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Plaungs- und Bauphasen des U-Bahn-Netzes
geschrieben von HansL 
Zitat
Daniel Vielberth

Das hätte bestimmt 6-gleisig werden müssen, um halbwegs Kapazität zu haben

Na ja, 6 Gleise wären auch heute vielleicht übertrieben. Aber 4 Gleise wären schon sinnvoll gewesen. Auch hier bei der längst überholten Planung.
Mindestens zwischen Plärrer und Rathenauplatz auch heute bei der bestehenden Ausführung.

Das hat man sich nie genau angesehen. Und alles, was gebaut wurde, zu schwach dimensioniert. Und noch so, dass kaum nachgebessert werden kann.

Und genau das fällt uns jetzt auf die Füße. Wie kann das bestehende Netz noch erweitert werden, wenn die Engpässe im Zentrum so gut wie gar nicht entschärft werden können?



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.03.2026 15:47 von HansL.
> Aber 4 Gleise wären schon sinnvoll gewesen. Auch hier bei der längst überholtenbPlaung.

Beim Netz R wäre Gostenhof - Plärrer mit nur 4 Gleisen sicher ein Engpass geworden, der das Netz limmitiert hätte. Selbst heute wären das 6 Gleise nur in anderer Anordnung

> Wie kann das bestehende Netz noch erweitert werden, wenn die Engpässe im Zentrum so gut wie gar nicht entschärft werden können?

die Lösung ist verblüffend einfach: Abweigungen können sinnvoll nur da vorgesehen werden, wo eine halbierung des heutigen Takts keine Härte für die Fahrgäste darstellt. So gesehen ist Ziegelstein für die Abzweigung nach Gräfenberg ideal, weil man keinerlei Verschlechtung im Bestand erzeugt, Hohe Marter hingegen als Abzweigung gen Reichelsdorf alles andere als Ideal, weil man da Kapazität wegnimmt, wo man sie noch bräuchte (Röthenbach ist einer der bestausgelasteten Endpunkte, was zeigt, das er zu nah in der City ist und weiter nach draußen sein müsste). Und ansonsten Linien überwiegend unverzweigt verlängern.

Ein Beispiel, auch wenn die Planung schon wieder vom Tisch ist, aber die alte Gabellösung der U3 Verlängerung hinter dem Bf Oberasbach Ost nach Zirndorf Bf und nach Oberasbach Rothenburger zu verzweigen würde ich heute nur mehr dann hinnehmen, wenn die auch dann noch funktioniert, wenn im 6 2/3 Minutentakt, jedes Ziel wechselweise bedient wird, sprich nach Zirndorf Bf und Oberasbach jeweils nur alle 13 1/3 Minuten eine Bahn abbekommen würde und das vom Fahrgastaufkommen ausreicht. Wenn nicht, darf die U3 eben nicht verzeigt werden. (In letzteren Fall bin ich ohnehin nicht für die Teilung, weil ich die U-Bahn lieber da sähe, wo heute gar keine Gleise sind, als da, wo schon welche liegen, aber das ganze nur aus Beispiel). Meinertwegen kann man das ganze auch im 5 Minutentakt rechnen, dann ist für jeden Ast ein 10 Minutentakt das Höchste der Gefühle, reicht der nicht, muss vom Abzweig Abstand genommen werden. Der Flaschenhals im Zentrum definiert, wieviel außen geht. Macht man das nicht so, landet man eben bei einem zufälligen Verkehr, der mit Fahrplan wenig zu tun hat, eben so, wie wir ihn aus dem Eisenbahnetz der überlasteten Strecken kennen. Also genau das, was man nicht in die U-Bahn verschleppen will.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]
Alles ist wie immer, nur schlimmer... (Bernd das Brot)
Was seltsam ist: In allen hier geposteten Streckenplänen der alten U3 fehlt immer der Bahnhof "Wilhelm-Spaeth-Straße" (zwischen den Bahnhöfen Schweiggerstraße und Meistersingerhalle). War der Bahnhof anfangs gar nicht geplant und erst später hinzugefügt? In dem mir vorliegenden Bebauungsplan Nr. 3890 von 1970 (siehe Bildausschnitt) ist er eindeutig enthalten. Weiß da einer von euch zufällig mehr?


an 401/402

die Pläne der U4 wurden mehrfach überarbeitet, von den Bahnhof im Bleiweisviertel hab ich auch schon mal gehört. Man sollte die wikipedia-karten nicht übermäßig ernst nehmen, selbst bei den Bahnhofsnamen der geplanten U4 habe ich an der Richtigkeit ein wenig Zweifel. Z.B die Stationen hinter Nordwestring, da kenne ich für den ersten Zwischenhalt gar keinen Planungsnamen, aber die nächsten beiden hätten m. W. Wetzendorf West und Wetzendorf Ost heißen sollen. Keiner der Pläne stellt ferner den letztgültigen Vorlauf der U4 dar, der Verlauf über Haller Tor ist schon wieder hinfällig, das sieht man daran, wo die beiden Pfahlbauten für die U4 Unterfahrung stehen und bei der letzteren von beiden ist durch den Ort zugleich die Pegnitzquerung für die U4 definiert, wo der Bf St. Johannis eher bei der Haller Straße (ungefähr) läge, aber nicht mehr Haller Tor. Die U4 wurde auch und viel im Stillen weiterentwickelt, modifiziert, immer knapp auf der Ebene, das kaum was nach außen dringt, aber nix verbaut, und durch andere Bauten nix kaputt gemacht wird.

Ergänzung: Selbst die U2 Nord, ab der Bf an der Brücke der Äußeren Bayreuter über die Gräfenbergbahn wirklich so geheißen hätte, oder der am Bierweg alles fraglich. Habe bislang nie offizielle Namen zu diesen Stationen der alten Streckenführung gefunden.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]
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1 mal bearbeitet. Zuletzt am 09.03.2026 10:37 von Daniel Vielberth.
Zitat
Daniel Vielberth
an 401/402

die Pläne der U4 wurden mehrfach überarbeitet, von den Bahnhof im Bleiweisviertel hab ich auch schon mal gehört. Man sollte die wikipedia-karten nicht übermäßig ernst nehmen, selbst bei den Bahnhofsnamen der geplanten U4 habe ich an der Richtigkeit ein wenig Zweifel. Z.B die Stationen hinter Nordwestring, da kenne ich für den ersten Zwischenhalt gar keinen Planungsnamen, aber die nächsten beiden hätten m. W. Wetzendorf West und Wetzendorf Ost heißen sollen. Keiner der Pläne stellt ferner den letztgültigen Vorlauf der U4 dar, der Verlauf über Haller Tor ist schon wieder hinfällig, das sieht man daran, wo die beiden Pfahlbauten für die U4 Unterfahrung stehen und bei der letzteren von beiden ist durch den Ort zugleich die Pegnitzquerung für die U4 definiert, wo der Bf St. Johannis eher bei der Haller Straße (ungefähr) läge, aber nicht mehr Haller Tor. Die U4 wurde auch und viel im Stillen weiterentwickelt, modifiziert, immer knapp auf der Ebene, das kaum was nach außen dringt, aber nix verbaut, und durch andere Bauten nix kaputt gemacht wird.

Ergänzung: Selbst die U2 Nord, ab der Bf an der Brücke der Äußeren Bayreuter über die Gräfenbergbahn wirklich so geheißen hätte, oder der am Bierweg alles fraglich. Habe bislang nie offizielle Namen zu diesen Stationen der alten Streckenführung gefunden.

Danke Daniel, das macht natürlich Sinn.

Für die Bahnhöfe in der einst geplanten Trabantenstadt Wetzendorf sind mir auch nur die beiden Namen Wetzendorf West und Wetzendorf Ost (analog zu Langwasser Nord und Langwasser Süd) bekannt. Einer davon war in direkter Nähe eines geplanten (Hoch)Schulzentrums unter/neben der nie realisierten Neuen Wetzendorfer Straße eingezeichnet. Die Bauvorleistungen für diese nie realisierte Tangente kann man ja heute noch am Nordwestring und der Ecke Kölner-/ Düsseldorfer Straße erkennen.

Deiner Ergänzung zur U2 stimme ich zu, wobei mir der einst geplante U-Bahnhof am Bierweg schon als "Ziegelstein" geläufig ist.

Anbei noch ein Ausschnitt aus einem Bebauungsplan für Kleinweidenmühle mit dem von dir genannten Bahnhof und der festgelegten Pegnitzunterquerung:


Zitat
Daniel Vielberth
Habe bislang nie offizielle Namen zu diesen Stationen der alten Streckenführung gefunden.

Richtig, im Originalplan des Stadtplanungsamtes vom 29.1.1971 gibt es keine Bahnhofsnamen. Die sind vom Bearbeiter der Wikipediapläne zur Orientierung eingefügt worden, zum Teil wohl falsch.

Der Originalplan findet sich in der Broschüre "Zug um Zug", die 1992 zu 25 Jahre U-Bahnplanung erschienen ist.
an 401/402

> Für die Bahnhöfe in der einst geplanten Trabantenstadt Wetzendorf sind mir auch nur die beiden Namen Wetzendorf West und Wetzendorf Ost (analog zu
> Langwasser Nord und Langwasser Süd) bekannt. Einer davon war in direkter Nähe eines geplanten (Hoch)Schulzentrums unter/neben der nie realisierten
> Neuen Wetzendorfer Straße eingezeichnet. Die Bauvorleistungen für diese nie realisierte Tangente kann man ja heute noch am Nordwestring und der Ecke
> Kölner-/ Düsseldorfer Straße erkennen.

Wir hatten vor Ewigkeiten mal hier Pläne, kann sein, das die sogar von Dir waren, ich hab mir die Trasse jedenfalls damals so gemerkt, zunächst weiter unter der Bielefelder mit Halt kurz vor der Brücke, das nächste begehbare Stück Trasse müsste der Feldweg zwischen den Häusern der zwischen Wetzendorfer und Hinterer Dorfäckerstraße sein, wo mittig ca Wetzendorf Ost gelegen haben müsste, und Wetzendorf West mit dem Hinterausgang zur heutigen Businsel Kriegsopfersiedlung, und der der andere samt Wendeanlage unter der Marktäcker Richtung Mühlstraße

> Deiner Ergänzung zur U2 stimme ich zu, wobei mir der einst geplante U-Bahnhof am Bierweg schon als "Ziegelstein" geläufig ist.

Der macht auch Sinn, der an der Brücke hätte aber eben auch Herrnhütte oder gar Schafhof heißen können, und der alte Marienberg hat mit dem Marienberg halt so gar nix mehr zu tun, der wäre ja eher Loeschweg, da hab ich mit Marienberg auch so meine Zweifel.

> Anbei noch ein Ausschnitt aus einem Bebauungsplan für Kleinweidenmühle mit dem von dir genannten Bahnhof und der festgelegten
> Pegnitzunterquerung:

Das ist sehr interessant. Ich dachte, das die U-Bahn den Pfahlbau des Altenheims unterfährt, aber das geht so knapp dran vorbei, vermutlich sind die Pfähle dann, das das Bauwerk nicht in die Baugrube rutscht. Und auch interessant: Kleinweidenmühle wäre die nächste Schule mit direkten Schienenanschluss...

Gruß D. Vielberth
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1 mal bearbeitet. Zuletzt am 09.03.2026 12:55 von Daniel Vielberth.
Zitat
Daniel Vielberth
Wir hatten vor Ewigkeiten mal hier Pläne, kann sein, das die sogar von Dir waren, ich hab mir die Trasse jedenfalls damals so gemerkt, zunächst weiter unter der Bielefelder mit Halt kurz vor der Brücke, das nächste begehbare Stück Trasse müsste der Feldweg zwischen den Häusern der zwischen Wetzendorfer und Hinterer Dorfäckerstraße sein, wo mittig ca Wetzendorf Ost gelegen haben müsste, und Wetzendorf West mit dem Hinterausgang zur heutigen Businsel Kriegsopfersiedlung, und der der andere samt Wendeanlage unter der Marktäcker Richtung Mühlstraße

Evtl. die kleine Übersichtskarte unten links im Bebauungsplan. Quelle: Bebauungspläne Nürnberg
an Nordstadtkind

ja, das kann stimmen, ich dachte zwar irgendwo sogar den Hinterausgang von Wetzendorf West sogar noch genauer gesehen zu haben, aber das kann falsch erinnert sein.

Gruß D. Vielberth
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Alles ist wie immer, nur schlimmer... (Bernd das Brot)
Zitat
Daniel Vielberth
an Nordstadtkind

ja, das kann stimmen, ich dachte zwar irgendwo sogar den Hinterausgang von Wetzendorf West sogar noch genauer gesehen zu haben, aber das kann falsch erinnert sein.

Tatsächlich war ich es damals, der den dir bekannten Flächennutzungsplan hier gepostet hatte. Leider ist dieser aber nicht mehr online verfügbar, da von der Stadt Nürnberg überarbeitet. Und auf der Festplatte hab ich den auch nicht mehr. Aber vielleicht lässt er sich in den Tiefen des Forums nochmal finden.

Das mit den Bohrpfählen unter dem Altenheim ist auf jeden Fall richtig. Ebenso deine Annahme, dass man diese deshalb erstellt hat, dass das Gebäude bei einem möglichen U-Bahnbau nicht in die Baugrube sinkt.
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