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Bahnstrom in Nordbayern 21.01.2026 17:24 |
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Stanze
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HansL
Sicher ist Oberleitung effizienter als Akku.
Oh, so pauschal kann man das nicht sagen.
Da spielen 2 Faktoren zwischen Stromerzeuger und Verbraucher eine Rolle
* Strom Umformung/Transformierung
* Reokkupation
Ich glaube nicht mal mehr 20% des Bahnstroms wird mit spezifischen Kraftwerken erzeugt, die bahntypische 16,7 Hz erzeugen.
Die restlichen 80% werden von der allgemeinen Stromerzeugung entnommen und von 50 Hz auf 16,7 Hz umgeformt.
Die alten mechanischen Umformer haben fast 20% Verluste.
Moderne Umrichter haben 2-5% Verluste. Der Multilevel IGBT im Kraftwerk Franken 1 soll so 2-3% Verluste haben. Ältere, wie GTO-Thyristor Umrichter mehr.
Beim Umrichter im Kraftwerk Datteln spricht der Hersteller von fast 100% Effizienz. andere Quellen von 98-99%
Die Transformation von einer Spannung auf eine andere (Bahn: 110kv > 16 kv, bzw: Hochspannung > Mittelspannung) liegt über all bei etwas 0,5-1 % Verlust.
Bei der Reokkupation spießen moderne E-Loks 30-40% der Energie wieder ins Netz zurück.
Dabei agieren die Drehstrom Fahrmotoren als Drehstrom Generatoren. Der gewonnene Strom muss dabei in
a) 1-phasigen Strom transformiert werden
b) auf 16kV gebracht werden
c) Frequenzsynchron zur 16,7 Hz Oberleitung sein.
Ein aufwendiger, verlustbehafteter Vorgang.
Ein Akku Triebzug muss den Drehstrom aus den Motoren nur in Gleichspannung umwandeln.
Das ist einfacher und verlustärmer.
Aus Tests mit KFZs weiß man, dass EAutos auf reinen Autobahnstrecken 50-60% der Energie zurück gewinnen können. (Stadt:20-25, Überland 30-40%)
Man kann Vermuten, dass Akku Züge einiges mehr an Energie Rückgewinnen als Oberleitung Züge.
Nun folgendes Szenario:
Eine längere Strecke, bei der größtenteils kein Bahnstrom in der nähe ist. Das ist wohl die Mehrheit der nicht elektrifizierten Strecken.
Für eine Oberleitung müsste man zumindest teilweise Allgemeinen Strom in Bahnstrom transformieren.
Zum Akkuladen ist es egal welcher Strom vor Ort ist.
Plus die bessere Energierückgewinnen.
Es kommt auf vieles an um zu wissen was bei welcher Strecke Energieeffizienter ist.
Den Energieaufwand für die Herstellung und Errichtung von Oberleitungen gar noch nicht eingerechnet.
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HansL
Aber es gibt mittlerweile Millionen von Akkus, die meist 23 Stunden am Tag nutzlos auf der Straße stehen. Die könnte man nutzen, wenn man nur wollte.
Dafür gibt es aktuell in Deutschland 0,0% Infrastruktur.
Weder an den Fahrzeugen, noch an den Ladesäulen/Wallboxen
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HansL
Aber sicher ist es sinnvoller Erzeugung und Verbrauch anzugleichen. Verbrauchsseitig sind zum Beispiel Kühlhäuser eine Option. Zu viel Strom im Netz => einfach 2 ° tiefer kühlen. Zu wenig Strom => Kühlung ausschalten.
Das ist aber ein reines Balancing des Energiebedarf im Netz. Und kein Stromspeichern wie Baerbock mal behauptet hat.
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Re: Bahnstrom in Nordbayern 21.01.2026 18:29 |
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Re: Bahnstrom in Nordbayern 22.01.2026 01:28 |
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Strom ist weitgehend nicht nur vom Wetter abhängig 22.01.2026 09:24 |
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Nukebro
Strom sollte dann und dort produziert werden wann und wo er gebraucht wird. Das ist aber nicht möglich wenn die Erzeugung vom Wetter abhängig ist...
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Re: Strom ist weitgehend nicht nur vom Wetter abhängig 22.01.2026 09:35 |
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Re: Strom ist weitgehend nicht nur vom Wetter abhängig 22.01.2026 09:46 |
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Mezzo
Es werden derzeit entlang vieler elektrifizierter und nicht elektrifizierter Bahnstrecken in Nordbayern PV Anlagen aufgestellt.
Wer bekommt diesen Strom?
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Re: Strom ist weitgehend nicht nur vom Wetter abhängig 22.01.2026 10:42 |
Bis vor ein paar Jahren hat die jeweilige Bahnstromtochter der DB jede Anfrage auf Einspeisung nach EEG abgeleht. Da ging es in der Regel um ehemalige Bahngebäude, die nicht ans allgemeine Netz sondern ans Bahnnetz angeschlossen sind und ganz normale 230/400V 50Hz-Technik von der Stange verwendet werden könnte.Zitat
UHM
Wenn eine Verbindung zum Bahnnetz in der Nähe ist könnte der auch tatsächlich zur Bahn gehen. Denke aber nicht, dass das allzuoft vorkommt.
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Re: Strom ist weitgehend nicht nur vom Wetter abhängig 22.01.2026 10:45 |
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frankentux
Bis vor ein paar Jahren hat die jeweilige Bahnstromtochter der DB jede Anfrage auf Einspeisung nach EEG abgeleht. Da ging es in der Regel um ehemalige Bahngebäude, die nicht ans allgemeine Netz sondern ans Bahnnetz angeschlossen sind und ganz normale 230/400V 50Hz-Technik von der Stange verwendet werden könnte.
Inzwischen gibt es spezielle (daher vermutlich teurer) Wechselrichter, die mit Bahnstrom umgehen können und auch entsprechende Zulassungen haben.
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Re: Strom ist weitgehend nicht nur vom Wetter abhängig 22.01.2026 11:02 |
Heute werden Stellwerke etc. in der Regel ganz normal ans Ortsnetz angebunden (und bei Bedarf mit USV/Generatoren abgesichert). Historisch gab es das aber nicht überall, Bahnstrom war an den elektrifizierten Strecken aber natürlich vorhanden (und billig). Was lag da näher als eigene Umformer für die Versorgung der eigenen Gebäude zu installieren? Hier und da haben die halt bis heute überlebt, weil es immer noch keinen Sinn macht zig km Kabel zu verlegen,wenn man doch eigentlich Strom direkt vor der Türe hat.Zitat
Stanze
Zitat
frankentux
Bis vor ein paar Jahren hat die jeweilige Bahnstromtochter der DB jede Anfrage auf Einspeisung nach EEG abgeleht. Da ging es in der Regel um ehemalige Bahngebäude, die nicht ans allgemeine Netz sondern ans Bahnnetz angeschlossen sind und ganz normale 230/400V 50Hz-Technik von der Stange verwendet werden könnte.
Inzwischen gibt es spezielle (daher vermutlich teurer) Wechselrichter, die mit Bahnstrom umgehen können und auch entsprechende Zulassungen haben.
Betreibt die Bahn zusätzlich zu ihren 110kV und 16kV Netz mit 16,7Hz noch ein Netz dass auf 50Hz basiert?
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Re: Bahnstrom in Nordbayern 22.01.2026 13:27 |
So weit so richtig. Nur muss der Strom dann auch noch in die Batterie und da wieder raus und da gibt es auch noch Verluste. Im Vergleich dazu kann man die Verluste der Oberleitung ignorieren.Zitat
Ein Akku Triebzug muss den Drehstrom aus den Motoren nur in Gleichspannung umwandeln.
Das ist einfacher und verlustärmer.
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Re: Bahnstrom in Nordbayern 22.01.2026 14:49 |
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Am wetterabhängisten sind Großkraftwerke 22.01.2026 15:20 |
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Nukebro
Wenn in Deutschland eine Woche lang im Winter (wo die Photovoltaik bei weitem nicht den Bedarf decken kann) kaum oder kein Wind weht, sind sämtliche auch nur denkbaren Speicher am ersten Tag leer und die Leitungskapazitäten aus den Nachbarländern reicht nicht aus um das Defizit zu decken (zumal die Länder ja auch Strom brauchen). "Bio"Gas ist immer noch die Verbrennung von etwas was Stickoxide, Feinstaub usw. erzeugt. Und was die Kapazität für Lauf- oder Speicherwasser angeht, ist man in Deutschland am Maximum des politisch und gesellschaftlich Möglichen und vermutlich auch nicht allzu weit entfernt vom Maximum des ökonomisch darstellbaren.
Deutschland ist auch nicht allzu prädestiniert für Geothermie. Was bleibt dann noch?
Und ja, eine stabile Wetterlage bei der es wochenlang wenig bis keinen Wind und niedrige Temperaturen im Winter gibt ist möglich und kommt immer wieder vor... [de.wikipedia.org]
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Re: Am wetterabhängisten sind Großkraftwerke 28.01.2026 17:10 |
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Re: Am wetterabhängisten sind Großkraftwerke 28.01.2026 18:20 |
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Roland90518
Hallo. Hier passt es besser als zu Korridorsanierung Nürnberg - Regensburg - Passau.
Und was die Biogasanlagen angeht. Das ist eine sich selbst schön redende Industrie. Biogasanlagen sind n. M. ökologisch und ökonomisch nicht sinnvoll.
Alleine schon die Gülle was da entsteht, ist Sondermüll. Es wird in industriellem Maßstab die Böden verseucht und zeitversetzt einem jeden Grundnahrungsmittel, das Grundwasser.
Ich müsste nachschauen. Die Energiebilanz und CO2 Bilanz ist auch nur schlecht. Kürzlich war eine Diskussionsrunde im Fernsehen. Der eine Experte meinte was von Entropie und in diesem Zusammenhang ist die Solarzelle am effizientesten.
Ja ja, die selbsternannten Ernährer der Bevölkerung auf Abwegen. Mit Nachhaltigkeit, wovon eigentlich ein Landwirt lebt, hat das nichts mehr zu tun.
Zudem ist das auch nur subventioniert möglich.
Gruß, Roland.
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Re: Am wetterabhängisten sind Großkraftwerke 28.01.2026 22:03 |
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Re: Bahnstrom in Nordbayern 29.01.2026 01:28 |
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Re: Bahnstrom in Nordbayern 30.01.2026 11:36 |
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Re: Bahnstrom in Nordbayern 30.01.2026 13:17 |
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UHM
Die abgeschalteten Kraftwerksstandorte werden ja jetzt Standorte für Giga-Stromspeicher. :)
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Das ist so sinnvoll 30.01.2026 14:09 |
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Nukebro
Zitat
UHM
Die abgeschalteten Kraftwerksstandorte werden ja jetzt Standorte für Giga-Stromspeicher. :)
Und in Biblis steht ein Gaskraftwerk [de.wikipedia.org]