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Neue Straßenbahnlinien 9, 10, 11 und 12
geschrieben von Marktkauf 
Zitat
Marktkauf
Diese drei Straßenbahnhaltestellen umzubauen, kann ja nicht die Welt kosten.

Dem ist leider nicht so. Bei den alten Haltestellen stieg man direkt auf die Straße aus. Mit Ampeln gesichert. Die sind mittlerweile abgebaut, die Haltestellen damit zurückgebaut. Sie haben also keinen Bestandsschutz mehr.
Man muss also komplett neue Haltestellen bauen. Behindertengerecht! Für Haltestelleninseln reicht bei aktueller Gleislage der Platz nicht, wenn man nicht die Durchfahrt für Autos sperrt. Man muss zumindest an den Haltestellen den Straßenraum völlig neu aufteilen und die Gleise zum Fahrbahnrand verlegen. Dafür braucht es ein Planfeststellungsverfahren, wo es für die Erstellung der Unterlagen noch nicht mal einen Planungsauftrag des Verkehrsausschusses gibt. Wie lange so etwas dauert, da haben wir genügend aktuelle Beispiele. Und wenn man die Planfeststellung hat, wird auch noch längst nicht gebaut. Siehe Gibitzenhof-/Landgrabenstraße. Da soll es jetzt übernächstes Jahr endlich losgehen.

Die Frage ist somit nicht, ob die Reaktivierung der Pirckheimer Linie wünschenswert ist. Sondern ob da etwas in den nächsten 6 Jahren kommen kann. Weil das doch ein größerer Umbau wird, für den absehbar dann auch das Geld fehlt.

Deshalb ist es Dummenfang im Wahlkampf, wenn die CSU mit der Realisierung der Hochschullinie wirbt, dabei aber nur die Reaktivierung der alten Gleise für den Personenverkehr in der Pirckheimer Straße meint. Und verschweigt, dass dieses Wahlversprechen sicher nicht in den nächsten 6 Jahren auch nur in Angriff genommen werden kann.
- Stadtpark-Tram wird hoffentlich Ende nächsten Jahres fertig. Gleise liegen schon mehr als die Hälfte, auch die beiden Abzweige sind bereits gebaut.
- Minervastraße wird es wohl noch etwas länger dauern. Da ist man noch an der Kanalsanierung und fängt danach erst mit der Straßenbahn an. Fertig frühestens 2029.
- Lichtenreuth ist das große Fragezeichen. Jetzt kommt dieses Jahr erst mal die Erneuerung in der nördlichen Allersberger Straße und hoffentlich der Abzweig an der Wodanstraße.
- Aber wie es in der südlichen Allersberger Straße und weiter nach Bauernfeind weitergeht, steht noch in den Sternen.
- Erst 2028 kommt der Ausbau in der Landgrabenstraße.
- Und wenn Erlangen nicht querschießt, stehen die Chancen für die StUB bis 2032 auf Nürnberger Stadtgebiet relativ gut. Das hängt vor allem am neuen Erlanger Stadtrat. Aber auch vom hoffentlich dieses Jahr beginnenden Planfeststellungsverfahren.

Aber darüber hinaus? Da fehlt es nicht nur an Geld, sondern an Planungskapazität. Zumindest, wenn die Stadtratswahlen nicht eine grundlegende Veränderung bringen. Und eine Mehrheit für das Aufgeben des FSW-Tunnels. Dann kann man 20 Planstellen umwidmen. Und hat damit Personal und Mittel, um wenigstens weitere Planungen in den nächsten 6 Jahren anzustoßen. Dass davon etwas in der nächsten Stadtratsperiode schon gebaut werden könnte, ist höchst fraglich. Dazu müsste ja erst mal eine detaillierte Planung beginnen. Das wäre möglich, wenn man wollte und die Prioritäten zugunsten der Straßenbahn ändern würde.

Mit der Planung könnte man in den nächsten 6 Jahren beginnen. Mit folgenden Projekten:
- Endlich Altstadttram
- Weiterführung über Wöhrd und Dürrenhof zur Peterskirche
- Weiterführung von der Bauernfeindstraße zum Südklinikum
- Reaktivierung in der Pirckheimer Straße

Sicher gäbe es noch mehr wünschenswerte Projekte. Aber selbst wenn der Umschwung zugunsten der Verkehrswende kommt: Da sind realistischerweise die Chancen gering, dass sich da auch noch in den nächsten 6 Jahren etwas bewegt. Da ist höchstens ein erneuter Grundsatzbeschluss zu erwarten, wie es bei den weiteren NVEP2025-Projekten irgendwann weitergehen soll.
Interessant dass die Verlängerung der U3 nach Gebersdorf auf der Liste nicht vorkommt...

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Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Zitat
Nukebro
Interessant dass die Verlängerung der U3 nach Gebersdorf auf der Liste nicht vorkommt...

Sondern um Straßenbahn-Projekte. Man sollte beim Thema bleiben.
Im übrigen ist nach Geberdorf das Meiste schon passiert. Warum es trotzdem noch 2 Jahre dauert? Gute Frage! U-Bahnen zu bauen, ist halt kompliziert.
Der Verkehrsausschuss hat am 26. März u.a. diese Punkte auf der Tagesordnung:

- TOP Ö2: U-Bahnhof Hasenbuck, hier: Umbenennung des U-Bahnhofs und Gestaltung der Umgebung des 2. Aufgangs
Antrag der Stadtratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen vom 27.03.2025
Antrag der SPD-Stadtratsfraktion vom 22.09.2025

>> ... neuer Name für den U-Bahnhof entbehrlich, da „Lichtenreuth“ bereits für Tram-Haltestellen benötigt wird <<

- TOP Ö3 Nachtrag: Stadt-Umland-Bahn (StUB) und Radschnellverbindung (RSV) zwischen Nürnberg und Erlangen -
Planungsbeschluss für das Planfeststellungsverfahren

(noch keine Unterlagen Entscheidungsvorlage + 12 aktuelle Lagepläne)

- TOP Ö5: Reporting 2025 zum Mobilitätsbeschluss für Nürnberg

(mit ausführlichem Sachverhalt)

Außerdem diverse TOPs zu Radwegplanungen und Bauprogramm 2026

[online-service2.nuernberg.de]

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Zu TOP Ö5, Auszug:

Zitat

HANDLUNGSFELD „ÖFFENTLICHER PERSONENNAHVERKEHR“

ZIELE

Bis 2030 soll laut Mobilitätsbeschluss der Anteil des Umweltverbundes bestehend aus Rad-, Fuß- und öffentlichem Personennahverkehr (ÖPNV) von heute 61 auf 68 Prozent gesteigert werden. Eine wesentliche Voraussetzung dafür ist ein attraktiver und leistungsstarker Nahverkehr mit schnellen, pünktlichen und dicht getakteten Straßenbahnen und Bussen. Entsprechend soll das bestehende ÖPNV-Angebot verbessert und das Liniennetz weiter ausgebaut werden. Das im Juli 2021 beschlossene und auf den Mobilitätsbeschluss aufbauende „ÖPNV-Maßnahmenpaket 2030“ listet hierzu konkrete Maßnahmen auf, die in drei Stufen realisiert werden sollen. In der Stadtratssitzung vom 12.12.2024 wurde im Zuge der Haushaltsberatungen der Ausbau des Straßenbahnnetzes mit elf wichtigen Maßnahmen, die priorisiert aus dem Maßnahmenpaket ausgewählt wurden, beschlossen. vorangetrieben werden, damit sie bis 2035 realisiert werden können.

>> Maßnahme

Das Straßenbahnnetz soll weiter ausgebaut werden. Bis 2030 werden die im „ÖPNVMaßnahmenpaket 2030“ enthaltenen Erweiterungen im Straßenbahnnetz geprüft, geplant und soweit möglich umgesetzt.

Aber auch hierfür müssen aufgrund der Erläuterungen im Abschnitt zur „Ausgangslage Personal“ die erforderlichen Maßnahmen in eine Priorisierungsreihenfolge gebracht werden und dann mit den verfügbaren Ressourcen sukzessive abgearbeitet werden. Deshalb wurde in der Stadtratssitzung am 12.12.2024 im Zuge der Haushaltsberatungen eine Liste mit den elf priorisierten Straßenbahnmaßnahmen beschlossen, die bis 2035 prioritär umgesetzt werden müssen. Die Maßnahmen bedingen sich teilweise gegenseitig und stellen die Zukunftsfähigkeit des Netzes für ein verbessertes Angebot und neue Linienverbindungen sicher. Für alle Maßnahmen mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von circa 350 Millionen Euro können Fördermittel von Bund und Land zwischen 50 Prozent und 90 Prozent beantragt werden, so dass für die Stadt in der Summe rund 70 Millionen Euro an Eigenmittel verbleiben werden. Mit den Straßenbahnmaßnahmen geht zudem der gesetzlich vorgeschriebene Ausbau der Barrierefreiheit an allen betroffenen Haltestellen sowie die ÖPNV-Beschleunigung beispielsweise durch die Schaffung von eigenen Gleiskörpern als Rasengleise einher.

>> Umsetzung

-- Verlängerung der Straßenbahnlinie 7 vom Hauptbahnhof zur Stadtparkschleife
[...] Eine Inbetriebnahme der Straßenbahnlinie 7 bis zur Stadtparkschleife wird für Ende 2026 angestrebt.

-- Straßenbahnlückenschluss Minervastraße
[...] Die Fertigstellung der Baumaßnahme ist für das Jahr 2027 geplant.

-- Straßenbahnverlängerung Brunecker Straße (Lichtenreuth)
[...] Der Planfeststellungsbeschluss wird im Jahr 2026 erwartet. Danach kann mit der Ausführungsplanung begonnen werden. [...] Der Zeitplan sieht eine Inbetriebnahme des ersten Planungsabschnitts frühestens im Jahr 2030 vor. Ein Beschluss des Verkehrsausschusses für die Planung der Verlängerung zur Messe und zum Klinikum Süd liegt vor. Die Verwaltung ermittelt gerade die Planungsgrundlagen und stimmt sich mit der Messe und dem Klinikum bezüglich der zunächst notwendigen Variantenuntersuchung ab. Hierbei geht es nicht mehr um die bereits durchgeführte Ermittlung der groben Trasse, sondern um die Berücksichtigung anliegender Belange im Detail, bevor mit der Trassierung im Lage- und Höhenplan begonnen wird.

--Stadt-Umland-Bahn Nürnberg – Erlangen – Herzogenaurach
Die Planung für die Verlängerung der Straßenbahn von Am Wegfeld im Nürnberger Norden nach Erlangen/Herzogenaurach als Stadtbahn läuft. Die Planung in Nürnberg wird im März dem Verkehrsausschuss zum Beschluss vorgelegt. Auch eine spätere Erweiterung um den sogenannten Ostast bei Erlangen ist in Vorbereitung. [...] Laut Angaben des Zweckverbandes StUB sollen im Jahr 2026 die Unterlagen zur Einleitung des Planfeststellungsverfahrens für den ersten Bauabschnitt auf Nürnberger Stadtgebiet eingereicht werden. Die Realisierung des Nürnberger Bauabschnitts ist nach aktuellem Zeitplan von 2029 bis 2032 geplant.

-- Weitere der elf prioritär umzusetzenden Maßnahmen sind:
--- Gibitzenhof/Landgrabenstraße (Bau voraussichtlich 2027/28),
--- Allersberger Straße Nord (Bau mit Brunecker Straße),
--- Plärrer (Bau voraussichtlich 2027-2030),
--- Allersberger Straße Süd (Bau 2026),
--- Johannisstraße, Ostendstraße, Frankenstraße und Bahnhofsvorplatz. Die Planungen laufen dazu auf Hochtouren.



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.03.2026 19:42 von Manfred Erlg.
Wer erinnert sich noch?

Zitat
Informationsveranstaltung Verkehrsplanungsamt Präsentation am 21.06.2022

Mit der Straßenbahn nach Lichtenreuth - Verlängerung der Straßenbahnlinie 7 von der Haltestelle Tristanstraße bis zur Bauernfeindstraße

... Inbetriebnahme der Strecke im Herbst 2026

Quelle: [www.nuernberg.de]
Unter dem Link finde ich nichts mehr. Gibt aber bei der VGN den angehängten Plan.


Link und Zitat kann ich bestätigen. Schau mal in Deinem Download-Verzeichnis. Der Link geht direkt auf ein PDF. Wenn Dein Gerät das PDF nicht nach dem Herunterladen automatisch aufmacht mußte das erst noch einmal irgendwo anklicken.

Tschö
UHM



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 21.03.2026 13:51 von UHM.
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