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Bahnstrom in Nordbayern
geschrieben von HansL 
Zitat
Roland90518
Zitat
Nukebro
Warum nur Stundentakt bis Hilpoltstein? Gibt die Strecke nicht mehr her wegen Eingleisigkeit? Oder ist man der Meinung "das reicht doch"?

Ich >denke<, Stundentakt, weil streckentechnisch nicht mehr möglich.
Von Roth nach Hilpoltstein 10 Minuten und dann Führerstandswechsel 10 Minuten und wieder zurück 10 Minuten. Dann ist noch zu bedenken, daß die Weiche erst nach bzw. vor Büchenbach ist und dann auch wieder eingleisig.

Die Zugkreuzung kann erst in Schwabach erfolgen.

Gruß, Roland.
Das gehört in den S-Bahn-Thread. Dort sollte auch schon stehen, dass Roth noch eine Überleitungsmöglichkeit braucht um die Verlängerung nicht zum Glücksspiel werden zu lassen. Gleisänderungen in Roth kommen ja immer mal vor. Oft merkt man (also ich, weil ich nicht auswendig weiss welcher Zug auf welcher Seite fährt) es ja nur an der Anzeige und bisher völlig ohne weitere Folgen, bei einer Verlängerung wäre das das vorzeitige Ende der Fahrt.
Zitat
frankentux
Zitat
Roland90518
Zitat
Nukebro
Warum nur Stundentakt bis Hilpoltstein? [...]

Ich >denke<, Stundentakt, weil [...]

Das gehört in den S-Bahn-Thread.[...]

Richtig, die Frage unseres notorischen Fragenstellers lenkt vom eigentlichen Thema "Elektrifizierung" ab. Was da sonst noch gemacht werden muss - auch in Roth - wird in der Vorplanung geklärt, die ja gerade erst beauftragt worden ist.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 07.02.2026 14:37 von Manfred Erlg.
Zitat
Stanze
Zitat
Manfred Erlg
... für die keine Fahrzeuge mit Akkubetrieb vorgesehen sind. Das vergleichsweise hohe NKV erlaubt die Umstellung:

Zitate aus der Präsentation zum ersten Dialogforum im Oktober 2024.

Hast du dir auch mal die von 2025 angeguckt?

Da steht bei fast jeder Strecke die Oberleitung bekommen soll dabei, dass auch die Akkuvariante untersucht werden soll, weil der "Freistaat strebt Akku-Züge an".

Warum hast du den ersten Satz des Zitats so verkürzt, dass nicht erkennbar ist, dass sich "keine Fahrzeuge mit Akkubetrieb" speziell auf die S-Bahn bezieht?

Natürlich habe ich auch die Präsentation der Gutachter von 2025 gelesen. Den Link auf diese Präsentation hatte ich schon am 31.10.2025 im Strang "S-Bahn-Planung" gepostet.

Es sind genau zwei Strecken, bei denen das Ministerium von der Empfehlung der Gutachter abgewichen ist und stattdessen Akkubetrieb verfolgt (Ebern und Ebermannstadt).

Zitat

Die ganzen Untersuchungen wurden ja an den Bund übergeben. Man kann davon ausgehen, dass das Akku Thema auch für die 2024er Untersuchungen gilt, weil ein Strategiewechsel seitdem stattfand.

Es wird 2025 auch noch erwähnt, dass alles dem Finanzierungsvorbehalt unterliegt:
Zitat
Bürgerdialog 2025
- angespannte Haushaltssituation aufgrund massiver Teuerung und unzureichender Finanzausstattung seitens des Bundes (Regionalisierungsmittel)
- Priorität liegt aktuell in der Aufrechterhaltung des bestehenden Verkehrsangebots

So sicher wie einige hier meinen ist da gar nichts.

Akkubetrieb ist kein neues Thema. Durch massive Verbesserungen bei der Akkutechnik in den letzten Jahren wird es aber mehr Anwendungsfälle geben als früher vorgesehen. Einen wirklichen Strategiewechsel gibt es beim Wegfall der Wasserstofftechnik als Zwischenlösung - auch wenn sich das noch nicht in allen Bundesländern durchgesetzt hat. So war der Einsatz von Hybridzügen mit dieser Technik noch in der Machbarkeitsstudie Oberfrankenachse von 2032 an vorgeschlagen worden, ist aber dann in der folgenden Machbarkeitsstudie Allgäunetz verworfen worden.

Wie die Finanzlage 2035/40 aussehen wird, wenn das Thema relevant wird, wissen wir heute nicht.

Und was den letzten Satz angeht, sollte man schon unterscheiden, ob es sich nur um eine Empfehlung der Gutachter handelt oder ob schon konkrete Planungen beauftragt worden sind. Wobei natürlich die endgültige Entscheidung immer erst nach Abschluss der Vorplanung fällt, wenn die Kosten besser abschätzbar sind.
UHM
Re: Bahnstrom in Nordbayern
08.02.2026 20:39
Zitat
Daniel Vielberth
Für was Neustadt (Waldnaab) ne Ladeinsel kriegt erschließt sich wieder nicht. Die RB23 hätte Regenburg bis Altenstadt durchgehend Saft, für den RE41 erscheint es mir etwas knapp, immerhin die schwierigste Steigung nach Neukirchen hoch kann er den Draht der Schwandorfer Strecke mitbenutzen, dann muss er stromlos bis Weiden kommen, und dann anschließen ab Altenstadt wieder an der Batterie zu hängen. Und das, wo sich grade Neukirchen - Weiden auch für Güterverkehr zum elektrifizieren doch so anböte.

Es wird wohl davon ausgegangen, dass von den ganzen Maßnahmen des Bundes (wie z.B. auch die Elektrifizierung von Regensburg - Hof) zu Betriebsbeginn des Netzes, für das die Ladeinseln vorgesehen sind, noch nichts realisiert ist. Es wird somit zwischen Nürnberg Hbf und Neustadt Waldnaab keinerlei andere Lademöglichkeit für die dort fahrenden Züge geben. Deshalb die Ladeinsel in Neustadt.

Tschö
UHM
Man rechnet damit, dass der Abschnitt Hof - Marktredwitz ca. 2035 in Betrieb geht. Warum dauert das so lange, obwohl die Planfeststellung schon begonnen hat?

Es ist die Vielzahl der geplanten Maßnahmen:

-- Elektrifizierung der gesamten Strecke von Hof Hbf (nördliches Einfahrsignal) bis zum Knoten Marktredwitz (inklusive Marktredwitzer Bahnhof)
-- Anpassung bzw. Neubau von Straßenbrücken, die über die Bahnstrecke führen
-- Ausrüstung der Strecke mit dem europäischen Zugsicherungssystem ETCS
-- Planung von Schallschutz-Maßnahmen
-- Umbaumaßnahmen in Bahnhöfen (z.B. neue Weichenverbindungen, Spurplananpassungen)
-- Herstellung von 740 Meter langen Überholgleisen
-- Martinlamitz: Bau von Weichenverbindungen, damit Züge das Gleis wechseln können
-- Bau eines dritten Streckengleises zwischen Hof und Oberkotzau

Quelle: [bahnausbau-nordbayern.deutschebahn.com]
Es stellt sich die Frage ob Elektrifizierungen früher weniger lang gedauert haben, weil man die einfachsten Elektrifizierungen zuerst gemacht hat, weil man "Abkürzungen" genommen hat, die heute nicht mehr okay wären (Sicherheit, Umwelt, dies das), oder ob man Fähigkeiten verloren hat, die man früher hatte.

Wenn die Prämisse, dass Elektrifizierungen früher schneller gingen, falsch ist, bitte ich das mit Quellen zu belegen, denn es wäre in anderen Diskussionen sehr hilfreich wenn man da eventuelle falsche Vorstellungen aus dem Weg räumen könnte. Aber ich glaube nicht, dass die Prämisse falsch ist...

____________
Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Zitat
UHM
Zitat
Daniel Vielberth
Für was Neustadt (Waldnaab) ne Ladeinsel kriegt erschließt sich wieder nicht. Die RB23 hätte Regenburg bis Altenstadt durchgehend Saft, für den RE41 erscheint es mir etwas knapp, immerhin die schwierigste Steigung nach Neukirchen hoch kann er den Draht der Schwandorfer Strecke mitbenutzen, dann muss er stromlos bis Weiden kommen, und dann anschließen ab Altenstadt wieder an der Batterie zu hängen. Und das, wo sich grade Neukirchen - Weiden auch für Güterverkehr zum elektrifizieren doch so anböte.

Es wird wohl davon ausgegangen, dass von den ganzen Maßnahmen des Bundes (wie z.B. auch die Elektrifizierung von Regensburg - Hof) zu Betriebsbeginn des Netzes, für das die Ladeinseln vorgesehen sind, noch nichts realisiert ist. Es wird somit zwischen Nürnberg Hbf und Neustadt Waldnaab keinerlei andere Lademöglichkeit für die dort fahrenden Züge geben. Deshalb die Ladeinsel in Neustadt.

OK, dann macht das mehr Sinn, wobei ich es dann zweckmäßig fände, den Zügen zwischen Abzw Pommelsbrunn und Hartmannshof zu erlauben, nochmal während der Fahrt nachzuladen zumindest Richtung bergwärts incl Haltezeit in NHS. Weil der Berg ist halt nicht ohne.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]
Alles ist wie immer, nur schlimmer... (Bernd das Brot)
Nachdem manche einer die letzten Tage noch rumlaviert hat, kommt es bis 2030 auf der Strecke R - HO so, wie ich als Möglichkeit dargestellt habe.

München - Regensburg mit Oberleitung, Regensburg - Hof der gleiche Zug mit Akku.

[www.br.de]
Zitat
Stanze
Nachdem manche einer die letzten Tage noch rumlaviert hat, kommt es bis 2030 auf der Strecke R - HO so, wie ich als Möglichkeit dargestellt habe.

München - Regensburg mit Oberleitung, Regensburg - Hof der gleiche Zug mit Akku.

[www.br.de]

Also kein Fernverkehr auf der Relation Dresden-Chemnitz-Hof-Regensburg-München...

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Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Die Deutsche Bahn hat heute ein neues Video geuploadet:
Elektrifizierung Hof - Marktredwitz (Abschnitt Hof - Martinlamitz)

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Mein YouTube-Kanal: [www.youtube.com]
Mein Blog: [www.markustippner.de]
Ein Bericht aus den heutigen Papiermüll-Fürther Nachrichten

Edit Forummaster: Zeitungsartikel aus Urheberrechtsgründen entfernt.

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1 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.04.2026 22:10 von Forummaster Berlin.
Hallo.

Meine Frage bezieht sich jetzt zwar nicht auf den Bahnstrom im speziellen, aber es geht doch um die Stromversorgung. Daher Stelle ich sie jetzt einfach mal hier. Vielleicht gibt es ja einen Fachmann der die Frage beantworten kann.

Und zwar:
In der Gegend werden derzeit mehrere Umspannwerke Modernisiert und umgebaut. Das betrifft auf jedenfall Neudorf, Ketteldorf und Raitersaich. An diesen komme ich regelmäßig vorbei.
Alle drei Umspannwerke haben ihr Gebäude, das vorher wohl Trafos und/oder eine Innenraumschaltanlage beherbergen verloren.

Weiß jemand was genau die Gebäude enthielten und warum das mit dem Umbau scheinbar entbehrlich wird?
Teils erkennt man im vorbeifahren auch schon das neue Außenschaltanlagen gebaut werden? Welche Vorteile haben diese gegenüber Innenraumschaltanlage? Immerhin fällt dann ja der Schutz vor der Witterung schon mal weg, was für bewegte Teile von Hochspannungsschaltern eigentlich doch ein Nachteil sein sollte.

Wäre interessant wenn hier jemand etwas konkretes dazu sagen könnte.
Zitat
marco2206
Hallo.

Meine Frage bezieht sich jetzt zwar nicht auf den Bahnstrom im speziellen, aber es geht doch um die Stromversorgung. Daher Stelle ich sie jetzt einfach mal hier. Vielleicht gibt es ja einen Fachmann der die Frage beantworten kann.

Und zwar:
In der Gegend werden derzeit mehrere Umspannwerke Modernisiert und umgebaut. Das betrifft auf jedenfall Neudorf, Ketteldorf und Raitersaich. An diesen komme ich regelmäßig vorbei.
Alle drei Umspannwerke haben ihr Gebäude, das vorher wohl Trafos und/oder eine Innenraumschaltanlage beherbergen verloren.

Weiß jemand was genau die Gebäude enthielten und warum das mit dem Umbau scheinbar entbehrlich wird?
Teils erkennt man im vorbeifahren auch schon das neue Außenschaltanlagen gebaut werden? Welche Vorteile haben diese gegenüber Innenraumschaltanlage? Immerhin fällt dann ja der Schutz vor der Witterung schon mal weg, was für bewegte Teile von Hochspannungsschaltern eigentlich doch ein Nachteil sein sollte.

Wäre interessant wenn hier jemand etwas konkretes dazu sagen könnte.

Ich probiers mal, obwohl ich die betroffenen Umspannwerke nur teilweise kenne.

Da wäre einmal Neudorf und Ketteldorf. das sind klassische Umspannwerke von der Hochspannungs-Verteilnetzebene 110kV auf Mittelspannung, vermutlich 20 kV. Bei diesen Anlagen befinden sich in den Gebäuden typischerweise die Leit- und Schutztechnik, also die ganzen Kommunikations-, Steuerungs- und Schutzeinrichtungen. Außerdem ist üblicherweise die Mittelspannungsschaltanlage mit im Gebäude untergebracht. Da alle diese Komponenten inzwischen wesentlich kleiner snd als zur Zeit der Errichtung der Umspannwerke, reichen heute wesentlich kleinere Gebäude, häufig in Modul- oder Containerbauweise. Da ja Umspannwerke meist während des Umbaus zumindest teilweise weiter in Betrieb bleiben, stellt man häufig einen solchen Neubau mit der neuen Technik hin und räumt nach deren Inbetriebnahme das alte Gebäude aus. Wenn man keine andere Verwendung für das Gebäude hat, reißt man es dann ab.

Raitersaich ist ein anderes Kaliber, näümlich ein Knotenpunkt im 380/220kV-Übertragungsnetz für den Ferntransport der elektrischen Energie. Dieses hat nur Schaltanlagen für diese beiden Spannungsebenen und die Trafos, um diese miteinander zu kuppeln und eine Verbindung zum 110kV-Verteilnetz herzustellen (hier über eine Verbindungsleitung zum UW Müncherlbach in der Nähe). In diesem Umspannwerk existiert allenfalls eine kleine Mittelspannungsschaltanlage für den Eigenbedarf, in den Gebäuden ist also im Wesentlichen die Leit- und Schutztechnik. Der Grund für den Abriss dürfte im Wesentlichen den anderen Umspannwerken entsprechen.

Die Hoch-/Höchstspannungsschaltanlagen und die Trafos baut man vor allem aus wirtschaftlichen Gründen als Freiluftanlagen. Es gibt zwar auch gasisolierte Schaltanlagen für Innenräume, diese sind zwar deutlich kompakter aber derart massiv teuerer, dass man sie nur dann einsetzt, wenn es aus Platzgründen oder wegen extremer Klimabedingungen nicht anders geht. Die Freiluftkomponenten sind derart robust, dass Witterungseinflüsse keine nennenswerte Rolle spielen.

Das UW Raitersaich soll übrigens in einigen Jahren um einige hundert Meter weiter weg vom Ort umziehen, da laufen zur Zeit die Planungsverfahren. Dass man derzeit trotzdem umbaut liegt infach daran, dass man wegen der Netzbelastung nicht bis zur Genehmigung des Neubaus warten kann.
Zitat
hub17
Zitat
marco2206
Hallo.

Meine Frage bezieht sich jetzt zwar nicht auf den Bahnstrom im speziellen, aber es geht doch um die Stromversorgung. Daher Stelle ich sie jetzt einfach mal hier. Vielleicht gibt es ja einen Fachmann der die Frage beantworten kann.

Und zwar:
In der Gegend werden derzeit mehrere Umspannwerke Modernisiert und umgebaut. Das betrifft auf jedenfall Neudorf, Ketteldorf und Raitersaich. An diesen komme ich regelmäßig vorbei.
Alle drei Umspannwerke haben ihr Gebäude, das vorher wohl Trafos und/oder eine Innenraumschaltanlage beherbergen verloren.

Weiß jemand was genau die Gebäude enthielten und warum das mit dem Umbau scheinbar entbehrlich wird?
Teils erkennt man im vorbeifahren auch schon das neue Außenschaltanlagen gebaut werden? Welche Vorteile haben diese gegenüber Innenraumschaltanlage? Immerhin fällt dann ja der Schutz vor der Witterung schon mal weg, was für bewegte Teile von Hochspannungsschaltern eigentlich doch ein Nachteil sein sollte.

Wäre interessant wenn hier jemand etwas konkretes dazu sagen könnte.

Ich probiers mal, obwohl ich die betroffenen Umspannwerke nur teilweise kenne.

Da wäre einmal Neudorf und Ketteldorf. das sind klassische Umspannwerke von der Hochspannungs-Verteilnetzebene 110kV auf Mittelspannung, vermutlich 20 kV. Bei diesen Anlagen befinden sich in den Gebäuden typischerweise die Leit- und Schutztechnik, also die ganzen Kommunikations-, Steuerungs- und Schutzeinrichtungen. Außerdem ist üblicherweise die Mittelspannungsschaltanlage mit im Gebäude untergebracht. Da alle diese Komponenten inzwischen wesentlich kleiner snd als zur Zeit der Errichtung der Umspannwerke, reichen heute wesentlich kleinere Gebäude, häufig in Modul- oder Containerbauweise. Da ja Umspannwerke meist während des Umbaus zumindest teilweise weiter in Betrieb bleiben, stellt man häufig einen solchen Neubau mit der neuen Technik hin und räumt nach deren Inbetriebnahme das alte Gebäude aus. Wenn man keine andere Verwendung für das Gebäude hat, reißt man es dann ab.

Raitersaich ist ein anderes Kaliber, näümlich ein Knotenpunkt im 380/220kV-Übertragungsnetz für den Ferntransport der elektrischen Energie. Dieses hat nur Schaltanlagen für diese beiden Spannungsebenen und die Trafos, um diese miteinander zu kuppeln und eine Verbindung zum 110kV-Verteilnetz herzustellen (hier über eine Verbindungsleitung zum UW Müncherlbach in der Nähe). In diesem Umspannwerk existiert allenfalls eine kleine Mittelspannungsschaltanlage für den Eigenbedarf, in den Gebäuden ist also im Wesentlichen die Leit- und Schutztechnik. Der Grund für den Abriss dürfte im Wesentlichen den anderen Umspannwerken entsprechen.

Die Hoch-/Höchstspannungsschaltanlagen und die Trafos baut man vor allem aus wirtschaftlichen Gründen als Freiluftanlagen. Es gibt zwar auch gasisolierte Schaltanlagen für Innenräume, diese sind zwar deutlich kompakter aber derart massiv teuerer, dass man sie nur dann einsetzt, wenn es aus Platzgründen oder wegen extremer Klimabedingungen nicht anders geht. Die Freiluftkomponenten sind derart robust, dass Witterungseinflüsse keine nennenswerte Rolle spielen.

Das UW Raitersaich soll übrigens in einigen Jahren um einige hundert Meter weiter weg vom Ort umziehen, da laufen zur Zeit die Planungsverfahren. Dass man derzeit trotzdem umbaut liegt infach daran, dass man wegen der Netzbelastung nicht bis zur Genehmigung des Neubaus warten kann.

Dankeschön! Das bringt schon mal ein wenig Licht ins Dunkel. Ja, wenn man die Gebäude in der Größe nicht mehr benötigt macht das sicher Sinn diese abzureißen. Denn unterhalten müsste man sie ja auch wenn sie stehen bleiben. Allerdings fehlt meiner Meinung nach den Umspannwerken dadurch irgendwie ihr "Gesicht".
Hallo.
@marco2206

Schau mal auf die Internetseite von Siemens Energy. Die haben auch Schaltanlagen im Programm. Ist sehr interessant.
Habe das schon selber in Kaprun im Salzburger Land gesehen. Bei dem Umspannwerk von den Stausee.

Gruß, Roland.
Zitat
Roland90518
Hallo.
@marco2206

Schau mal auf die Internetseite von Siemens Energy. Die haben auch Schaltanlagen im Programm. Ist sehr interessant.
Habe das schon selber in Kaprun im Salzburger Land gesehen. Bei dem Umspannwerk von den Stausee.

Gruß, Roland.

Hallo Roland.

Das Kraftwerk Kaprun kenne ich. Sehr interessant. Auch oben an den Stauseen war ich schon mehrmals. In meiner Kindheit, vor wohl über 35 Jahren inzwischen, da reichte oben am Moserboden der Gletscher noch fast bis zum Stausee.

In letzter Zeit wurde das Kraftwerk Kaprun ja stets erweitert und umgebaut und soll nun als Pumpspeicherkraftwerk als "grüne Batterie" dienen.

Speziell zum Thema Bahnstromversorgung gibt es ein Stück weiter am Enzingerboden eine kleine Ausstellung der ÖBB zu dem Thema beim dortigen Kraftwerk.

Ausstellung Bahnstrom Enzingerboden
Hallo Marco.

Danke für den Hinweis. Das ist bestimmt interessant. Beim nächsten Urlaub dort werde ich hin schauen.

Bei den Kapruner Stauseen hat mich der Preis abgeschreckt. Leider ist dann die öffentliche Straße zu Ende. Ich wäre gerne mit dem Fahrrad weiter gefahren bis zu den Stauseen. Und zum Wandern ist das schon fast brutal.

Gruß, Roland.
Zitat
Roland90518
Hallo Marco.

Danke für den Hinweis. Das ist bestimmt interessant. Beim nächsten Urlaub dort werde ich hin schauen.

Bei den Kapruner Stauseen hat mich der Preis abgeschreckt. Leider ist dann die öffentliche Straße zu Ende. Ich wäre gerne mit dem Fahrrad weiter gefahren bis zu den Stauseen. Und zum Wandern ist das schon fast brutal.

Gruß, Roland.

Ja, zu den Hochgebirgsstauseen gibt es keine Öffentliche Straße. Da gibt es nur die Shuttlebusse. Auf der Strecke gibt es dann auch den Lärchwand Schrägaufzug. Der ist eine große Plattform (da passt ein ganzer Bus darauf) auf Schienen, und fährt schräg einige hundert Meter am Hang nach oben. Bei meinem letzten Besuch war dieser aber nicht in Betrieb. Da ging es dann mit dem Bus bis nach oben durch die Tunnels, welche extra für die Baustellen zur Erweiterung des Kraftwerks gebaut wurden.

Der Preis, ja, ist halt wie bei Bergbahnen auch nicht unbedingt günstig. Aber mit den Gästekarten die man als Urlaubsgast von vielen Unterkünften bekommt gibt es oft Rabatt. Mit der Nationalpark Sommercard aktuell immerhin 10% Rabatt (war glaube ich früher sogar auch mal Inklusivleistung). Und mit der Gästekarte der Region Zell am See Kaprun ist die Fahrt zu den Hochgebirgsstauseen sogar kostenlos.
In dem Zusammenhang noch ein Tipp, ganz allgemein für Urlaub im Bundesland Salzburg: Seit Mai 2025 gibt es dort eine Mobiltätsabgabe für Übernachtungsgäste zusätzlich zur Kurtaxe die je nach Ort anfällt. Dafür gibt es dann das Guest Mobility Ticket, mit dem man während dem Aufenthalt kostenlos den gesamten ÖPNV im Bundesland Salzburg nutzen kann. Und da es bei der ÖBB keine Tarifliche Trennung zwischen Nah- und Fernverkehr gibt kann man damit auch den Fernverkehr im Bundesland Salzburg kostenlos nutzen.
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