erfolgt.

Für keines der angefragten Elektrifizierungsprojekte ist bisher eine Baufinanzierungsvereinbarung abgeschlossen. Daher ist der Zeitpunkt der baulichen Umsetzung für keine der Maßnahmen bekannt und es kann keine sichere Aussage zu den erwarteten haushaltsrelevanten Kosten gegeben werden.

Anmerkung: Den Abschnitt Hof-Marktredwitz haben sie vergessen. Er befindet sich in der Entwurfs- und Genehmigungsplanung (Lph 3/4).

Zu Frage 15 nach der Einsetzung von Mitteln aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität bzw. anderen Mitteln, die nicht aus dem Bundeshaushalt stammen:

Zitat

Mittel, die nicht aus dem Bundeshaushalt stammen, sind nicht für die Realisierung von Elektrifizierungsvorhaben des Bedarfsplans Schiene vorgesehen.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 09.02.2026 16:31 von Manfred Erlg.
Akku Hybride sollen 2030 kommen.
Zitat
BR
Aktuell wird die Strecke von München über Landshut, Regensburg und Weiden nach Hof von der DB Regio befahren. Im neuen Vertrag sollen ab 2030 Hybridfahrzeuge eingesetzt werden. Der Lokwechsel in Regensburg soll damit laut BEG wegfallen.

Hybridfahrzeuge seien deshalb nötig, weil der noch nicht elektrifizierte Abschnitt Regensburg– Hof 180 Kilometer beträgt.
[www.br.de]

Die Strecke Regensburg - Hof wird dann mit Akku zurückgelegt.
Zitat
Stanze
Akku Hybride sollen 2030 kommen.
Zitat
BR
Aktuell wird die Strecke von München über Landshut, Regensburg und Weiden nach Hof von der DB Regio befahren. Im neuen Vertrag sollen ab 2030 Hybridfahrzeuge eingesetzt werden. Der Lokwechsel in Regensburg soll damit laut BEG wegfallen.

Hybridfahrzeuge seien deshalb nötig, weil der noch nicht elektrifizierte Abschnitt Regensburg– Hof 180 Kilometer beträgt.
[www.br.de]

Die Strecke Regensburg - Hof wird dann mit Akku zurückgelegt.

Hybrid heißt ja nicht unbedingt Akku. Es ist im Artikel zwar an anderer Stelle davon die Rede, daß die Strecke für Akkuhybride herausfordernd ist, aber man müßte den genauen Ausschreibungstext kennen. Gegen Akkuzwang im Artikel spricht, daß ja auch Altfahrzeuge bis zu einem gewssen Alter möglich wären.

Tschö
UHM
Zitat
UHM
Hybrid heißt ja nicht unbedingt Akku. Es ist im Artikel zwar an anderer Stelle davon die Rede, daß die Strecke für Akkuhybride herausfordernd ist, aber man müßte den genauen Ausschreibungstext kennen. Gegen Akkuzwang im Artikel spricht, daß ja auch Altfahrzeuge bis zu einem gewssen Alter möglich wären.

Ja, du hast recht. Bei BEG steht es detaillierter drin. Da klingt es nach Lokbespannten Zügen. Ich glaube Lokomotiven gibt es kaum mit Akku, aber E/Diesel Hybride.

Nichts desto trotz, werden Mischformen beim Antrieb akzeptiert. Damit wird das Konzept auch mehr in Betracht gezogen.
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