Willkommen! Einloggen Ein neues Profil erzeugen

erweitert
Zukunft der U2/U3
geschrieben von Nukebro 
Zukunft der U2/U3
09.02.2026 19:02
Im Faden über die potentielle Verlegung des ZOB wurde auch wieder eine potentielle Verlängerung der U2 im Norden bzw. Westen aufgebracht. Da sich die U2 und die U3 die "Stammstrecke" Rothenburger Straße <–> Rathenauplatz teilen, sehe ich einen gewissen Sachzusammenhang...

Ist die U-Bahn nach Erreichen von Gebersdorf "am Ende"? Oder kommt doch noch was Neues? Wie sieht es aus wenn die DT3 und damit womöglich die heute verwendete Automatisierungstechnik das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben?

Und was ist mit dem eingleisigen Abschnitt zum Flughafen? Ich denke bevor ein Ausbau zum Wegfeld angegangen werden kann, sollte diese Limitierung im möglichen Takt aus dem Weg geräumt werden. Und sei es "nur" mit einer Ausweiche irgendwo auf halber Strecke...

Und dann gibt es natürlich die ewige Diskussion um die Verlängerung der U2 im Süden... Stein, Eibach, etc.

Was mich ein bisschen verwundert ist dass das Thema im Wahlkampf so wenig stattzufinden scheint...

____________
Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Re: Zukunft der U2/U3
09.02.2026 22:36
Die Zukunft von U-Bahn Erweiterungen hängt einfach am Geld. Aktuell hat keine Stadt Geld. Selbst Erlangen, war mal eine der reichsten Städte, hat finanzielle Probleme.

Ideen, sogar offizielle Vorüberlegungen gibt es viele. In Gedersdorf gibt es sogar Bauvorleistungen um die alte Bibertbahn anzuschließen.
Aber es ist gar nichts konkret geplant.

Für eine Verlängerung zum Wegfeld würde bei einen 10 min Takt eingleisig reichen.
Für die 2,5 Km Ziegelstein - Flughafen braucht die Bahn 2min.
Vom Flughafen zum Wegfeld sind es nochmals 1,5km.
Ausweichen kann man zur Not auch am Flughafen.

Im Wahlkampf findet das nicht statt, weil jedem klar ist, dass es aktuell finanziell nicht machbar ist. Warum sollte sich jemand mit Utopie blamieren?
Zitat
Nukebro

Was mich ein bisschen verwundert ist dass das Thema im Wahlkampf so wenig stattzufinden scheint...

Über denkbare U-Bahnprojekte haben wir doch wirklich ausgiebigst diskutiert. Da kommt in den nächsten Jahren nichts. Wer da etwas im Wahlkampf fordert, gibt sich der Lächerlichkeit preis. Sicher keinerlei Geld dafür da.
Es gibt einen Mobilitätsbeschluss, mit dem eine Menge Projekte fest zugesagt wurden. Nichts davon liegt im Plan. Nichts davon wird in den nächsten 6 Jahren wie versprochen auch nur halbwegs rechtzeitig fertig. Kein Geld, kein Personal, ungeahnte Schwierigkeiten. Da verfolgt kein Stadtpolitiker, der noch halbwegs bei Verstand ist, eine neue Idee.
Selbst wenn man die FSW-Pläne endlich beerdigen und die 20 Planstellen sinnvoll umwidmen würde. Da könnte man nur die begonnen und fest zugesagten Vorhaben in etwa fristgerecht umsetzen.
Aber irgendwelche U-Bahn-Projekte werden die nächsten 6 Jahre keinesfalls begonnen.
Man muss nur in den MIP sehen: Da gibt es bis 2030 keinerlei Gelder für den FSW-Tunnel.
Re: Zukunft der U2/U3
10.02.2026 00:02
Ich fände es halt schon etwas komisch, wenn zum Wegfeld die U-Bahn verlängert würde und dann aber dort (weil es zwei Linien sind) die Straßenbahn öfter käme als die U-Bahn. Zumal eingleisige Infrastruktur ja auch im Falle von Baustellen die komplette Stilllegung erfordert wo zweigleisige Infrastruktur oft einen Restbetrieb auf einem Gleis möglich macht (insbesondere bei getrennten Streckentunneln)

____________
Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Re: Zukunft der U2/U3
10.02.2026 00:12
Berlin ist notorisch pleite und trotzdem gab es da vor einiger Zeit Pläne inklusive einer "U0" mit fragwürdigem Verkehrsnutzen....

Und immerhin ist der Würstchenesser vom Dienst Nürnberger. Der könnte ja sagen "München kriegt die zweite Stammstrecke und Nürnberg kriegt drei U-Bahnhöfe" und Zack könnte sich sein Namensvetter das ans Revers heften... Oder gibt es da böses Blut, weil König die Bögl-Bahn nicht so brennend haben will wie Söder?

____________
Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Re: Zukunft der U2/U3
10.02.2026 05:48
Zitat
Nukebro
Berlin ist notorisch pleite und trotzdem gab es da vor einiger Zeit Pläne inklusive einer "U0" mit fragwürdigem Verkehrsnutzen....

Nein, es gab keine Pläne.

Das sind Ideen, die als Nebelkerzen dienen sollen.
Ziel ist es, fertig geplante Straßenbahnstrecken zu verzögern und zu verhindern.

Das kann man mit Bedenken („Parkplätze fallen weg!“, „Berliner Feuerwehr kommt an Oberleitungen nicht vorbei!“ „und das Quietschen in den Kurven?“) oder eben mit „attraktiveren“ Vorschlägen erreichen.

Alle Vorschläge der SPD und CDU in Berlin beschränken sich darauf, Begriffe in den Raum zu werfen, die dann in den Medien diskutiert werden, ohne dass sie in den nächsten 4 Jahren irgendwie auch nur weitergeplant werden. Wenn man eine Straßenbahn nicht aufständert oder im Tunnel führt, sondern sie auf der Straße fahren lässt, ist sie viel billiger als andere Technologien.
Und gerade deswegen werden Projekte und Ideen mit Seilbahnen, Bögl-Bahnen und Rolltreppen in den Raum geworfen, um von dem einfachen Vergleich abzulenken.

Einzige Ausnahme: Die Verlängerung der U3 zum Mexikoplatz ist inzwischen in Bau. Sie hat auf dem Plan eine Netzwirkung - in realitas erreicht sie aber wohl nur wenige Umsteiger zwischen U3 und S-Bahn.

------------
Zurück nach Nürnberg:
Ja, es gibt viele Verbesserungsmöglichkeiten und Ideen, die imho gegeneinander ausgespielt werden. Und statt einer Straßenbahn zur Bauernfeindstraße (Sollte die nicht vor dem Bau der Uni und der Wohnungen fertig sein?) reden wir über Bögl-Bahn, U29 nach Neuendettelsau und einer U2 vom Flughafen zum Wegfeld, obwohl die StuB noch nicht mal angefangen ist.

hmpfgrmbl
Re: Zukunft der U2/U3
10.02.2026 15:26
So weit ich weiß kam das Dokument mit der U0 in Berlin nicht von der Politik sondern von der BVG....

____________
Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Re: Zukunft der U2/U3
26.02.2026 15:42
Die U2 nach Stein. Wahlkampfthema bei der CSU.

[www.facebook.com]
Re: Zukunft der U2/U3
26.02.2026 16:00
Warum nicht den Artikel verlinken statt Facebook? [fuerthaktuell.de]

____________
Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Re: Zukunft der U2/U3
01.03.2026 12:53
U2 nach Stein - Wunschdenken.

[www.facebook.com]
Was die CSU zu diesem Thema bringt, ist unseriös:
[www.nordbayern.de]

Das Gutachten ist klar: der NKF reicht nicht, um auch nur eine Vorplanung auf den Weg zu bringen. Und wenn, dann müsste nicht nur Stein wollen, sondern auch der Landkreis. Das kann sich zwar nächste Woche ändern - theoretisch-, aber im Moment ist nicht erkennbar, dass da eine Initiative zu erwarten wäre.

Trotzdem erwecken die CSU'ler den Eindruck, sie müssten nur in Nürnberg und Stein die Mehrheit erringen, und schon rollen die Bagger.

Kein Wort dazu, wie sie das Problem mit dem NKF angehen könnten. Noch nicht mal ein Hauch einer Idee.
Aber auch kein Wort zu der Frage, wie man den Landkreis gewinnen könnte. Und auch die anderen Gemeinden, die ja mitzahlen müssten. Oberasbach will einen Radweg noch nicht mal geschenkt. Weil ihnen der Unterhalt als zu teuer erscheint. Da werden sie "Stein" eine U-Bahn spendieren?

Wie unglaubwürdig kann man als große Partei im Wahlkampf agieren?
Re: Zukunft der U2/U3
03.03.2026 11:14
Interessant finde ich an der Stelle, dass die Verlängerung der U2 im Norden nach "am Wegfeld" nicht in die Debatte eingebracht wird. Vermutlich weil OB König dann nach der Wahl erklären müsste, warum es doch nicht geht. So kann er bei Stein die Schuld auf den Landkreis schieben...

____________
Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Re: Zukunft der U2/U3
03.03.2026 20:26
Interessant wäre Mal, ob es eine aktuelle Studie zur U2 nach "Am Wegfeld" unter den aktuellen Kriterien gibt. Und wie weit da ins Gewicht fallen würde ob und wenn ja wie viele Straßenbahnen auf der StUB am Wegfeld durch fahren...

____________
Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Das wurde hier doch schon ausführlichst diskutiert: Wem sollte diese Verlängerung nutzen? Die Nürnberger haben schon eine U-Bahn zum Flughafen und werden kaum am Wegfeld von der Straßenbahn umsteigen. Und die Erlanger auch nicht. Wenn, dann gäbe eine Stichstrecke der StUB Sinn, aber die wird auch nicht kommen. Weil sie sich nicht rechnet. Der jetzige 30'er-Bus ist ab Wegfeld auch nur schwach ausgelastet.

Und jetzt bitte diese Diskussion nicht noch einmal aufwärmen, so lange es nichts Neues dazu gibt. Für eine U2 zum Wegfeld wird sich nicht einmal die CSU stark machen. Die sonst nicht zimperliche ist, wenn es gilt, das Blaue von Himmel herunter zu versprechen.
Re: Zukunft der U2/U3
04.03.2026 09:28
Eine Straßenbahn vom Wegfeld zum Flughafen müsste durch Straßen die schon für den Bus zu eng sind. Das fehlt mir ehrlich gesagt die Phantasie. Dazu kommt dass eine Stichfahrt betriebliche Probleme bringt. Am Wegfeld wird ein Umsteigepunkt sein und bleiben. Es hätte für die Netzstruktur Vorteile wenn man da nicht nur in die Straßenbahn sondern auch in die U-Bahn umsteigen könnte...

____________
Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Zitat
HansL
Der jetzige 30'er-Bus ist ab Wegfeld auch nur schwach ausgelastet.

Apropos Linie 30 und die schwache Auslastung östlich Wegfeld: kann mir jemand nochmal erklären, weshalb für die noch schwächere Auslastung östlich des Flughafen die Linie 30 überhaupt zum Nordost-Bf durchgebunden wird. Es soll ja irgendwie um nachgewiesene Fahrzeugkilometer auf Nürnberger vs Erlanger Stadtgebiet gehen, damit irgendwelche Ansprücke erhalten bleiben.

Problem ist ja die starke Verspätungsanfälligkeit wegen teilweise gleichzeitiger PKW-Rückstaus auf Bamberger Str., Marienberger Str., Bierweg und Außerer Bayreuther Str aufgrund der Nähe zur A3, wodurch die Feinerschließung z.B. des Gewerbegebiet Nordostpark zur U-Bahnstation Herrnhütte (U2) oft Makulatur wird (z.B. faktisch 19/1-Minuten Takt statt 10/10 zur HVZ gemeinsam mit der Linie 31).

Ein zuverlässigeres Verkehrsangebot würde sich etwa durch die Wiederinbetriebnahme der Wendeschleife Nordostpark ergeben. Hier müsste einfach mal (wie bei ernsthaften Verkehrsunternehmen anderer Großstädte) durchgerechnet werden, wieviele Fahrgäste (Nordostpark) von einer besseren Anbindung profitieren würden, und wie wenige durch den Wegfall des heutigen planmäßigen 5-Minuten-Taktes ab Thumenberger Weg zu Herrnhütte betroffen wären, wenn die L30 nur noch bis Flughafen/U2 geführt würde.
Zitat
Nukebro
Eine Straßenbahn vom Wegfeld zum Flughafen müsste durch Straßen die schon für den Bus zu eng sind. Das fehlt mir ehrlich gesagt die Phantasie. Dazu kommt dass eine Stichfahrt betriebliche Probleme bringt. Am Wegfeld wird ein Umsteigepunkt sein und bleiben. Es hätte für die Netzstruktur Vorteile wenn man da nicht nur in die Straßenbahn sondern auch in die U-Bahn umsteigen könnte...

Obwohl die StUB nicht einmal auf bestehenden Straßen gebaut werden müsste. Die Pläne um die Orte "neue Irrhainstraße" sind fertig und müssten nur mit Straßenbahngleisen ergänzt werden. So sollte schon der 30'er fahren. Ist am Widerstand der Bauern gescheitert.

Und so wird der 30'er durch den 20'er ersetzt, wenn die StUB mal fährt. Auch direkt von Erlangen. Am Wegfeld kann immer noch umsteigen, wer mit der StUB kommt.
Mehr gibt der Bedarf nicht her.
Aber eine U-Bahn wäre immer noch blödsinniger als eine Straßenbahn. Erstere abgetrennt und nur ein Bahnhof. Straßenbahn könnte wenigstens Zwischenhaltestellen oberirdisch haben. Vielleicht nur, um von den neuen Parkplätzen zum Terminal zu fahren.
Aber wie gesagt: Selbst das ein Luftschloss. Der bestehende Bus reicht mehr als vollständig aus.
Re: Zukunft der U2/U3
04.03.2026 14:19
Auch eine U-Bahn könnte Zwischenstationen haben. Die Frage ist wie sinnvoll das ist. Und der 20er-Bus fährt in Erlangen eine halbe Stadtrundfahrt. Da ist wenn die StUB mal fährt der Umstieg am Wegfeld deutlich sinnvoller...

____________
Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Alle Erweiterungen der U-Bahn, die in den letzten Monaten hier und in anderen Fäden vorgeschlagen und diskutiert werden, sind nichts Neues. Siehe zum Beispiel den Strang "U-Bahn Gesamtnetz" (erste Seiten von Dezember 2007 und Januar 2008; dann auf Seite 6 Sprung nach August 2017 mit Diskussion bis Juli 2018; letzte Seite 24 von März 2020).

Ich verlinke die Seite 18 (April 2018):

[www.bahninfo-forum.de]

Dort habe ich aus dem NVEP 2025 den Planfall B1 mit einem maximalen Ausbau der U-Bahn vorgestellt. Davon sind in den folgenden Reduktionsstufen C und D nur die Abzweige nach Stein und Eibach übrig geblieben. Alles andere ist wegen zu geringer Nutzerzahlen verworfen worden. Ein besonders schlechtes Ergebnis erhielt die Verlängerung vom Flughafen zum Wegfeld. In einem anderen Planfall ist eine Tram vom Wegfeld zum Flughafen untersucht worden. Sie wäre nach den prognostizierten Nutzerzahlen machbar gewesen, hätte aber die Nutzerzahlen der U-Bahn zum Flughafen reduziert, was sich schädlich in der Nutzen-Kosten-Analyse auswirkt.

Für die Berechnung des NKV werden eben auch Verlagerungseffekte bei den Nutzerzahlen berücksichtigt. Am Ende zählen nur neue Fahrgäste im Gesamtsystem ÖPNV. Wenn die Bahn mehr Fahrgäste als eine eingestellte Buslinie hat, ist das positiv. Umstieg allein ohne Kosteneinsparung bei der dann schlechter genutzten Linie (z.B. S-Bahn) ist negativ für die NK-Rechnung.

Der dortige Link zum NVEP ist nicht mehr gültig. Auf dieser Seite der Verkehrsplanung Nürnberg findet man alle relevanten Konzepte für den öffentlichen Personennahverkehr:

[www.nuernberg.de]



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.03.2026 11:59 von Manfred Erlg.
Re: Zukunft der U2/U3
05.03.2026 12:42
Zitat
Manfred Erlg
Ein besonders schlechtes Ergebnis erhielt die Verlängerung vom Flughafen zum Wegfeld.

Richtig.

Das wurde aber anhand des bestehenden Straßenbahn Ausbaus ermittelt.

Sollte die Stub tatsächlich bis Erlangen gebaut werden, ist die Sachlage eine andere.

Vom Nordast der U2 entsteht bei einer Durchbindung eine schnelle Verbindung nach Erlangen.

Umgekehrt auch. von Erlangen zum Flughafen und zu den Gewerbegebiet.
Sorry, in diesem Forum dürfen nur registrierte Benutzer schreiben.

Hier klicken, um sich einzuloggen