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Re: Das ist so sinnvoll 30.01.2026 19:44 |
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HansL
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Nukebro
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UHM
Die abgeschalteten Kraftwerksstandorte werden ja jetzt Standorte für Giga-Stromspeicher. :)
Und in Biblis steht ein Gaskraftwerk [de.wikipedia.org]
Statt unsinniger Großkraftwerke hat man so flexibel einsetzbare Anlagen, die das Problem möglicher Dunkelflauten helfen, zu entschärfen.
Vor allem ist da schon die Netzinfrastruktur da. Oft kann ja Strom nur deshalb nicht eingespeist werden, weil es an Leitungskapazität fehlt.
Und wenn dann trotzdem mal der Strom nicht reicht, muss man halt abregeln. Nach klar vorher festgelegt sein muss. Krankenhäuser und Bahnstrom zuletzt.
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Viele kleine Einheiten sind flexibler als wenige große 31.01.2026 05:23 |
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Nukebro
Du findest also fossiles Gas besser als eine CO2-freie Technologie die selbstverständlich auch Lastfolge fahren kann?
Und was soll an "Großkraftwerken" schlecht sein? Ist das die fragwürdige Ideologie des Bundesverdienstkreuzträgers Amory Lovins?
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Re: Bahnstrom in Nordbayern 31.01.2026 12:20 |
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Fehlender Live Cycle 31.01.2026 12:38 |
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Nukebro
[en.wikipedia.org] wer sich für ernstzunehmende Quellen bzgl. der CO2-Intensität interessiert sei hierauf verwiesen... Den Rest dieses BS Bingos der millionenfach widerlegten Behauptungen deutscher Antis kommentiere ich jetzt nicht. Außer soviel: das ist das Niveau von "der Ausbau des Frankenschnellwegs wird Verkehrsprobleme dauerhaft lösen"
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Re: Bahnstrom in Nordbayern 31.01.2026 13:44 |
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Was soll diese Polemik? 31.01.2026 17:27 |
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Nukebro
Der Strom kommt bekanntlich aus der Steckdose und eine Gaspipeline nach Russland ist eine super Idee... Nicht wahr?
Und es ist schon interessant, dass der IPCC plötzlich keine gute Quelle mehr sein soll wenn er sagt was außerhalb von Deutschland und Österreich die allermeisten Leute wissen: Kernenergie erzeugt so gut wie kein CO2.
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Re: Das ist so sinnvoll 31.01.2026 17:45 |
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Nukebro
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UHM
Die abgeschalteten Kraftwerksstandorte werden ja jetzt Standorte für Giga-Stromspeicher. :)
Und in Biblis steht ein Gaskraftwerk [de.wikipedia.org]
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Nukebro
Du findest also fossiles Gas besser als eine CO2-freie Technologie die selbstverständlich auch Lastfolge fahren kann?
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HansL
Und wenn dann trotzdem mal der Strom nicht reicht, muss man halt abregeln. Nach klar vorher festgelegt sein muss. Krankenhäuser und Bahnstrom zuletzt.
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Abgleich Stromerzeugung und Verbrauch 01.02.2026 08:38 |
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Stanze
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Nukebro
Du findest also fossiles Gas besser als eine CO2-freie Technologie die selbstverständlich auch Lastfolge fahren kann?
Hast du dir mal das Einsatzprofil des Gaskraftwerks angeguckt? 500-1500 Stunden im Jahr. Sowas kann kein Großkraftwerk, erst recht kein AKW leisten. Die müssen je nach Typ immer 20-40% Last haben. Brauchen auch wesentlich länger um sie hochzufahren als Gasturbinen.
Solche Ausgleichskraftwerke wird man noch relativ lange brauchen.
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HansL
Und wenn dann trotzdem mal der Strom nicht reicht, muss man halt abregeln. Nach klar vorher festgelegt sein muss. Krankenhäuser und Bahnstrom zuletzt.
Ich würde Bahnstrom gar nicht so hoch priorisieren. Die ersten Stunden vielleicht schon, aber so nach 1-2 Tagen, würde ich eher Züge ausfallen lassen, als el. geheizte Häuser ihre Wärmequelle länger auszuschalten. Aber vorher kommen eh Industrien dran, dann sollte es für Züge und Häuser reichen.
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Vergleich Oberleitung - Akku 01.02.2026 09:31 |
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Stanze
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HansL
Sicher ist Oberleitung effizienter als Akku.
Oh, so pauschal kann man das nicht sagen.
Da spielen 2 Faktoren zwischen Stromerzeuger und Verbraucher eine Rolle
* Strom Umformung/Transformierung
* Reokkupation
Ich glaube nicht mal mehr 20% des Bahnstroms wird mit spezifischen Kraftwerken erzeugt, die bahntypische 16,7 Hz erzeugen.
Die restlichen 80% werden von der allgemeinen Stromerzeugung entnommen und von 50 Hz auf 16,7 Hz umgeformt.
Die alten mechanischen Umformer haben fast 20% Verluste.
Moderne Umrichter haben 2-5% Verluste. Der Multilevel IGBT im Kraftwerk Franken 1 soll so 2-3% Verluste haben. Ältere, wie GTO-Thyristor Umrichter mehr.
Beim Umrichter im Kraftwerk Datteln spricht der Hersteller von fast 100% Effizienz. andere Quellen von 98-99%
Die Transformation von einer Spannung auf eine andere (Bahn: 110kv > 16 kv, bzw: Hochspannung > Mittelspannung) liegt über all bei etwas 0,5-1 % Verlust.
Bei der Reokkupation spießen moderne E-Loks 30-40% der Energie wieder ins Netz zurück.
Dabei agieren die Drehstrom Fahrmotoren als Drehstrom Generatoren. Der gewonnene Strom muss dabei in
a) 1-phasigen Strom transformiert werden
b) auf 16kV gebracht werden
c) Frequenzsynchron zur 16,7 Hz Oberleitung sein.
Ein aufwendiger, verlustbehafteter Vorgang.
Ein Akku Triebzug muss den Drehstrom aus den Motoren nur in Gleichspannung umwandeln.
Das ist einfacher und verlustärmer.
Aus Tests mit KFZs weiß man, dass EAutos auf reinen Autobahnstrecken 50-60% der Energie zurück gewinnen können. (Stadt:20-25, Überland 30-40%)
Man kann Vermuten, dass Akku Züge einiges mehr an Energie Rückgewinnen als Oberleitung Züge.
Nun folgendes Szenario:
Eine längere Strecke, bei der größtenteils kein Bahnstrom in der nähe ist. Das ist wohl die Mehrheit der nicht elektrifizierten Strecken.
Für eine Oberleitung müsste man zumindest teilweise Allgemeinen Strom in Bahnstrom transformieren.
Zum Akkuladen ist es egal welcher Strom vor Ort ist.
Plus die bessere Energierückgewinnen.
Es kommt auf vieles an um zu wissen was bei welcher Strecke Energieeffizienter ist.
Den Energieaufwand für die Herstellung und Errichtung von Oberleitungen gar noch nicht eingerechnet.
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HansL
Aber es gibt mittlerweile Millionen von Akkus, die meist 23 Stunden am Tag nutzlos auf der Straße stehen. Die könnte man nutzen, wenn man nur wollte.
Dafür gibt es aktuell in Deutschland 0,0% Infrastruktur.
Weder an den Fahrzeugen, noch an den Ladesäulen/Wallboxen
Zitat
HansL
Aber sicher ist es sinnvoller Erzeugung und Verbrauch anzugleichen. Verbrauchsseitig sind zum Beispiel Kühlhäuser eine Option. Zu viel Strom im Netz => einfach 2 ° tiefer kühlen. Zu wenig Strom => Kühlung ausschalten.
Das ist aber ein reines Balancing des Energiebedarf im Netz. Und kein Stromspeichern wie Baerbock mal behauptet hat.
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Re: Abgleich Stromerzeugung und Verbrauch 01.02.2026 16:42 |
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Re: Abgleich Stromerzeugung und Verbrauch 01.02.2026 18:05 |
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UHM
Sicherlich ist eine Oberleitung letztendlich sinnvoller als Akku-Betrieb. Das hat aber nichts mit der Effizienz zu tun, die Stanze da jetzt schildert, sondern aus anderen Gründen. Stanze hat nur die Effizienz berücksichtigt, weil halt auch nur die Effizienz als Thema gerade aktuell war.
Die BEG hat sich hauptsächlich deshalb für den Akku-Betrieb entschieden, weil es viel zu lange dauern würde bis überall Oberleitungen wären, sie selbst da auch wenig Einfluß darauf hat. Insofern ist das Ganze auch als Zwischenlösung konzipiert.
Die Alternative mit Wasserstoff-Fahrzeugen wurde deswegen eliminiert, weil alles was man für die Wasserstofffahrzeuge an Infrastruktur braucht (Tankstellen) dann wenn die Oberleitung da ist man wieder abreißen kann. Dagegen ist die Infrastruktur für den Akku-Betrieb dann später teilweise auch für die Oberleitung mit nutzbar und das Geld dafür also nicht so hinausgeschmissen wie für die Wassestoff-Alternative.
Die Stromversorgung für die Ladestationen können später für die Oberleitung mit verwendet werden, die Oberleitungsinseln können für die spätere Oberleitung mitverwendet werden, bei den Akku-Fahrzeugen braucht man den Akku eigentlich nur auszubauen, und man hat ein reines Oberleitungsfahrzeug.
Bei Wasserstoff bräuchte man dagegen alles neu wenn man auf Oberleitung umstellt.
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Re: Abgleich Stromerzeugung und Verbrauch 01.02.2026 21:58 |
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Re: Bahnstrom in Nordbayern 01.02.2026 22:31 |
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Re: Vergleich Oberleitung - Akku 02.02.2026 15:41 |
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UHM
Sicherlich ist eine Oberleitung letztendlich sinnvoller als Akku-Betrieb.
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Re: Bahnstrom in Nordbayern 02.02.2026 15:56 |
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Re: Bahnstrom in Nordbayern 02.02.2026 16:21 |
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Nukebro
Ich denke bei S-Bahnen ist die Akkutechnologie nicht unbedingt sinnvoll denn man braucht kurze Wendezeiten (kein Laden am Endbahnhof) und möglichst viele Sitz- und Stehplätze (kein Platz im Innenraum für Akkus). Dazu kommt der Bedarf an spurtstarken Fahrzeugen (=möglichst leicht und leistungsfähig). Wenn also, wie zumindest offiziell geplant, die Strecke nach Simmelsdorf mittelfristig in die S-Bahn eingegliedert werden soll, halte ich da eine Elektrifizierung mit Oberleitung für sinnvoller als Akkuzüge.
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Durchgebundene Züge? 02.02.2026 16:42 |
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Stanze
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Nukebro
Ich denke bei S-Bahnen ist die Akkutechnologie nicht unbedingt sinnvoll denn man braucht kurze Wendezeiten (kein Laden am Endbahnhof) und möglichst viele Sitz- und Stehplätze (kein Platz im Innenraum für Akkus). Dazu kommt der Bedarf an spurtstarken Fahrzeugen (=möglichst leicht und leistungsfähig). Wenn also, wie zumindest offiziell geplant, die Strecke nach Simmelsdorf mittelfristig in die S-Bahn eingegliedert werden soll, halte ich da eine Elektrifizierung mit Oberleitung für sinnvoller als Akkuzüge.
1) die kurzen Stichstrecken schaffen die Züge ohne nachzuladen hin und zurück. (Br 1440.4 120 km Reichweite im Akkubetrieb)
2) die Akkus sind auf dem Dach oder unter dem Fahrzeug und nicht im Innenraum.
3) ob die Züge mit 1.0 ms/2 oder 0,9 ms/2 beschleunigen wirkt sich in der Realität nicht wirklich aus. da auf dieser Stichstrecken eh nur 50km/h gefahren werden darf. Und nach Markt Erlbach 60km/h
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Re: Durchgebundene Züge? 02.02.2026 17:11 |
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HansL
Dann müssten die Züge auf der ganzen Linie ihre Akkus mitschleppen. Das sollte man schon mitdenken, wenn man diskutiert, ob sich eine Oberleitung lohnt.
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Re: Bahnstrom in Nordbayern 02.02.2026 18:01 |
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Re: Bahnstrom in Nordbayern 02.02.2026 18:17 |
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Nukebro
Es hat eben auch Vorzüge keine Splittergattungen vorhalten zu müssen. Die S-Bahn wird vermutlich auch in Zukunft als Ganzes ausgeschrieben werden. Da ist es sinnvoll möglichst eine, maximal zwei Baureihen vorzusehen. Wenn einzelne Strecken mit, andere ohne Akku betrieben werden gibt es wieder mehr verschiedene Fahrzeuge. Je einheitlicher die Flotte, desto eher kann auch ein Fahrzeug von Ast A auf Ast B "aushelfen" und desto weniger Reserve braucht man bei gleicher Leistungsfähigkeit...
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Ausschreibung 2017
* Los 1 – S-Bahn Linien S1 und S2
* Los 2 – S-Bahn Linien S3 bis S5