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Neues ICE-Werk
geschrieben von HansL 
Der Bürgerverein Südost hat die Ergebnisse aus zwei Gesprächsrunden mit der Bahn online zur Verfügung gestellt. [buergervereinsuedost.de]

Zitat
Bürgerverein Südost
Wie wird die doppelte Querung der S-Bahnstrecke erreicht? Mittels Überleitung oder mit Hilfe von Weichen? Oder soll die S-Bahn-Strecke verlegt werden?

Antwort der Bahn:
Eine Lösung mit Weichen kommt nicht in Frage, weil dies den S-Bahn-Takt inakzeptabel stören würde. Daher ist der Bau einer Unterführung denkbar, da das Werk ohnehin wahrscheinlich auf niedrigerem Niveau errichtet werden würde.

Aus den bereits bekannten Skizzen ist ersichtlich, dass das Werk an beiden Enden zweigleisig in die Bestandsstrecken eingebunden werden soll. Das sind also an jedem Ende zwei kreuzungsfreie Verbindungsgleise mit der Hauptstrecke. Wenn das Werk auf dem MUNA-Gelände entsteht, wäre der Bau der Gleise von Nürnberg und nach München sehr einfach, die Gleise von München und nach Nürnberg müssten aber die SFS kreuzen, weshalb sie nicht direkt parallel zu den anderen beiden Gleisen geführt werden können. Deshalb spreche ich von vier Verbindungskurven.

Zum Thema Anbindung mit einer Weiche:
Auch wenn es direkt vor der Einfädelung mehrere Abstellgleise für auf Ausfahrt wartende ICEs gibt, hilft das nicht weiter, weil es einfach keine planmäßigen Slots gibt, in denen weder FV noch NV noch GV fährt. ein Blick in den Deutschlandtakt [ deutschlandtakt.de ] zeigt, dass dort für die (teilweise ferne) Zukunft noch mehr Verkehr geplant ist, für den die nötigen Kapazitäten auf gar keinen Fall verbaut werden dürfen. Bei 4 stündlichen NV-Linien, drei stündlichen und 5 zweistündlichen FV-Linien, 11 zweistündlichen GV-Trassen und teilweise halbstündlich in Richtung Werk fahrenden ICEs ist einfach kein Platz für entgegenkommende ICEs, die beim Einfädeln Richtung Hbf drei Gleise gleichzeitig blockieren.

P.S.: @elixir Ich hab meinen zugegebenermaßen unfreundlichen und nicht sachdienlichen Seitenhieb entfernt. Ich wollte damit hervorheben, dass deine Position zur ICE-Führung über die S-Bahngleise eigentlich ausschließen sollte, dass du die Querung zweier Hauptrecken zur Fahrt aus dem Werk akzeptabel findest, hätte ich aber deutlich geschickter machen können. Wenn meine Ausdrucksweise für dich beleidigend klang, möchte ich mich dafür entschuldigen.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 07.02.2021 16:57 von Sebastian90475.
Zitat
Sebastian90475
Der Bürgerverein Südost hat die Ergebnisse aus zwei Gesprächsrunden mit der Bahn online zur Verfügung gestellt. [buergervereinsuedost.de]

Zitat
Bürgerverein Südost
Wie wird die doppelte Querung der S-Bahnstrecke erreicht? Mittels Überleitung oder mit Hilfe von Weichen? Oder soll die S-Bahn-Strecke verlegt werden?

Antwort der Bahn:
Eine Lösung mit Weichen kommt nicht in Frage, weil dies den S-Bahn-Takt inakzeptabel stören würde. Daher ist der Bau einer Unterführung denkbar, da das Werk ohnehin wahrscheinlich auf niedrigerem Niveau errichtet werden würde.

Aus den bereits bekannten Skizzen ist ersichtlich, dass das Werk an beiden Enden zweigleisig in die Bestandsstrecken eingebunden werden soll. Das sind also an jedem Ende zwei kreuzungsfreie Verbindungsgleise mit der Hauptstrecke. Wenn das Werk auf dem MUNA-Gelände entsteht, wäre der Bau der Gleise von Nürnberg und nach München sehr einfach, die Gleise von München und nach Nürnberg müssten aber die SFS kreuzen, weshalb sie nicht direkt parallel zu den anderen beiden Gleisen geführt werden können. Deshalb spreche ich von vier Verbindungskurven.

Zum Thema Anbindung mit einer Weiche:
Auch wenn es direkt vor der Einfädelung mehrere Abstellgleise für auf Ausfahrt wartende ICEs gibt, hilft das nicht weiter, weil es einfach keine planmäßigen Slots gibt, in denen weder FV noch NV noch GV fährt. ein Blick in den Deutschlandtakt [ deutschlandtakt.de ] zeigt, dass dort für die (teilweise ferne) Zukunft noch mehr Verkehr geplant ist, für den die nötigen Kapazitäten auf gar keinen Fall verbaut werden dürfen. Bei 4 stündlichen NV-Linien, drei stündlichen und 5 zweistündlichen FV-Linien, 11 zweistündlichen GV-Trassen und teilweise halbstündlich in Richtung Werk fahrenden ICEs ist einfach kein Platz für entgegenkommende ICEs, die beim Einfädeln Richtung Hbf drei Gleise gleichzeitig blockieren.

P.S.: @elixir Ich hab meinen zugegebenermaßen unfreundlichen und nicht sachdienlichen Seitenhieb entfernt. Ich wollte damit hervorheben, dass deine Position zur ICE-Führung über die S-Bahngleise eigentlich ausschließen sollte, dass du die Querung zweier Hauptrecken zur Fahrt aus dem Werk akzeptabel findest, hätte ich aber deutlich geschickter machen können. Wenn meine Ausdrucksweise für dich beleidigend klang, möchte ich mich dafür entschuldigen.


Du brauchst dich nicht zu entschuldigen - habe nichts gefunden, was beleidigend gewesen wäre.

Nur die vier Verbindungskurven kann ich mir halt nicht vorstellen, die du da meinst.

Ein paar Striche und es wird verständlicher.



Also halten wir mal fest:


MUNA geht nicht - wegen Zufahrt und keinen Zeitfenstern.

Fischbach/Altenfurt - über die S-Bahn geht nach Aussage der Bahn gleich gar nicht!


Also was bleibt?

An beiden Standorten aufwändige (teuere) Überwerfungen zu bauen?


Dann seht euch halt mal die Möglichkeit einer Zu- und Abführung nach Fischbach/Altenfurt, über die Abstellanlage Baggerloch an.


Leider hat dazu keiner irgendwelche Ideen weiterentwickelt.


Jedenfalls gibt es dort keine zu kreuzenden Fern- oder S-Bahn-Gleis mit keinen Slots - nur alte Bahnflächen nördlich neben Dutzendteich bis zum ehemaligen Gelände der Firma Kaiser oder auch Kayser - heute BMW, zukünftig wohl auch keine neue IKEA mehr.

Die paar Güterzüge auf dem kurzen Stück über die Waldluststraße und am Rande von Zabo vorbei, dürften die 2 Zugfahrten zum ICE-Werk hoffentlich noch aufnehmen.

Vom Baggerloch geht es heute schon in die Mitte von Nürnberg Hbf. - besser geht es nicht.


Also wo sind die Hobby-Planer - nicht nur aber, aber, geht gar nicht usw.

Wenn das ICE-Werk in Nürnberg gebaut werden soll, dann müssen Lösungen her, nicht nur für die Anwohner, Blumen und Kleingetier, sondern auch für eine sichere und Leistungsfähige Zu- und Abführung.

Gruß elixir
Hallo allseits,

unlößbar ist das Problem mit den Einfädlungen der Muna keineswegs. Von Feucht Bahnhof gibt die alte Wendelsteiner Ausfahrt mit noch vorhandener Weiche ja die einfachste und naturgegebene Einfädlung schon vor (das es ein Kreuzungsbauwerk mit der SF geben muss sehe ich als naturgegeben an, das kann man zusammen mit dem Gleiswechsel und Abzweig für die Münchner Zufahrt bauen.) Vor dem Überwerfungsbauwerk der Schnellfahrstrecke kann man aus dem Gleis Abzw. Reichswald - Feucht mittels Weiche raus die dann nachdem das Gleis von Feucht Bf die Schnellfahrstrecke gequert hat beide zusammenführen. Von München auf der Schnellfahrstrecke genügt ein einfacher Gleiswechsel nach rechts und dann (in Fahrtrichtung Nürnberg) rechts raus und vom andern Ende in die Aufstellgruppe vorm Werk rein (Kopf gemacht wird dann erst im Werk). Die Schnellfahrtstrecke ist nach wie vor die Strecke mit der dünnsten Zugfolge weit und breit (Schlüsselfeld mal ausgeklammert ;-) ), sodass hier ein höhengleiches Kreuzen schmerzlos auszuhalten ist.

Züge nach Nürnberg HBF werden dann bevorzugt über die Feuchter Ausfahrt heraus gefahren, das Kopf machen und wenden (das Gleis nach Nürnberg ist unmittelbar benachbart) erfolgt genau in den Zeiten, wo die S3 eh den Bahnhof aussperrt wenn die von Nürnberg kommend über die Weichen gen Neumark juckelt. Je nachdem, wie man es will legt man das wenden so an das man entweder Gleis 1 nutzt, oder besser, man sieht noch eine Weiche die vom Wendelsteiner Gleis nach Gleis 2 Fahrten erlaubt vor, und kann so die Mittelüberholung zum Wenden und einschleusen nutzen. Und im Feuchter Bf fehlt nur ein simpler Gleiswechsel der nach der Mündungsweiche der Wendelsteiner Bahn zur direkten Einfahrt nach Gleis 2 bequem einzubauen wäre, der Rest liegt schon. Und wenn man Luxus will, sieht man beide Gleiswechsel vor, und kann Abwechseln Feucht Gl 1 und 2 nutzen.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]
Kein Leben MIT Corona - nur eines nach Corona!



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.02.2021 17:13 von Daniel Vielberth.
hier noch eine Skizze, falls meine Textbeschreibung zu abstrakt sein sollte:

Anmerkung, die Zufahrt von der Schnellfahrstrecke kann auch so den bestehenden Bahntrassen entlang gelegt werden, das diese von der selben Seite bei die beiden anderen mündet, auch das gibt das Areal her, es muss also keine "Hintereinfahrt" mit Kopf machen sein

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]
Kein Leben MIT Corona - nur eines nach Corona!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.02.2021 17:52 von Daniel Vielberth.


Re: Neues ICE-Werk
29.04.2021 19:54
Die Bahn geht mit neun Standorten in die weitere Untersuchung. Pressemitteilung (DB regional München) von heute:

[www.deutschebahn.com]

>> ICE-Werk Nürnberg: Standortsuche geht in die nächste Phase

Neun Gebiete in der Metropolregion Nürnberg werden im Detail untersucht:
Deutsche Bahn schließt Vorauswahl möglicher Standorte ab •
Bürgerdialoge starten im Mai • Raumordnungsverfahren ab November


Die Deutsche Bahn (DB) baut ihre Fernverkehrsflotte in den kommenden Jahren deutlich aus und erhöht dafür ihre Werkstattkapazitäten. Rund 400 Millionen Euro plant die DB in ein neues ICE-Instandhaltungswerk in der Bahn-Metropole Nürnberg zu investieren. Die Suche möglicher Standorte für das Werk im Vorfeld der Genehmigungsverfahren hat neun mögliche Gebiete ergeben. Diese werden in den kommenden Monaten eingehend geprüft und bewertet. [...]

In den letzten Monaten hat die DB die Flächensuche ausgedehnt und mögliche Standorte anhand objektiver Kriterien miteinander verglichen. Auch die Flächenplanung für das neue Werk wurde geprüft und optimiert. Der Längenbedarf für das Werksgelände konnte von rund 5,5 km auf rund 3,2 km reduziert werden. Damit ergeben sich in der Region mehr Möglichkeiten. „Wir haben rund 70 potenzielle Standorte betrachtet und werden die neun betrieblich geeigneten Flächen im nächsten Schritt detaillierter untersuchen“, erklärt DB-Projektleiter Carsten Burmeister.

Die Standorte Allersberg/Pyrbaum, Nürnberg-Altenfurt/Fischbach, das ehemalige Munitionslager (MUNA) Feucht sowie das Gebiet südlich der MUNA erfüllen die notwendigen Voraussetzungen. Hinzu kommen weitere mögliche Standorte bei Heilsbronn, Müncherlbach, Raitersaich, Mimberg und Ezelsdorf. [...] <<

Projektwebsite: [www.ice-werk-nuernberg.de]

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Die möglichen Betriebslayouts für das neue ICE-Werk Nürnberg (Grafik unter "Dokumente"):

Für unser neues Werk in Nürnberg suchen wir eine Fläche, die rund 3,2 Kilometer lang und 450 Meter breit ist oder eine Fläche mit rund 4,45 Kilometer Länge und einer Breite von 300 Metern. Innerhalb der beiden Layouts haben wir jeweils einen Flächenbedarf von 35 bis 45 Hektar.

a) Betriebslayout Orthogonal (quer zur Strecke mit Wendeschleife), ~ 3.200 m x 450 m
b) Betriebslayout Parallel (längs der Strecke), ~ 4.450 m x 300 m
Stadtrat Heilsbronn lehnt einstimmig ab


Bei der nächstgelegenen Fläche scheint es genauso zu sein: nordbayern.de: Raitersaich als Standort für das ICE-Werk? Ein Dorf ist entsetzt

ROSSTAL - An Burgfarrnbach geht der Kelch zwar vorbei. Nun aber hat die Deutsche Bahn Raitersaich im Fürther Landkreis als Standort für das geplante ICE-Werk Nürnberg ins Visier genommen. "Wir sind entsetzt": So beschreibt Andrea Platzer die Stimmung in dem Roßtaler Ortsteil, in dem die Marktgemeinderätin der Grünen lebt. ....
Erhöht die Chancen für meinen Vorzugstandort... Fläche gehört dem Bund, Abriss des Waldes seit Jahren aus Umweltgründen bitter nötig, und bloß aus Kostengründen verschleppt, Fläche eh schon teilversiegelt, und der Markt Feucht Feucht stünde dem Vorhaben nicht wirklich im Wege, sondern hat bloß Angst vor Leuten, die den verseuchten Wald trotz seiner Gefährlichkeit lassen wollen. Ich beginne optimistisch zu werden - das habe ich in letzter Zeit selten...

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]
Kein Leben MIT Corona - nur eines nach Corona!
Zitat
Daniel Vielberth
Erhöht die Chancen für meinen Vorzugstandort... Fläche gehört dem Bund, Abriss des Waldes seit Jahren aus Umweltgründen bitter nötig, und bloß aus Kostengründen verschleppt, Fläche eh schon teilversiegelt, und der Markt Feucht Feucht stünde dem Vorhaben nicht wirklich im Wege, sondern hat bloß Angst vor Leuten, die den verseuchten Wald trotz seiner Gefährlichkeit lassen wollen. Ich beginne optimistisch zu werden - das habe ich in letzter Zeit selten...

Wenn die Ein-/Ausfahrt aus der Schnellfahrstrecke wegfällt, aber dafür die Wendeschleife realisiert würde, könnte das zu nichts anderem sinnvoll zu nutzendem Gelände der MUNA, der Bahn auch gefallen.
Ja also um ehrlich zu sein, ich würde mit Standort MUNA auch denken können, allerdings unter Einbindung einer Personenstrecke die irgendwie von Nürnberg aus nach Wendelstein und weiter nach Feucht ginge... ;)

Viele Grüße
Christian0911
(Mein YouTube-Kanal)
Re: Neues ICE-Werk
10.05.2021 07:39
Ich finde nach wie vor den Standort bei dem Gewerbegebiet Regensburger Str. bis zum P&R Parkplatz Fischbach am besten.

______________________________

Pro S-Bahn Cadolzburg - Fürth - Nbg Nordost - Gräfenberg
Re: Neues ICE-Werk
10.05.2021 11:55
Zitat
Christian0911
Ja also um ehrlich zu sein, ich würde mit Standort MUNA auch denken können, allerdings unter Einbindung einer Personenstrecke die irgendwie von Nürnberg aus nach Wendelstein und weiter nach Feucht ginge... ;)

Ja toll, von wo in Nürnberg soll die Strecke starten.

Vielleicht könntest du bitte den angedachten Streckenverlauf aufzeichnen oder beschreiben?
Zitat
elixir

Ja toll, von wo in Nürnberg soll die Strecke starten.

Vielleicht könntest du bitte den angedachten Streckenverlauf aufzeichnen oder beschreiben?

Um ehrlich zu sein so sicher bin ich mir da selber nicht, ich mein wenn man die U1 anbohrt, würde man sicher nicht erst einen Bogen nach Wendelstein machen (vergleich blaue Linie in der Zeichnung), da wäre es über den GNF nach Feucht kürzer, zudem würde das schon wegfallen da man sicher keinen Mischbetrieb Stromschiene (VAG)/Oberleitung (DB) machen möchte... man könnte vllt von Reichelsdorf rüber gehen, an Worzeldorf/Kornburg anschneiden um so an Wendelstein ran zu kommen, allerdings ob das halt wieder einen guten KNF bekommen würde? Zudem sind ja in Sachen ÖPNV Ausbau die Worzeldorfer oder Kornburger eh Problemkinder, denn die wollten ja schon die Pillenreuther Straße verhindern was sie zum Glück nicht geschafft haben! (ich hab mal einen screenshot gemacht, allerdings ich weiß es is schlecht gezeichnet... schwarze Kreise wären eventuelle Bahnhöfe in dem Fall) - So eine Strecke könnte man natürlich auch für Umleiterzüge usw benutzen...

Viele Grüße
Christian0911
(Mein YouTube-Kanal)



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.05.2021 18:11 von Christian0911.


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