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Die Bögl-Bahn als Ersatz für stillgelegte Nebenbahnen?
geschrieben von Nukebro 
Man ist bei der U3 eben nicht an Siemens gebunden. Wenn man neue Fahrzeuge kauft kann man beliebige Hersteller beauftragen. Siemens baut die Automatisierungstechnik die bei der U3 verwendet wurde nicht mehr neu...

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Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Zitat
Nukebro
Man ist bei der U3 eben nicht an Siemens gebunden. Wenn man neue Fahrzeuge kauft kann man beliebige Hersteller beauftragen.

Und die fahren dann im Notmodus mit 15km/h, weil sie das Siemens ATO nicht können und keine andere Zugsicherung auf der U3 verbaut ist?

Zitat
Nukebro
Siemens baut die Automatisierungstechnik die bei der U3 verwendet wurde nicht mehr neu...

Ach, wenn nächstes Jahr die Haltestellen Gebersdorf und Kleinreuth eröffnet werden, ist es ohne Automatisierungstechnik?



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 09.01.2026 13:24 von Stanze.
Hallo

In der Eisenbahn Revue International findet sich ein kurzer Beitrag zur TSB.
In einer Voruntersuchung für eine bessere ÖPNV Verbindung zwischen Nagold und Herrenberg erreichte das TSB mit 1,19 den ersten Platz, knapp vor einer Stadtbahn (Tram-Train) mit einem NKV von 1,14.

Im November hat das EBA für das System TSB auch die Genehmigung zum Betrieb öffentlicher Magnetbahnstrecken in Deutschland erhalten.

Nachzulesen unter anderem bei Eurailpress

Der Link hat bei mir einmalig ohne Bezahlschranke funktioniert. Ansonsten selber nochmal suchen oder die Eisenbahn Revue International Kaufen. Denn auch wenn sich das mancher vielleicht wieder wünscht, im Vollzitat werde ich den Artikel sicher nicht einstellen.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 01.02.2026 14:22 von marco2206.
Zitat
marco2206
Der Link hat bei mir einmalig ohne Bezahlschranke funktioniert. Ansonsten selber nochmal suchen oder die Eisenbahn Revue International Kaufen. Denn auch wenn sich das mancher vielleicht wieder wünscht, im Vollzitat werde ich den Artikel sicher nicht einstellen.


schlecht verlinkt 😉
https://www.eurailpress.de/nachrichten/infrastruktur-ausruestung/detail/news/magnetbahn-von-boegl-wirtschaftlichste-loesung.html

Zitat
Eurorail
Eine im Auftrag der Kreise Böblingen und Calw erstellte vertiefende Voruntersuchung sieht grundsätzlich das Potenzial für eine neue Schienenverbindung zwischen Nagold und Herrenberg.

Weiteres Ergebnis: Das Transportsystem Bögl (TSB) würde den besten Nutzen-Kosten-Faktor mit 1,19 erreichen. In Anlehnung an die Standardisierte Bewertung wurden neun verschiedene Varianten für eine Anbindung verglichen, darunter der Metropolexpress MEX, eine Regional-Stadtbahn in Verbindung mit der Stadtbahn Neckar-Alb, eine S-Bahn und die Magnetbahn TSB. Die bergige Topografie erfordert bei S-Bahnen und Eisenbahnen teure Tunnelstrecken. Für die TSB wäre eine Strecke mit fünf Stationen und einem 15-Minuten-Takt im fahrerlosen Betrieb vorgesehen. Nachteile des isolierten TSB-Systems wären ein geringeres Verkehrspotenzial und fehlende Durchbindungsmöglichkeiten zum Beispiel nach Tübingen. Vorteil wäre dagegen das Entfallen negativer betrieblicher Auswirkungen von außen. Die städtebauliche Realisierbarkeit müsste noch näher geprüft werden. Eine Tram-Train-Lösung als Stadtbahn von Nagold über Eisberg, Jettingen und Haslach nach Herrenberg mit Durchbindung über die Ammertalbahn bis Tübingen würde einen Faktor von 1,14 erreichen. Der Nutzen könnte eventuell durch eine Führung über Gäufelden steigen. Die Variante Metropolexpress erreicht nur einen Wert von 0,48. Den Express lässt die Stadt Nagold unabhängig in einer weiteren Studie untersuchen
Zitat
Schdrasserboh
Ein Problem dürfte das Thema Betriebshof bzw. Wartung sein. Eine zentrale Wartung wäre nicht möglich (außer mit aufwändigen und teuren LKW-Transporten der Fahrzeuge), für jede Strecke einen eigenen Betriebshof vorzuhalten ist vermutlich auch nicht wirtschaftlich. Wie also könnte man diesen Punkt zufriedenstellend lösen?

Per LKW sicher nicht.
Aber wie schaut bei der TSB das Lichtraumprofil verglichen mit dem der Normalen Eisenbahn aus? Könnte so ein TSB Zug vielleicht auf einem speziellen Tragwagen im Normalen Eisembahnnetz befördert werden? Das wäre dann sicher schonmal deutlich weniger Aufwand als ein LKW Transport. Weil per LKW wäre das aufgrund der Abmessungen wohl immer ein Sondertransport.
Zitat
Stanze
Zitat
marco2206
Der Link hat bei mir einmalig ohne Bezahlschranke funktioniert. Ansonsten selber nochmal suchen oder die Eisenbahn Revue International Kaufen. Denn auch wenn sich das mancher vielleicht wieder wünscht, im Vollzitat werde ich den Artikel sicher nicht einstellen.


schlecht verlinkt 😉
https://www.eurailpress.de/nachrichten/infrastruktur-ausruestung/detail/news/magnetbahn-von-boegl-wirtschaftlichste-loesung.html
Mit deinem Link komme ich jetzt auch nur noch auf die Login Seite. Drum schrieb ich ja das es einmalig funktioniert hat.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 01.02.2026 14:38 von marco2206.
Zitat
Stanze
Zitat
Eurorail
Eine im Auftrag der Kreise Böblingen und Calw erstellte vertiefende Voruntersuchung sieht grundsätzlich das Potenzial für eine neue Schienenverbindung zwischen Nagold und Herrenberg.

Weiteres Ergebnis: Das Transportsystem Bögl (TSB) würde den besten Nutzen-Kosten-Faktor mit 1,19 erreichen. In Anlehnung an die Standardisierte Bewertung wurden neun verschiedene Varianten für eine Anbindung verglichen, darunter der Metropolexpress MEX, eine Regional-Stadtbahn in Verbindung mit der Stadtbahn Neckar-Alb, eine S-Bahn und die Magnetbahn TSB. Die bergige Topografie erfordert bei S-Bahnen und Eisenbahnen teure Tunnelstrecken. Für die TSB wäre eine Strecke mit fünf Stationen und einem 15-Minuten-Takt im fahrerlosen Betrieb vorgesehen. Nachteile des isolierten TSB-Systems wären ein geringeres Verkehrspotenzial und fehlende Durchbindungsmöglichkeiten zum Beispiel nach Tübingen. Vorteil wäre dagegen das Entfallen negativer betrieblicher Auswirkungen von außen. Die städtebauliche Realisierbarkeit müsste noch näher geprüft werden. Eine Tram-Train-Lösung als Stadtbahn von Nagold über Eisberg, Jettingen und Haslach nach Herrenberg mit Durchbindung über die Ammertalbahn bis Tübingen würde einen Faktor von 1,14 erreichen. Der Nutzen könnte eventuell durch eine Führung über Gäufelden steigen. Die Variante Metropolexpress erreicht nur einen Wert von 0,48. Den Express lässt die Stadt Nagold unabhängig in einer weiteren Studie untersuchen

Vielleicht könnte das eine geeignete Referenzstrecke sein. Auch wenn mir die Tram-Train-Lösung trotz leicht schlechterem NKF trotzdem besser erscheint. Aber nicht ganz so sinnlos wie eine Bögl-Bahn zum Südklinikum. Die ist ohnehin gestorben, wenn man SPD und Grünen glauben darf.

Ich bin sehr gespannt, was aus dieser Idee wird. Nehme noch Wetten an: auch dieses Experiment will niemand bezahlen.
Zitat
marco2206
Zitat
Schdrasserboh
Ein Problem dürfte das Thema Betriebshof bzw. Wartung sein. Eine zentrale Wartung wäre nicht möglich (außer mit aufwändigen und teuren LKW-Transporten der Fahrzeuge), für jede Strecke einen eigenen Betriebshof vorzuhalten ist vermutlich auch nicht wirtschaftlich. Wie also könnte man diesen Punkt zufriedenstellend lösen?

Per LKW sicher nicht.
Aber wie schaut bei der TSB das Lichtraumprofil verglichen mit dem der Normalen Eisenbahn aus? Könnte so ein TSB Zug vielleicht auf einem speziellen Tragwagen im Normalen Eisembahnnetz befördert werden? Das wäre dann sicher schonmal deutlich weniger Aufwand als ein LKW Transport. Weil per LKW wäre das aufgrund der Abmessungen wohl immer ein Sondertransport.

Dazu müsste aber bei jeder Strecke an einer der beiden Endstationen ein Bahnanschluss mit geeigneter Verlademöglichkeit vorhanden sein. Oder ist es denkbar, dass kleinere Reparaturen am Antrieb von einer "mobilen Einsatzgruppe" in der örtlichen Fahrzeughalle erledigt werden? Und zur HU wird das Fahrzeug abgeholt - eventuell sogar im direkten 1:1 Austausch gegen ein frisch untersuchtes Fahrzeug. Das setzt dann natürlich eine Standardisierung auch im Fahrgastraum (Design, Ausstattung... voraus).

Peter
Zitat
Schdrasserboh
Zitat
marco2206
Zitat
Schdrasserboh
Ein Problem dürfte das Thema Betriebshof bzw. Wartung sein. Eine zentrale Wartung wäre nicht möglich (außer mit aufwändigen und teuren LKW-Transporten der Fahrzeuge), für jede Strecke einen eigenen Betriebshof vorzuhalten ist vermutlich auch nicht wirtschaftlich. Wie also könnte man diesen Punkt zufriedenstellend lösen?

Per LKW sicher nicht.
Aber wie schaut bei der TSB das Lichtraumprofil verglichen mit dem der Normalen Eisenbahn aus? Könnte so ein TSB Zug vielleicht auf einem speziellen Tragwagen im Normalen Eisembahnnetz befördert werden? Das wäre dann sicher schonmal deutlich weniger Aufwand als ein LKW Transport. Weil per LKW wäre das aufgrund der Abmessungen wohl immer ein Sondertransport.

Dazu müsste aber bei jeder Strecke an einer der beiden Endstationen ein Bahnanschluss mit geeigneter Verlademöglichkeit vorhanden sein. Oder ist es denkbar, dass kleinere Reparaturen am Antrieb von einer "mobilen Einsatzgruppe" in der örtlichen Fahrzeughalle erledigt werden? Und zur HU wird das Fahrzeug abgeholt - eventuell sogar im direkten 1:1 Austausch gegen ein frisch untersuchtes Fahrzeug. Das setzt dann natürlich eine Standardisierung auch im Fahrgastraum (Design, Ausstattung... voraus).

Peter

Die Lösung ist doch ganz einfach: man muss doch nur die Bögl-Bahn bis zum Hersteller erweitern. Aufgeständert über der Bahnlinie. Denn wo sonst soll man die Fahrzeuge warten?

Wer jetzt Ironie findet, darf sie behalten. Die Diskussion zeigt wieder mal, wie wesentliche Probleme bei der Umsetzung solcher angeblich genialen Ideen schlicht übersehen werden.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 01.02.2026 17:39 von HansL.
Zitat
Schdrasserboh
Zitat
marco2206
Zitat
Schdrasserboh
Ein Problem dürfte das Thema Betriebshof bzw. Wartung sein. Eine zentrale Wartung wäre nicht möglich (außer mit aufwändigen und teuren LKW-Transporten der Fahrzeuge), für jede Strecke einen eigenen Betriebshof vorzuhalten ist vermutlich auch nicht wirtschaftlich. Wie also könnte man diesen Punkt zufriedenstellend lösen?

Per LKW sicher nicht.
Aber wie schaut bei der TSB das Lichtraumprofil verglichen mit dem der Normalen Eisenbahn aus? Könnte so ein TSB Zug vielleicht auf einem speziellen Tragwagen im Normalen Eisembahnnetz befördert werden? Das wäre dann sicher schonmal deutlich weniger Aufwand als ein LKW Transport. Weil per LKW wäre das aufgrund der Abmessungen wohl immer ein Sondertransport.

Dazu müsste aber bei jeder Strecke an einer der beiden Endstationen ein Bahnanschluss mit geeigneter Verlademöglichkeit vorhanden sein. Oder ist es denkbar, dass kleinere Reparaturen am Antrieb von einer "mobilen Einsatzgruppe" in der örtlichen Fahrzeughalle erledigt werden? Und zur HU wird das Fahrzeug abgeholt - eventuell sogar im direkten 1:1 Austausch gegen ein frisch untersuchtes Fahrzeug. Das setzt dann natürlich eine Standardisierung auch im Fahrgastraum (Design, Ausstattung... voraus).

Was muss denn bei einem Fahrzeug ohne Drehgestell, Scheibenbremsen, Räder, Motor aufwändig gewartet werden?

Schleifkontakte, Lampen, Türen, Fenster, Sitze, Software. Da braucht man aber keine Werkstatt wie bei einem Schienenfahrzeug mit Rädern. Da Reicht eine kleine Halle im Anschluss an eine Endstation.

Für größere Reparaturen kann man es ja zum Hersteller bringen. Wenn man eine Straßenbahn per Auflieger transportieren kann, geht das mit dem TSB auch.
Zitat
Stanze
Was muss denn bei einem Fahrzeug ohne Drehgestell, Scheibenbremsen, Räder, Motor aufwändig gewartet werden?

Der Antrieb ist doch *im* Fahrzeug, also sowohl die elektrische Steuerung, als auch die "Linear"-motoren. Ob es wartungsärmer ist, wenn sich "nichts" dreht, wird man sehen. Und um das Ding alle paar Minuten abzusetzen zu können, wird man wohl auch keine steckbaren Lego-Räder verwenden.
Zitat
spuernase
Ob es wartungsärmer ist, wenn sich "nichts" dreht, wird man sehen.

Ist das dein Ernst?

Ich weiß jetzt nicht, wie oft bei einer Straßenbahn oder UBahn die Motoren neu gewickelt werden. alle 15 oder 20 Jahre? Wenn überhaupt so oft. Wie oft müssen die Lager gewartet werden?
Neu wickeln ist aber keine Wartung mehr, sondern eine Reparatur oder General Überholung.


Zitat
spuernase
Und um das Ding alle paar Minuten abzusetzen zu können, wird man wohl auch keine steckbaren Lego-Räder verwenden.

Wenn ich das richtig verstanden habe, werden die Rollen nur im Notfall oder im Schlafmodus genutzt. Aber selbst wenn sie auf der Haltestelle darauf absetzen. Feste Rollen ist was völlig anderes als ein Fahrwerk. Erheblich weniger Laufleistung und Belastung und wesentlich einfacher zu wechseln. Die Rollen sind zwar nicht von Lego, aber steckbar werden sie sein. Die müssen für den Einsatzzweck nicht mal ausgewuchtet sein.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 01.02.2026 20:25 von Stanze.
Und wenn Bögl die "falschen" Koordinaten detektiert wird das Fahrzeug ferngesteuert lahm gelegt....

[www.youtube.com]

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Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Wir können hier lange diskutieren und spekulieren, wie die Wartung der Fahrzeuge aussehen könnte. Aber da müsste dich irgendwo in den Machbarkeitsstudien etwas stehen. Welche Wartungen in welchem Rythmus braucht man? Wie und wo soll das durchgeführt werden? Das braucht man doch, wenn man Kosten und Nutzen beurteilen will.
Was wollen wir mit dieser Bögl Bahn?

S-Bahn
R-Bahn
U-Bahn
Strassenbahn

An diese Systeme sollte angeschlossen werden. Wir brauchen diese Bögl Bahn nicht.
Zitat
UHM
[www.spiegel.de]

Der Berliner Senat will anscheinend statt der Straßenbahn zum ex-TXL die Bögl-Bahn. Sagt zumindest die Schlagzeile vom Spiegel. Das wird auch im Berlin-Forum bereits diskutiert.

Was das mit stillgelegten Nebenbahnen zu tun hat entzieht sich allerdings meiner Kenntnis.

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Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
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