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Neue Straßenbahnlinien 9, 10, 11 und 12
geschrieben von Marktkauf 
Für den Netzzusammenhang wäre Hbf-Plärrer eine feine Sache, selbstverständlich würde das Netz dann anders aussehen als heute geplant.
Natürlich gäbe es Parallelverkehr mit der U-Bahn, das müsste man in Kauf nehmen.
Wegen des Parallelverkehrs hat man 1986 leider alles abgerissen, auch die Strecken durch die Zeltnerstraße (Linie 9) und Lessingstraße (Linie 8).



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 21.09.2022 12:37 von dirk1970.
Hallo allseits,

so erfreulich ist den Masterplan Verkehr finde, bin grade noch am Durchackern der 80 Seiten, allerdings eines vermisse ich jetzt schon: Warum denkt man nicht auch generell mal in höhere Fahrgeschwindigkeiten? Verglichen selbst mit Nachbarstädten wie Würzburg und Ausgburg kommt mir unsere Tram noch immer unmöglich langsam vor. Wenn ich in Augburg auf eigenen Gleiskörper fahre, und Autos neben mir, fahren die optisch rückwärts, bei uns ziehen selbst zwischen Thon und Wegfeld die Autos an der Bahn immer noch vorbei. Warum Thon - Cuxhafener 60 km/h ist, aber Scharrerstraße - Immelmannstraße 50km/h erschließt sich mir auch noch nicht. Die BoStrab erlaubt 70km/h ohne Zugbeeinflussung bei unabhängigem Gleiskörper. Warum nutzt man das nicht? Zumindest bei offenen Vignolschienen ist der Gleiszustand in Nürnberg doch überall so, das komfortabler Betrieb auch bei höheren Fahrgeschwindigkeiten möglich wäre. Klar bei eingedeckten Rillengleis gibt es andere Stellen, aber da ist i. d. R. eh nicht an Geschwindigkeiten höher als denen des MIV zu denken. Wenn man schon - zurecht - anstrebt, das die Straßenbahn mit der U-Bahn an Attraktivität gleichziehen sollen, warum dann nicht auch in diesem sehr augenscheinlichen Punkt? Klar nicht um die Fahrpläne zu straffen, aber zumindest um im Verspätungsfall ein bischen was reinfahren zu können.

Und was LSA-Beeinflussung betrifft, auch da ist selbst bei den Bestandanlagen soviel Luft nach oben. Auf der 4er merkt man oft gar nicht, das es die Anlagen überhaupt gibt, weil die Bahn trotzdem vor jeder Kreuzung bremst oder gar steht. Wenn schon 92% der Nürnberger für eine Bevorzugung des ÖPNV gegenüber dem MIV sind, warum macht man es dann nicht so wie in andern Städten, wo die Bahn linienmäßig (fast) nur noch zu Haltestellen bremsen muss?

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]
Alles ist wie immer, nur schlimmer... (Bernd das Brot)
Ich glaube nicht an eine höhere Geschwindigkeit bei der Straßenbahn.
Die Straßenbahn muß so langsam sein. Ansonsten würde man ja noch merken, daß die U-Bahn auch nicht viel schneller ist als die Tram es sein könnte.

Tschö
UHM
Naja 70kmh und 80kmh sind wirklich nicht so viel unterschied.

Sie fahren zwar noch nicht 70 aber ne Zulassung für 70kmh haben ab GT6N alle.
Nicht zu vergessen die Zeit, die man verliert um bei der U-Bahn erstmal die Rolltreppen nach unten zu kommen. Bei kürzeren Strecken holt man die auch mit 10 km/h mehr nicht so schnell auf.
Aber für 70 km/h zugelassen heißt noch lange nicht, dass man die Tram auch tatsächlich diese Geschwindigkeit in Nürnberg fahren läßt.

Tschö
UHM
Die vielen Haltestellen und umherfahrenden Autos in Nürnberg. Könnte unsere Strassenbahn überhaupt die 70 oder 80 wo ausfahren?
Es geht nicht um straßenbündige Abschnitte, sondern solche, wo die Bahn unabhängige Gleiskörper hat. Bei straßenbündigen Abschnitten muss die Straßenbahn die selben Geschwindigkeiten wie der übrige Verkehr einhalten, da ist nichts zu holen. Aber dort, wo die Bahn nicht in der Straße mit anderen Verkehrsteilnehmern fährt, würde die BoStrab bis 70km/h erlauben, Praxis bei uns (außer Thon - Wegfeld dort 60) ist 50km/h. Abschnitte wie Worzeldorfer - Finkenbrunn, Pl. d. Opf. d. Fasch - Peterskirche (mit Ausnahme der Weichen und engen Kurven) und eben alle andern mit eignen Gleis böten also durchaus Chancen für mehr, nicht überall, klar (die Kurve am Dianaplatz befährt man nur einmal mit 70, dann liegt man auf der Seite...) aber eben doch deutlich mehr wie jetzt. Wo alles eigene Bahnkörper zu finden sind, muss ich, denke ich, nicht auflisten, das ist Grundwissen.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]
Alles ist wie immer, nur schlimmer... (Bernd das Brot)
Die BOStab gibt auf eigenen Gleiskörper die 70 her.
Doch ob man in Nürnberg soviel Zeit gewinnen würde?
Und ob nicht die 2000er die Netzspannung dadurch wieder hochschrauben würden?
Wenn man sich nie traut es auszuprobieren, wird man es nie wissen. Trockene Berechnungen auf dem Reißbrett werden nicht reichen. Auf dem Reißbrett hat man damals beim U-Bahnbau auch trotz Platzumfahrung Friedrich-Ebert-Platz kein zusätzliches Fahrzeug gebraucht - in der Praxis dann aber doch.

Außerdem, es kostet nicht wirklich was, das auszuprobieren, außer das Papier für die schriftliche Weisung an die Fahrer, und ggf in den Fahrzeugen die Droselung rauszunehmen. Und dann macht man 3-4 Monate Testbetrieb, schaut ob man Probleme mit Spannungsspitzen oder dem Energieverbrauch hat, und ob die gewünschen Effekte zur Verspätungsreduktion eintreten, und entscheidet dann: Behalten oder zurück zu jetzt. Und hätte sogleich die gesamte heutige Fahrzeugflotte fit für die StuB, spätestens dann müsste man es eh machen.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]
Alles ist wie immer, nur schlimmer... (Bernd das Brot)
Habe wegen der ansteigenden Netzspannung meine Zweifel.
Zitat
Marktkauf
Habe wegen der ansteigenden Netzspannung meine Zweifel.

Das hängt nicht von der Fahrgeschwindigkeit ab, sondern von der Kombination aus Bremsleistung und Abstand zum nächsten Verbraucher. Die Grenzen für Kurz- und Langzeitwerte sind in der EN 50163 gegeben, diese hängen ausschließlich von der Nennspannung des Systems und nicht von der Fahrgeschwindigkeit ab. Ich gehe davon aus, dass die neueren Fahrzeuge alle gemäß dieser Norm arbeiten (es gibt sie schon ziemlich lang) und da ich aus dem Nürnberger Netz noch nichts von entsprechenden Problemen gehört habe erwarte ich auch aktuell keine.
Zitat
hub17
Zitat
Marktkauf
Habe wegen der ansteigenden Netzspannung meine Zweifel.

Das hängt nicht von der Fahrgeschwindigkeit ab, sondern von der Kombination aus Bremsleistung und Abstand zum nächsten Verbraucher. Die Grenzen für Kurz- und Langzeitwerte sind in der EN 50163 gegeben, diese hängen ausschließlich von der Nennspannung des Systems und nicht von der Fahrgeschwindigkeit ab. Ich gehe davon aus, dass die neueren Fahrzeuge alle gemäß dieser Norm arbeiten (es gibt sie schon ziemlich lang) und da ich aus dem Nürnberger Netz noch nichts von entsprechenden Problemen gehört habe erwarte ich auch aktuell keine.

Und die Probleme in München? Siehe P-Wagen?
Welche Fahrzeuge im Alter der P-Wagen fahren denn in Nürnberg im Planbetrieb?

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]
Alles ist wie immer, nur schlimmer... (Bernd das Brot)
Aus elektrotechnischer Sicht sehe ich die Bedenken wegen Schaltüberspannungen bei der Straßenbahn Nürnberg als gegenstandslos an. Die Bemessungsisolationsspannung der Komponenten im Hauptstromkreis der Fahrzeuge liegt deutlich über der üblichen Obergrenze der Netzspannung. Gegen zu hohe kurze Spannungsspitzen gibt es Überspannungsableiter, sowohl im Netz (auch zum Blitzschutz) wie auf den Fahrzeugen.

Es mag sein, dass es bei Altfahrzeugen mit Schaltwerksteuerung Probleme geben kann.
Könnten es bei unseren historischen Strassenbahnwagen zu Problemen kommen?
Die neuen Siemens Fahrzeuge hatten in München ja auch zu Problemen bei den P-Wagen geführt...
Zitat
Marktkauf
Könnten es bei unseren historischen Strassenbahnwagen zu Problemen kommen?
Die neuen Siemens Fahrzeuge hatten in München ja auch zu Problemen bei den P-Wagen geführt...

Dazu müsste man erstmal wissen was das genau für Probleme waren.

Generell erwarte ich bei ganz alten Fahrzeugen mit rein elektromechanischer Steuerung eher keine Probleme, ebenso bei Fahrzeugen die nach Inkrafttreten der Norm beschafft wurden.
Fahrzeuge aus der Zeit vor Inkrafttreten aber schon mit etwas Elektronik erscheinen mir am anfälligsten. Aber wie schon eingangs beschrieben, ohne genau zu wissen was das Problem bei den P-Wagen ist bleibt alles Nebelstocherei. "Überspannungsproblem" sagt nicht viel, da können sich unterschiedlichste Effekte dahinter verbergen.
Da ich keine Kenntnisse über den Fall in München habe, kann ich dazu nichts sagen.
Im neuen Blickpunkt Strassenbahn 5/2022 wurde es beschrieben. Durch die neuen Siemens Fahrzeuge ist es zu Überspannungen gekommen, die zu Schäden bei den P-Wagen führten.
Leider ging man nicht genauer ins Detail.
Meine Sorge betrifft halt unsere Oldtimer.
Zitat
Manfred Erlg
Da ich keine Kenntnisse über den Fall in München habe, kann ich dazu nichts sagen.

Hab ich auch nicht erwartet. Ich vermute, dass derzeit niemand außerhalb des dortigen Verkehrsbetriebs schon detaillierte Kenntnis hat.
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