Gräfenbergbahn bleibt ein Sorgenkind – Signaltechnik erst 2035 geplant
(Quelle: Nürnberger Nachrichten, 15.10.2025, Artikel „Gräfenbergbahn bleibt ein Sorgenkind“, Autor: Arno Stoffels –
Zusammenfassung in eigenen Worten keine Garantie auf Richtigkeit)
Aktuelle Lage:
• Erneut Reparaturarbeiten auf der Gräfenbergbahn (Nürnberg Nordost – Heroldsberg – Eschenau – Gräfenberg).
• Grund: Gleisunebenheiten – Arbeiten laufen noch bis 20. Oktober 2025.
• Einschränkungen nur nachts → Ausfall der letzten beiden Züge.
• Zuletzt 2.–6. Oktober: Strecke wegen Stellwerksproblemen komplett gesperrt, Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.
Hintergrund – Dauerprobleme:
• Seit Jahren veraltete Signal- und Stellwerkstechnik, Ersatzteile schwer zu beschaffen.
• Wiederkehrende Störungen, Ausfälle und Zugausfälle über Tage oder Wochen.
• Auch der Gleiskörper war früher häufig schadhaft.
Frühere Sanierungspläne:
• Bereits 2019 stellte die Deutsche Bahn einen Fünf-Stufen-Plan vor.
• Seither: Oberbau saniert, zwei Brücken erneuert,
• 2024: rund 3 km Gleis und 11 Weichen neu gebaut.
• Als letzter Schritt war ein Elektronisches Stellwerk (ESTW) vorgesehen – „ab 2024“.
• Aktuell kein Baufortschritt, kein Zeitplan.
• Bahn spricht nur von einer „perspektivischen Modernisierung“ – ohne konkrete Termine.
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BEG (Bayerische Eisenbahngesellschaft):
• Reagierte auf Beschwerde eines Fahrgasts mit konkreteren Angaben.
• Bestätigt: Signaltechnik veraltet und unüblich, daher kein Zugmeldebetrieb, sondern nur signalisierter Zugleitbetrieb.
→ Das erschwert Betrieb und Notmaßnahmen bei Störungen.
• Laut DB Regio ist eine komplette Erneuerung der Signaltechnik für 2035 vorgesehen.
• Verantwortung liegt bei DB InfraGO AG (zuständig für Infrastruktur).
• BEG betont, sie habe DB InfraGO mehrfach mit Nachdruck aufgefordert,
• präventive Instandhaltung zu verbessern,
• Störungen frühzeitig zu vermeiden.
• Sanktionsmöglichkeiten gegenüber DB InfraGO hat die BEG jedoch nicht.
• Dennoch: regelmäßiger Austausch, Ziel sei nachhaltige Verbesserung für Fahrgäste.
Kernpunkte:
• Gräfenbergbahn kämpft weiterhin mit alten Anlagen und häufigen Ausfällen.
• Modernisierung der Signaltechnik erst für 2035 geplant – Kritik an schleppender Umsetzung.
• DB InfraGO steht in der Verantwortung, reagiert aber bisher nur mit kurzfristigen Reparaturen.
• BEG drängt auf schnellere Lösungen, hat aber keine Durchgriffsrechte.
1 mal bearbeitet. Zuletzt am 15.10.2025 12:25 von Mezzo.