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Re: Gräfenbergbahn als Straßenbahn? 11.02.2026 16:38 |
Zitat
Stanze
Zitat
StefanK
Mal unabhängig von irgendwelchen Wahlperioden gesehen, ist für die Verbindung Nürnberg - Gräfenberg die umsteigefreie Durchbindung bis in die Stadtmitte Nürnberg wichtig, weil dies den Hauptverkehrsströmen entspricht.
Die Ringbahn könnte ab Nordostbahnhof in Richtung Fürth betrieben werden.
Eine Möglichkeit der Durchbindung wäre die Ubahn ab Ziegelstein mit seitlicher Stromschiene und / oder gemischt als BEMU.
du meinst damit zwei Linien, oder?
Eine Durchbindung NBG HBF - Gräfenberg
Und eine Rumpflinie Nordostbahnhof - Fürth HBF
Warum nicht gleich die U-Bahn mit der gleichen Technik auf die Ringbahn leiten? Für die Gräfenbergbahn würde die Ringbahn nicht mehr gebraucht werden.
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Es gibt einem Antrag der Grünen 11.02.2026 17:47 |
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Re: Es gibt einem Antrag der Grünen 11.02.2026 18:59 |
Zitat
HansL
Erstmal nur eine Machbarkeitsstudie:
[gruene-stadtratsfraktion.nuernberg.de]
Wurde im Februar eingereicht. Ein Diskussionsbeitrag, aber für die nächsten 6 Jahre.
Klar braucht es Zweirichtungsfahrzeuge. Klar eine Oberleitung. Klar Fahrer.
Spricht eigentlich alles für eine Verlängerung der 7 bis Gräfenberg.
Kapazität? 3-fach-Traktion an Nordostbahnhof? Eine Garnitur Richtung Nürnberg. 2 Garnituren noch Fürth. Wo wäre das Problem?
Zitat
Grüne Stadtratsfraktion
Für Nürnberg bieten sich dabei zwei naheliegende Varianten an: eine Anbindung der Gräfenbergbahn an das U-Bahn-Netz im Bereich Herrnhütte oder eine Verknüpfung mit dem Straßenbahnnetz, etwa durch eine Verlängerung der Linie 7 vom Stadtpark zum Nordostbahnhof. Mit vergleichsweise geringen Infrastrukturanpassungen und dem Einsatz von Mehrsystemfahrzeugen könnten so direkte, umsteigefreie Verbindungen zwischen Hauptbahnhof und Orten wie Heroldsberg, Eschenau oder Gräfenberg geschaffen werden.
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Re: Es gibt einem Antrag der Grünen 11.02.2026 19:18 |
Zitat
HansL
Erstmal nur eine Machbarkeitsstudie:
[gruene-stadtratsfraktion.nuernberg.de]
Klar braucht es Zweirichtungsfahrzeuge. Klar eine Oberleitung. Klar Fahrer.
Spricht eigentlich alles für eine Verlängerung der 7 bis Gräfenberg.
Kapazität? 3-fach-Traktion an Nordostbahnhof? Eine Garnitur Richtung Nürnberg. 2 Garnituren noch Fürth. Wo wäre das Problem?
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Re: Gräfenbergbahn als Straßenbahn? 11.02.2026 20:25 |
Zitat
StefanK
Wichtig war mir die Betonung der direkten Verbindung Nürnberg Zentrum - Gräfenberg entsprechend den Hauptverkehrsströmen.
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StefanK
Da wären vermutlich einige Fragen abzuarbeiten, zum Beispiel: Ist der bauliche Platz vorhanden für die dargestellte Abzweigung bei Eberhardshof? Falls nicht, kann er geschaffen werden? Wie wäre die Verkehrsnachfrage?
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Re: Es gibt einem Antrag der Grünen 11.02.2026 21:05 |
Zitat
Axel25
Am sinnvollsten finde ich, nach einer parallelen Diskussion mit einem anderen User, die Verknüpfung mit der U-Bahn, da es die einzige Verbindung von der Gräfenbergbahn in die Innenstadt ist, die genügend lange und breite Fahrzeuge aufnehmen kann.
Das Radprofil stimmt schon, die Fahrzeuge haben genügend Platz für Akkus und eine Zulassung als LNT sollte machbar sein.
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Re: Es gibt einem Antrag der Grünen 11.02.2026 21:55 |
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marco2206
Wäre eigentlich bei einer Durchbindung auf die U-Bahn auch eine Übergabe der Züge aus Gräfenberg an das Automatiksystem möglich und machbar?
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Re: Es gibt einem Antrag der Grünen 11.02.2026 22:28 |
Zitat
marco2206
In Gräfenberg oder auch unterwegs könnte man mittels Stromschiene die Akkus einer BEMU U-Bahn auch Nachladen.
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marco2206
Wäre eigentlich bei einer Durchbindung auf die U-Bahn auch eine Übergabe der Züge aus Gräfenberg an das Automatiksystem möglich und machbar?
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Axel25
Das müsste analog zu einer LZB-Aufnahme funktionieren.
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Re: Gräfenbergbahn als Straßenbahn? 12.02.2026 00:53 |
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Re: Es gibt einem Antrag der Grünen 12.02.2026 01:08 |
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Stanze
Wenn die Bahn irgendwo 5min steht um in den anderen Modus zu kommen, sehe ich das eher als kritisch.
Das andere ist, die DT3 sind alte Technik. evtl. können es neuere Rechner und Fahrzeuge schneller.
Zitat
Axel25
Das müsste analog zu einer LZB-Aufnahme funktionieren.
Nicht ganz. GoA 4 erfordert etwas mehr als eine reine Zugbeinflussung. Von der Türensicherheit bist zu Fahrbefehlverarbeitung müssen die Systeme hochgefahren und Sicherheitstest ausgeführt werden.
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Re: Gräfenbergbahn als Straßenbahn? 12.02.2026 01:19 |
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Nukebro
Wäre der Umbau der Gräfenbergbahn auf automatischen Betrieb (dann natürlich mit einem anderen System als dem was heute auf der U2/U3 verwendet wird) völlig ausgeschlossen?
Zitat
Wie viele Bahnübergänge hat die Strecke denn? Gibt es andere Hinderungsgründe?
Zitat
Ich glaube die U-Bahnen in Nürnberg haben einen Stromabnehmer auf dem Dach für den Betriebshof. Wäre das für den Regelbetrieb geeignet? Oder könnte man eine neue Baureihe entsprechend bauen? Ich denke Stromschienen auf der Gräfenbergbahn wären nicht so super wenn es sich vermeiden lässt...
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Re: Gräfenbergbahn als U-Bahn! 12.02.2026 01:20 |
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Sebastian90475
aus: [www.bahninfo-forum.de] von 2023
3. Radprofil
Die Straßenbahn benutzt ein anderes Radprofil als die Eisenbahn, weshalb Straßenbahnen nicht per Schiene angeliefert werden können, U-Bahnen aber schon. Das heißt: Um als Tram-Train fahren zu können, brauchen diese Züge ein Mischprofil, was sowohl auf Straßenbahnstrecken als auch bei der Eisenbahn funktioniert. Sowas gibt es, das ist nicht das Problem, aber diese "Mischprofilräder" benötigen meiner Kenntnis nach eine breitere Rille als gewöhnliche Straßenbahnen, weshalb die Schienen in Nürnberg ausgetauscht werden müssten, um solche Züge aufnehmen zu können.
Zitat
derBahnFahrendeFahrer
Die Spurweite ist die gleiche hier müsste man nur die Schienenköpfe auf das Profil der Tram anpassen so wäre das im großen und ganzen direkt möglich.
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Re: Gräfenbergbahn als U-Bahn! 12.02.2026 01:27 |
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Re: Es gibt einem Antrag der Grünen 12.02.2026 02:02 |
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Axel25
Ich hätte die Erwartung, dass man das einmal beim Vorbereitungsdienst macht und das System analog zu ETCS und LZB ansonsten einfach im Bereitschaftsmodus ist.
Ich habe folgenden Ablauf im Kopf, aus Gräfenberg kommend:
- Zug fährt aus Heroldsberg kommend Richtung Ziegelstein.
- Zug wird zwischen Heroldsberg und Ziegelstein in die linienförmige Zugbeeinflussung aufgenommen (egal, ob das LZB 524 oder etwas anderes ist).
- Zug wird nach Aufnahme in die LZB in die Überwachung der ATO aufgenommen.
- Zug hält (Betriebshalt oder Büchenbach), Lokführer leitet Weiterfahrt in GoA 2+ ein.
- Zug hält in Herrnhütte, Lokführer verlässt Zug, Weiterfahrt in GoA 4.
Also eine gestufte Aufnahme in die ATO, die mit der Zugbeeinflussung beginnt und einen Abschnitt in einer niedrigeren Stufe beinhaltet, damit vor Erreichen der U-Bahn ein Systemcheck des ATO-Systems erfolgt. Wenn der Zug nicht in die ATO aufgenommen wird, endet die Fahrt in Herrnhütte und es könnte ein Dispozug einspringen. Funktioniert die ATO nicht richtig, also z.B. nur ausreichend für GoA 2, muss ein Lokführer an Bord bleiben.
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Re: Gräfenbergbahn als U-Bahn! 12.02.2026 03:14 |
Zitat
Das bedeutet, dass man für einen Straßenbahnbetrieb entweder die Schienen nach Gräfenberg komplett tauschen müsste, Weichen sowieso.
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Re: Gräfenbergbahn als U-Bahn! 12.02.2026 13:39 |
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Re: Gräfenbergbahn als U-Bahn! 12.02.2026 14:31 |
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Marktkauf
Wir haben in Nürnberg ein Straßenbahnnetz mit einen zukünftigen großen Nordast nach Erlangen und Herzogenaurach. Keine einzige Strecke hat Platz für breitere Fahrzeuge. Damit wird es auch bei weiteren Neufahrzeugen bei 2,30 m bleiben.
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Re: Gräfenbergbahn als Straßenbahn? 13.02.2026 09:20 |
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Re: Gräfenbergbahn als Straßenbahn? 13.02.2026 10:55 |
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Re: Gräfenbergbahn als Straßenbahn? 13.02.2026 11:07 |
Zitat
MStr
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Ganz kurz zu den einzelnen Punkten, die genannt werden:
- Kapazität: Auf vielen Strecken der bestehenden Stadt-Umland-Bahnsysteme werden weitaus höhere Kapazitäten erreicht als auf der Gräfenbergbahn erforderlich sind. Durch Mehrfachtraktion (siehe Zuglänge) und Taktverdichtung (die ja explizit gewollt ist um die Attraktivität zu erhöhen) lässt sich die erforderliche Kapazität erreichen, selbst wenn man nicht die breiten Fahrzeuge einsetzt (siehe Fahrzeugbreite).
- Zuglänge: Bleibt im EBOi-Bereich gleich. Die BOStrab erlaubt grundsätzlich 75-Meter-Züge. Es ist zu klären, ob für den Abschnitt bis Hauptbahnhof auch längere Züge zugelassen werden können (es handelt sich fast durchgehend um eigenen Gleiskörper). Da muss man mit der Genehmigungsbehörde verhandeln (solche Verhandlungen gab es wie gesagt auch bei den Beispielsystemen - nirgends haben diese Systeme schon von vornherein alle Parameter erfüllt, überall waren Anpassungen und Ausnahmegenehmigungen der Genehmigungsbehörden erforderlich). Plan B wäre die Trennung in zwei jeweils maximal 75 Meter lange Züge - im Sichtfahrbereich können die auch direkt hinter einander her fahren.
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