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Fahkarten bei der Mittelfrankenbahn nur noch im Zug
geschrieben von RobertT 
Hallo,

ich wundere mich, dass das hier noch nicht Thema war. Falls ich es nur übersehen habe, bitte ich um Entschuldigung.

Ich finde die Umstellung auf Automaten im Zug (statt Automaten am Bahnsteig) bei der Mittelfrankenbahn sehr ernüchternd. Hier die Pressemitteilung:
[www.vgn.de]

Im Endeffekt ist es eine große Verschlechterung:
Man kann keine Fernverkehrstickets mehr kaufen und es ist keine Kartenzahlung möglich. Wie man bei Bahn und VGN im Jahr 2021 ernsthaft auf die Idee kommen kann, Automaten einzuführen, bei denen man nur mit Bargeld bezahlen kann, ist mir völlig schleierhaft. Wenn das aufgrund der genannten schlechten Netzabdeckung momentan nicht anders möglich ist, hätte man eben noch die Automaten an den Bahnsteigen behalten müssen, statt jetzt auf Teufel komm raus diese halbgare Lösung umzusetzen. Ich weiß nicht, was man sich davon verspricht.
Über die Automaten am Bahnsteig konnte man sich ja u.a. auch über Verbindungen und weitere Angebote informieren, dass fällt jetzt auch weg. Gut, viele haben inzwischen ein Smartphone, aber nicht alle.

Hier im Übrigen eine Übersicht der Bahnhöfe, die ab jetzt ohne Fahrkartenautomat auskommen müssen (rot markiert):
[www.bahn.de]
Hallo allseits,

also das ist seit langem mal wieder der größte Schwachsinn, der passieren kann. Fahrkarten Erwerb an Bahnsteig und Zug, das wäre OK, aber vorhandene Automaten abbauen? Indiskutabel! Hoffentlich geht noch bevor man die Automaten abbauen konnte, das ganze so in die Hose, das man es rückgängig macht.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]
Jetzt live: Sommer-Urlaub 2021 - Das Superspreader-Event
...und dann nichtmal Kartenzahlung im Zug, wie rückständig ist das denn?

Die jüngeren Generationen werden ihre Tickets zukünftig eh via Smartphone lösen.
Da bräuchte man die Automaten weder im Zug noch am Bahnsteig.
Oder doch Fahrkarten ganz abschaffen (Scnr)

Viele Grüße
Christian0911
(Mein YouTube-Kanal)
Zitat
Daniel Vielberth
Hallo allseits,

also das ist seit langem mal wieder der größte Schwachsinn, der passieren kann. Fahrkarten Erwerb an Bahnsteig und Zug, das wäre OK, aber vorhandene Automaten abbauen? Indiskutabel! Hoffentlich geht noch bevor man die Automaten abbauen konnte, das ganze so in die Hose, das man es rückgängig macht.

Also mein persönlicher Eindruck war eher, dass man hier schnell Fakten schaffen möchte. Ich wollte an Ostern eine Fahrkarte am Automaten auf dem Bahnsteig in Gräfenberg kaufen und das war zu diesem Zeitpunkt (also wirklich ganz am Anfang des Monats) bereits nicht mehr möglich. Der Automat stand zwar noch da, war aber ausgeschaltet und es stand nur ein Hinweis dran, dass man Fahrkaten künftig direkt im Zug kaufen soll.

Nachdem ich zur Zeit nicht viel unterwegs bin, kann ich allerdings nicht sagen, ob es an den anderen Stationen der Mittelfrankenbahn genauso ist.
Da ist ja doof geregelt.
Hallo,

derjenige, der das zu verantworten hat, sollte am Besten schleunigst seinen Stuhl räumen. Ich stand das letzte mal geschlagene 10 Minuten vor dem neuen Automaten im Zug und hab versucht, eine Fahrkarte zu lösen. Nicht nur ist die Software eine komplett andere im Vergleich zu der an den ehemaligen Automaten, sondern auch die Bedienung ist derart hirnrissig, dass man nur den Kopf schütteln kann.

Bei meiner gestrigen Fahrt hab ich gleich ganz drauf verzichtet eine Fahrkarte zu lösen, da der Automat bis Nürnberg Hbf von vier älteren Herrschaften belagert wurde, die mit der Bedienung ebenfalls nichts anfangen konnten. Die ZUBine an Bord hatte sich das Schauspiel etwa ne Minute lang gegeben und hat sich dann ohne Kontrolle vorne beim TF verschanzt. Freilich hätte ich mir im Voraus eine Karte über die Navigator-App buchen können, aber es besteht ja keine Pflicht. Und wenn die DB freiwillig auf Einnahmen verzichten möchte, dann soll mir das nur Recht sein.

Die absoluten Highlights sind aber folgende:

- Keine Kartenzahlung möglich, da entlang der RB-Linien R3 und R31 kein lückenloser Mobilfunkempfang gewährleistet ist.

- Kein Kauf von Fernverkehrstickets möglich. Die darf man in Zukunft entweder per App oder im Internet buchen, oder eben an einem der wenigen verbliebenen Automaten am Bahnsteig in Lauf oder Hersbruck bzw. am Nürnberger Hauptbahnhof.

- Erreicht der Zug einen der wenigen Bahnhöfe, an denen die Automaten noch betriebsbereit sind, so schaltet sich der Automat im Zug automatisch bis zum nächsten Halt ab. Man soll stattdessen die Kiste am Bahnsteig verwenden. Jetzt mal im ernst: Wer denkt sich so einen Rotz aus?

- Die Bedienung der Automaten im Zug ist schwerfällig und alles andere als intuitiv.

- Es fehlen bei den Zielen im VGN nachwievor eine Menge an Haltestellen der Straßenbahn und vor allem der Stadtbusse. Da darf man regelmäßig überlegen, welches Ziel man auswählt, um bei einer etwaigen Fahrscheinkontrolle nicht wie der letzte Depp dazustehen.


Ich freue mich jetzt schon drauf, wenn die ersten Corona-Lockerungen eintreten und dann die Rentnerwandergruppen planlos vor den neuen Kisten stehen und verzweifelt versuchen, ein Ticket zu lösen. Bis die das dann geschnallt haben hab ich dann schon meinen Zielbahnhof erreicht und muss keine Fahrkarte lösen.

Viele Grüße,
401/402
Das wäre was für extra3.

Der reale Irrsinn im Überblick

Deine Idee als Mail an extra3@ndr.de
Zitat
Mezzo
Das wäre was für extra3.

Der reale Irrsinn im Überblick

Deine Idee als Mail an extra3@ndr.de

Ich habs mir ehrlich gesagt schon überlegt, ob ich extra3 nicht eine Email schicke. Vielleicht erfolgt das die nächsten Tage auch.


Aber nochmal zum Thema zurück: Ich kann ja durchaus verstehen, wenn man an einer Nebenbahn mit vielen Bedarfshalten den Fahrkartenverkauf in den Zug verlegt. Aber an einer zweigleisigen Hauptbahn? Wie viel Lack muss man eigentlich saufen um auf so eine Idee zu kommen?

Viele Grüße,
401/402
Vielleicht Kosten sparen?

Ein Automat auf einem Bahnsteig mitten in der Pampa ist evtl. teurer im Betrieb (Infrastruktur, Wartung, Vandalismus).

Im Zug ist das Teil schnell rein und rausgebaut. Hängt am Bordnetz und kann bei Werkstattaufenthalten gewartet werden.
Dazu ist der Vandalismus geringer, weil der Zuginnenraum Videoüberwacht ist.

In Summe spart das garantiert massiv Betriebskosten bei der DB Station&Service (DB Netz AG).



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 13.04.2021 20:04 von Mezzo.
Natürlich geht es darum, dass man Kosten spart. Und wie gesagt, sehe ich das bei kleinen Stationen oder Bedarfshalten durchaus ein, aber an einer Hauptstrecke mit regem Fahrgastverkehr ist das für mich ein absolutes No-Go.

Aber gut, soll mir nur recht sein. In Zukunft spare ich mir dann eben mein Ticket, wenn fünf oder sechs Leute vor dem Automaten stehen. Denn bis die fertig sind, habe ich meinen Zielort längst erreicht. ;)
Grundsätzlich finde ich die Verlagerung der Automaten von den Bahnsteigen in die Züge auf den RB-Linien schon richtig, ABER:

- Ein Automat pro Triebwagen ist zu wenig. Es müsste schon ein Automat pro Wagen sein. Mindestens 2 pro Zug.

- Die lückenlose Funktion der Kartenzahlung (inkl. dem kontaktlosen Bezahlen) müsste auf allen Linien gewährleistet sein. Die vielen Tunnel auf der RB 30 wird kein Mobilfunkanbieter mit Antennen ausstatten, solange die DB das nicht beauftragt.

- Die Software auf den Automaten im Zug sollte die gleiche sein, wie an den ortsfesten Automaten. Gleiche Menüführung, gleicher Funktionsumfang, gleiches Angebot - inkl. Fernverkehr.

- Ein Fahrkartenkauf im Zug sollte auch an Bahnhöfen mit ortsfesten Automaten (Hersbruck, Neuhaus...) möglich sein. Wer beispielsweise auf der Fahrt von Reichenschwand nach Hersbruck seine Einzelfahrt im Zug löst, geht möglicherweise davon aus, dass dies auf der Rückfahrt genau so von statten geht. Da der Automat im Zug von Hersbruck nach Reichenschwand aber dann inaktiv ist, wird der Fahrgast ohne VGN-Studium unfreiwillig zum Schwarzfahrer.

Wären diese 4 Punkte gelöst, wäre die Verlagerung der Automaten in die Züge vollkommen ok. Da die meisten Berufspendler und Schüler ohnehin Abos oder Monatskarten haben und die meisten Fahrgäste heutzutage einen Fahrkartenautomaten in der Hosentasche haben (Smartphone) ist die Zeit der Schlangenbildung an den Automaten überwiegend vorbei.
So wie es allerdings jetzt ist, ist die Situation unakzeptabel.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 14.04.2021 03:57 von RSB.
Ich persönlich bin ja immernoch der Meinung, der Fahrgast der VOR Fahrtantritt keine Karte hat zahlt erstmal 60 Euro... aber gut mich fragt eh keiner... - Und nur weil an der Bushaltestelle Werkvolksiedlung kein Automat steht und im Bus keine Karte verkauft wird durch die VAG darf ich noch lange nicht schwarz fahren!

Viele Grüße
Christian0911
(Mein YouTube-Kanal)
Zitat
Christian0911
Ich persönlich bin ja immernoch der Meinung, der Fahrgast der VOR Fahrtantritt keine Karte hat zahlt erstmal 60 Euro... aber gut mich fragt eh keiner... - Und nur weil an der Bushaltestelle Werkvolksiedlung kein Automat steht und im Bus keine Karte verkauft wird durch die VAG darf ich noch lange nicht schwarz fahren!

Schau mal, mein Beitrag war keine Aufforderung zum Schwarzfahren. Ich wollte nur mal aufzeigen in welches Dilemma man gerät, wenn man normalerweise immer mit gültigem Fahrschein unterwegs ist, man aber aus genannten Gründen keine Möglichkeit hat, eben solchen zu erwerben. Jetzt muss ich das halt im Zweifelsfall über den DB-Navigator machen. Aber das kann doch nicht Sinn der Sache sein. Aber schön, dass sich inmitten der Pampa in Hartmannshof oder Leutershausen-Wiedersbach weiterhin zwei Automaten die Beine in den Bauch stehen. Großartig!

Als Verkehrsunternehmen im Liniendienst musst du dem Nutzer die Möglichkeit bieten, dass er auf einfachem und direkten Wege ein Ticket für die Dienstleistung, die er in Anspruch nimmt, erwerben kann. Ob das jetzt der Direktkauf am Automaten, beim Einstieg beim Busfahrer oder der Kauf per App ist - egal. Da aber nicht jeder Bürger über ein Smartphone verfügt, musst du jedoch eine Rückfallebene anbieten. Und die kann nicht daraus bestehen, dass du z. B. einen 80jähriger Rentner nen Kilometer zum nächsten Automaten schickst.

Grüße,
401/402
Zitat
401/402
Und die kann nicht daraus bestehen, dass du z. B. einen 80jähriger Rentner nen Kilometer zum nächsten Automaten schickst.

Grüße,
401/402

Ja gut in dem Fall wird der Rentner halt gleich seinen Benz benutzen um ans Ziel zu fahren das is klar...

Viele Grüße
Christian0911
(Mein YouTube-Kanal)
Und dann kommt sowas um die Ecke... 🙈
[www.nordbayern.de]



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 18.04.2021 17:00 von Willischiri.
Kaum in Betrieb, schon defekt.
In den beiden heute genutzten Zügen (648er hin, 622 zurück) prangte jeweils ein gelber "Defekt-Aufkleber" an den Fahrkartenautomaten.

Grandios!
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