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Ist die U-Bahn zwischen Hauptbahnhof und Rathenauplatz überlastet? Wenn ja, was kann dagegen getan werden? 19.02.2026 15:52 |
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Re: Ist die U-Bahn zwischen Hauptbahnhof und Rathenauplatz überlastet? Wenn ja, was kann dagegen getan werden? 19.02.2026 16:20 |
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Re: Ist die U-Bahn zwischen Hauptbahnhof und Rathenauplatz überlastet? Wenn ja, was kann dagegen getan werden? 19.02.2026 17:07 |
Zitat
Nukebro
In diesem Forum wird verschiedentlich ausgesagt, die U-Bahn zwischen Rathenauplatz und Hauptbahnhof sei überlastet. Zunächst einmal: ist dem überhaupt so?
Zitat
Ich bin der Meinung, dass wenn dem so sein sollte, mindestens in der kritischen Periode der maximal mögliche Takt mit Langzügen gefahren werden sollte. Wenn das Problem im Fahrgastwechsel liegt, sollte geschaut werden wo Selbiger optimiert werden kann – das wäre aber womöglich erst eine Frage einer künftigen Fahrzeuggeneration mit ggf. mehr Türen o.ä.
Zitat
Sollte all das wider Erwarten auch nicht helfen ist die Frage, ob man die Bahnsteige verlängern sollte oder ob eine "Entlastungslinie" gebaut werden sollte. Also eine U-Bahn-Linie, die zusätzliche Kapazitäten schafft und/oder Verkehr vom belasteten Abschnitt weg verlagert. Womöglich könnte das auch eine S-Bahn-Linie leisten. Diese bräuchte aber eigene zwei Gleise, denn mit einem 20-Minuten Takt oder schlechter gewinnt man da keinen Blumentopf.
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Re: Ist die U-Bahn zwischen Hauptbahnhof und Rathenauplatz überlastet? Wenn ja, was kann dagegen getan werden? 19.02.2026 17:53 |
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Re: Ist die U-Bahn zwischen Hauptbahnhof und Rathenauplatz überlastet? Wenn ja, was kann dagegen getan werden? 19.02.2026 18:44 |
Zitat
Axel25
Zitat
Nukebro
In diesem Forum wird verschiedentlich ausgesagt, die U-Bahn zwischen Rathenauplatz und Hauptbahnhof sei überlastet. Zunächst einmal: ist dem überhaupt so?
Überlastet vielleicht noch nicht, aber der Abschnitt ist am oberen Ende dessen, was die U-Bahn befördern kann. Siehe NVP Nürnberg 2025, S. 20, S. 42 und S.146. Damit behindert die Auslastung dieses Abschnitts die Verlagerung weiterer Fahrten auf den ÖPNV.
Zitat
Ich bin der Meinung, dass wenn dem so sein sollte, mindestens in der kritischen Periode der maximal mögliche Takt mit Langzügen gefahren werden sollte. Wenn das Problem im Fahrgastwechsel liegt, sollte geschaut werden wo Selbiger optimiert werden kann – das wäre aber womöglich erst eine Frage einer künftigen Fahrzeuggeneration mit ggf. mehr Türen o.ä.
Die Frage ist, mit welchen Fahrzeugen? Eine Taktverdichtung auf dichter als 150 Sekunden braucht wohl zwingend Fahrzeuge, zumindest die LZB und die Nachrückpunkte mit benutzen können.
Nur wird das dann auch nicht funktionieren, da endende Züge mit Kehrfahrt deutlich längere Haltezeiten haben als durchfahrende Züge. Zum einen muss der Zug "geräumt" werden und geprüft werden, dass kein Fahrgast mehr im Fahrzeug ist. Zum anderen kannst du den Bahnsteig nur mit 20/30 räumen, da du die Weiche in die Abstellanlage im abzweigenden Ast befährst.
Zitat
Sollte all das wider Erwarten auch nicht helfen ist die Frage, ob man die Bahnsteige verlängern sollte oder ob eine "Entlastungslinie" gebaut werden sollte. Also eine U-Bahn-Linie, die zusätzliche Kapazitäten schafft und/oder Verkehr vom belasteten Abschnitt weg verlagert. Womöglich könnte das auch eine S-Bahn-Linie leisten. Diese bräuchte aber eigene zwei Gleise, denn mit einem 20-Minuten Takt oder schlechter gewinnt man da keinen Blumentopf.
1. Wo willst du bei der Nürnberger U-Bahn die Bahnsteige verlängern? So einfach ist das insbesondere auf der U2 auf Grund der Bauweise nicht.
2. Bei der "großen" Eisenbahn ist es normalerweise egal, wenn du vom 20 Minutentakt auf einen 15 Minutentakt verdichtest. Ab dem 20 Minutentakt stellt man sich nur noch an den Bahnsteig und wartet.
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Re: Ist die U-Bahn zwischen Hauptbahnhof und Rathenauplatz überlastet? Wenn ja, was kann dagegen getan werden? 19.02.2026 18:55 |
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Am Rande der Überlastung, bereits überlastet oder nur störanfällig? 19.02.2026 19:02 |
Zitat
Axel25
Überlastet vielleicht noch nicht, aber der Abschnitt ist am oberen Ende dessen, was die U-Bahn befördern kann. Siehe NVP Nürnberg 2025, S. 20, S. 42 und S.146. Damit behindert die Auslastung dieses Abschnitts die Verlagerung weiterer Fahrten auf den ÖPNV.
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Re: Ist die U-Bahn zwischen Hauptbahnhof und Rathenauplatz überlastet? Wenn ja, was kann dagegen getan werden? 19.02.2026 19:03 |
Zitat
Nukebro
Bezüglich der Wirkung die eine Straßenbahn haben kann, muss ich wohl wieder den Rechenschieber auspacken...
Der Avenio hat eine Kapazität von 218 Plätzen insgesamt laut Wikipedia. Davon 62 Sitzplätze und 156 Stehplätze.
Der DT3F hat laut Wikipedia 72 Sitz- und 216 Stehplätze. In Summe also 288.
Eine Straßenbahn alle 10 Minuten sind in Summe pro Stunde 218*6=1308 Plätze.
Ein DT3F alle 100 Sekunden sind in Summe pro Stunde 288*36=10368 Plätze
Der DT3 ohne Fahrerkabine hat laut Wikipedia 82 Sitz- und 238 Stehplätze. In Summe also 320.
Ein DT3 alle 100 Sekunden sind in Summe pro Stunde
320*36=11520 Plätze
Der Ausbau der Fahrerkabinen würde also pro Stunde 1152 mehr Plätze bringen – fast so viel wie die Straßenbahn.
Und wenn man statt Einzel- Doppeltraktionen fahren ließe, hätte die U-Bahn natürlich nochmal deutlich mehr Kapazität.
Die Verlängerung der Straßenbahn zum Stadtpark mag aus anderen Gründen sinnvoll sein; die Kapazität ist aber im Vergleich zu Dingen, die bei der U-Bahn noch möglich wären, zu vernachlässigen....
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Re: Ist die U-Bahn zwischen Hauptbahnhof und Rathenauplatz überlastet? Wenn ja, was kann dagegen getan werden? 19.02.2026 19:21 |
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Nukebro
Zitat
Axel25
Die Frage ist, mit welchen Fahrzeugen? Eine Taktverdichtung auf dichter als 150 Sekunden braucht wohl zwingend Fahrzeuge, zumindest die LZB und die Nachrückpunkte mit benutzen können.
Nur wird das dann auch nicht funktionieren, da endende Züge mit Kehrfahrt deutlich längere Haltezeiten haben als durchfahrende Züge. Zum einen muss der Zug "geräumt" werden und geprüft werden, dass kein Fahrgast mehr im Fahrzeug ist. Zum anderen kannst du den Bahnsteig nur mit 20/30 räumen, da du die Weiche in die Abstellanlage im abzweigenden Ast befährst.
Und ich weiß nicht genau was du mit 150 Sekunden meinst und endenden Zügen. Die Züge sollen natürlich nicht am Hauptbahnhof enden. Und wenn Paris 90 Sekunden kann, sollte Nürnberg auch in den Bereich kommen können – vernünftige Technik vorausgesetzt....
Zitat
nukebro
Der Avenio hat eine Kapazität von 218 Plätzen insgesamt laut Wikipedia. Davon 62 Sitzplätze und 156 Stehplätze.
Der DT3F hat laut Wikipedia 72 Sitz- und 216 Stehplätze. In Summe also 288.
Eine Straßenbahn alle 10 Minuten sind in Summe pro Stunde 218*6=1308 Plätze.
Ein DT3F alle 100 Sekunden sind in Summe pro Stunde 288*36=10368 Plätze
Der DT3 ohne Fahrerkabine hat laut Wikipedia 82 Sitz- und 238 Stehplätze. In Summe also 320.
Ein DT3 alle 100 Sekunden sind in Summe pro Stunde
320*36=11520 Plätze
Zitat
HansL
Zitat
Axel25
Überlastet vielleicht noch nicht, aber der Abschnitt ist am oberen Ende dessen, was die U-Bahn befördern kann. Siehe NVP Nürnberg 2025, S. 20, S. 42 und S.146. Damit behindert die Auslastung dieses Abschnitts die Verlagerung weiterer Fahrten auf den ÖPNV.
Das ist doch ein Streit um Kaisers Bart. Klar sind noch Optimierungen im Detail möglich. Aber schon jetzt ist der Abschnitt schon störanfällig. Und das wird sich verschärfen, wenn noch mehr Last auf die Strecke kommt. Was gewollt ist. Es soll mehr Umstieg auf ÖPNV kommen. Wo soll der hin?
Und die Verlängerung bis Gebersdorf bringt hoffentlich weitere Fahrgäste. Und damit weitere mögliche Störungen im Ablauf. Die man hoffentlich noch mit kleineren Optimierungen in den Griff bekommt.
Aber dann noch weitere Last auf diesen Streckenabschnitt durch weitere Erweiterungen bringen? Das kann doch niemand ernsthaft planen. U2/U3 ist am Rande der Kapazität.
Ist das, was @Nukepro vorschlägt, einer Diskussion wert? Auf vorhandene Probleme geht er nie ein. Er bringt im Detail untaugliche Vorschläge. Die alle hier gründlich diskutiert und verworfen wurden.
Und seine Visionen? Die sind eher der Art, wie sie Altkanzler Schmidt schon vor langer Zeit treffend charakterisiert hat.
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Re: Ist die U-Bahn zwischen Hauptbahnhof und Rathenauplatz überlastet? Wenn ja, was kann dagegen getan werden? 19.02.2026 19:35 |
Zitat
Nukebro
Nochmal: Paris fährt einen 90-Sekunden-Takt. Ja auch auf einer "umgebauten" Strecke. Warum soll das in Nürnberg nicht möglich sein?
Und wohlgemerkt, der oben berechnete 100-Sekunden-Takt ist für Einfachtraktionen DT3(F). Wenn man einfach nur mit jedem Zug die bestehende Bahnsteiglänge ausnutzt, ist man schon bei der doppelten Kapazität.
Und was "man schafft Kapazität nur für die Spitzenstunde" angeht... Ja das hat eine Spitzenstunde so an sich... Ich persönlich fände es ja gut, wenn die Fahrzeuge, die in dieser Stunde fahren, den Rest der Zeit nicht auf dem Hof auf bessere Zeiten warten – dann steigt nämlich die Chance auf einen Sitzplatz...
Zitat
Nukebro
Und irgendwie finde ich es schon seltsam, wenn allenthalben die selben Leute sagen "die Nürnberger U-Bahn war ein Fehler und ausgebaut werden sollte sie erst Recht nicht" und "die U-Bahn ist kapazitätsmäßig am Limit". Das erinnert ein wenig an Yogi Berra der einst sagte "it's so crowded, nobody goes there anymore".
Zitat
Nukebro
Zum Vergleich: Wikipedia gibt für vierteilige 70-Meter-Garnituren auf der S-Bahn 215 Sitzplätze (BR442) bzw. 230 Sitzplätze (BR1440) an. Stehplätze werden nicht angegeben auch wenn zu Stoßzeiten, bei Veranstaltungen oder wenn nur eine Einfachtraktion kommt wenn eine Doppel- oder Dreifachtraktion nötig wäre, immer wieder ein nicht unerheblicher Teil der Fahrgäste steht...
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Re: Ist die U-Bahn zwischen Hauptbahnhof und Rathenauplatz überlastet? Wenn ja, was kann dagegen getan werden? 19.02.2026 21:05 |
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Straßaboh-Fan
Also ich kann jedem nur raten, meidet die Schülerzeit... grauenvoll
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Re: Ist die U-Bahn zwischen Hauptbahnhof und Rathenauplatz überlastet? Wenn ja, was kann dagegen getan werden? 19.02.2026 21:45 |
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Re: Ist die U-Bahn zwischen Hauptbahnhof und Rathenauplatz überlastet? Wenn ja, was kann dagegen getan werden? 20.02.2026 06:27 |
Zitat
Nukebro
Und irgendwie finde ich es schon seltsam, wenn allenthalben die selben Leute sagen "die Nürnberger U-Bahn war ein Fehler und ausgebaut werden sollte sie erst Recht nicht" und "die U-Bahn ist kapazitätsmäßig am Limit". Das erinnert ein wenig an Yogi Berra der einst sagte "it's so crowded, nobody goes there anymore".
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Die Fluggäste werden erst beim Aussteigen zum Problem 20.02.2026 09:02 |
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Daniel Vielberth
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Nukebro
Und irgendwie finde ich es schon seltsam, wenn allenthalben die selben Leute sagen "die Nürnberger U-Bahn war ein Fehler und ausgebaut werden sollte sie erst Recht nicht" und "die U-Bahn ist kapazitätsmäßig am Limit". Das erinnert ein wenig an Yogi Berra der einst sagte "it's so crowded, nobody goes there anymore".
Da muss ich zustimmen, jegliche Stadtbahnideen hatten HBF - Rathenauplatz ebenfalls im Tunnel und damit Fahrt auf elektronische Sicht aka Signale, unserem heuten Kapazitätsproblem wäre jegliche Stadtbahn ganz genauso ausgeliefert, wie es die U-Bahn ist, und auch ich empfinde die Argumentation hierzu mancher als nicht logisch.
Und obwohl ich bedingt durch meine Schichtzeiten regelmäßig in die morgenliche Schülerspitze gerate, die gegenüber der nachmittäglichen durch die hinzukommenden Arbeitnehmer die schlimmere ist, sehe ich sehr wohl das Problem der vielen Schüler, nicht aber das der Flugreisenden, die hier als Problemquelle ausgemacht werden. Als in Ziegelstein aussteigender sehe ich ja, wieviele zum Flughafen verbleiben. Gegenüber der Anzahl derer die Rathenauplatz und Schopperhof fahren vernachlässigenswert wenige.
Das wirkliche Problem in der Zeit ist, wenn Bahnhöfe nicht mit Abfertigern besetzt sind, und die U-Bahn - weil Verspätet - die Haltezeit von 13 auf 7 Sekunden kürzt. Das reicht nicht mal zum Aussteigen, geschweige denn, das die, die an den Türen Platz gemacht haben, um aussteigen zu lassen ohne Festhalten der Türen weiterfahren könnten. Das ist der Grund, warum die U-Bahn dann immer wieder per Türstörung zum Erliegen kommt. In diesem Fall kann man die die die Türen blockieren nicht mal rügen, die Pleite ist selbst verschuldet. M.M gehört diese "Zeitsparmodus" bei Verspätungen generell abgeschafft. Schlimm genug das regelmäßig die erste Türfreigabe nicht wirkt, und dann die Türen erst 5 Sekunden später, mit der zweiten Freigabe sich öffnen, dabei aber die Zeit so zählen, als ob die Freigabe nach Fahrzeugstillstand erfolgt wäre. Jede 3-4 Fahrt tritt das nämlich an mindestens einer Haltestelle auf.
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Re: Ist die U-Bahn zwischen Hauptbahnhof und Rathenauplatz überlastet? Wenn ja, was kann dagegen getan werden? 20.02.2026 11:11 |