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Bahnsteighöhen S-Bahn
geschrieben von Pegnitzpfeil 
Mal eine kurze Frage. Weiß jemand wieso es in Nürnberg dieses Kuriosum mit den Bahnsteighöhen bei der S-Bahn gibt? Man hat ja damals angefangen mit 96cm, was die Bahnsteige der S2 ja auch noch haben müssten. Wieso hat man dann auf einmal angefangen 76cm Bahnsteige zu bauen, was ja auch zu dieser blöden S2/S3 Geschichte führt.
Und weiß jemand welche höhe die neuen S-Bahnen haben werden oder gibt es dann 2 Ausführungen?
nvf
Re: Bahnsteighöhen S-Bahn
28.02.2018 17:11
Auf Mischverkehrsstrecken gehen die 96 cm nicht (Lademaßüberschreitungen im Güterverkehr).
Daher wird komplett auf 76 cm umgestellt.
Die neuen Züge der Baureihe 1440 werden für 76 cm ausgelegt sein.

Gruß,
Wolfgang
[www.nahverkehr-franken.de]
Hallo allseits,

wobei man ergänzend noch sagen müsste: Die meisten Eisenbahnfahrzeuge kämen defakto auch noch an 96er Bahnsteigen vorbei, auf der S1 gab es auch schon Güterverkehr, als die Mehrheit der Bahnsteige noch auf 96cm war (Ausnahme Laufamholz). Es handelt sich um eine kleine Mindestheit von Güterwagen und davon wiederum größtenteils ausländische, die diesen kleinen Zinken des Lichtraumprofil nutzen, und folglich dann mit der Bahnstigkante kolllidieren könnten.

Das war so lange kein Problem, wie man für S-Bahnen einen Voll-Ausbau, und Schaffung eigener Gleise aus Markenkriterium ansah. Erst als man, um diverse Ost-S-Bahnen weiterhin als solche bezeichnen zu können, die Regeln für S-Bahn aufweiche, und nicht mehr der tatsächliche Standart maßgebend war, sondern die vermeintliche Wahrnahmung durch den Kunden, erst dann wurde es zu dem Problem, welches wir heute noch haben.

In der wikipedia fand man dazu mal vor 1-2 Jahren einen sehr schönen Absatz, der leider wieder drausen ist, der die Situation aber sehr gut umschreibt: Und der Rubrik "Abgrenzung der S-Bahn zu anderen Zügen hieß es da: "Hinsichtlich der Abgrenzung zur herkömmlichen Eisenbahn sind aber nicht immer alle Merkmale mit der gleichen Konsequenz umgesetzt. Insbesondere in Gebieten mit erheblichem Investitionsstau in die Schieneninfrastruktur kann es vorkommen, dass bis auf den Markennamen praktisch gar keine der genannten Merkmale anzutreffen sind. Hier spielt vor allem die politische und öffentliche Wahrnehmung des Angebots als modernes Verkehrsmittel eine Rolle, und nicht die tatsächliche Verbesserung desselben gegenüber dem Vorläuferverkehr."

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]

Arbeite rückwärts, dann liegt die Zukunft hinter dir (A. Rebers)
Zwischenzeitlich gab es auch eine Ausschreibung zum Umbau der Bahnhöfe auf 76 cm:
https://bieterportal.noncd.db.de/portal/Disclosure/DetailLegal?cryptedId=XKN01V_Fli0eCN36dwu19oqemBJk1CGH

Erfreulicherweise sollen anscheinend auch die noch verbliebenen Stationen auf der S1 (Ostring, Mögeldorf, Schwaig und Röthenbach) umgebaut werden.

Mal schauen, wann das dann alles fertig ist. Laut einem Terminplan in den Ausschreibungsunterlagen soll der Umbau auf der S2 erst im April 2027 abgeschlossen sein.
Damit gäbe es dann an vielen Stationen über Jahre hinweg keinen barrierefreien Einstieg mehr. Außer der 1440 hat auch sieben Jahre Verspätung, wer weiß ;)



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 28.02.2018 19:17 von RobertT.
Das haben die nur gemacht um uns Alle zu ärgern... Hihi. Nein, deine Frage wurde ja schon ausreichend beantwortet.
Erstmal danke für die Antworten!

Aber schade eigentlich mit der Aufweichung der Standarts und schade dass man das dann auch direkt ausnutzt bei der Nürnberger S-Bahn. Weil das führt m.E. nicht zu einer positiv modernen Wahrnehmung durch die Fahrgäste, sondern genau dem gegenteil.
Da kommen in Nürnberg natürlich leider auch noch andere Sachen zusammen.
Man fährt ja seit dem Talent 2 mit Wagen, die genauso im Regionalverkehr zum Einsatz kommen, wodurch eine fehlende Abgrezung zum Regio entsteht.
Auch das schon genannte Problem mit der S3 spielt da mit rein, dass die S-Bahn schon fast als Regio wahrgenommen wird. Und die kommende S5 wird dieses Bild warscheinlich noch verstärken.
Was ich auch nie Verstanden hab - vielleicht kann mir da auch jemand hier eine antwort geben - wieso man zwischen Rothenburger Str. und Fürth die Haltestellen bei einfürung der S-Bahn geshlossen hat. Somit hat die S-Bahn dort sogar weniger Haltestellen als der ehemalige Regio.
Und dann natürlich die Sache mit den Bahnsteighöhen. Ich denke mir immer, wenn der Bahnsteig höher ist wirkt der Zug nicht so hoch und dadurch näher am Menschen und daher auch eher als Nahverkehrszug.
Ach ja und dann natürlich noch diese blöde neue Sitzplatzreservierung, die der S-Bahn jetzt auh nicht unbedingt zum Image eines Nahverkehrsmittels verhilft.
Zitat
Pegnitzpfeil
Was ich auch nie Verstanden hab - vielleicht kann mir da auch jemand hier eine antwort geben - wieso man zwischen Rothenburger Str. und Fürth die Haltestellen bei einfürung der S-Bahn geshlossen hat. Somit hat die S-Bahn dort sogar weniger Haltestellen als der ehemalige Regio
Das Auflassen der Haltestellen Nürnberg Doos und Nürnberg Neusündersbühl wird mit den naheliegenden U-Bahnstationen begründet. Die U-Bahn verläuft nur wenige 100 Meter weitestgehend parallel zur S-Bahn.
Natürlich müsste man, der logischen Konsequenz folgend, auch die Stationen Rothenburgerstraße, sowie Fürth Klinikum (Unterfarrnbach) schließen, obgleich die Stationen nicht zwangsläufig an einer U-Bahn Strecke verlaufen, die weitgehend parallel zur S-Bahn verläuft.

Zitat
Pegnitzpfeil
Ach ja und dann natürlich noch diese blöde neue Sitzplatzreservierung, die der S-Bahn jetzt auh nicht unbedingt zum Image eines Nahverkehrsmittels verhilft.

100% Zustimmung
nvf
Re: Bahnsteighöhen S-Bahn
01.03.2018 21:01
Zitat
Pegnitzpfeil
Aber schade eigentlich mit der Aufweichung der Standarts und schade dass man das dann auch direkt ausnutzt bei der Nürnberger S-Bahn. Weil das führt m.E. nicht zu einer positiv modernen Wahrnehmung durch die Fahrgäste, sondern genau dem gegenteil.

Der 96 cm Bahnsteig ist kein wirklicher Standard. Er wurde lediglich weitgehend durchgängig auf reinen S-Bahn-Strecken umgesetzt. Auch in München, Stuttgart, Frankfurt und Rhein-Ruhr waren in den Außenbereichen auch 76 cm Bahnsteige weit verbreitet. Das änderte sich erst mit dem Bau zusätzlicher Gleise, die nur noch der S-Bahn dienen.

Abgesehen davon:
Eingentlich haben wir mit unseren 76 cm-Bahnsteigen und den Talenten mit dem Schiebetritt schon eine sehr komfortable Lösung. Ich war kürzlich erst wieder in Hamburg. Dort z.B. am S-Bahn Halt Berliner Tor, wo die Bahnsteige auch noch in der Kurve liegen, kann wirklich ein Mensch zwischen Bahnsteig und Zug fallen, so breit ist der Spalt. Und das sind reine S-Bahn-Gleise mit 96 cm Bahnsteigen.

Gruß,
Wolfgang
[www.nahverkehr-franken.de]
Die zwei verschiedenen Bahnsteighöhen und damit die Probleme am Hauptbahnhof und auf der S2/S3 sind ein grosses Problem. Dazu die S4, die am Hauptbahnhof weiter hinten hält, die Steinbühl auslässt und die S1, die Neusünlersbühl und Doos nie angefahren hat , sind ein grosses Übel. Dazu das Theater der S1 in Fürth. Der Fahrgast hat schon lange mitbekommen, das Ihm einfach was hingeschmissen wurde...

Nach der Art: Zahl mal schön deine Fahrkarte und halt den Mund!
an nvf

> Ich war kürzlich erst wieder in Hamburg. Dort z.B. am S-Bahn Halt Berliner Tor, wo die Bahnsteige auch noch in der Kurve liegen, kann wirklich
> ein Mensch zwischen Bahnsteig und Zug fallen, so breit ist der Spalt. Und das sind reine S-Bahn-Gleise mit 96 cm Bahnsteigen.

Deren Netz ist ja auch erheblich älter und weißt deutlich mehr Zwangspunkte auf. Wobei man bei Kurven ja mit einfachen Wissen gegensteuern kann. Innenbogen: Austeigen in Wagenmitte ist der kleinste Spalt, Außenbogen Aussteigen an den Wagenendem der kleinste Spalt. Wer in Hamburg wohnt, und regelmäßig dort aussteigt, weiß, wo welcher Spalt ist. Der Hamburger ist ja schon von der Hochbahn gewöhnt, genau auf die Türen zu achten, die er nutzen will, wegen teilerhöhter Bahnsteige oder sehr enger Bahnsteige, wo ein Austieg mit mehr als einer Person schlicht zu schmal wäre.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]

Arbeite rückwärts, dann liegt die Zukunft hinter dir (A. Rebers)
nvf
Re: Bahnsteighöhen S-Bahn
02.03.2018 22:33
Zitat
Marktkauf
Die zwei verschiedenen Bahnsteighöhen und damit die Probleme am Hauptbahnhof und auf der S2/S3 sind ein grosses Problem.

Verstehe ich nicht. Es sind am Hbf beide Bahnsteighöhen vorhanden und die Züge halten so, dass immer barrierefrei ein- bzw. ausgestiegen werden kann.
Ich würde da eher Dürrenhof als problematisch ansehen, da ist die S1 eben nicht barrirefrei.

Zitat
Marktkauf
... und die S1, die Neusünlersbühl und Doos nie angefahren hat , sind ein grosses Übel

Auch diese Ansicht teile ich nicht. Der Abschnitt zwischen Fürth Hbf und Nürnberg Hbf ist hervorragend mit der U1 angebunden.
Im Gegenteil, das Auslassen dieser Halte mach die S1 insgesamt attraktiver, da kürzere Fahrzeuten aus der Peripherie nach Nürnberg.

Gruß,
Wolfgang
[www.nahverkehr-franken.de]
Zitat
nvf
Zitat
Marktkauf
Die zwei verschiedenen Bahnsteighöhen und damit die Probleme am Hauptbahnhof und auf der S2/S3 sind ein grosses Problem.

Verstehe ich nicht. Es sind am Hbf beide Bahnsteighöhen vorhanden und die Züge halten so, dass immer barrierefrei ein- bzw. ausgestiegen werden kann.
Ich würde da eher Dürrenhof als problematisch ansehen, da ist die S1 eben nicht barrirefrei.

Zitat
Marktkauf
... und die S1, die Neusünlersbühl und Doos nie angefahren hat , sind ein grosses Übel

Auch diese Ansicht teile ich nicht. Der Abschnitt zwischen Fürth Hbf und Nürnberg Hbf ist hervorragend mit der U1 angebunden.
Im Gegenteil, das Auslassen dieser Halte mach die S1 insgesamt attraktiver, da kürzere Fahrzeuten aus der Peripherie nach Nürnberg.

Ich teile die Auffassung schon. Erlenstegen, Ostbahnhof, Mögeldorf, Ostring, Dürrenhof sind im Allgemeinen auch durch meist strikt parallele Straßenbahnlinien "hervorragend angebunden", zumindest tagsüber im 10-min-Takt. Dennoch gibt es hier Gründe, die Züge halten zu lassen. Ich kenne sie nicht - kennt sie jemand von euch?
> Ich teile die Auffassung schon. Erlenstegen, Ostbahnhof, Mögeldorf, Ostring, Dürrenhof sind im Allgemeinen
> auch durch meist strikt parallele Straßenbahnlinien "hervorragend angebunden", zumindest tagsüber im
> 10-min-Takt. Dennoch gibt es hier Gründe, die Züge halten zu lassen.
> Ich kenne sie nicht - kennt sie jemand von euch?

Wissen auch nicht, aber es muss wohl - irgendwann in grauer Vergangenheit - mal eine Zeit gegeben haben, als man noch kundenfreundlich halten und agieren wollte, und die Funktion mehrere städtischer Verteilpunkte zwischen Eisenbahn und Straßenbahn noch kannte, und das sogar, obwohl man damals zum Teil zwei verschiedene Fahrkarten brauchte. Und da wo man die Finger von gelassen hat, ist es eben heute noch gut. Genau eingrenzen, wann das Pendel so gewaltsam in die falsche Richtung umgeschlagen ist, kann ich nicht, aber bis 2003 mit der Eröffnung der S3 war die Welt wohl noch in Ordnung, irgendwann zwischen 2003 und 2010 ist dann irgendwas in die Welt gekommen, was dann so komische Konsequenzen hat, wie das Nürnberger Nachfolgeprodukt der S-Bahn sie eben zeigt.

Aber gerade Erlenstegen und Ostbahnhof sehe ich dieserhalb leider auch auf dem absteigenden Ast. Nein diesmal nicht wegen den Problemen nördlich Vorras, sondern weil die Zahl der bedienten Unterwegshalte durch die Expresse scheinbar immer mehr reduziert wird. In Ost halten ja schon lange keine RE mehr, Erlenstegen als Hp eh net, aber selbst Lauf und Hersbruck rechts werden zunehmend ohne Halt durchfahren, Folge, die RB wird immer voller (eigentlich erfreulich), aber in den Stadt nahen Stationen kann irgendwann fast keiner mehr einsteigen. Es läuft immer mehr auf das unselige ausstieg-only heraus, und ich Frage mich,wem das was nutzt? Ich meine, nutzt es der Bahn wirklich, von Cheb kommend zum Teil zuletzt in Neuhaus oder gar Pegnitz gehalten zu haben? Neben dem üblichen Ärgernissen, das, je länger in einem 612er die Türen zu sind, die Luft umzu unaushaltbarer wird, und so die Fahrten noch schwerer erträglich, als mit mehr Zwischenhalten macht. Den Cheber Zug erlebe ich ja doch so mehrmals jährlich, und von Jahr zu Jahr fallen die wegfallenden Halte immer mehr störend auf. Auch Schirnding ist von Nürnberg schon nicht mehr umsteigefrei zu erreichen. Und da heißt es doch immer, alles würde immer besser?!

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]

Arbeite rückwärts, dann liegt die Zukunft hinter dir (A. Rebers)
Die hohen Bahnsteige sind doch den alten Fahrzeugen geschuldet. Damals hat man konstruktionsbedingt Antriebe und Aggregate unter den Wagen montiert, sodass der Fahrzeugboden höher sein musste. (Alte S, U-Bahntriebwagen in Berlin und HH) Demnach wurden die Bahnsteige jahrzehntelang so hoch gebaut. Mit enormen Nachteil der eingeschränkten Lichtmaß Nutzung, der daraus verbundenen unflexibilität und den höheren Kosten.

Heutzutage sind die hohen Bahnsteige dank Niederflurfahrzeugen doch gar nicht mehr nötig.

Ein Standart von 55cm Bahnsteigen im Nahverkehr wäre die bestmögliche, flexibelste und günstigste Lösung.

Leider hat man sich mit den 96er Bahnsteigen alles verbaut.
Wenn denn dann auch ordenliche Fahrzeuge, ohne Rampen, ohne Schrägen und ohne Treppen konstruiert würden. Sehen wir uns die heutigen 55cm und 76cm Fahrzeuge an, finden wir keines was einen komplett murcksfreien also durchgängig ebenen Boden hat. Selbst der schöne Desiro nicht, auch kein Hamster, auch Regio-Shuttels nicht, die Linte nicht (AKN-Linte mal abgesehen, die sind aber auf 96cm)kurz: Wo es den der echte, wahre Ersatz für 96cm, der eine durchgängig ebenen Boden wie im x-Wagen, im 420er oder den andern 96cm-Fahrzeugen im Eisenbahnsektor bietet?

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]

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1 mal bearbeitet. Zuletzt am 03.03.2018 09:06 von Daniel Vielberth.
Nur weil es früher so war, muss es jetzt auch so sein?
Typisch Deutsche und Fränkische Denkweise.
"Das war so, das ist so, das muss so immer sein"

Was ist den so schlimm daran, dass ein Fahrzeug nicht durchgängig höhengleich begehbar ist? Wenn sich geringe Höhenunterschiede mit Rampen im Fahrzeug umsetzten lassen, ist das doch eine mögliche und clevere Lösung.

Die 1/1000 Sekunde die evtl beim Fahrgastwechsel verloren geht, sollte zu verkraften sein. ;-)


Man sollte sich halt auf ein Standart einigen.
3 unterschiedliche Bahnsteighöhen ist einfach zu viel des guten. Aber da versagt ja, wie so oft in Deutschland, die Politik.
Schon mal an ältere Leute gedacht? Ich sehe es an meiner Mutter, für die jede Stufe eine Stufe zuviel ist, selbst bei Einstieg in die Niederflurstraßenbahn wenn kein Bahnstieg da ist, muss sie sich halb an der Stange hochziehen. Wir verhältnismäßig Jungen haben damit keine Probleme, nur warum müssen wir etwas, was gut war, zugunsten einer schlechteren Lösung preisgeben? Und wenn man keine ebenbürtige Lösung hat, warum tut man dann so als ob? 96 auf der S-Bahn, 76 im Fern und Ballungsnetz, und die Nebenbahnen zumindest noch auf 55 gebracht wäre doch wenigstens mal ein brauchbarerer Kompromis, der eigentlich auch noch angestrebt wird. zumindest die letzten beiden. Wir hatten früher noch viel mehr Bahnsteighöhen, um nicht zu sagen, jeder war so individuel wie die Menge Erdreich, die man beim Bau eben herankarren konnte.

Früher genügte auch ein 13cm Bahnsteig wie ja einige sogar an Hauptstrecken überlebt haben(habe selbst mal einen gemessen), früher tolerierte man auch Grasbahnsteige, die heute ein Armutzeugnis an jeder Stelle sind, wo sie noch exitistieren, Museumsbahnen mal ausgeklammert, aber dort, wo die Bahn ein ernst gemeintes Verkehrsmittel sein soll. Natürlich, ganz früher konnten die Leute aus dem Schotter in eine Donnerbüchse einsteigen (teilweise sogar während der Fahrt, das trauen sich nicht mal mehr Museumsbahnen.

Und dann fand man die Höhe, wo alles drunter passt, jeder an jeden Sitzplatz ramkommt, und dann, ja dann fangen wir jetzt doch wieder das Murksen an. Wieso muss das sein? ULF und Citybahn zeigen prinzipiell, was bei Schienenfahrzeugen möglich ist, selbst Güterwagen der Rollenden Landstraße waren dieserhalb schon besser. Einzelradfahrwerke gingen auch mit Eisenbahnfahrzeugen. Zumindest im 76er Netz dürften Stufen im Innenraum heute schon gar nicht mehr vorkommen dürfen. Wenn die Entwicklung so gut wäre, wie man tut.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]

Arbeite rückwärts, dann liegt die Zukunft hinter dir (A. Rebers)



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 03.03.2018 10:04 von Daniel Vielberth.
Zitat
nvf

Auch diese Ansicht teile ich nicht. Der Abschnitt zwischen Fürth Hbf und Nürnberg Hbf ist hervorragend mit der U1 angebunden.
Im Gegenteil, das Auslassen dieser Halte mach die S1 insgesamt attraktiver, da kürzere Fahrzeuten aus der Peripherie nach Nürnberg.[/quote


:-). Diese Argumentation verstehe ich nicht. Wieviele Minuten werden wegen 2 Stops gespart? Glaubt ihr wirklich das einer der sich auf diese SBahn im Lachnummer 40 Minuten Takt einlässt, sich dafür interessiert das der Zug 3 Minuten schneller am Hbf ist?

Gleiches gilt für Neumarkt. Als ob die 5 halte was reißen. Vielleicht will der eine oder andere zum Club und ärgert sich? Wer weiß das schon.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 03.03.2018 12:09 von 90408 reloaded.
Zitat
Daniel Vielberth
Sehen wir uns die heutigen 55cm und 76cm Fahrzeuge an, finden wir keines was einen komplett murcksfreien also durchgängig ebenen Boden hat. (...) Wo es den der echte, wahre Ersatz für 96cm, der eine durchgängig ebenen Boden wie im x-Wagen, im 420er oder den andern 96cm-Fahrzeugen im Eisenbahnsektor bietet?

Zumindest eine durchgängigen Wagenfußboden hat doch meines Erachtens die Baureihe 424, oder? -> Foto 1, Foto 2

Lediglich über den Drehgestellen sind dort bestimmte Sitzgruppen noch auf Podesten untergebracht, aber der durchgehende Boden bleibt eben. So eine Lösung hatte ich eigentlich auch für die S-Bahn Nürnberg erwartet, als ich vor ca. 10-12 Jahren zum ersten Mal vom Umbau auf 76 cm hohe Bahnsteige gehört habe. Umso überraschter war ich dann, dass der Talent 2 mit einer Fußbodenhöhe von bis zu 125 cm aufwartet, also dem glatten Gegenteil (25 cm höher als bei den x-Wagen).

Ansonsten finde ich den Umstieg auf 76 cm Fahrzeuge bei der S-Bahn schon richtig, denn es ermöglicht S-Bahnen auch auf Mischbetriebsstrecken und reduziert zugleich die im Eisenbahnbereich von Nürnberg vorhandenen Bahnsteighöhen von drei (96, 76, 55) auf zwei (76, 55), so dass man sich einen einheitlicheren Fuhrpark ermöglichen kann. Noch nicht wirklich verstanden habe ich, warum man nicht auch bei der (Diesel-)Regionalbahn auf eine Zielbahnsteigshöhe von 76 cm geht. Dann hätte man im Eisenbahnbereich hier in der Region eine völlig einheitliche Höhe und könnte die Bahnsteige technologie-unabhängig von verschiedenen Bahnen barrierefrei anfahren lassen.

Zitat
Mezzo
Was ist den so schlimm daran, dass ein Fahrzeug nicht durchgängig höhengleich begehbar ist? Wenn sich geringe Höhenunterschiede mit Rampen im Fahrzeug umsetzten lassen, ist das doch eine mögliche und clevere Lösung.

Die 1/1000 Sekunde die evtl beim Fahrgastwechsel verloren geht, sollte zu verkraften sein. ;-)

Du unterschätzt die Problematik meines Erachtens ganz gewaltig. Erstens wegen der mangelnden Barrierefreiheit eines nicht durchgängigen Wagenfußbodens; dazu hatte Daniel schon ein eindrucksvolles Beispiel geschrieben. Und zweitens sind Stufen im Fahrzeuginneren vor allem dann ein Problem, das den Fahrgastwechsel sehr wohl merkbar behindert (und damit verlängert), wenn sie sich in unmittelbarer Nähe zum Türbereich befinden, wie beim 442er gegeben. Menschen steigen Stufen nämlich langsamer auf und ab als sie ebene Böden begehen (neben weiteren Mankos wie geringerer Türanzahl und WC-Engstelle in unmittelbarer Nähe vom Tür-Bereich). Und wenn Du von einem "geringen Höhenunterschied" im Fahrzeug schreibst, frage ich mich, ob Du mit unseren S-Bahnwagen wirklich schon einmal aufmerksam unterwegs gewesen bist. Es ist fast ein halber Meter Höhenunterschied zwischen 76(+/–x) und 125 cm.
Kann ich nur zustimmen. Für ältere Menschen und Frauen mit Kinderwagen eine Katastrophe.
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