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Bahnstrecke Eisfeld - Coburg bzw. Sonneberg - Pressig
geschrieben von R-ler 
Hallo,

da die Reaktivierung der Bahnstrecke Eisfeld - Coburg in letzter Zeit wieder vermehrt gefordert wird habe ich das zum Anlass genommen mir die Strecke vor Ort mal genau an zu schauen um eine gute Diskusionsbasis für mich zu finden.

Vorweg, ich war überrascht wie gut der Unterbau in schuss ist und wie wenig Problemstellen es gibt. Eine Reativierung sollte relativ kostengünstig zu haben sein.

Anbei möchte ich euch ein paar Bilder nicht vorenthalten.

Leider habe ich im ersten Teil keine Bilder gemacht.

Ehemaliger Bahnübergang mit "Grenzbahnhof" Görsdorf. Interessant, der Bahnhof liegt in Franken Görsdorf in Thüringen.



Unweit des Bahnübergangs



Blick über die Trasse richtung Coburg. Oben läuft die Strecke nach Sonneberg.


Blickrichtung Eisfeld kurz vor Einfädelung auf die Strecke Eisfeld - Sonneberg



Gleisvorfeld Bahnhof Eisfeld. Im linken "Gebüsch" liegt das ehemalige Streckengleis nach Coburg.


Ein Bild vom Bahnhof Eisfeld.



Gerne würde ich mit euch über die Anbindung an Coburg diskutieren.

Dazu werde ich bald 2 Varianten meinerseits hochladen und bin gespannt auf eure Vorschläge oder Kommentare.

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Pro S-Bahn Cadolzburg - Fürth - Nbg Nordost - Gräfenberg



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 12.08.2021 16:38 von R-ler.
Hallo allseits,

schön es wäre schon, allerdings frage ich mich, wie das mit hochwertigen Verkehr auf der Werrabahn funktionieren soll, wenn die Strecke wegen des Schlammlochs (siehe [de.wikipedia.org]) regelmäßig eine heftige La bis hin zu Sperrungen erlebt. Ich finde, erst muss dieses dauerhaft gelöst sein, damit die Strecke zweigleisg elektrifiziert zu den Ehren kommen könnte, die sie eigentlich verdient. Weil wenn schon unter unter Fliegengewichten wie Regio-Shuttles die Strecke nachgibt, will ich da keine Elok drüber schicken...

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]
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Ansonsten, was die Einbindung betrifft, ich hatte mir innerhalb Dörfles-Esbach die alte Trasse schon mal angesehen, an einigen Stellen stehen halt doch Häuser drauf, und wenn ich nach dem Luftbild gehe trifft das auch auf Lauter zu, deswegen denke ich ich zwischen, das eine Einbindung über die Schnellfahrtstrecke der einzig gangbare Weg sein wir, so sehr ich normal ein Fan von Originaltrassen bin.

Bedingung wäre für mich aber, das wenn die Gleise der SFS benutzt werden, in diesem Bereich vollwertige Signale mit PZB-Ausrüstung eingebaut werden, eine Strecke, die nur mit ETCS-fähigen Fahrzeugen befahren werden kann, würde längerfristig nicht den größtmöglichen Nutzen erzielen, und quasi eine Totgeburt darstellen. Denn dann würde die praktische Nutzbarkeit der Strecke auf (zu) wenige Fahrzeuge beschränkt bleiben. Als Zweitausrüstung kann Euroloop and co. gerne installiert werden (wird wahrscheinlich müssen, wenn die Strecke ins TEN-Netz kommt), aber nicht als alleiniges System. Alternativ ein drittes (und viertes?) Gleis neben der SFS legen, sodass die Züge diese nicht berühren (was eigentlich schade wäre, weil die SFS hat mit Sicherheit locker Kapazität für die paar Züge, und so hätte die SFS wenigstens einen Abschnitt, wo Bahnfotografen nicht vor Langweile zwischen den Zügen einschlafen... ;-) )

Die dunkelrote Linie stellt dar, was ich da ungefähr bauen würde (habe das jetzt ohne Ansicht von Höhenlinien gemacht, mein Augenmerk war nur auf großzügige Radien um umgehen von Hausabrissen, kann sein, das einige Korrekturen an dieser Trasse nötig wären:

Gruß D. Vielberth
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2 mal bearbeitet. Zuletzt am 29.07.2021 22:38 von Daniel Vielberth.


Hallo Daniel,

die Trasse so wie du Sie realisiert hast ist sehr gut! Sie ist baulich relativ leicht möglich und die Geländetopografie kommt der Streckenführung entgegen. Ich würde das aber mit einem Gleis das paralell zur NBS läuft realisieren. Aufgrund des großen aushubes ist da eh schon genug Platz unter Brücken und die Weiche dafür ist auch schon vorgesehen...

Wenn man die Strecke mit minimalem FInanziellen aufwand reaktivieren möchte ist diese Lösung wohl der Preis/Leistungs Sieger... ;)

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Pro S-Bahn Cadolzburg - Fürth - Nbg Nordost - Gräfenberg
Anbei mal meine Lösung.

Ich habe versucht den Bürotürmen und des Stadions im Norden Rechnung zu tragen und dies an das Netz an zu binden.

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Pro S-Bahn Cadolzburg - Fürth - Nbg Nordost - Gräfenberg


Was ich im zuge dieser Neubaumaßnahme auch noch sinnvoll finden würde ist die Verbindung Sonneberg Pressig.

So könnte der Zug durchgehend bis Pressig verkehren und würde die Verbindung zu einer Hauptbahn herstellen.

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Pro S-Bahn Cadolzburg - Fürth - Nbg Nordost - Gräfenberg


Ich wünsche mir den Lückenschluß von Unternbibert-Rügland zur Hauptbahn nach Oberdachstetten zur Entlastung von Nürnberg-Ansbach-Würzburg und die Verbindung von Windsbach nach Spalt ans fränkische Seenland.

Schön wäre auch noch Dombühl-Schillingsfürst-Rothenburg-Windsheim-Neustadt-Höchstadt mit Durchbindung über Hollfeld nach Bayreuth.

Sollte an einigen Stellen Streckenteile überbaut worden sein, eine kleine Umgehung einplanen.

NB: Als ich 1961 in einer Nürnberger Druckerei eine Lehre begann, lernte ich alle Nebenbahnen der DB-Direktion Nürnberg, auf dem Papier kennen - denn dort wurden die Buchfahrpläne für alle diese Strecken halbjährlich gedruckt.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 31.07.2021 09:56 von elixir.
Gestern war ich wieder in der Gegend und hab mir mal die alte Strecke Sonneberg - Stockheim - Pressig-Rothenkirchen angesehen.

Ich konnte feststellen das meine "Planung" sehr einfach umsetzbar wäre.

Anbei noch ein Paar Streckenimpressionen.

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trasse im Bereich der B querung bei Föritz.

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Pro S-Bahn Cadolzburg - Fürth - Nbg Nordost - Gräfenberg



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 12.08.2021 13:08 von R-ler.


Zitat
elixir
Ich wünsche mir den Lückenschluß von Unternbibert-Rügland zur Hauptbahn nach Oberdachstetten zur Entlastung von Nürnberg-Ansbach-Würzburg und die Verbindung von Windsbach nach Spalt ans fränkische Seenland.

Diese beiden lückenschlüsse wurden zur Bauzeit tatsächlich überlegt.
Zitat
marco2206
Zitat
elixir
Ich wünsche mir den Lückenschluß von Unternbibert-Rügland zur Hauptbahn nach Oberdachstetten zur Entlastung von Nürnberg-Ansbach-Würzburg und die Verbindung von Windsbach nach Spalt ans fränkische Seenland.

Diese beiden lückenschlüsse wurden zur Bauzeit tatsächlich überlegt.

Von Unterbibert nach Oberdachstetten? Ich kenne bloß die Idee, nach Rosenbach zu verlängern, den damaligen Nachbarbahnhof von Oberdachstetten. Oberdachstetten hatte dafür Richtung Steinach wohl ein drittes Gleis, das erheblich lange neben der Hauptstrecke hergelaufen und dann am Berg in eine MUNA weggebogen sein muss. Aber auch diesem Gleis konnte ich noch nie folgen, auch dieses Projekt wartet nun auf 2025, um es nach Corona mal anzupacken...

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]
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1 mal bearbeitet. Zuletzt am 13.08.2021 09:33 von Daniel Vielberth.
Das dürfte das Anschlussgleis der Luftwaffen-Haupt-Munitionsanstalt Oberdachstetten gewesen sein. Die lag auf halbem Weg zwischen Oberdachstetten und Marktbergel. In Fahrtrichtung nch Steinach rechts der Bahn war die Muna (heute Schießstand und div. andere Militäreinrichtungen). Links der Bahn waren die zugehörigen Unterkünfte, später Kaserne und Wohngebiet "Muna-Siedlung".



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 13.08.2021 12:01 von hub17.
Zitat
hub17
Das dürfte das Anschlussgleis der Luftwaffen-Haupt-Munitionsanstalt Oberdachstetten gewesen sein. Die lag auf halbem Weg zwischen Oberdachstetten und Marktbergel. In Fahrtrichtung nch Steinach rechts der Bahn war die Muna (heute Schießstand und div. andere Militäreinrichtungen). Links der Bahn waren die zugehörigen Unterkünfte, später Kaserne und Wohngebiet "Muna-Siedlung".

Ich meine in Google Maps sieht man auch eine Art Laderampe noch, ich kann es leider aktuell irgendwie nicht als Screenshot anlegen, aber man muss ja nur mal "Muna-Museum Marktbergel" in google maps suchen dann findet man den Ort sehr schnell den ich meine.

Viele Grüße
Christian0911
(Mein YouTube-Kanal)



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 13.08.2021 17:09 von Christian0911.
Zitat
Daniel Vielberth
Zitat
marco2206
Zitat
elixir
Ich wünsche mir den Lückenschluß von Unternbibert-Rügland zur Hauptbahn nach Oberdachstetten zur Entlastung von Nürnberg-Ansbach-Würzburg und die Verbindung von Windsbach nach Spalt ans fränkische Seenland.

Diese beiden lückenschlüsse wurden zur Bauzeit tatsächlich überlegt.

Von Unterbibert nach Oberdachstetten? Ich kenne bloß die Idee, nach Rosenbach zu verlängern,

Genau das meinte ich.
Zitat
elixir
Ich wünsche mir den Lückenschluß von Unternbibert-Rügland zur Hauptbahn nach Oberdachstetten zur Entlastung von Nürnberg-Ansbach-Würzburg und die Verbindung von Windsbach nach Spalt ans fränkische Seenland.

Schön wäre auch noch Dombühl-Schillingsfürst-Rothenburg-Windsheim-Neustadt-Höchstadt mit Durchbindung über Hollfeld nach Bayreuth.

Sollte an einigen Stellen Streckenteile überbaut worden sein, eine kleine Umgehung einplanen.

NB: Als ich 1961 in einer Nürnberger Druckerei eine Lehre begann, lernte ich alle Nebenbahnen der DB-Direktion Nürnberg, auf dem Papier kennen - denn dort wurden die Buchfahrpläne für alle diese Strecken halbjährlich gedruckt.

Die Verlängerung der Bibertbahn scheitert wirklich an allem. Zuerst mal an der Topographie und daran, daß sie abgebaut ist.
Dombühl-Rothenburg entlang der Autobahn wäre die einzige Möglichkeit dem Abschnitt südlich von Dombühl wieder Leben einzuhauchen in dem durchgehende Züge Würzburg-Nördlingen-Füssen angeboten werden. Der Nahverkehr Dinkelsbühl-Ansbach hängt das Manko Umweg wie in Mühlstein um den Hals. Außerdem sind Touristen mehr nahverkehrsaffin als die Bewohner eines Flächenlandkreises.
Das mit Hollfeld ist einfach Quatsch. Egal von welcher Seite man es betrachtet.
Hallo allseits,

Geschichtlich betrachtet gab es all diese Lückenschlüsse als Planung schon alle mal mal, da hat Elixir vom Prinzip schon recht, und ursprünglich waren die Lücken auch relativ klein: Uehlfeld-Demantsfürth - Höchstadt (Aisch) und Heiligenstadt-Hollfeld haben zum ultimativen Ring gefehlt der Rest war da. Bayreuth - Nördlingen als Heckeneilzug oder touristischer Aussichtszug wäre also nicht gänzlich unlogisch gewesen, allerdings betrieblich wäre das nur mit heutigen Triebwagen und Mehrfachtraktion betrieblich sinnvoll machbar gewesen.

Bayreuth - Hollfeld - Heiligenstadt - Gasseldorf - Ebermannstadt - Forchheim (Kopf machen)
Forchheim - Hemhofen - Höchstadt (Aisch) - Uehlfeld-Demantsfürth - Neustadt (Aisch) - Bad Windsheim - Steinach (b. Rothenburg o. d. T.) (Kopf machen)
Steinach - Rothenburg o.d.T. - Schillingsfürst (Kopf machen)
Schillingsfürst - Dombühl - Dinkelsbühl - Nördlingen

(Gut ab dort könnte man auch heute noch Donauwörth - Ausburg - Buchloe - Füssen durchfahren) Füssen - Rothenburg gäbe natürlich die ultimative Steigerung des Japan-Express [also irgendwann nach Corona])

Allerdings wage ich zu bezweifeln, das die Strecken selbst mit den Lückenschlüssen überlebt hätten, selbst Kitzingen Schweinfurt, was von Hauptbahn zu Hauptbahn ging, hielt nicht durch, und man sagt, hätte es die Mainbrücke Kitzingen nach 1945 noch gegeben, wäre die Strecke noch schneller runter gerauscht in die Vernichtung, dann wäre bloß fürs Miltär Etwashausen- Kitzingen und eben Schweifurt - Schweinfurt-Sennfeld für den Hafen übrig geblieben, und ersteres wäre eben dann gestorben, als heutzutage eben die Gesamtstrecke gekillt wurde.

Ähnliche Entwicklungen lassen auch andere Nebenbahnringe (Selb Stadt - Wunsiedel oder Neustadt bei Coburg - Ebersdorf) erkennen.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]
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1 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.08.2021 22:39 von Daniel Vielberth.
Das Problem bei all diesen Lokalbahnen in Bayern ist, dass sie damals immer nur als Stichbahnen genehmigt wurden. Die bayerischen Genehmigungsbehörden haben immer sichergestellt, dass es keine Konkurrenz zu den Hauptbahnstrecken der Bayerischen Staatsbahn durch durchgehende Lokalbahnstrecken geben konnte. Deswegen hatten Lückenschlüsse - wie zwischen Höchstadt/Aisch und Uehlfeld (gerade mal sieben km, durchgehend Nördlingen bis Forchheim) oder Schnaittenbach - Wernberg (Amberg-Weiden) keine Chance auf Genehmigung.
Das Prinzip ist das gleiche wie unter der britischen Kolonialpolitik. Alle Bahnstrecken nur als Extraktionslinien zum nächsten Hafen. Durchgehende Verbindungen wurden mit allen Mitteln bekämpft, damit man den Fernhandel kontrollieren und Abhängigkeiten bewahren konnte (siehe die Geschichte der Bagdadbahn).
Das war in Württemberg und Baden anders. Dort hat man heute noch gute Relationen zwischen Knotenpunkten durch Nebenbahnlinien. Königlich Münchnerische Arroganz eben.
Zitat
LaurenzBo
Königlich Münchnerische Arroganz eben.

daran hat sich ja bis heute nichts geändert

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Pro S-Bahn Cadolzburg - Fürth - Nbg Nordost - Gräfenberg
Ja. Selbst wenn der Emporkömmling aus Schweinau, den man schon in St. Leonhard nicht leiden konnte, jetzt auf Kini macht.
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