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Wie weiter, wenn weder Verschwenk noch Güterzugtunnel kommen?
geschrieben von HansL 
Danke @benij
15.11.2017 18:44
Von der Idee, da auch die Güterzüge auf den S-Bahn-Gleisen mitfahren zu lassen, muss ich mich wohl verabschieden.

Ich hatte halt gehofft, dass es auf diese Weise doch noch zwei durchgehende S-Bahn-Gleise von Nürnberg bis Eltersdorf geben könnte, wenn da auch Güterzüge fahren könnten. Aber Du hast Recht, zumindest an der Wandererstraße ist das eindeutig zu eng. Da hat man die Chance gründlich verbaut.

Dieser Neubau, das scheint ein Carport oder so was ähnliches zu sein. Aber die Häuser an der Wandererstraße wird man tatsächlich kaum abreißen und dann kommt es auf diesen Neubau auch nicht mehr an.

Dass die Idee auch im zweigleisig ausgebauten Fürther Bogen nicht so einfach umsetzbar ist, ist aber schon eine herbe Enttäuschung. Im Moment ist ja nur die Regnitzbrücke definitiv nur eingleisig. Da hatte ich gehofft, dass das übergangsweise gehen könnte, wenn man dann entlang Stadeln zweigleisig weiterbaut. Und langfristig hatte ich schon gehofft, dass man noch eine zweite Flussbrücke anfügen könnte.

Da bin ich mal gespannt, welche Ideen die Bahn hat, die geplante Anzahl an Zügen Richtung Bamberg zu bringen ohne den Knoten Bahnhof Fürth weitgehend lahmzulegen.
Re: Danke @benij
15.11.2017 22:09
Zitat
HansL
Da bin ich mal gespannt, welche Ideen die Bahn hat, die geplante Anzahl an Zügen Richtung Bamberg zu bringen ohne den Knoten Bahnhof Fürth weitgehend lahmzulegen.

Nun, da hat der BVWP 2030 ja einen gründlichen Paradigmenwechsel gebracht: Anstatt alles in Nord-Süd-Richtung über BA-N und den Güterzugtunnel zu pumpen, also auch Güterzüge von WÜ-N abzuziehen und über BA zu leiten, sollen die Güterzüge jetzt einigermaßen gleichmäßig auf WÜ-N, BA-N und Hof-Regensburg verteilt werden. Daher rühren ja auch der in diesem BVWP erweiterte Ausbau WÜ-N (3. Gleis FÜ-Siegelsdorf + Blockverdichtung westlich von Siegelsdorf) und die Elektrifizierung in Ostbayern. Dadurch ist der Druck auf die Strecke BA-N nicht mehr so groß.

Und schwieriger sind künftig ohnehin eher die Güterzüge von Bamberg Richtung Nürnberg Rbf, da sie in Fürth alle Gleise (außer S-Bahn und N->BA) belegen müssen. In Richtung Bamberg hingegen hilft die Einfädelung an der Jansenbrücke schon ein gutes Stück, denn sie bedeutet immerhin eine planfreie Querung von Mittelgleis und Südgleis N-FÜ.

Anstatt des Güterzugtunnels soll laut BVWP 2030 bzw. PRINS ja nun eine Blockverdichtung Eltersdorf-Fürth kommen.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 15.11.2017 22:20 von benji2.
Re: Danke @benij
15.11.2017 22:31
Zitat
benji2
Zitat
HansL
Da bin ich mal gespannt, welche Ideen die Bahn hat, die geplante Anzahl an Zügen Richtung Bamberg zu bringen ohne den Knoten Bahnhof Fürth weitgehend lahmzulegen.

Nun, da hat der BVWP 2030 ja einen gründlichen Paradigmenwechsel gebracht: Anstatt alles in Nord-Süd-Richtung über BA-N und den Güterzugtunnel zu pumpen, also auch Güterzüge von WÜ-N abzuziehen und über BA zu leiten, sollen die Güterzüge jetzt einigermaßen gleichmäßig auf WÜ-N, BA-N und Hof-Regensburg verteilt werden. Daher rühren ja auch der in diesem BVWP erweiterte Ausbau WÜ-N (3. Gleis FÜ-Siegelsdorf + Blockverdichtung westlich von Siegelsdorf) und die Elektrifizierung in Ostbayern. Dadurch ist der Druck auf die Strecke BA-N nicht mehr so groß.

Und schwieriger sind künftig ohnehin eher die Güterzüge von Bamberg Richtung Nürnberg Rbf, da sie in Fürth alle Gleise (außer S-Bahn und N->BA) belegen müssen. In Richtung Bamberg hingegen hilft die Einfädelung an der Jansenbrücke schon ein gutes Stück, denn sie bedeutet immerhin eine planfreie Querung von Mittelgleis und Südgleis N-FÜ.

Anstatt des Güterzugtunnels soll laut BVWP 2030 bzw. PRINS ja nun eine Blockverdichtung Eltersdorf-Fürth kommen.

Na ja, weniger Züge auf der Strecke und dichtere Belegung im kritischen Abschnitt, das hilft wohl schon ein Stück weiter. Aber was soll dann der doch sehr aufwändige Ausbau auf durchgängig vier Gleise nördlich von Eltersdorf mit zum Teil komplizierten Bauwerken?

Wo kommt dann vor allem noch die Rechtfertigung her für die aufwändigen Baumaßnahmen in Bamberg?

Werden sich Bamberg genauso erfolgreich wehren können wie jetzt Fürth? Das darf ich mir gar nicht ausmalen!
Re: Danke @benij
18.11.2017 18:22
Zitat
HansL
Aber was soll dann der doch sehr aufwändige Ausbau auf durchgängig vier Gleise nördlich von Eltersdorf mit zum Teil komplizierten Bauwerken?

Diese basieren noch auf dem alten BVWP 2003 und sind auch im aktuellen BVWP 2030 weiterhin enthalten, teils als fest disponiert (bis Forchheim). Auch für Bamberg sieht der aktuelle BVWP 2030 weiterhin einen viergleisigen Ausbau als "Vordringlichen Bedarf" (VB) vor.

Nur eben der Nürnberg-Fürther Güterzugtunnel ist bis auf Weiteres aus dem VB in den neu geschaffenen "Potentiellen Bedarf" zurückgestuft (PB) worden. Das ist immerhin noch mehr als "Kein Bedarf" (KB), denn PB-Projekte können während der BVWP-Laufzeit bei verbesserter Bewertung in den VB aufsteigen.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 18.11.2017 18:23 von benji2.
Nach dem BVWP 2030 hat der Korridor Strullendorf - Breitengüßbach Priorität. Ohne seine rechtssichere Planfeststellung wird eine Planung des Güterzugtunnels nicht beginnen können.

Wenn Bamberg Schwierigkeiten macht, kann auch die Umfahrung entlang der A73 wieder auf den Tisch kommen - auch gegen den Beschluss des Stadtrates.

--------

Noch etwas Lesestoff zu Bamberg:

"Kein Bahngleis mehr durch Bamberg!" [www.freie-webzet.de]

"Eine Bedingung für den Stadtrat" [www.freie-webzet.de]



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 18.11.2017 20:32 von Manfred Erlg.
DB Netz hat im September die "Planungsleistung Projekt Umbau Knoten Bamberg einschließlich Option Haltepunkt Süd" ausgeschrieben.

>> Für das Großprojekt VDE 8 Umbau Knoten Bamberg werden für Neu- und Umbauarbeiten im Planfeststellungsabschnitt (PfA) 22 umfangreiche Planungsleistungen u. a. in den Bereichen (Konstruktiver Ingenieurbau, Oberbau, Leit- und Sicherheitstechnik (LST), Maschinentechnische Anlagen, Elektrische Energieanlagen, Telekommunikationsanlagen, Oberleitung, Verkehrsanlagen Straßen, Umwelt, Vermessung (Bestandserfassung DGM, DOM) sowie Öffentlichkeitsarbeit / Kommunikation) gem. HOAI erforderlich. Neben der konventionellen Planung ist die BIM-Methodik anzuwenden. <<

Laufzeit des Vertrags: Beginn: 07/03/2018, Ende: 04/05/2023

[ausschreibungen-deutschland.de]
Zitat
Manfred Erlg
DB Netz hat im September die "Planungsleistung Projekt Umbau Knoten Bamberg einschließlich Option Haltepunkt Süd" ausgeschrieben.

Laufzeit des Vertrags: Beginn: 07/03/2018, Ende: 04/05/2023

AB März nächsten Jahres soll die Planung für den Knoten Bamberg beginnen. Dafür wird mit dieser Ausschreibung ein Planungsbüro gesucht.

Aber es geht daraus noch nicht hervor, welche Variante dann geplant werden soll. Oder habe ich da etwas übersehen?

Bamberg-Süd ist ja nur eine Planungsoption. Der Haltepunkt soll zwar nur geplant werden, wenn die oberirdische Variante kommt. Aber selbst dann ist das ja noch nicht sicher, oder?
Die Stadt hat neue Varianten ins Gespräch gebracht und damit die Entscheidung erschwert. Die Stadt hat neue Gutachten beauftragt und will sich erst im März 2018 entscheiden.

Ich habe einen neuen Thread für den Ausbau nördlich Bf Forchheim eröffnet. Dort gibt es einen aktuellen Presselink.
Vielleicht baut man ja auch da erst wieder, und reißt dann hinterher ab, was nicht nicht dazupasst...

Wäre ja ganz praktisch, wenn der Hp Bamberg Stechert Arena erstmal angefangen ist, kann man den vielleicht sogar in alle Planvariaten übernehmen - da wo der ungefähr hinsoll, gäbe mit der 4-gleisigkeit noch keine Probleme, Ausfädeln und abtauchen könnte man immer noch, und Weltkulturerbe ist da drausen auch nicht zu erkennen...

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]

Arbeite rückwärts, dann liegt die Zukunft hinter dir (A. Rebers)



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 28.11.2017 10:49 von Daniel Vielberth.
Ich greife das eigentliche Thema "Ausbau zwischen Fürth und Eltersdorf" wieder auf. Dazu zuerst die derzeit geplanten Fertigstellungstermine für den viergleisigen Ausbau nördlich von Erlangen:

- Herbst 2018 bis Forchheim (bis Nordkopf des Bahnhofs vor der Piastenbrücke, die komplett neu errichtet werden muss)
- 2024 bis nördlich Strullendorf bzw. Stadtgrenze Bamberg (im Wald)
- fühestens 2030 bis Stadtgrenze Hallstadt (Brücke BAB 70)
- für den Ausbau im Bereich Hallstadt - Kemmern sind erste Maßnahmen abgeschlossen; Fertigstellung vermutlich vor 2024

Für den Ausbau zwischen Fürth und Eltersdorf bedeutet das, dass die direkte Güterzugstrecke zum RBf Nürnberg wegen des Engpasses in Bamberg vor 2030 nicht benötigt wird - kein Wunder, dass er im BVWP 2030 keine Priorität hat. Und auch die S-Bahn wird in letzter Konsequenz nicht sofort ein durchgängiges separates Gleis benötigen.

Was aber notwendig ist, ist die Fertigstellung der Rümpfe in Eltersdorf und Stadeln - insbesondere auch die Beendigung der unbefriedigenden Situation an den Haltepunkten Eltersdorf und Unterfarrnbach/Klinikum. Das heißt, es wird kurzfristig eine ordentliche Zwischenlösung benötigt, die bis ca. 2030 Bestand haben kann.

Eltersdorf

Hier ist eine Anbindung der S-Bahngleise südlich des Haltepunktes an die Bestandsgleise erforderlich:
- Das Süd-Nord-S-Bahngleis kann (wie geplant) bis zum Bogen zur Unterführung weitergebaut werden und dort an das Süd-Nord-Bestandsgleis angebunden werden.
- Das Nord-Süd-S-Bahngleis muss dazu (wie geplant) durch die Unterführung geführt werden und kann dann südlich des Überwerfungsbauwerks an das Nord-Süd-Bestandsgleis angebunden werden.

Satellitenbild: [www.gorvin.de] (Suchbegriff Eltersdorf)
Die 2D-Bilder haben hier den Stand Spätsommer 2016. Bei Vergrößerung 3D ausschalten

Ideen, das Bauwerk umzubauen sind absurd, da es für die Ausfädelung der zukünftigen Güterzugstrecke geplant und gebaut worden ist (siehe Planfeststellungsbeschluss). Übrigens sind auch Unterfahrungen mit Trögen geprüft worden, wurden aber wegen des hoch anstehenden Grundwassers im Wasserschutzgebiet verworfen.

Fürth-Nord

Bis zum Beginn des dritten Gleises (bei Vach) südlich des Bahnübergangs bei Herboldshof bleibt die Strecke zweigleisig. S-Bahnzüge Richtung Süd können vor dem Bahnübergang den vorhandenen Gleiswechsel nutzen, um das Gegengleis zu kreuzen. Das ist unschön, kann aber bis 2030 hingenommen werden. Wichtig: Der kostenträchtige Bau einer zusätzlichen Autobahnquerung kann auf später verschoben werden.

Dies dritte Gleis endet südlich des Hp Vach am Bahnübergang der Straße nach Steinach. S-Bahn-Züge Richtung Süd müssen danach auf dem "falschen" Gleis fahren, bis sie bei Stadeln-Süd auf das zusätzliche S-Bahngleis Richtung Fürth wechseln können. Von Vach bis zur Brücke zu den Sportanlagen liegt östlich der Gleise Ackerland; danach beginnt ein Waldstück mit den üblichen Naturschutzproblemen. Evtl. kann das dritte Vacher Gleis kurzfristig vom Bahnübergang bis zu dieser Brücke verlängert werden. Alternative: S-Bahnzüge Richtung Süd bleiben auf dem Ferngleis, was den Einbau eines Gleiswechsels in Stadeln-Süd (Nähe Regnitzbrücke bzw. Erlanger Straße) erfordert.

Fazit

Was ich hier vorschlage ist eine pragmatische Lösung, die kurzfristig, das heißt mit vereinfachtem Genehmigungsverfahren, realisierbar ist. Das wird Puristen nicht gefallen, aber diese neigen dazu, mit überzogenen Vorstellungen das Kind mit dem Bade auszuschütten.

Für die endgültige Planung sollte es ein mehrjähriges Moratorium geben. Dann kann man neue Prognosen für den zukünftigen Güterverkehr erstellen, die auch die zwischenzeitlichen Neuerungen wie den Ostkorridor Hof - Regensburg berücksichtigen.

Nachtrag 4. Jan.

Zu Fürth Nord: Die nachfolgende Diskussion hat ergeben, dass das dritte Gleis bei Vach von südwärts fahrenden S-Bahnzügen nicht sinnvoll genutzt werden kann, da ein Fahren auf dem Gegengleis von Vach nach Stadeln-Süd zu viele Fahrplankonflikte auslösen würde. Abhilfe könnte nur ein Lückenschluss des dritten Gleises zwischen Vach und Stadeln-Süd (Regnitzbrücke) bringen, den ich aber derzeit für unrealistisch halte.



5 mal bearbeitet. Zuletzt am 04.01.2018 10:32 von Manfred Erlg.
Zitat
Manfred Erlg

Fürth-Nord

Bis zum Beginn des dritten Gleises nach dem Bahnübergang bei Herboldshof bleibt die Strecke zweigleisig. S-Bahnzüge Richtung Süd können vor dem Bahnübergang den vorhandenen Gleiswechsel nutzen, um das Gegengleis zu kreuzen. Das ist unschön, kann aber bis 2030 hingenommen werden. Wichtig: Der kostenträchtige Bau einer zusätzlichen Autobahnquerung kann auf später verschoben werden.

Das dritte Gleis endet südlich des Hp Vach am Bahnübergang der Straße nach Steinach. S-Bahn-Züge Richtung Süd müssen danach auf dem "falschen" Gleis fahren, bis sie bei Stadeln-Süd auf das zusätzliche S-Bahngleis wechseln können. Bis zur Brücke zu den Sportanlagen liegt östlich der Gleise Ackerland; danach beginnt ein Waldstück mit den üblichen Naturschutzproblemen. Evtl. kann das dritte Gleis kurzfristig vom Bahnübergang bis zur Brücke verlängert werden. Alternative: S-Bahnzüge Richtung Süd bleiben auf dem Ferngleis, was den Einbau eines Gleiswechsels in Stadeln-Süd erfordert.

Das mit dem dritten Gleis bis südlich Hp Vach verstehe ich nicht.
Im Moment könnte das dritte Gleis von Fürth kommend bis über die Regnitzbrücke gelegt werden. Eine Weiterverlegung ist erst nach dem Bau einer neuen Brücke über die Erlanger Straße / Stadelner Hauptstraße möglich. Und diese Brücke ist bei Bestandsstreckenlösung anders als bei der Verschwenklösung.
Da der Verschwenk noch nicht vom Tisch ist und ich vermute, dass das EBA / die Bahn erst versuchen wird, die Fehler der Verschwenklösung zu beseitigen und den Verschwenk zu bauen, wird es auf absehbare Zeit keine neue Brücke über die Erlanger Straße / Stadelner Hauptstraße geben. Also macht als Provisorium nur eine Anbindung der S-Bahn-Gleise südlich der Regnitzbrücke Sinn.

Gruß,
Wolfgang
[www.nahverkehr-franken.de]
Zitat
nvf
Das mit dem dritten Gleis bis südlich Hp Vach verstehe ich nicht.

Ich habe den Verlauf der Strecke von Eltersdorf aus beschrieben - gegen die Kilometrierung. Erlanger Sicht sozusagen.

Mit dem dritten Gleis ist hier das Überholgleis bei Vach gemeint. Ich habe den obigen Text zum besseren Verständnis modifiziert.



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 03.01.2018 18:24 von Manfred Erlg.
Zitat
Manfred Erlg
Was ich hier vorschlage ist eine pragmatische Lösung, die kurzfristig, das heißt ohne komplizierte Genehmigungsverfahren, realisierbar ist. Das wird Puristen nicht gefallen, aber diese neigen dazu, mit überzogenen Vorstellungen das Kind mit dem Bade auszuschütten.

Das ist jetzt sicher die einzig machbare Übergangslösung, mit der man wenigstens die Haltepunkte Eltersdorf und Unterfarrnbach in Betrieb nehmen könnte. Und man hätte dann einen zusätzlichen zweigleisigen Begnungsabschnitt im Fürther Bogen, so dass sich die S-Bahn-Züge nicht mehr mit anderen Zügen nördlich des Bahnhof Fürth in die Quere kommen.

Aber mit Ausnahme des Überholgleises im Bahnhof Vach bleibt es dann bei der Zweigleisigkeit zwischen Eltersdorf und Stadeln-Süd. Das geht jetzt leider für die nächsten Jahre nicht anders. Aber damit ist auch erst einmal der durchgängige 20-Minuten-s-Bahn-Takt bis Erlangen gestorben. Bei zunehmendem ICE-Verkehr können wir froh sein, wenn das bisherige Angebot einigermaßen störungsfrei aufrecht erhalten werden kann.

Deshalb würde ich mir schon wünschen, dass schnell über eine zukunftsträchtige Lösung nachgedacht wird und diese schneller kommt als 2030. Aber es ist wohl so: Wünsche werden oft nicht erfüllt.

Und ich sehe das auch so wie NVF: Wenn man die Naturschutzprobleme lösen kann, dann wird es auf den Verschwenk hinauslaufen, weil er viel einfacher zu realisieren ist angesichts der Situation in Eltersdorf. Und weil man nicht warten müsste, bis klar ist, ob der Güterzugtunnel kommt oder doch beerdigt wird. Ich denke, er wird beerdigt, aber die Frage ist, wann man bereit ist, dies offen zuzugeben.
Zitat
Manfred Erlg
Zitat
nvf
Das mit dem dritten Gleis bis südlich Hp Vach verstehe ich nicht.

Ich habe den Verlauf der Strecke von Eltersdorf aus beschrieben - gegen die Kilometrierung. Erlanger Sicht sozusagen.

Mit dem dritten Gleis ist hier das Überholgleis bei Vach gemeint.

Auch da (von Eltersdorf her kommend) müsste erst unter der A73 durchgebuddelt werden, damit das Ganze Sinn macht. Nur das Vacher Gleis 3 hat gar keinen Mehrwert, zumal ja zum Teil noch Gegengleise gekreuzt werden müssten.

Um ein Überholmöglichkeit in beide Richtungen zu schaffen, wäre höchstens sonnvoll, durch Änderung des Gleisplans die Überholung in die Mitte zu legen. Dann könnte mit relativ geringem Aufwandkreuzungsfrei überholt werden

Gruß,
Wolfgang
[www.nahverkehr-franken.de]
Zitat
nvf
Um ein Überholmöglichkeit in beide Richtungen zu schaffen, wäre höchstens sinnvoll, durch Änderung des Gleisplans die Überholung in die Mitte zu legen. Dann könnte mit relativ geringem Aufwand kreuzungsfrei überholt werden

Wäre das nicht auf jeden Fall sinnvoll? Ich frage mich schon lange, weshalb man das östliche Gleis zum Ausweichen nutzt statt des mittleren.
Zitat
HansL
Zitat
nvf
Um ein Überholmöglichkeit in beide Richtungen zu schaffen, wäre höchstens sinnvoll, durch Änderung des Gleisplans die Überholung in die Mitte zu legen. Dann könnte mit relativ geringem Aufwand kreuzungsfrei überholt werden

Wäre das nicht auf jeden Fall sinnvoll? Ich frage mich schon lange, weshalb man das östliche Gleis zum Ausweichen nutzt statt des mittleren.

Ja, das wäre es. Im Moment sind aber die Gleise 1 und 2 die durchgehenden Hauptgleise und nur die können mit Vmax (140 km/h) befahren werden. Gleis 3 geht nur mit 60 km/h. Man müsste im Prinzip Gleis 3 so verschieben und mit neuen Weichen anbinden, dass es mit Vmax befahrbar ist. Die Bahnsteige müsste man dazu nicht einmal anfassen aber eben 6 neue Weichen einbauen. Ab sinnvoll wäre das auf jeden Fall.

Gruß,
Wolfgang
[www.nahverkehr-franken.de]
An Manfrd Erlg

> S-Bahnzüge Richtung Süd bleiben auf dem Ferngleis, was den Einbau eines Gleiswechsels in Stadeln-Süd erfordert.

Meinst du mit Stadeln Süd die Behelfs Üst? Wenn ja, dann halte ich deine Lösung auch für sehr machbar. Ohne den Gleiswechsel bekäme ich allerdings Bauschmerzen beim Gegengleisfahren Vach bis zur Üst, weil die Streckenbelegung - sofern sie noch so ist, wie ich sie kannte - bei sowas leicht einen Rückstau nach Fürth auslösen kann, und das Problem, das keine S-Bahn ohne Halt in Fürth HBF einfahren kann, dann wohl 1:1 sich auf die Überleitung ins Gegengleis bei Vach übertragen würde.

Die dritte Lösung, Richtung Fürth ganz auf dem Fernbahngleis zu verbleiben, hieße einseitges Beibehalten des Provisoriums (gut das hat man zuletzt ja nochmal etwas verbessert, und dürfte noch etwas halten), heißt aber mindestens stadteinwärts längerfristig kein behindertengerechter Zugang, erfordert dann eine (aber relativ unproblematische) Lösung, das Reisende dorthin in Fürth auf den Gegenzug umsteigen, so wie das in Erlangen für Bubenreuth praktiziert wurde.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]

Arbeite rückwärts, dann liegt die Zukunft hinter dir (A. Rebers)
Zitat
Daniel Vielberth
Meinst du mit Stadeln Süd die Behelfs Üst?

Ja, ich meine die Stelle des geplanten Hp Stadeln-Süd an der Erlanger Straße, wo das von Fürth HBf kommende S-Bahngleis vorläufig endet (bis es eine genehmigte und nicht widersprochene Entscheidung für den Weiterbau gibt).

Wieweit ein kurzes Befahren des "falschen" Gleises von Vach nach Stadeln-Süd (2 oder 3 x pro Stunde) fahrplanmäßig machbar ist, kann ich nicht beurteilen. Die ideale Zwischenlösung wäre sicher ein Lückenschluss des dritten Gleises zwischen Stadeln-Süd und Vach, aber das sehe ich kurzfristig nicht.

-------------------------

Teure Umbauten der Weichen am Überholgleis in Vach wie oben vorgeschlagen gehen über eine kostengünstige Zwischenlösung hinaus und wird es kaum geben.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 03.01.2018 21:48 von Manfred Erlg.
Zitat
Manfred Erlg
Ja, ich meine die Stelle des geplanten Hp Stadeln-Süd an der Erlanger Straße, wo das von Fürth HBf kommende S-Bahngleis vorläufig endet (bis es eine genehmigte und nicht widersprochene Entscheidung für den Weiterbau gibt).

Wieweit ein kurzes Befahren des "falschen" Gleises von Vach nach Stadeln-Süd (2 oder 3 x pro Stunde) fahrplanmäßig machbar ist, kann ich nicht beurteilen. Die ideale Zwischenlösung wäre sicher ein Lückenschluss des dritten Gleises zwischen Stadeln-Süd und Vach, aber das sehe ich kurzfristig nicht.

Wie schon oben geschrieben wird diese in den Planungen als "ÜSt Unterfarrnbach" gehandelte Anbindung südlich der Regnitzbrücke erfolgen, wenn sie denn kommt.

Die ÜSt. müsste mit mindestens drei Weichen realisiert werden, ein Gegengleisfahren würde die Streckenkapazität erheblich einschränken.

Gruß,
Wolfgang
[www.nahverkehr-franken.de]
Zitat
nvf
Wie schon oben geschrieben wird diese in den Planungen als "ÜSt Unterfarrnbach" gehandelte Anbindung südlich der Regnitzbrücke erfolgen, wenn sie denn kommt.
Die ÜSt. müsste mit mindestens drei Weichen realisiert werden, ein Gegengleisfahren würde die Streckenkapazität erheblich einschränken.

Hallo und guten Abend,

da dieses Provisorium sicher dann mehrere Jahre bestehen bleiben wird, würden (meine gezeichnete Variante 1 in der Mitte) 2 Weichen + 1 Kreuzung am Ende des zweigleisigen S-Bahn-Abschnittes, ein zweigleisiges (paralleles) auf- und abfahren von/zur S-Bahn ermöglichen.

Was unter anderem den Betriebsablauf sicher noch flüssiger ablaufen lassen würde.

Dabei liesen sich sogar die beiden neuen, heute schon stehenden Signale, vor der Einfädelung wohl nutzen.


Noch was zu Eltersdorf (obere Zeichnung): Hätte man vor einem Jahr, nur die beiden Bestands-Gleise von/nach Fürth, an die neuen S-Bahn-Gleise, für die nächsten Jahre vorübergehend angeschwenkt (so wie in Erlangen-Bruck das ja auch gemacht wurde), wäre das Problem mit den beiden Behelfsbahnsteigen und der Barrierefreiheit auch erledigt gewesen.

Die paar Sekunden Fahrzeitverlust bei den ICE-Zügen, durch die Fahrt über die 100er-Weichen vor/nach der Autobahnbrücke, hätten die Nachteile die jetzt auf den Betrieb zukommen, voll ausgeglichen.

Gruß elixir


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