Im Kleinkrusch-Thema wurde vor ein paar Tagen über den ÖPNV als Arbeitgeber diskutiert. Ich greife das hier mal auf und erlaube mir für die bessere Übersicht ein neues Thema zu eröffnen...
Ich denke allgemein gibt es eine "zwei-Klassen-Gesellschaft" zwischen "staatlich" und "andere". Wenn man bei der VAG oder der DB direkt angestellt ist, hat man oft einen relativ sicheren Vertrag und allerlei nette "Goodies" und innerbetriebliche Weiterbildung o.ä. Selbst wenn eine Ausschreibung verloren geht oder z.B. durch die Automatisierung der U2 der Bedarf an U-Bahn-Fahrpersonal sinkt, gibt es zumeist Lösungen innerhalb der Firma. Das ist aber bei irgendwelchen Sub-Unternehmen oder den NE-Bahnen anders. Auch zahlen die teilweise bedeutend schlechter. Die VAG hat auch so nette Angebote wie "Taxifahrt zur Schicht/von der Schicht heim" für die erste bzw. Letzte Schicht. Da könnte sich der Flughafen mal eine Scheibe von abschneiden...
Mittelfristig sehe ich aufgrund der demographischen Entwicklung aber einen Druck attraktiver zu werden um überhaupt noch genug Personal zu rekrutieren. Gleichzeitig wird früher oder später die Diskussion über autonomes Fahren akut werden. Die vergleichsweise einfachste Automatisierung wäre natürlich die U1. Dann käme irgendwann die Straßenbahn und dann vielleicht in einigen Jahrzehnten die Busse. Aber ich denke selbst wenn es dazu käme, würden die bestehenden Mitarbeitenden ähnlich wie damals bei der Automatisierung der U2 innerhalb des Unternehmens untergebracht...
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Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!