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Liste von U-Bahn-Fahrzeugen - fahrerloser Betrieb
geschrieben von HansL 
Die angedachte Umstellung der U1 auf fahrerlosen Betrieb beschäftigt mich.

Im Forum kommt eine immer wieder aktualisierte Liste vorhandener Straßenbahnfahrzeuge. Keine Ahnung, aufgrund welcher Quellen diese erstellt wird.

Wäre es möglich, so etwas auch für die Nürnberger U-Bahnen zu erstellen?

Dabei wäre besonders interessant:
- ausgerüstet für fahrerlosen Betrieb
- ausgerüstet für Fahrer-Betrieb
- Jahr der Indienststellung

Hintergrund: Es gibt Überlegungen, die U1 auf fahrerlosen Betrieb umzustellen, was aber für eine längere Übergangsphase nur im Mischbetrieb möglich wäre. Aber so lange hat diese Umstellung doch auch nur eingeschränkten Nutzen.

Das meiste, was heute auf der U1 unterwegs ist, kann nicht fahrerlos fahren. Erst wenn all diese "Altgarnituren" ersetzt sind, kann ein dichteter Takt kommen.

Mich interessiert vor allem die Dauer der Umstellungsphase. Und ob dafür eigentlich noch taugliche Fahrzeuge ausgemustert oder nachgerüstet werden müssten - falls eine Nachrüstung überhaupt möglich wäre.
Sorry aber das die alten Dinger nicht nachgerüstet werden können sollte klar sein.

Wenn die VAG die neuen Kisten ohne der Option bestellt ist ihr auch nicht mehr zu helfen. Die Umstellung wird sich über Jahre ziehen bis die komplette Strecke nachgerüstet ist. Einen Mischbetrieb lehne ich ab, er hat auch keinen großen Vorteil. Aber der Bedarf an Fahrzeugen wird steigen wenn ein höhere Takt gefahren werden soll. Auch auf der U3 wird die Nachfrage steigen.
Nachtrag: der DT2 müsste umzurüsten sein.
Zitat
HansL
- ausgerüstet für fahrerlosen Betrieb
- ausgerüstet für Fahrer-Betrieb
- Jahr der Indienststellung


für fahrerlosen Betrieb ausgerüstet: DT3 Baujahr 2004 - 2007 (701/702 - 763/764)
für fahrerlosen + Fahrerbetrieb: DT3F Baujahr 2010/2011 (765/766 - 791/792)
für Fahrerbetrieb: DT1 Baujahr 1975 - 1984 (433/434 ... 527/528) + DT2 Baujahr 1993 (529/530 - 551/552)

Die G1 werden ab Werk für Fahrerbetrieb ausgerüstet, besitzen aber eine Vorrüstung für den fahrerlosen Betrieb.

Grüßle,
der Werkstattmeister
Zitat
HansL
Hintergrund: Es gibt Überlegungen, die U1 auf fahrerlosen Betrieb umzustellen, was aber für eine längere Übergangsphase nur im Mischbetrieb möglich wäre. Aber so lange hat diese Umstellung doch auch nur eingeschränkten Nutzen.

Ich dachte diese Überlegungen wären tot, da doch vor ich denke 2 Jahren eine Untersuchung ergeben hat, das man damit nicht deutlich mehr neue Fahrgäste auf die U1 locken kann und es deswegen keinerlei Fördergelder dafür gibt?
Zitat
werkstattmeister

für fahrerlosen Betrieb ausgerüstet: DT3 Baujahr 2004 - 2007 (701/702 - 763/764)
für fahrerlosen + Fahrerbetrieb: DT3F Baujahr 2010/2011 (765/766 - 791/792)
für Fahrerbetrieb: DT1 Baujahr 1975 - 1984 (433/434 ... 527/528) + DT2 Baujahr 1993 (529/530 - 551/552)

Die G1 werden ab Werk für Fahrerbetrieb ausgerüstet, besitzen aber eine Vorrüstung für den fahrerlosen Betrieb.

Grüßle,
der Werkstattmeister

Danke, Werkstattmeister,

das heißt also, ein Mischbetrieb kann beendet werden, wenn der letzte DT2 ersetzt worden ist. Wie lange sind denn die Fahrzeuge so üblicherweise im Einsatz? Ich habe so um die 30 Jahre im Hinterkopf, stimmt das?

Wenn dem so wäre, dann könnte der Mischbetrieb etwa um 2023 herum beendet werden. Das hört sich dann nicht allzu dramatisch an, denn sehr viel schneller wird die gesamte U1 auch nicht auf fahrerlos umgestellt werden können.
Zitat
kukuk
Zitat
HansL
Hintergrund: Es gibt Überlegungen, die U1 auf fahrerlosen Betrieb umzustellen, was aber für eine längere Übergangsphase nur im Mischbetrieb möglich wäre. Aber so lange hat diese Umstellung doch auch nur eingeschränkten Nutzen.

Ich dachte diese Überlegungen wären tot, da doch vor ich denke 2 Jahren eine Untersuchung ergeben hat, das man damit nicht deutlich mehr neue Fahrgäste auf die U1 locken kann und es deswegen keinerlei Fördergelder dafür gibt?

Die Überlegungen waren tot. Aber sie wurden wieder aus der Schublade geholt, um möglichst viel von der "Diesel-Milliarde" abgreifen zu können.

Nürnberg hat einen Antrag gestellt, die fahrerlose U-Bahn auch für die U1 einzuführen.

Dadurch kann man Geld verbraten, ohne den Autofahrern weh zu tun. Das von der Stadt bestellte Gutachten empfiehlt nämlich eine deutliche Reduzierung der MIV-Kapazitäten, denn nur so kann man das Luftverschmutzungsproblem in den Griff bekommen. Es müssten also Fahrspuren zugunsten Busspuren und Fahrradwegen reduziert werden und notfalls Bäume gepflanzt werden, weil das Problem flächendeckend im gesamten Bereich einschließlich des mittleren Rings besteht und nicht genügend Leute umsteigen, wenn man nur das Angebot umweltfreundlicher Verkehrsmittel verbessert. Und vor allem müssten auch Parkplätze reduziert werden und allgemein kostenpflichtig werden.

Aber Nürnberg beantragt erst einmal eine fahrerlose U-Bahn!
Der DT2 wird mit Sicherheit länger fahren als 2023.
Zitat
HansL
Dadurch kann man Geld verbraten, ohne den Autofahrern weh zu tun. Das von der Stadt bestellte Gutachten empfiehlt nämlich eine deutliche Reduzierung der MIV-Kapazitäten, denn nur so kann man das Luftverschmutzungsproblem in den Griff bekommen. Es müssten also Fahrspuren zugunsten Busspuren und Fahrradwegen reduziert werden und notfalls Bäume gepflanzt werden, weil das Problem flächendeckend im gesamten Bereich einschließlich des mittleren Rings besteht und nicht genügend Leute umsteigen, wenn man nur das Angebot umweltfreundlicher Verkehrsmittel verbessert. Und vor allem müssten auch Parkplätze reduziert werden und allgemein kostenpflichtig werden.

Aber Nürnberg beantragt erst einmal eine fahrerlose U-Bahn!

Was an sich keine schlechte Idee ist. Ich denke, die Kapazität auf der U1 für zusätzliche Züge ist ziemlich erschöpft (war zumindest im alten Gutachten so festgestellt worden), so daß man den Takt nicht mehr weit verdichten kann. Wenn man jetzt den Autofahrern erst den Platz wegnimmt, ohne sinvolle Alternativen, dann haben wir Chaos im Nahverkehr und keinem ist geholften.
Aber ja, nur eine fahrerlose U-Bahn reicht nicht, Nürnberg muss gleichzeitig anfangen, umzudenken und z.B. Radfahrern den Vorrang geben und nicht für Radfahrer gefährliche Situationen schaffen, weil man sonst die Autofahrer einschränkt. Ohne Einschränkung des MIV wird ein Umstieg nicht stattfinden, aber weder die Politiker in Nürnberg noch von Fürth sind dazu bereit. Ganz zu schweigen von der CSU und unserem CSU-Verkehrsminister.
Zitat
HansL
Dadurch kann man Geld verbraten, ohne den Autofahrern weh zu tun. Das von der Stadt bestellte Gutachten empfiehlt nämlich eine deutliche Reduzierung der MIV-Kapazitäten, denn nur so kann man das Luftverschmutzungsproblem in den Griff bekommen. Es müssten also Fahrspuren zugunsten Busspuren und Fahrradwegen reduziert werden und notfalls Bäume gepflanzt werden, weil das Problem flächendeckend im gesamten Bereich einschließlich des mittleren Rings besteht und nicht genügend Leute umsteigen, wenn man nur das Angebot umweltfreundlicher Verkehrsmittel verbessert. Und vor allem müssten auch Parkplätze reduziert werden und allgemein kostenpflichtig werden.

Danke HansL, für diese außergewöhnlich klaren und wahren Worte.

Es ist eine unbequeme aber fachlich zutreffende Wahrheit, dass Attraktivität immer relativ ist, daher auch jene der verschiedenen Verkehrsarten. Daher gilt immernoch das alte Sprichwort, der ÖPNV sei nur so gut, wie der MIV es nicht ist. Wer also ernsthaft eine Verkehrswende weg vom MIV will, wird sie ohne harte Beschränkung des MIV nicht erreichen können. Dies stand übrigens auch schon im Intraplan-Gutachten von 1993. Die heutige U3 (seinerzeit Arbeitstitel "U21") als Ergebnis des damaligen Gutachtens wurde mit gerade eben den aus diesen "MIV-Restiktionen" resultierenden Fahrgastzuwächsen begründet. Gebaut hat man dann aber nur die U-Bahn.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.10.2018 17:15 von benji2.
Zitat
kukuk
Ich denke, die Kapazität auf der U1 für zusätzliche Züge ist ziemlich erschöpft...

Eine Erhöhung der U1-Kapazität um etwa 20 bis 25% wäre bereits allein durch Ausnutzung der Bahnsteiglänge möglich, d. h. (angesichts des bestehenden und künftigen Fahrzeugparks) durch Verlängerung der Züge von vier auf fünf Wagen. Das wäre in meinen Augen vorrangig, bevor man über vergleichsweise wesentlich teurere Lösungen wie LZB nachdenkt (die auch nicht prinzipiell verkehrt sind, aber m. E. nachrangig sein sollten).



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.10.2018 17:05 von benji2.
Mal ganz blauäugig: reicht der 3-4-Minutentakt auf der U1 oft nicht?

Ich glaube aktuell würde eine Ausweitung des 3-4 Min-Taktes schonmal etwas entzerren.

Da ja 1:1 so viele G1 bestellt wurden wie DT1 vorhanden: Behält man wenigstens erstmal ein paar Züge um den Fuhrpark aufzustocken? Dann könnten die DT3F auf die U2/U3 und mehr Langzüge eingesetzt werden.
Der MIV schränkt sich schon selber ein. Diesel Skandal, Abgase in der Stadt, Strassen haben kein Erweiterungspotential und es werden immer mehr Einwohner. Die Bürger werden zum ÖPNV greifen müssen. Nürnberg und die Region muss da für den ÖPNV Rechnung tragen!!!
Im Schülerverkehr auf die Kurzläufer zu verzichten wäre auch eine gute und günstige Idee. Viele Schüler fahren z.B. zur Bertold Brecht Schule.
Hallo zusammen,

ich verstehe ehrlich gesagt inzwischen nicht mehr, warum man bei uns 1:1 Ersetzungen durchführt, und nicht wenigstens etwas Reserve aufhebt. Mir hat jüngst mal jemand die Vergleichszahlen aus Hamburg geschickt, und diese schockieren für Nürnberger Verhältnisse. Dort kauft man fleissig weiter DT5 obwohl diese nur fürs bisherige Netz sind, die neue U5 wird mit diesen nicht gefahren (die wird automatisch und kriegt ein neues DT6 genanntes Fahrzeug)
Ich zitiere mal:
"
DT5 aktueller Bestand: 91DT, Bestellt sind 118 DT
DT3 aktueller Bestand: 6DT ertüchtigt, 4DT beim ertüchtigen, 16DT nicht
ertüchtigt, betriebsfähig, 15DT z-Gestellt =41DT, 2010 waren es 67DT,
also noch 61,19% übrig

2010:
DT2: 15 = 3,75 Züge
DT3: 67 = 22,33 Züge
DT4: 126 = 63 Züge
gesamt: 89,08

möglich 2020:
DT3: 41 = 13,66 Züge
DT4: 126 = 63 Züge
DT5: 118 = 39,33 Züge
gesamt: 116
Unterschied: 27 Züge, oder 81 DT5, oder 23,28%
In Nürnberg zur gleichen Zeit und Langfristig fest geplant: 0 Züge Unterschied, 0%
"
Hierzu muss man noch wissen, das selbst die Z-gestellten seit paar Monaten nicht mehr verschrottet, sondern aufgehoben werden, und da fragt man sich schon, woran es bei uns dann scheitert, was andernorts offenbar möglich ist.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]

Arbeite rückwärts, dann liegt die Zukunft hinter dir (A. Rebers)



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 14.10.2018 23:02 von Daniel Vielberth.
Am Willen die DT1 zu warten... schau dir doch mal an wie heruntergekommen die jetzt schon sind, das ist einfach ein trauriges Bild was die VAG da abgibt!
Die Bestelloptionen sollen ausgeübt werden. Aus dem Beschlussvorschlag für die nächste Stadtratssitzung:

"Vertragsbestandteil der damaligen Ausschreibung sind auch zwei Optionen zur Bestellung zu-sätzlicher U-Bahn Fahrzeuge. Diese sollen nun ausgeübt werden. Die Beschaffung der Op-tion 1 beinhaltet sechs, die Option 2 sieben weitere Vier-Wagen-Gliederzüge des Typs G1. Die Option 1 ist eine Ersatzbeschaffung für DT2-Fahrzeuge, die Option 2 deckt einen weiter gestiegenen Bedarf aufgrund von zukünftigen Fahrgastzuwächsen ab."

Die Stadt muss für diese Fahrzeuge bürgen.

Hier die gesamte Enscheidungsvorlage für Mittwoch, den 17.10.2018: [online-service2.nuernberg.de]
Zitat
Daniel Vielberth

2010:
DT2: 15 = 3,75 Züge
DT3: 67 = 22,33 Züge
DT4: 126 = 63 Züge
gesamt: 89,08

möglich 2020:
DT3: 41 = 13,66 Züge
DT4: 126 = 63 Züge
DT5: 118 = 39,33 Züge
gesamt: 116
Unterschied: 27 Züge, oder 81 DT5, oder 23,28%
In Nürnberg zur gleichen Zeit und Langfristig fest geplant: 0 Züge Unterschied, 0%
"

Das kann man aber so nicht ganz vergleichen. Zum einen wurden in Hamburg in den letzten acht Jahren bei einigen Linien die Zuglängen vergrößert was einen Mehbedarf an Fahrzeugen geschaffen hat. Weiterhin gab es in dem von Dir genannten Zeitraum mit der U4 eine komplett neue Linie, welche natürlich auch Züge benötigt. Akutell gibt es eine Verlängerung der U4 zu den Elbbrücken die im Bau ist und im Dezember eröffnet werden soll. Weiterhin wird die U4 zukünftig auch am anderen Ende verlängert. Auch hier entsteht ein Mehrbedarf an Fahrzeugen.

In Nürnberg ist in der abersehbaren Zukunft keine Verlängerung der U1 zu erwarten. Auch eventuelle Taktverdichtungen werden kein so großen Mehrbedarf an Fahrzeugen erzeugen. Also warum sollte man in Nürnberg den Bestand an Triebzügen in solchem Maße erhöhen?

Grüßle,
der Werkstatttmeister
Zitat
werkstattmeister
In Nürnberg ist in der abersehbaren Zukunft keine Verlängerung der U1 zu erwarten. Auch eventuelle Taktverdichtungen werden kein so großen Mehrbedarf an Fahrzeugen erzeugen. Also warum sollte man in Nürnberg den Bestand an Triebzügen in solchem Maße erhöhen?

Weil die U3 in einer Tour verlängert wird, und man damit die DT3F für die U3 freisetzen könnte? Dabei könnte man dann auch gleich die dann überflüssige Fahrerkabine ausbauen und mehr Platz schaffen.
Zitat
kukuk
Zitat
werkstattmeister
In Nürnberg ist in der abersehbaren Zukunft keine Verlängerung der U1 zu erwarten. Auch eventuelle Taktverdichtungen werden kein so großen Mehrbedarf an Fahrzeugen erzeugen. Also warum sollte man in Nürnberg den Bestand an Triebzügen in solchem Maße erhöhen?

Weil die U3 in einer Tour verlängert wird, und man damit die DT3F für die U3 freisetzen könnte? Dabei könnte man dann auch gleich die dann überflüssige Fahrerkabine ausbauen und mehr Platz schaffen.

Wo ist das Problem?
Nächstes Jahr Großreuth und dann irgendwann 202x Gebersdorf. Das wurde von Anfang an so geplant. Dafür stehen dann 46 automatische Fahrzeuge zur Verfügung. Egal ob mit oder Fahrerkabine, soviel macht das vom Platz her nicht aus. Aber wer weiß, vielleicht werden die dann wirklcih angepasst?
Die U1 wird dann von den Neuen Fahrzeugen bedient.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 15.10.2018 19:37 von subwayschorsch.
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