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Re: Denkmalschutz im oberen Pegnitztal 11.11.2025 11:12 |
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StefanK
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Eine TEN-Verbindung Nürnberg - Prag wäre im Oberen Pegnitztal eher seltsam.
Prag liegt im Osten, die Strecke führt nach Norden.
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Re: Denkmalschutz im oberen Pegnitztal 11.11.2025 11:56 |
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HansL
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Das alles ist nicht das tatsächliche Problem. Das Problem ist, dass man bisher noch nicht mal das Geld für eine vertiefte Planung zur Verfügung gestellt hat. Im Gegenteil: Planungsstopp. Da braucht es jetzt klare Entscheidungen: Man will diese Strecke ertüchtigen. Es ist klar, die Zeit drängt.
Dem stimme ich uneingeschränkt zu. Es muss sich eben genau die Politik klar und verbindlich erstmal zur Umsetzung dieses Ausbaus - oder zu welcher Lösung auch immer - bekennen. Das fehlt. Es gibt keine definierte Richtung. Und somit ist die Finanzierungsgestaltung / -planung als Resultat ebenfalls bislang offen. Und es wurde deshalb gezögert und gezögert, ohne Sicherheit durch "irgendwen" "irgendwelches" Geld in die Hand zu nehmen.
Mit den aktuellen Problemen hat das alles aber nur wenig zu tun. Die Probleme mit möglichen Hohlräumen unter der Trasse und vor allem unter den Brückenköpfen hat man wohl tatsächlich erst in letzter Zeit erkannt. Und es hat offensichtlich gedauert, bis diesen Wissen nach oben gedrungen ist. Jetzt muss erst mal gründlich untersucht werden, was tatsächlich Sache ist und vorsorglich sind Lösungsalternativen zu entwickeln.
Diese späte Erkenntnis ist absolut bedauerlich und führte ja schlussendlich auch zu den bekannten, harten Konsequenzen Mitte September. Doch hier, so denke ich, prüfte die Bahn erst viel zu spät vertiefend, da auch sie nicht wusste, wo die Reise bzgl. der Strecke final hingehen soll. Möglicherweise hat sie sich deshalb bislang zu sehr auf die Überbauten und Lagerpunkte der Brücken konzentriert und nun fielen vor Kurzem erst mögliche Probleme mit der Standfestigkeit von Widerlagern auf. Was die Bahn wiederum zur Durchführung vertiefter Analysen veranlasste. Das ist aber meine ganz persönliche Einschätzung des Werdegangs. Ggf. weiß es ja jemand hier präzise und kann es entsprechend im Forum teilen. Wäre gut.
Jetzt geht es darum, die Schäden erstmal zu "flicken" und dadurch die Strecke zumindest wieder für den Bahnverkehr nutzbar zu machen. Dies wird hinsichtlich der Lösung und Umsetzung durchaus tricky. Und es kostet voraussichtlich Einiges an Geld, das man bei insgesamt völlig anderem Vorgehen bzgl. der Entwicklung dieser Strecke (siehe Vorbemerkungen) wohl hätte wenigstens in Teilen sparen und effektiver in deren Infrastruktur investieren können. Bei allseitigem Zögern und Abwarten durch Unsicherheit kommt aber in der Regel genau soetwas heraus, wie wir es jetzt sehen. Aber wir haben's ja ... ;-)
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Re: Denkmalschutz im oberen Pegnitztal 11.11.2025 12:55 |
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HansL
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Axel25
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HansL
Ein Rundumschlag gegen Denkmalschutz und auch gegen Artenschutz ist jedenfalls unangemessen. Und die Story mit dem Feldhamsterverleih ist keine Satire, sondern billige Polemik. Die auch noch Manche für bare Münze halten.
Die Story war von Daniel extra als solche gekennzeichnet worden. Und es gab wohl leider tatsächlich Fälle, in denen Umweltschützer so vorgegangen sind.
Ich selber halte eine Einschränkung des Denkmalschutzes für grundsätzlich gerechtfertigt. Es darf nicht sein, dass ein x-beliebiger Mitarbeiter einer kommunalen Verwaltung dadurch ein Projekt, dass eine ganze Region betrifft (oder mehr), stört oder aufhält. Und hier geht es noch nicht mal um Neubau, sondern um kurzfristige Sicherung der Strecke für ihren eigentlichen Zweck: Bahnverkehr.
Da wird aus einem blöden Witz tatsächlich ein Fake gemacht. Oder gibt es Belege, dass es auch nur einen Fall gegeben hätte, wo anerkannte Umweltschützer so agiert hätten? Und vielleicht nicht nur irgendwelche Spinner, die nur Stimmung machen können, aber ansonsten keinen Einfluss haben auf das Verfahren und keinerlei Möglichkeit, eine Klage einzureichen. Wo bleibt da der Faktencheck?
Was da über Mitarbeiter irgendwelcher Verwaltungen behauptet wird, ist ehrenrührig. So sollte man nicht diskutieren.
Und wer so diskutiert, muss sich schon Kontra gefallen lassen und braucht nicht beleidigt zu reagieren, wenn er merkt, das er sich selbst der Lächerlichkeit preisgibt.
Aber schön, mittlerweile werden die Fragen hier ja doch wieder mit angemessenem Ernst diskutiert.
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Können wir uns darauf einigen, dass wie seriös diskutieren wollen? 11.11.2025 13:59 |
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HansL
Klar. Wenn es einen skurrilen Fall gibt, darf man ihn bringen. Als Einzelfall zu diskutieren. Aber mit Bezug zum diskutierten Thema. Was hat das mit der Bahnstrecke im Pegnitztal zu tun?
Was mich stört, sind die pauschalen unqualifizierten Verallgemeinerungen und Beschimpfungen. Da sollten wir am konkreten Thema bleiben. Faktenbasierte Diskussion statt Stimmungsmache.
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Re: Denkmalschutz unterliegt immer der Abwägung 12.11.2025 11:30 |
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Axel25
Es gibt ja genügend Kompromisse, die ein Denkmalschutzamt (oder die Bahn) hätten vorschlagen können:
- Erhalt möglichst vieler der Brücken an den Stellen, wo dies möglich ist.
- Erhalt einer Brücke, die allerdings aus der Bahnstrecke herausgelöst und verschoben wird.
- Historische Verkleidung der Ersatzbauen
- Aufweitung der Tunnel unter Wiederherstellung eines historischen Aussehens der Tunnel oder ggf. teilweiser Erhalt eines alten Tunnelportals, wenn für einen Tunnel ein Ersatzneubau ansteht.
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Re: Pegnitztalbahn (ABS Nürnberg – Marktredwitz – Hof/Schirnding) + Elektrifizierung Nordostbayern 12.11.2025 12:09 |
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Re: Denkmalschutz unterliegt immer der Abwägung 12.11.2025 12:12 |
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HansL
Die Forderungen des Denkmalschutzes sind nie absolut zu sehen. Es gibt immer eine Abwägung der unterschiedlichen Interessen. Das geschah auch im oberen Pegnitztal: Drei der als schützenswert eingestuften Brücken sind bereits abgerissen. Das wird auch in weiteren Punkten geschehen, wenn es darum geht, welche Baumaßnahmen wann durchgeführt werden müssen. Ich weiß gar nicht, wo wir uns da nicht einig wären. Niemand hier verlangt, dass die Forderungen des Denkmalschutzes absolut gesehen werden müssen.
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Aber darum geht es doch im Moment nicht. Der Untersuchung der Fundamente und deren provisorischer Reparatur steht der Denkmalschutz definitiv nicht im Wege. Die Forderung ist nur, dass die Stahlbrücken erhalten werden sollen.
Ansonsten herrscht Planungsstopp. Und so lange es keine weiteren Vorplanungen gibt, kann auch niemand über die Belange des Denkmalschutzes diskutieren.
Wenn der Denkmalschutz sich tatsächlich unkooperativ zeigt, dann muss man das diskutieren. Aber erst dann.
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Manfred Erlg
Ich habe in meinem Beitrag vom 10.11.2025 10:25 etwas zum Thema Denkmalschutz ergänzt, u. a. zur Aufhebung des Schutzes für die Brücke Nr. 3 bei km 40,910 über die Ortsstraße in Vorra-Artelshofen.
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Re: Pegnitztalbahn (ABS Nürnberg – Marktredwitz – Hof/Schirnding) + Elektrifizierung Nordostbayern 12.11.2025 22:24 |
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Re: Pegnitztalbahn (ABS Nürnberg – Marktredwitz – Hof/Schirnding) + Elektrifizierung Nordostbayern 13.11.2025 08:03 |
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Re: Pegnitztalbahn (ABS Nürnberg – Marktredwitz – Hof/Schirnding) + Elektrifizierung Nordostbayern 14.11.2025 12:01 |
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Re: Pegnitztalbahn (ABS Nürnberg – Marktredwitz – Hof/Schirnding) + Elektrifizierung Nordostbayern 14.11.2025 16:10 |
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Re: Pegnitztalbahn (ABS Nürnberg – Marktredwitz – Hof/Schirnding) + Elektrifizierung Nordostbayern 14.11.2025 22:51 |
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Elektro- statt Dieselloks
Ausbau der Franken-Sachsen-Magistrale: Es geht voran
Von dpa - 14.11.2025, 10:48 Uhr
Nach jahrzehntelangem Ringen um eine modernere Zugverbindung zwischen Nürnberg und Sachsen kommt Bewegung in das Thema: Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat den Weg frei gemacht, um die Elektrifizierung des Teilabschnitts zwischen Nürnberg und Schnabelwaid im Landkreis Bayreuth zu planen. Das teilten mehrere Abgeordnete aus der Region mit. Damit kann künftig ein weiterer Teil der Franken-Sachsen-Magistrale elektrifiziert werden.
„Wir kommen damit einen entscheidenden Schritt nach vorne, damit Deutschlands größte Diesel-Insel endlich der Vergangenheit angehört“, sagte der CSU-Abgeordnete Jonas Geissler, Sprecher des Parlamentskreises Franken-Sachsen-Magistrale. „Ich bin dem Haushaltsausschuss heute mehr als dankbar, weil damit der Gordische Knoten für das wichtigste Schienenprojekt Bayerns endlich durchschlagen worden ist. Jetzt kann es losgehen.“
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Elektrifizierung
Ist das der Durchbruch? Franken-Sachsen-Magistrale auf den Schienen
von Katharina Müller-Sanke [14. November 2025 | 09:57]
Die Franken-Sachsen-Magistrale rückt einen entscheidenden Schritt voran: Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat in seiner jüngsten Bereinigungssitzung Mittel für die Weiterplanung des zentralen Abschnitts zwischen Nürnberg und Schnabelwaid freigegeben. Damit erteilt er den Planungsauftrag für die Elektrifizierung der Strecke Nürnberg-Schnabelwaid.
Grünes Licht vom Ausschuss
Konkret ermöglicht der Beschluss die Beauftragung der Leistungsphasen 3 und 4, der Entwurfs- und Genehmigungsplanung. Betroffen ist der Streckenabschnitt vom Nürnberger Hauptbahnhof über Lauf und Pegnitz bis nach Schnabelwaid. Damit können zentrale Weichen für den weiteren Ausbau gestellt werden: Die Planungen werden detailliert, Genehmigungsverfahren vorbereitet und notwendige Maßnahmen technisch präzise ausgearbeitet.
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Es gibt tatsächlich Hoffnung 15.11.2025 17:09 |
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Re: Es gibt tatsächlich Hoffnung 15.11.2025 22:09 |
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Re: Es gibt tatsächlich Hoffnung 18.11.2025 01:44 |
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Mezzo
Nun war auch das ZDF mit dem "Hammer der Woche" in Rückersdorf
ZDF: Barrierefreiheit für die Tonne? | Hammer der Woche vom 27.09.2025 | ZDF
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Re: Es gibt tatsächlich Hoffnung 18.11.2025 06:28 |
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RSB
Ob nun doch eine neue Fußgängerüberführung in Rückersdorf kommt? Nach der Finanzierungszusage des Bundes zur Planung der Elektrifizierung, kann sich die DB nun nicht mehr damit herausreden, dass derzeit keine Elektrifizierung der Strecke geplant sei.
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Re: Pegnitztalbahn (ABS Nürnberg – Marktredwitz – Hof/Schirnding) + Elektrifizierung Nordostbayern 05.12.2025 00:09 |