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Schdrasserboh
Ob es bei einem vergleichbaren Brand in einem Tunnel unter einer Autobahn tatsächlich schneller ginge, ist dahingestellt. Bei Schäden an der Oberfläche (Gleis, Schotter, Strom...) wäre die Strecke vermutlich längst wieder - wenn vielleicht auch nur eingeschränkt - befahrbar. Wenn aber, wie in Hirschaid, die tragende Struktur beschädigt ist, wird der Aufwand um ein vielfaches höher. Leider ist auch der viergleisige Ausbau noch nicht fertig, dann könnte vielleicht ein eingeschränkter Betrieb auf zwei Gleisen eingerichtet werden, da nur ein Teil des Tunnels direkt betroffen war.
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Bahnstrecke Forchheim–Bamberg: Brandschaden schwerer als erwartet
Personenunterführung in Hirschaid nach Brand massiv beschädigt •
Bahnstrecke mindestens bis Sonntag gesperrt •
DB InfraGO arbeitet mit Hochdruck an der Verkehrsfreigabe •
Ersatzverkehr mit Bussen und Großraumtaxis zwischen Forchheim und Bamberg • Fernverkehr wird umgeleitet
Die DB InfraGO arbeitet mit Hochdruck an der Stabilisierung der durch einen Brand massiv beschädigten Bahnunterführung in Hirschaid (Oberfranken). Die Kriminalpolizei ermittelt wegen des Verdachts auf Brandstiftung. Eine Überprüfung durch Gutachter hatte ergeben, dass die Schäden schwerer als nach dem ersten Augenschein sind. Daher können die Gleise oberhalb der Unterführung nicht befahren werden. Die Bahnstrecke zwischen Bamberg und Forchheim (Oberfranken), Teil der Schnellfahrstrecke München–Berlin, musste gesperrt werden.
Die DB InfraGO baut nun zwei große Hilfsbrücken ein, um den Zugverkehr auf dieser wichtigen Verbindung schnellstmöglich wieder aufnehmen zu können. Die Personenunterführung muss unterhalb der Gleise mit Stützelementen stabilisiert werden und ist damit aus Richtung Heinrichstraße kommend bis auf Weiteres gesperrt. Zunächst hatte die DB InfraGO den Einbau von kleineren Hilfsbrücken favorisiert, um die Arbeiten schneller abschließen zu können. Die Detailplanung ergab jedoch, dass der Einbau auf diese Weise nicht funktioniert. Für den Einbau der nun gewählten beiden Hilfsbrücken muss das Gleis zurückgebaut werden. Aktuell werden zudem die nötigen Baumaterialien und erforderliche Technik organisiert. Dazu gehört unter anderem ein schienengebundener Kran, der die circa 25 Tonnen schweren Hilfsbrücken einheben kann. Weiterhin müssen Baustellen- bzw. Lagerflächen zur Zwischenlagerung vorbereitet werden. Ziel ist, die Arbeiten am Sonntag abzuschließen und die Bahnstrecke wieder für den Verkehr zu öffnen.
Busse und Großraumtaxis ersetzen Regional- und S-Bahn
Für Fahrgäste der Regional- und S-Bahn stellt die DB mindestens bis einschließlich Sonntag einen Ersatzverkehr zur Verfügung. Zwischen Forchheim und Bamberg fahren Direktbusse ohne Zwischenhalt und Großraumtaxis mit Zwischenhalt an den Stationen Strullendorf, Hirschaid, Buttenheim und Eggolsheim. Darüber hinaus ist ein Regionalexpress-Pendelzug zwischen Nürnberg Hauptbahnhof und Forchheim (Oberfr) zu den Hauptverkehrszeiten im Einsatz. Direkt Reisende von Bamberg nach Nürnberg nutzen am besten die Züge über Würzburg oder Bayreuth. Zum Regionalverkehr finden Sie hier Informationen: [regional.bahn.de].
Fernverkehrszüge werden umgeleitet
Im Fernverkehr verkehren die ICE-Züge zwischen München und Berlin derzeit etwa stündlich. Aufgrund der großräumigen Umleitung über Würzburg ist mit Fahrzeitverlängerungen von bis zu 100 Minuten zu rechnen. Die ICE-Halte in Coburg, Bamberg und Erlangen können nicht angefahren werden. Es kann zudem zu Haltausfällen in Augsburg, Donauwörth und Treuchtlingen kommen.
Aufgrund der begrenzten Streckenkapazitäten auf den Umleitungsrouten müssen einzelne Verbindungen entfallen. Dies betrifft auch die IC-Verbindungen zwischen Kassel und Gera (bis einschließlich Donnerstag) sowie zwischen Leipzig und Nürnberg.
Mit dem Ende einer anderen, regulär geplanten Baustelle im Abschnitt zwischen Erfurt und Halle/Leipzig können am Samstag und Sonntag zwischen Berlin und München wieder mehr Züge angeboten werden – es verkehren mindestens 3 Züge innerhalb von 2 Stunden. DB Fernverkehr rechnet mit einer vollständigen Verkehrsaufnahme nicht vor Montagmorgen. [...]
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Nukebro
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Schdrasserboh
Ob es bei einem vergleichbaren Brand in einem Tunnel unter einer Autobahn tatsächlich schneller ginge, ist dahingestellt. Bei Schäden an der Oberfläche (Gleis, Schotter, Strom...) wäre die Strecke vermutlich längst wieder - wenn vielleicht auch nur eingeschränkt - befahrbar. Wenn aber, wie in Hirschaid, die tragende Struktur beschädigt ist, wird der Aufwand um ein vielfaches höher. Leider ist auch der viergleisige Ausbau noch nicht fertig, dann könnte vielleicht ein eingeschränkter Betrieb auf zwei Gleisen eingerichtet werden, da nur ein Teil des Tunnels direkt betroffen war.
Wollte ich auch gerade sagen! Wenn die Statik der Unterführung beeinträchtigt ist, dann geht das leider nicht mal eben. Und das wäre vermutlich bei einer Autobahnbrücke nicht anders... Ob aus dem Brand weitere Konsequenzen für künftige Baustellen gezogen werden wird sich zeigen. Ich vermute es ist schwer bis unmöglich derlei gänzlich zu verhindern egal wie viele Kameras man ausstellt. Und neue Vorschriften bzgl. der Lagerung von Bauholz könnten im schlimmsten Fall die Dauer von Baustellen verzögern ohne den gewünschten Effekt zu haben. Ich hoffe jedenfalls dass Leute mit mehr Ahnung als ich sich das genau ansehen und dass es keine populistischen Schnellschüsse gibt...
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Schdrasserboh
Heute bin ich mit S-Bahn und Fahrrad nach Hirschaid gefahren, weil ich sehen wollte, wie die Hilfsbrücken aussehen. Natürlich war alles abgesperrt bzw. durch Lärmschutzwände verdeckt, viel konnte ich also nicht sehen. Trotzdem hier ein paar Bilder für diejenigen, die es interessiert:
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Die beiden momentan noch gesperrten Gleise. Unter den "Verstärkungen?" zwischen den Gleisen befindet sich der Tunnel
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Daniel Vielberth
an Marco2206
rein ins blaue vermutet, wenn man eine Art hölzernen (ja ich weiß, Holz und die Unterführung ist keine gute Kombi) Grubenverschlag reinbaut, damit lose gebrochene Betonteile nicht die Durchlaufenden nicht erschlagen so alla Bf Langwasser könnte man die Unterführung doch Behelfsmäßig vielleicht nutzbar bekommen. Oder man baut so einen Gerüst-Treppenturm wie früher Fürth Unterfarrnbach (dort als Abgang) damit man oben über die Baustelle drüber steigen kann.
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marco2206
Es ist vielleicht viel simpler als gedacht. Vielleicht kann ab 31.7. dann einfach der westliche, unbeschädigte Teil der Unterführung als Zugang zum Bahnsteig genutzt werden.