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Kleinkrusch - diverses 2025
geschrieben von ÖPNV-Fan 
Hallo allseits,

die Havarieloks mal ausgeklammert klingt die Beschaffung für mich ungefähr so wie 'wir wollten eigentich Dieselloks aber das war politisch nicht durchsetzbar, jetzt kaufen wir halt Dual-Loks und nutzen die rein als Dieselloks...' Ganz so wie bei der E-Auto-Förderung so mancher Firmenwagen günstiger gekauft und nach einem oder zwei Jahren mit noch mit original in Folie verschweißten Ladekabel weitervertickt wurde...

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]
Alles ist wie immer, nur schlimmer... (Bernd das Brot)
Zitat
Daniel Vielberth
Hallo allseits,

die Havarieloks mal ausgeklammert klingt die Beschaffung für mich ungefähr so wie 'wir wollten eigentich Dieselloks aber das war politisch nicht durchsetzbar, jetzt kaufen wir halt Dual-Loks und nutzen die rein als Dieselloks...' Ganz so wie bei der E-Auto-Förderung so mancher Firmenwagen günstiger gekauft und nach einem oder zwei Jahren mit noch mit original in Folie verschweißten Ladekabel weitervertickt wurde...

Nein, ganz so wars nicht. Schau dir mal die Strecken an, die in dem PMs genannt sind: sowohl die ICs nach Oberstdorf als auch nach Sylt legen noch nennenswerte Abschnitte unter Oberleitung zurück. Da auf Diesel zu setzen, ist betriebswirtschaftlich unsinnig. Dieselfahrzeuge sind bei der Bahn bei den Energiekosten um den Faktor drei teurer. Und wenn die Strecken weiter elektrifiziert werden, kannst du die neu elektrifizierten Abschnitte ohne Änderung am Betriebskonzept elektrisch zurücklegen.
Bzw. die Loks an den Cargo-Bereich abgeben, wo sich Dual Mode-Loks wie geschnitten Brot verkaufen.

Zumal seit Jahren keine schnellen Dieselloks mehr für den europäischen Markt angeboten werden. Die TRAXX DE scheint "tot" zu sein, vom Vectron DE wird nur noch die Dual Mode-Variante verkauft. Dementsprechend dürfte der Vectron DM sogar günstiger gewesen sein.
an Axel25

OK, Hamburg Sylt komme ich so auf 60km Oberleitung (angenommen die Maschine geht Altona auf den Zug drauf), das macht Sinn. Aber bei Augsburg Obersdorf hab ich ich entweder Tomaten auf den Augen, oder ich hab im falschen Laufweg gesucht, weil der den ich gefunden hab (IC 2084/2085), hat hinter Augsburg keinen Draht mehr, nur wenn man Lindau führe, träfe man in Hergaz wieder auf Draht. Wenn man da in Augsburg auf Dual umspannt, fährt man E-Traktion spazieren, kann man natürlich machen, und sähe uns in D auch nicht unähnlich...

> umal seit Jahren keine schnellen Dieselloks mehr für den europäischen Markt angeboten werden. Die TRAXX DE scheint "tot" zu sein, vom Vectron DE wird
> nur noch die Dual Mode-Variante verkauft. Dementsprechend dürfte der Vectron DM sogar günstiger gewesen sein.

OK, das passt dann eher ins Bild, man hat es als Kolateralnutzen mitgenommen. Was ja nicht das verkehrteste ist, die Fähigkeit könnte ja noch nützlich werden.

Gruß D. Vielberth
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2 mal bearbeitet. Zuletzt am 17.03.2025 17:11 von Daniel Vielberth.
Wofür willst du denn überhaupt noch umspannen, wenn du in Zukunft alles mit derselben Lok fahren kannst? 🤔

__________

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Mein Blog: [www.markustippner.de]
an BahnMarkus

Nun ich habe das der aussage von Axel25 so entnommen, da er ja schrieb:

Zitat

Wer die Bestellung des ICE-L verfolgt hat, weiß, dass die Vectron DM die Bespannung auf den nicht elektrifizierten Strecken übernehmen sollen. In Augsburg, Hamburg usw. wird weiterhin umgespannt.

Drum sah das ja so aus, als ob man eine Diesellok nehmen wollte, aber eine Dual nehmen musste. Anbieten tut sich das ganze natürlich noch, wenn man eh Kopf machen muss (solange Altona noch nicht versetzt ist z.B) und ne neue Lok drauf muss. Insgesamt braucht es da aber ohnehin noch eine erhebliche verflexibilisierung der Regeln, damit die Fähigkeiten der Mehrkraft-Tfz sinnvoll eingesetzt werden können, z.B. Das Dual-Fahrzeuge unter OL generell den Bügel heben dürfen und dann bis kurz vors El 6 so fahren dürfen oder das umgekehrt auch auf Anfrage FDL mal in Dieselmodus gewechselt werden kann, und nicht bloß dort, wo es im Fahrplan steht, das ist momentan noch absolut starr und unflexibel. Anders gesagt, die Loks könnten schon heute viel mehr, als die Regeln ihnen zugestehen. Im Moment stehen die Abrechnungsmodalitäten dem im Wege.

Gruß D. Vielberth
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Zitat
BahnMarkus
Wofür willst du denn überhaupt noch umspannen, wenn du in Zukunft alles mit derselben Lok fahren kannst? 🤔

Weil die Vectron Dual Mode nur 160 km/h fahren kann und mit 2.000kW am Rad zu schwach ist, um schwere Fernzüge im Kernnetz zu befördern.*
Daher wird weiterhin umgespannt von der künftigen Br 105 (oder Vectron...) auf die Dual Mode-Vectron.

*Daneben kommen weitere Einschränkungen wie die schwächere ZEV (Zugsammelschiene, Stromversorgung für die Wagen) und das nur PZB+ETCS möglich sind.

Zitat
Daniel Vielberth
ber bei Augsburg Obersdorf hab ich ich entweder Tomaten auf den Augen, oder ich hab im falschen Laufweg gesucht, weil der den ich gefunden hab (IC 2084/2085), hat hinter Augsburg keinen Draht mehr, nur wenn man Lindau führe, träfe man in Hergaz wieder auf Draht.

Kempten-Oberstdorf soll elektrifiziert werden. Die Elektrifizierung von Buchloe-Kempten ist auch noch im Gespräch.
Zitat
Axel25
Zitat
BahnMarkus
Wofür willst du denn überhaupt noch umspannen, wenn du in Zukunft alles mit derselben Lok fahren kannst? 🤔

Weil die Vectron Dual Mode nur 160 km/h fahren kann und mit 2.000kW am Rad zu schwach ist, um schwere Fernzüge im Kernnetz zu befördern.*
Daher wird weiterhin umgespannt von der künftigen Br 105 (oder Vectron...) auf die Dual Mode-Vectron.

*Daneben kommen weitere Einschränkungen wie die schwächere ZEV (Zugsammelschiene, Stromversorgung für die Wagen) und das nur PZB+ETCS möglich sind.

Ich dachte, die BR105 wär auch 'ne Dual Mode-Lok. Irgendwo hab ich das zumindest mal gehört 🤔

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Zitat
BahnMarkus
Ich dachte, die BR105 wär auch 'ne Dual Mode-Lok. Irgendwo hab ich das zumindest mal gehört 🤔

Leider nicht. Die 105 ist eine Mehrsystem-E-Lok für 15 kV Wechselstrom, 25 kV Wechselstrom und 1,5 kV Gleichstrom.

Ich glaube, TSI-konform lässt sich keine sinnvolle E-Lok für 200 mit Dual Mode-Ausrüstung konstruieren. Schon Vectron 230 und 105 kriegen nur eine europaweite Zulassung für 200 km/h, weil sie nach TSI zu schwer für 230 sind. Die 230 km/h sind erst durch Infrastrukturbetreiber-spezifische Ausnahmen möglich, die bisher die ÖBB, die DB Infrago und meines Wissens nach auch die tschechischen und polnischen Infrastrukturbetreiber erteilen.
Wobei letztere noch keine passenden Strecken haben.
Zitat
BahnMarkus
Ich dachte, die BR105 wär auch 'ne Dual Mode-Lok. Irgendwo hab ich das zumindest mal gehört 🤔
.

Das ist eine Mehrsystem-Lok. D.h. die kann die unterschiedlichen Stromsysteme verschiedener Länder und damit auch ins Ausland fahren. Das heißt aber nicht, dass die Diesel kann.

Tschö
UHM
Da liegen noch paar mehr Sachen in Argen. Jüngst als von den Strominseln für Nordbayern die Rede war, wurde ja auch wie selbstverständlich von Aufladen in Cheb gesprochen. Wörtlich schrieb die BEG "Zudem müssen in Marktredwitz endende Züge zum Aufladen der Akkus ins tschechische Cheb oder nach Hof weiterfahren, solange die Elektrifizierung von Hof nach Marktredwitz noch nicht fertiggestellt ist"
Nun, wenn da in Cheb eine der bisherigen Batterieloks oder Dual-Loks wirklich mal den Bügel mal heben sollte, tuts mutmaßlich nen Dumpfen und die 15kV 16 2/3Hz Ausrüstung dürfte dann gepflegt am Abrauchen sein unter 25kV 50Hz. Upsi...
Weil Dual Mode + Zweisystem scheints auch noch net zu geben und auch Akku-Zweistystem habe ich noch nichts gelesen. Aber selbst wenn, dann schleppt man noch mehr Ausrüstung mit sich rum, um einen Sonderfall abzudecken

Gruß D. Vielberth
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Alles ist wie immer, nur schlimmer... (Bernd das Brot)



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 17.03.2025 19:50 von Daniel Vielberth.
Vielleicht kann man ja auf Kosten von Bayern in Cheb eine Ladestation installieren. Dort ist zumindest genug Strom vorhanden, man braucht halt die entsprechende Wandlung. Oder schon mal ein ganzes Gleis dort mit entsprechender Oberleitung auszurüsten. Wenn irgendwann von Marktredwitz bis Cheb elektrifiziert wird muß es ja auch irgendwo eine Trennstelle der beiden Systeme in Cheb geben - oder entsprechend Mehrsystemfahrzeuge. Ist zumindest auf die Schnelle beides einfacher als eine komplette Versorgung in Marktredwitz zu installieren.

Tschö
UHM
an UHM

naja, ich hoffe, das die das eben auf dem Schirm haben. Die Stromtrenngrenze wird vermutlich schon bei Pomezí nad Ohří Cheb-Skalka sein, weil bis dahin reicht der Draht ja heute schon von Cheb aus es falls der nicht genau auf die Landesgrenze kommt. Früher gabs ja mal Pläne, die 25kV sogar bis Marktredwitz rüber zu ziehen, wobei ich hoffe, das das schon wieder vom Tisch ist. Wäre zumindest ziemlich dämlich, wenn man mit 15kV Loks Schirnding nicht erreichen könnte.

EDIT: Inhaltlicher Fehler, der OL Anfang ist beim Hp Cheb Skalka in km 147,8

Gruß D. Vielberth
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2 mal bearbeitet. Zuletzt am 17.03.2025 20:19 von Daniel Vielberth.
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Daniel Vielberth
Da liegen noch paar mehr Sachen in Argen. Jüngst als von den Strominseln für Nordbayern die Rede war, wurde ja auch wie selbstverständlich von Aufladen in Cheb gesprochen. Wörtlich schrieb die BEG "Zudem müssen in Marktredwitz endende Züge zum Aufladen der Akkus ins tschechische Cheb oder nach Hof weiterfahren, solange die Elektrifizierung von Hof nach Marktredwitz noch nicht fertiggestellt ist"
Nun, wenn da in Cheb eine der bisherigen Batterieloks oder Dual-Loks wirklich mal den Bügel mal heben sollte, tuts mutmaßlich nen Dumpfen und die 15kV 16 2/3Hz Ausrüstung dürfte dann gepflegt am Abrauchen sein unter 25kV 50Hz. Upsi...
Weil Dual Mode + Zweisystem scheints auch noch net zu geben und auch Akku-Zweistystem habe ich noch nichts gelesen. Aber selbst wenn, dann schleppt man noch mehr Ausrüstung mit sich rum, um einen Sonderfall abzudecken

Jeder BEMU bzw. jede neuere Drehstromlok gilt von Haus aus als 25kV 50Hz-fähig. Das wurde vor einigen Jahren bei DSO mal ausführlich diskutiert.

Hintergrund ist, das ein 15kV 16,7 Hz (16 2/3 ist es ja nicht mehr) Trafo nur eine zusätzliche Anzapfung für 25kV 50Hz braucht, was baulich und elektrisch wohl so günstig ist, dass man es mittlerweile fast immer macht. Einfach weil die Logistikkosten für zwei verschiedene Trafos teuerer wären.

Bei den regulären Vectron ist das übrigens sogar nur Software: die Smartrons können sowohl 15kV 16,7Hz als auch 25kV 50 Hz. Das jeweils andere Stromsystem wird je nach Zielland software-seitig gesperrt.
Ich denke Siemens wird perspektivisch auch Interesse daran haben ihren nordamerikanischen Kunden (also vor allem VIA Rail, Amtrak & Brightline) wenigstens eine teilweise Elektrifizierung schmackhaft zu machen. Dann könnte nämlich die Splittergattung "200 km/h Diesellok", die man denen zuletzt noch verkauft hat, durch eine Dual Mode ersetzt werden, die auch eher zum kontinentaleuropäischen Markt passt...

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Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Zitat
Nukebro
Ich denke Siemens wird perspektivisch auch Interesse daran haben ihren nordamerikanischen Kunden (also vor allem VIA Rail, Amtrak & Brightline) wenigstens eine teilweise Elektrifizierung schmackhaft zu machen. Dann könnte nämlich die Splittergattung "200 km/h Diesellok", die man denen zuletzt noch verkauft hat, durch eine Dual Mode ersetzt werden, die auch eher zum kontinentaleuropäischen Markt passt...

Eine US-Lok kannst du nicht ohne weiteres für den europäischen Markt adaptieren. Dort sind die zulässigen Radsatzlasten ca. 10 Tonnen höher.
Eine 200 km/h-fähige Dual Mode-Lok hat Bombardier für den US-Markt bereits 2010 mit der ALP-45DP geliefert.
Zitat
Daniel Vielberth
Nun, wenn da in Cheb eine der bisherigen Batterieloks oder Dual-Loks wirklich mal den Bügel mal heben sollte, tuts mutmaßlich nen Dumpfen und die 15kV 16 2/3Hz Ausrüstung dürfte dann gepflegt am Abrauchen sein unter 25kV 50Hz.

Die Leistungselektronik hat in den letzten 1-2 Jahrzehnten massive Fortschritte gemacht. Als Normalverbraucher merkt man dass z.B. dass neue Elektrogeräte wie Fernseher oder Waschmaschine an 100-250 Volt 50-60 Hz angeschlossen werden können. Also ein Gerät, dass fast weltweit funktioniert.

Bei Zügen wird die Eingangspannung eh in 3 Phasen Drehstrom gewandelt. Es wird also schon gewandelt und damit ist eine variierende Eingangsspannung nur noch geringfügiger Aufwand. Für jedes Netz was anderes bauen ist mittlerweile vermutlich aufwendiger.

Zitat
Daniel Vielberth
Ganz so wie bei der E-Auto-Förderung so mancher Firmenwagen günstiger gekauft und nach einem oder zwei Jahren mit noch mit original in Folie verschweißten Ladekabel weitervertickt wurde...

Ach je. Die meisten Hybrid Autos haben ihren recht kleinen Akku (durchschnittlich 30km Reichweite) beim bremsen durch Reokkupation laden können. Einmal nach München war der Akku voll. In der Stadt konnte man dann vollelektrisch oder unterstützend fahren. Es hat schlicht meistens keinen Sinn gemacht das Ladekabel zu nutzen. Gerade bei Firmenautos die eher weitere Strecken unterwegs waren.
In Fürth diskutiert man wohl bei einer Brückenerneuerung der Südwesttangente über die Schwabacher Straße, ob man die so auslegen soll, dass später einmal eine Straßenbahn unten durch passt.

Tschö
UHM
an UHM

Das hab ich auch mit Wohlwollen gelesen. Scheint wohl, das die öffentlichen Stellen viel mehr Fantasie in Sachen künftige Strecken haben, als selbst hier das Forum (was mir in gewisser Weise Hoffnung gibt... ;-) ). Ich denke, das Fürth noch ne ganze Reihe überraschende Projekte im Ärmel hat, von denen heute noch kaum einer was ahnt.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]
Alles ist wie immer, nur schlimmer... (Bernd das Brot)
Ich fürchte nur, dass alles nix hilft so lange das Södersche Nürnberg alles blockiert.

Tschö
UHM
Naja, wenn die Chance dass es gebaut wird 2% über die Lebensdauer der Brücke beträgt und die Kosten, die Brücke dafür auszulegen 1% betragen, dann lohnt es sich ja schon....

Was Nürnberg und Blockieren angeht... Was konkret blockiert man denn? Geht es um die Strecke vom Westfriedhof weiter nach Westen? Ich dachte da war zuletzt bei der Untersuchung im NVEP 2025 unklar ob es förderfähig ist und ob es nicht "der U1 Fahrgäste weg nimmt"....

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