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Radschnellverbindungen (RSV) und Radvorrangrouten (RVR)
geschrieben von Manfred Erlg 
Einleitung (aus Erlanger Sicht):

Zitat

Die Stadt Erlangen plant den Bau von Radschnellverbindungen, um eine schnelle und umweltfreundliche Alternative für Pendelnde zu bieten. Zusammen mit den Städten Nürnberg, Herzogenaurach, Fürth und Schwabach sowie den Landkreisen Fürth, Nürnberger Land, Roth und Erlangen-Höchstadt wurde im Jahr 2015 eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Das Ergebnis lag 2017 vor. Dabei wurden 21 Korridore untersucht, aus denen vier Trassen als geeignet eingestuft wurden. Die Trassen Erlangen-Nürnberg und Erlangen-Herzogenaurach sind zwei davon. Nach erfolgreicher Beantragung von Fördermitteln beim Bund im Jahr 2021 werden beide Trassen seit Ende 2023 parallel geplant.

Infoseite der Stadt Erlangen: [erlangen.de]


Der Umwelt-, Verkehrs- und Planungsausschuss (UVPA) des Stadtrats hat sich am 24. Juni mit dem Ergebnis der Vorplanung für die Radschnellverbindung Erlangen-Nürnberg auf Erlanger Gebiet beschäftigt.

[ratsinfo.erlangen.de] (siehe TOP Ö 13)

Der Antrag in der Beschlussvorlage lautet:

Zitat

1. Die Vorplanung der Radschnellverbindung Erlangen-Nürnberg wird beschlossen.
2. Der Aufnahme der nächsten Planungsstufe 2 und der dazugehörigen Gutachten wird zugestimmt.

Mit Planungsstufe 2 ist die Entwurfs- und Genehmigungsplanung gemeint.
Aus der Begründung zum Antrag:

Zitat

Variantenbewertung und Findung der Vorzugstrasse

Der gesamte Trassenkorridor wurde zu Beginn in acht Abschnitte unterteilt. Innerhalb dieser Abschnitte wurden dann mindestens zwei, maximal vier Varianten vertieft untersucht. Insgesamt wurden so 19 Varianten analysiert, die in Anlage 2 kartographisch dargestellt sind. Die Analyse wurde anschließend in eine umfassende Bewertungsmatrix überführt und bepunktet (siehe Anlage 3). In den drei Themenschwerpunkten Infrastruktur und Verkehr, Umwelt sowie Bau- und Kostenaufwand wurden 20 Bewertungskriterien bewertet und flossen in das Gesamtbewertungsergebnis ein. Zusätzlich wurde auf die Unterscheidung der Lage in Stadtraum und Naturraum Rücksicht genommen.

Im Gesamtergebnis wurde so eine Vorzugstrasse definiert. Diese sieht die Führung folgendermaßen vor (siehe Anlage 4):

> Reutleser Weg bis Wetterkreuz
> Leitensteig, Branderweg bis Sebastianstraße
> Sebastianstraße und Brucker Lache parallel zur StUB bis Preußensteg
> Führung südlich der B4 bis Südkreuzung
> Querung der Südkreuzung auf der Ostseite des Knotenpunktes
> Führung auf der Ostseite der Nürnberger Straße bis zur Komotauer Straße
> Zeppelinstraße bis zur Werner-von-Siemens-Straße

Im Folgenden werden die Gründe für die Festlegung der Vorzugstrasse aus verschiedenen Planungsvarianten erläutert.


Infoseite der Stadt Nürnberg: [www.nuernberg.de]

Zitat

Radschnellverbindungsnetz

Aus den anfänglich 21 Korridoren wurden im Laufe der beauftragten Studie anhand verschiedener Bewertungskriterien, wie beispielsweise Netzbedeutung, Pendlerbeziehungen, Einwohner, Arbeits-, Studien- und Schulplätze sowie regionale Freizeiteinrichtungen, sieben Korridore ausgewählt, für die in einer Machbarkeitsuntersuchung detaillierte Trassenführungen mit Maßnahmenvorschlägen erarbeitet und die Umsetzbarkeit der entwickelten Qualitätsstandards geprüft wurden.

Die Machbarkeitsuntersuchung ergab, dass von den sieben näher untersuchten Trassen vier für eine Umsetzung als Radschnellwege geeignet sind, da hier mehr als 90 Prozent der Stecken und Knoten der jeweiligen Trassen auf Niveau des höchsten Standards umgesetzt werden können:

- Nürnberg - Erlangen
- Nürnberg - Fürth
- Nürnberg - Oberasbach/Zirndorf/Stein
- Erlangen - Herzogenaurach

Außerdem ergab die Untersuchung, dass sich drei weitere Trassen als Radhauptverbindungen eignen:

- Erlangen - Fürth
- Nürnberg - Lauf an der Pegnitz
- Nürnberg - Schwabach

Hier können zwischen 80 und 90 Prozent der Strecken und Knoten der jeweiligen Trassen im Standard von Radhauptverbindungen umgesetzt werden.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 26.06.2025 20:28 von Manfred Erlg.
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