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E-Ticket: Was wenn man nicht will?
geschrieben von Daniel Vielberth 
Lieber Rückständig, als im Sinne des Zeitgeistes als erster in den Abgrund springen!

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]

Arbeite rückwärts, dann liegt die Zukunft hinter dir (A. Rebers)
Zitat
Daniel Vielberth
Lieber Rückständig, als im Sinne des Zeitgeistes als erster in den Abgrund springen!

Ich hoffe Du fährst nie Zug.
Was unsere Vorfahren da alles erzählt haben, was da alles mit dem menschlichen Körper passieren kann, wegen der "enormen" Geschwindigkeiten der ersten Züge, und das es deswegen Teufelszeug wäre und nicht benutzt werden dürfte ...

Und auch nie U-Bahn, da kann man nämlich mit den neuen hochauflösenden Kameras und deren Speicherung auch wunderbare Bewegungsprofile von den Leuten erstellen, selbst wenn sie jedes Mal nur ein Papierticket für die Einzelfahrt kaufen. Für Nürnberg ist mir da jetzt zwar kein direkter Fall bekannt, aber in anderen Großstädten wird das regelmäßig gemacht.
Zitat
Daniel Vielberth
Lieber Rückständig, als im Sinne des Zeitgeistes als erster in den Abgrund springen!

Findest Du nicht, dass Du da doch leicht übertreibst. Wenn die Menschheit immer so denken würde,
würden wir noch immer in Höhlen leben, die Wände selbiger bunt bemalen und Mammuts jagen.

Fast überall auf der Welt sind heute im ÖPNV elektronische Tickets der Standard. Selbst in Ländern die
sich wirtschaftlich und finanziell weit unter unserem Land befinden ist diese Art der Fahrkarte üblich.
Und die durch ein solches System erst mögliche gerechtere Abrechnung der genutzten Leistung ist auch
nicht zu verachten.

Wo ist eigentlich der Erfindergeist und der Glaube an den Fortschritt in diesem Land hin?

Grüßle,
der Werkstattmeister
An Kukuk

Mit deinem zweiten Absatz bestätigst du genau, was Gegner der Hypertechnisierung ankreiden. Für Vermeintlich mehr Sicherheit wird eine Sache eingeführt, und hinterher weckt es Begehrlichkeiten und die Daten werden zweckentfremdet, missbraucht. So wie auch die Eisenbahn schon als Kriegswaffe missbraucht wurde, so sind die Heutigen Waffen eben Daten. Zu Beginn besteht vielleicht noch weniger Gefahr, aber irgendwann sind die Karten Entschlüsselt oder die Geheimdienste erkennen deren Nutzen, und dann wird diese Technik - wie jede andere Technik auch - gegen den Menschen verwandt. Deswegen: Wehret den Anfängen.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]

Arbeite rückwärts, dann liegt die Zukunft hinter dir (A. Rebers)
An Werkstattmeister

> Wo ist eigentlich der Erfindergeist
> und der Glaube an den Fortschritt in diesem Land hin?

Beide sind völlig zurecht an der Realität zerschellt und untergegangen.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]

Arbeite rückwärts, dann liegt die Zukunft hinter dir (A. Rebers)
Zitat
Daniel Vielberth
... und dann wird diese Technik - wie jede andere Technik auch - gegen den Menschen verwandt. Deswegen: Wehret den Anfängen.

Vielleicht solltest Du mit der Einstellung mal drüber nachdenken alle elektronischen Geräte in deinem Besitz zu vernichten und dich auf eine bisher unbewohnte Insel zurückziehen....

Grüßle,
der Werkstattmeister



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 25.06.2018 10:58 von werkstattmeister.
an werkstattmeister

Ich lehne nicht allen Fortschritt ab, nur den der in die falsche Richtung läuft, auch bekannt als Verschlimmbesserung. Im übrigen, so eine einsame Insel, drauf eine einsame Hütte mit mechnaschischer Kukuksuhr, Grammophon, offenen Kamin, echtdampfgefeurterten Modellbahnloks, fernab von Stress, Hektik und ständig abrauchenden Digitalschrott: Würde mal sagen, das kommt meiner Paradiesvorstellung am nächsten! ;-) Wobei ein kleines Lummerland mit echter Eisenbahn täts auch...

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]

Arbeite rückwärts, dann liegt die Zukunft hinter dir (A. Rebers)
Um mal zum Thema zurück zu kommen: Allen die an die schöne schöne zeit blindlings glauben, möchte ich nachfolgende Presseartikel an Herz legen, wie das bei den Verkehrsunternehmen, die schon umgestellt haben aussieht.

[www.faz.net] RMV die Tickets plötzlich ungültig
[www.aachener-zeitung.de] Achen - völliges durcheinnander mit zurecht völlig verärgerten Kunden

[www.golem.de] Berlin: Karten werden wieder mal automatisch ohne unbemerkt für Kunden ungültig

[www.fnp.de] RMV Kundengängelei der Extraklasse wegen E-Ticket

So, bin gespannt, wie man das wieder schönreden will.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]

Arbeite rückwärts, dann liegt die Zukunft hinter dir (A. Rebers)



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 27.06.2018 08:30 von Daniel Vielberth.
Zitat
Daniel Vielberth

So, bin gespannt, wie man das wieder schönreden will.

Wieso schönreden ?
Es geht hier um Fakten.
Probleme mit der Gültigkeit habe ich auch beim derzeit aktuellen System schon mindestens 3 Mal erlebt.
Prüfst Du denn immer genau, ob der Entwerter das richtige Datum und die richtige Zeit auf die Steifenkarte stempelt ?
Ich hatte schon falsches Datum und signifikant falsche Uhrzeit.

Damit ist auch die Karte unbemerkt ungültig, denn ich kann als Kunde erwarten, dass die Entwerter richtig gehen .

Gruß,
Wolfgang
[www.nahverkehr-franken.de]
Zitat
Daniel Vielberth

So, bin gespannt, wie man das wieder schönreden will.

Wie Wolfgang schon sagt, wieso schönreden?

Das sind zumindest teilweise Probleme die auch beim herkömmlichen System mit Papierfahrscheinen vorkommen können.
Das Entwerterbeispiel von Wolfgang oder falsch ausgestellte Verbundpässe kommen öfter vor. Der Fall mit den gesperrten
Karten obwohl die neuen noch nicht versendet wurden kann man auch nicht dem System an sich anhaften. Da haben wohl
ein paar Mitarbeiter gepennt.

Und wie lange hast du googlen müssen um die Beispiele zu finden? Im Verhältnis zu den in den jeweiligen Verbünden ausgegebenen
Karten sind die genannten Fälle ja Peanuts. Und wenn man mal betrachtet das solche Kartensysteme in vielen Ländern seit Jahren
ohne größere Probleme in Betrieb sind, und dies in teilweise zigfach größeren Gebieten/Verbünden, ist das ja fast noch lächerlicher.

Grüßle,
der Werkstattmeister
ich kenne das E Ticket aus London. Die Oyster Card funktioniert hervorragend.

Ich sehe die Gefahren & Panik die hier heraufbeschworen wurden so gar nicht.

Die Alternative ist dann wohl kein Abo zu kaufen.
Ja, wenn man Freifahrt für alle erreichen will, ist die Oyster Card ein glänzendens Beispiel dafür, wie man das ohne wollen der Verkehrsbetriebe schafft... :

[www.telegraph.co.uk]

Und um den Vermutungen vorzubeugen: Suchdauer unter 5 Sekunden, gleich auf erster Trefferseite bei goggle. Die anderen Seiten kann ich vom Laptop grade nicht verlinken, weil sich nicht alle öffnen lassen (mangelnde abwärtskompatiilität der Seiten), das muss ich wenn dann von daheim machen, aber da sind noch deutlich mehr Treffer zum Thema "Oyster Card problems".

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]

Arbeite rückwärts, dann liegt die Zukunft hinter dir (A. Rebers)
an nvf

> Probleme mit der Gültigkeit habe ich auch beim derzeit aktuellen System schon mindestens 3 Mal erlebt.
> Prüfst Du denn immer genau, ob der Entwerter das richtige Datum und die richtige Zeit auf die Steifenkarte
> stempelt ?
> Ich hatte schon falsches Datum und signifikant falsche Uhrzeit.
> Damit ist auch die Karte unbemerkt ungültig, denn ich kann als Kunde erwarten, dass die Entwerter richtig gehen .

Das ist sicher sachlich richtig, ist mir aber bei meinem Abo noch nie unter gekommen. Dieses kam zu mir immer richtig ausgefüllt. Dieses konnte bislang nur ich selbst ungültig machen, durch vergessen oder waschen. Aber genaugenommen ist dein Beispiel doch auch wieder eines, das Technik versagen kann. Wenn schon ein vergleichsweise einfacher Entwerter, den es seit Jahrzehnten gibt und der ausgegereift ist, gelegenlich Murks macht, was das dann für das neue eTicket heißt, bedarf nicht viel Fantasie.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]

Arbeite rückwärts, dann liegt die Zukunft hinter dir (A. Rebers)
an Werkstattmeister

> Der Fall mit den gesperrten Karten obwohl die neuen noch nicht versendet wurden kann man auch
> nicht dem System an sich anhaften. Da haben wohl ein paar Mitarbeiter gepennt.

Der Fall des versehentlichen Schwarzfahrens könnte beim Papier aber nicht vorkommen, weil da sieht man ja selber, das noch die alte Wertmarke drin ist, und wenn die neue zu spät ankommen sollte (ist mir bislang noch nicht passiert, aber könnte ja mal), dann kann man vorher lösen, und die Fahrscheine zur Not zur Erstattung einreichen.

> Und wie lange hast du googlen müssen um die Beispiele zu finden?

Google sagt: 0,57 Sekunden...

> Im Verhältnis zu den in den jeweiligen Verbünden ausgegebenen Karten sind die genannten Fälle ja Peanuts.
> Und wenn man mal betrachtet das solche Kartensysteme in vielen Ländern seit Jahren
> ohne größere Probleme in Betrieb sind, und dies in teilweise zigfach größeren Gebieten/Verbünden, ist das ja
> fast noch lächerlicher.

Wenn man Fahrgäste nur als eine wogende graue Menge wahrnimmt ja. Wenn man aber davon ausgeht, das jeder einzelne unnötig vergrätzte Kunde einer zu viel ist, ist die Menge der Einzelfälle durchaus von Gewicht. Ich habe ja nun auch nicht alle Suchtreffer verlinkt, google meint, ist gäbe zum Theme "E-Ticket Probleme" ca 50 300 000 Ergebnisse, sicher werden da auch ettliche belanglose Treffer dabei sein, aber trotzdem isses schon ne Hausnummer.

Aber gut, ich sehe, Nürnberg will in Sachen Fahrkarten unbedingt auch mal sowas wie viereckige Räder und Antrieb via perpetuum mobile austesten, und wenn man sich das hier erstmal so in den Kopf setzt hat, dann hilft wohl auch keine Argumentation sondern nur der allmähliche Erweiß des Gegenteils...

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]

Arbeite rückwärts, dann liegt die Zukunft hinter dir (A. Rebers)
Übrigens punkto Sicherheit, wenn der VDV-Standart so schlecht ist, wie dieser Bericht [www.aachener-nachrichten.de] vermuten lässt, dann herzlich willkommen bei der hausgemachten Daten-Pornographievon eTicket-Nutzern!

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]

Arbeite rückwärts, dann liegt die Zukunft hinter dir (A. Rebers)
Zitat
Daniel Vielberth
Übrigens punkto Sicherheit, wenn der VDV-Standart so schlecht ist, wie dieser Bericht [www.aachener-nachrichten.de] vermuten lässt, dann herzlich willkommen bei der hausgemachten Daten-Pornographievon eTicket-Nutzern!

In dem Artikel geht es nicht wirklich um Sicherheit, sondern ganz speziell um Dein Problem: Du willst selber wissen, was auf dem Ticket drauf ist also mußt Du es auslesen können. Das ist mit dem VDV-Standart möglich. Wäre es nicht möglich, wäre Dein Vorwurf gleich wieder im Raum Du wüsstest nicht was auf dem Ticket drauf gespeichert ist.
Du siehst, wie man es auch macht, die Leute sind nie zufrieden und fangen dann an sich selbst zu widersprechen

Und zu Deinem Oyster Card "Freifahrt" Problem: gibt es auch mit Papiertickets (zumindest die zum Selberausdrucken) regelmäßig beim VGN, der Deutschen Bahn und anderen Verkehrsbetrieben.
Bei VGN konnte man vor 2-3 Jahren mit einigen Tickets zumindest in den REs auch mehrere Monate umsonst fahren. Dein Einwand und Beispiel ist da einfach nur lächerlich. Schlimmer wäre es gewesen, wenn gültige Tickets nicht akzeptiert würden. Kommt bei der New Yorker Metro übrigens häufiger vor, dass die frisch aus dem Automaten gezogenen Papiertickets nicht beim Einlass akzeptiert werden. Wo bleiben Deine Beispiele, wie unzuverlässig Papiertickets sind?
Zitat
Daniel Vielberth
Ja, wenn man Freifahrt für alle erreichen will, ist die Oyster Card ein glänzendens Beispiel dafür, wie man das ohne wollen der Verkehrsbetriebe schafft... :


Und um den Vermutungen vorzubeugen: Suchdauer unter 5 Sekunden, gleich auf erster Trefferseite bei goggle. Die anderen Seiten kann ich vom Laptop grade nicht verlinken, weil sich nicht alle öffnen lassen (mangelnde abwärtskompatiilität der Seiten), das muss ich wenn dann von daheim machen, aber da sind noch deutlich mehr Treffer zum Thema "Oyster Card problems".

Wer gezielt nach Problemen sucht, wird sie immer und überall finden ...

Gruß,
Wolfgang
[www.nahverkehr-franken.de]
Hallo zusammen
Ein bisschen tut ihr dem Daniel unrecht, wenn ihr ihn rügt, weil er sich nicht auf eine Sache einlassen will, die er nicht durchschaut und offenbar wegen mangelnder Informationen auch gar nicht durchschauen kann. Ich kann ihn weitgehend verstehen, obwohl auch er nicht ganz frei von e-Kenntnissen zu sein scheint, da er ja auch eine eigene Webseite betreibt.

Ich sehe es an meinen Kindern, die mir im digitalen Bereich weit überlegen sind. Ich habe sie in den neunziger Jahren ja voll gefördert und anfangs noch versucht, mit ihnen Schritt zu halten. Leider musste ich schon nach kurzer Zeit sie um Rat fragen, weil sie einfach sich mit diesen Dingen mehr beschäftigt haben und besser auskannten.

Obwohl ich viele einschlägigen Kurse besucht habe, wurden die Probleme und Fragen immer mehr, weil eine allgemein verständliche Erklärung und Übersetzung der Vorgänge und Nomenklatur kaum zu erlangen ist.

Vielleicht sollte es der VGN bzw VAG versuchen, dieses E-Ticket, seine Funktion, Datenspeicherung, Gefährlichkeit usw. deutlich nachvollziehbar, verständlich und deutsch zu erklären.

Ein kurzes Beispiel für fehlende Information trieb mich vor kurzem um: Ich wollte von Roth nach Hilpoltstein mit der Gredl fahren und zog an einem Automaten einen Fahrschein. Im Zug merkte ich, dass ich den Fahrschein nicht entwertet hatte. Auf dem Fahrschein stand jedenfalls nichts, dass man ihn entwerten muss. Zur Rückfahrt
zog ich erneut einen Fahrschein. Ich probierte ihn an dem neben dem Automaten stehenden Entwerter zu entwerten. Der Fahrschein ging aber gar nicht in den Entwerter.
Der "Einführschlitz" war viel zu schmal. Es fehlte die Information, dass der Fahrschein nicht entwertet werden muss, sondern nur die Mehrfahrtenkarte.

Wenn ich den Daniel richtig verstanden habe, wollte er Informationen zu dem e-Ticket, weil für ihn viele dann auch im einzelnen vorgetragene Fragen offen waren, und er die Hoffnung hegte, sie könnten ihm im Forum beantwortet werden, die Ausbeute war jedoch nicht besonders hoch. Um Häme hat er nicht gebeten, jedoch genug erhalten.
Die Diskussion um den Datenschutz verstehe ich nicht. Auf meinem ABO steht Riesen groß, mein Name, meine Adresse, ein Foto und der Geltungsbereich. Da gibt es ja auch keinen Schutz.

Zu den anderen Problemen: wenn die VAG die neue Marke nicht wegschickt habe ich das gleiche Problem. Die kommt in der Regel so knapp das man kaum reagieren kann. Und die Datenbank der VAG in der die ABO Kunden stehen wird wohl weder sicherer noch unsicherer werden.
an90408

> Die Diskussion um den Datenschutz verstehe ich nicht. Auf meinem ABO steht Riesen groß, mein Name, meine Adresse, ein Foto und der
> Geltungsbereich. Da gibt es ja auch keinen Schutz.

Ich denke, da kann ich auf die Sprünge helfen. Stelle dir einfach folgende Fragen. Wer sieht dein Ticket in der Regel? Du selbst, mal ein Kontrolleur oder ein Busfahrer. Alles drei Personenkreise die berechtigt sind und wissen, das sie mit den Daten keinen Schindluder treiben dürfen. Solange dein Ticket in der Hosentasche, dem Geldbeutel, oder wo immer du es aufbewarst ist, sind deine persönlichen Daten sicher, niemand kann sie sehen. Nur die denen du sich selber aktiv zeigst.

Und jetzt das eTicket: Jetzt hast du im Gegensatz so ein strahlendes Ding in der Hoseentatsche neben dir setzt sich eine zwielichtige Person, am besten HVZ eng an eng, wo andere schonmal so auf einem draufsitzten das es ungewollten Hautkontakt gibt, und ließt mit einem modifizierten Lesegerät, Handy, etc in seiner Hosentasche heimlich deine Daten aus, sagen wir deine Anschrift. Du merkst das gar nicht, das nun jemand, den du normal nicht mal auf 10m an dich ranlassen würdest nun weiß, wo du wohnst. Du merkst es aber daran, das paar Tage später deine Bude leergeräumt worden ist. Oder du bekommst plötzlich lauter schlüpfrige E-Mails, weil du häufiger mit deiner strahlenden Datenquelle an Straßen vorbei gelaufen bist, in denen gewisse Geschäfte ihren Standort haben. Oder die Krankenkasse schreibt dir, das sie deinen Betragssatz erhöhen muss, weil deine Fahrkarten-ID zu häufig in der Nähe von Eisdielen aufgetaucht ist, und sie sich gezwungen sehen, deinem ungesunden Genüssen ein Ende zu setzen. Oder sagen wir, du bist als Passant an einer verbotenen Demo vorbeigelaufen. Die Polizei konnte aber deine Fahrkarten-ID abfangen. Du bekommst eine Anzeige, weil deine Fahrkarte dich verraten hat.
Ich könnte der Fälle ewig fortsetzen. Diese habe ich mir auch nicht ausgedacht, sondern gelesen/ gehört. Reele Gefahren, und keine Weltuntergangslyrik, wie vermutlich Berufsbeschwichtiger jetzt behaupten würden wollen. Sind Daten erstmal vorhanden, wird sie jemand missbrauchen. Früher oder später. Immer. Zwangsläufig. Interessant dazu (zwar für RFID geschrieben, aber prinzipiell auf alle elektronischen Datenschleudern anwendbar: [digitalcourage.de]

> Und die Datenbank der VAG in der die ABO Kunden stehen wird wohl weder sicherer noch unsicherer werden.

Doch! Jetztzustand: Eine Datenbank, auf die nur die VAG zugreifen kann, die von außerhalb (Internet via Hackerangriff) nicht erreichbar ist.
Dann: Datenbank, in der auch der Nutzer rumpfuschen können soll, ergo Internetanbindung, damit ist die Sicherheit flöten (Sicherheit im Internet gibt es nicht, Sicherheit im Netz ist nur eine Behauptung derer, die mit entsprechenden Produkten versuchen, Geld zu verdienen).

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]

Arbeite rückwärts, dann liegt die Zukunft hinter dir (A. Rebers)



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 02.07.2018 09:52 von Daniel Vielberth.
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