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Pegnitztalbahn (ABS Nürnberg – Marktredwitz – Hof/Schirnding) + Elektrifizierung Nordostbayern
geschrieben von Manfred Erlg 
Ich ziehe das mal hierher um:

Zitat
Axel25
Zitat
401/402
Es wird nicht zu einer gänzlichen Einstellung des PV kommen. :-)

Wollen wir es hoffen. Aber nach dem die Strecke weder im PV noch im GV eine große Rolle spielt, wäre sie der klassische Kandidat für eine Monate lange Totalsperrung, bis der Schaden provisorisch behoben wird.

Hoffen wir, dass das jetzt keine lange Hängepartie wird. Und dass der PV abgesehen von der LA weitgehend ungehindert weiterfahren kann.

Wenn tatsächlich Tunnel für eine Elektrifizierung erweitert werden sollen, müssten auch die Brücken angepasst werden. Die dazu nötige Planung ruht aber im Moment, weil noch keine Entscheidung getroffen wurde, wie es weitergehen soll.

Da wäre eine aufwändige Sanierung der maroden Brücken sicher im Moment nicht sinnvoll und wird erst mal kaum gemacht. Da können wir nur hoffen, dass eine provisorische Reparatur soweit möglich ist, dass die Strecke nicht tatsächlich gesperrt werden muss.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 01.09.2025 12:47 von HansL.
Am Wochenende empfand ich die 70 km/h-LA als ca. 15 km lang. Glaube Vorra bis kurz hinter Neuhaus. Mit der Kurzwende der Marktredwitzumleiter Hof-BT-Pegnitz in Nbg. ist das schon wieder Kacke.

Eine Neutrassierung der Strecke entlang der A9 fände ich am besten, den herrlichen Brücken/Tunnel-Abschnitt zwischen Vorra und Neuhaus könnte man mit leichten Draisinen noch museal erhalten (oder als Bahntrassenradweg).



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 02.09.2025 10:25 von spuernase.
Zitat
spuernase

Eine Neutrassierung der Strecke entlang der A9 fände ich am besten, den herrlichen Brücken/Tunnel-Abschnitt zwischen Vorra und Neuhaus könnte man mit leichten Draisinen noch museal erhalten (oder als Bahntrassenradweg).

Es wird sicher keine Neubaustrecke entlang der A9 auch nur angedacht werden. Es fehlt nicht nur an allen Ecken und Enden an Geld. Sondern auch an Planungs- und Baukapazität. In Nordostbayern kommen jetzt erst mal die Strecken über Schwandorf dran. Da ist genug zu tun.

Für das obere Pegnitztal ist erst mal Planungsstopp. Da passiert mit Sicherheit erst mal gar nichts. Und das ist das Problem. Wenn die Brücken nicht kurzfristig provisorisch ertüchtigt werden können, droht ein Desaster. Da muss es noch gar nicht zu einer Totalsperrung kommen. Es reicht die Totalsperre nächstes Jahr Richtung Regensburg. Da muss einiges über Schwandorf laufen. Und dann noch kein Güterverkehr im oberen Pegnitztal?

Das wird spannend!
Die aktuelle 70er La bremst ja auch die Personenzüge enorm aus. Vllt werden dann die nächsten Fahrplanperioden die Fahrzeiten zum negativen geändert, dann funktionieren evtl. sämtliche Reiseketten und Anschlüsse nicht mehr.
Darunter leidet die Attraktivät der Strecke.

Jetzt ist die Politik gefragt, die muss handeln und Lösungen sowie ein Konzept für eine funktionierende, zukunftsfähige Pegnitztalsstrecke nach Bayreuth finden. Ansonsten war’s das mit der Strecke und sie wird langfristig wirklich die erste zweigleisige Draisinenstrecke werden.

Das Verkehrswende Märchen par excellence!
Hallo.
Vielleicht werden die Anzahl der Züge und die Radsatzlast auch noch eingeschränkt. Ich habe kurz nach geschaut, die BR612 hat eine Radsatzlast von 13,5t und die BR622 von 16t. Kann doch nicht sein?
Gruß, Roland.
Zitat
Roland90518
Hallo.
Vielleicht werden die Anzahl der Züge und die Radsatzlast auch noch eingeschränkt. Ich habe kurz nach geschaut, die BR612 hat eine Radsatzlast von 13,5t und die BR622 von 16t. Kann doch nicht sein?
Gruß, Roland.

Warum sollte das nicht sein können?
Zitat
Axel25

Warum sollte das nicht sein können?

Ich dachte, weil der LINT als leicht beschrieben wird und der vermutlich auch für Nebenstrecken entworfen ist.
Vom Gesamtgewicht ist die BR 612 ein wenig schwerer.
Bei einer Gewichtsbeschränkung der Brücken würde es vermutlich um das Gesamtgewicht gehen.
Zitat
Roland90518
Zitat
Axel25

Warum sollte das nicht sein können?

Ich dachte, weil der LINT als leicht beschrieben wird und der vermutlich auch für Nebenstrecken entworfen ist.
Vom Gesamtgewicht ist die BR 612 ein wenig schwerer.
Bei einer Gewichtsbeschränkung der Brücken würde es vermutlich um das Gesamtgewicht gehen.

Der LINT ist auch das leichteste Neufahrzeug der letzten Jahrzehnte gewesen. Aber auch er ist durch die Crashnormen in der TSI sind die Fahrzeuge sehr viel schwerer geworden als die Ursprungsversion.

Der 612er ist noch dazu ein Neigetechnikfahrzeug. Die müssen nochmal geringere Radsatzlasten einhalten, um das Geschwindigkeitsprofil für erhöhte Seitenbeschleunigung nutzen zu dürfen. Mittlerweile gibt es für die ETR610 allerdings ein zweites Profil, da diese m.W. an einem Wagen die zulässige Radsatzlast des bisherigen Geschwindigkeitsprofils für Neigetechnikzüge überschritten haben.

Aktuell sind wir an dem Punkt, wo wir Nebenbahnen auf mindestens 20t Radsatzlast ausbauen. Fast alle modernen elektrischen und batterieelektrischen Triebzüge kommen auf mehr als 18t Radsatzlast, Ausnahme ist aktuell der RS Zero von Stadler. Zum Teil (Mehrsystem-Flirt, 5 und 6-teilige Flirt, Doppelstockzüge) sogar auf mehr als 20t Radsatzlast.
Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen:

Die Bahnstrecke Nürnberg - Marktredwitz - Cheb/Eger ist eine europäische Hauptstrecke und entspricht der Streckenklasse D4 (Achslast 22,5 t / Meterlast 8,0 t/m). Die Annahme, dass dieser Zustand nicht wiederhergestellt wird (evtl. auch per abschnittsweiser Neutrassierung, soweit dies möglich ist), halte ich für hanebüchenen Unsinn.

Bevor weitere Planungs- und Bauaufträge für die Bahnstrecke erteilt werden, sollte zuerst das Möderne-Schiene-Gesetz verabschiedet werden, das die Vorschläge der Beschleunigungskommission umsetzen soll [siehe dazu im Deutschlandforum].

Im Hinblick auf die beabsichtigten Gesetzesänderungen, auch mit Blick auf das Sondervermögen, halte ich einen Bypass-Tunnel zwischen Vorra und Neuhaus nicht mehr für ausgeschlossen.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.09.2025 14:56 von Manfred Erlg.
Zitat
Manfred Erlg
Die Annahme, dass dieser Zustand nicht wiederhergestellt wird (evtl. auch per abschnittsweiser Neutrassierung, soweit dies möglich ist), halte ich für hanebüchenen Unsinn.

Danke!
Zitat
Manfred Erlg
Die Bahnstrecke Nürnberg - Marktredwitz - Cheb/Eger ist eine europäische Hauptstrecke und entspricht der Streckenklasse D4 (Achslast 22,5 t / Meterlast 8,0 t/m). Die Annahme, dass dieser Zustand nicht wiederhergestellt wird (evtl. auch per abschnittsweiser Neutrassierung, soweit dies möglich ist), halte ich für hanebüchenen Unsinn.

Hat jemand in diesem Thread denn diese Annahme getroffen? Bisher waren wir ja eher bei der Fragestellung, wie lange es dauert, bis dieser Zustand wieder hergestellt wird.
@Manfred Erlg
Mir ging es nicht darum, was irgendwann geplant oder gebaut werden soll.
Ich habe die neueste Diskussion aufgegriffen zu den Langsamfahrstellen und das dies durch die Brücken kommt.
Momentan hat eine jede RB30 von Neuhaus nach Nürnberg fast immer eine Verspätung von zwanzig Minuten. Mitverursacht von den RE aus Richtung Schnabelwaid.
Meine Folgerung aus der Info, dass keine Güterzüge mehr nach Neuhaus fahren, war, dass vielleicht die Tragfähigkeit der Brücken weiter beschränkt wird.
Meine Idee ist, die RE in Neuhaus enden zu lassen und nur noch die RB fahren zu lassen. Doch vom Gewicht her ist kein großer Unterschied zwischen den Fahrzeugen. Vorteil von den endenden RE wäre noch, das die RB30 wieder pünktlich fahren könnte.
Gruß, Roland.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.09.2025 16:50 von Roland90518.
Ist es möglich Strecken zu bauen, die nicht den TSI entsprechen müssen wo dann leichtere Fahrzeuge eingesetzt werden können?

Oder ist, weil die dann niemand mehr baut, das unterm Strich gar nicht billiger als von vorne herein für höhere Achslasten und Gesamtgewichte geeignete Strecken zu bauen?

____________
Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Anmerkung zu meinem Beitrag von heute Nachmittag:

Mein Beitrag steht nur zufällig unter dem Beitrag von Alex und bezieht sich als Ganzes nicht auf einen bestimmten Beitrag weiter oben.

Der von Alex zitierte Satz bezieht sich auf den Beitrag von Hans L. vom 01.09. mittags, der aus dem Strang 'Kleinkrusch 2025' kopiert worden ist und dort eine Vorgeschichte hat. Damit der Beitrag von Hans L. in diesem Strang einen Sinn ergab, hatte ich in meinem letzten Beitrag vom 01.09. vormittags am Abend eine Anmerkung ergänzt. Dabei hatte ich aus einem Beitrag von Daniel V. vom 31.08. zitiert, aber den hämischen Satz ausgelassen, dass unsere Region ihrer ersten zweigleisigen Draisinenstrecke ein gutes Stück näher gekommen sei.

Zum Beitrag von Roland:

Den Vorschlag, die RE nur nördlich von Neuhaus fahren zu lassen, sodass die Fahrgäste in die RB umsteigen müssen, halte ich nicht für zielführend: Noch längere Fahrzeit; und reicht die Kapazität überhaupt?



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 06.09.2025 10:15 von Manfred Erlg.
@Manfred Erlg
Daran habe ich auch schon gedacht.
Vermutlich dürfte es eng werden. Und wenn die RB30 dreiteilig fährt, dann dürfte es vom Gewicht her über die Brücken auch nicht besser sein.
Gruß, Roland.
Der Zustand wird anscheinend die nächsten Jahre bestehen bleiben.
Vielleicht wird die Streckengeschwindigkeit auf 70 herab gesetzt und die Fahrpläne angepasst.
Zitat
Nukebro
Ist es möglich Strecken zu bauen, die nicht den TSI entsprechen müssen wo dann leichtere Fahrzeuge eingesetzt werden können?

Oder ist, weil die dann niemand mehr baut, das unterm Strich gar nicht billiger als von vorne herein für höhere Achslasten und Gesamtgewichte geeignete Strecken zu bauen?

Ist es, aber tendenziell dann im NE-Bereich (nicht bundeseigen, also private/lokale Betreiber oder DB Regionetz) und wenn die Strecke keine übergeordnete Verkehrsbedeutung hat. Praktisch hat das aber keinen Sinn mehr, da die meisten Triebwagen mittlerweile 20t Radsatzlast haben (z.B. FLIRT BEMU, Mireo, WINK).
Mittlerweile wurde auch die Presse aufmerksam (Nordbayern.de)
Zitat
Mezzo
Mittlerweile wurde auch die Presse aufmerksam (Nordbayern.de)

[NN+] Langsame Züge, gestoppter Güterverkehr: Neuer Ärger mit alten Bahnbrücken im Pegnitztal

Zitat
NN.de
Nürnberg/Pegnitz/Hersbruck - Die marode Bahn-Infrastruktur ist ein Dauerthema, auch in der Region. Auf der Strecke zwischen Nürnberg, Hersbruck und Pegnitz kommt es nun ebenfalls zu Einschränkungen. Dabei ist die Quelle des Problems bereits seit zwei Jahrzehnten bekannt. ...



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 07.09.2025 01:26 von sebaldus.
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