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Die "andere" U-Bahn von Fürth - verworfen und doch zukunftsträchtig
geschrieben von Daniel Vielberth 
Hallo allseits,

da im Forum gerade etwas Ruhe eingekehrt ist, habe ich mich entschlossen, diesen Beitrag gerade jetzt zu erstellen. Entgegen dem, was hier im Forum oft und falsch postulliert wird, das Fürth schon die eine U-Bahn zuwider sei, und man über eine weitere grundsätzlich und niemals nachgedacht habe, sieht die Vergangenheit dazu ganz anders aus, als man meinen möchte. Ich gebe zu, als ich von diesen Plänen erstmalig hörte, schenkte ich dem auch keinen großen Glauben. Aber da ich inzwischen selbst einen Blick hinein werfen durfte, muss ich diese wie jede andere Archivunterlage ernst nehmen. Aus bestimmten Gründen kann ich für diese Pläne noch keine Archiv-Signatur angeben, aber eine vertiefte Anfrage beim Stadtarchiv ist am Laufen, im Moment müsste ihr schlicht meiner Ausarbeitung dazu glauben, sobald sich das ändert, werde ich es bekannt geben.

Das Nachfolgende basiert auf Schriftwechseln zwischen der Stadt Fürth und der Stadt Nürnberg und zwei diesen Schriftwechseln beigelegten Karten, in denen mit dicken Filzer U-Bahnstrecken in Stadtpläne gemalt worden sind.

Zwar gehörten zu diesen Planungen auch der alte Verlauf der U1 in also namentlich
Fürth HBF
Fürth Blumenstraße
Fürth Rathaus
Fürth Billinganlage
Fürth Würzburger Straße
und dann zwar Halte entlang der Würzburger die vielleicht auch
Fürth Hardhöhe
Fürth Kieselbühl
geheißen hätten, oder anders, die aber auf jedem Fall nichts mit dem heutigen Bf Hardhöhe zu tun haben, der mitten in der Siedelung liegt.

Da jene Fürther Ideen aber völlig unabhängig von jeglichen U1 Bahnhöfen sind, ist die Position der alten U1 Bahnhöfe nicht von echter Relevanz für diese heute anzusehenden Planungen.

Die ältere der beiden Planungen entspricht einem wiedererstandenen Fürther 7er, nur diesmal in U-Bahnform. Hierzu auf untenstehender Karte bitte die aus der U1 abzweigende pinke Linie betrachten. Bei dieser waren die Fürther Halte eingezeichnet, auch wenn sie in Sachen Ost-West-Ausrichtung ggf nicht 100% akkurat sind (die drunter liegende Karte ist teils schwer erkennbar).


pink: erste Planung, Fürther "U7"
lila: durch Nürnberg zu bauender Teil der Nord-Süd-Linie
rot: von Fürth zu bauender Teil der Nord-Süd-Linie


Mit dieser Fürther U7 hätte die alte U11 noch mehr Sinn gemacht, am Eberhardshof nimmt man eine Linie heraus, um in Fürth genug Trassen für die Überlagerung U1 und U7 zu haben, und zwischen Kieselbühl und Fürth HBF wäre durch Überlagerung derselbe Takt entstanden, wie ihn auch die Nürnberger Innenstadt kennt.

Vermutlich ist diese Variante am Unwillen der VAG Verzweigungen auf der U1 zuzulassen gescheitert.

Aber Fürth gab noch lange nicht auf. Der Nächste Anlauf wäre eine Nord-Süd-Linie geworden (die lila und rote Linie). Bemerkenswert ist, das diese von den späteren Wetzendorf-Planungen abweicht. Noch ist diesbezüglich nichts verbaut, denn erst vor der Ringbahn trennen sich die Entwürfe. In helleren Blau habe ich die Wetzendorf-Planung aus Zeiten der alten U3 übernommen, hinter deren Bahnhof Dormunder Straße oder Nordwestbahnhof wäre man dort anders gefahren teil unter damals noch nicht existenten Straßen die wir heute als Bestand kennen, und die schon rein optisch den Eindruck erwecken, so wichtig zu sein, das ein Verkehrsmittel drauf oder drunter gehört bis in den Fürther Norder gefahren, um dann durch den Stadtpark den HBF und die Fürther Südstadt diesmal etwas weiter westlich als in der früheren Planung zur erreichen, immer eine Parallelstraße von der Schwabacher Straße entfernt. Würde die U3 heute neben der Ringbahn in ziemlicher Distanz des echten Bf.Kleinreuth enden, war die alte U21 in diesem Bereich noch anders trassiert und das Streckenende als ein Gemeinschaftsbahnhof U3/U21 angedacht. Leider hat jene spätere Trassierung keine Bahnhöfe dargestellt, deswegen habe ich nur eingezeichnet, was absolut sicher ist, nämlich Anfnag Ende und Fürth HBF.

Ob diese U3 aus Unkenntnis nicht der späteren U3 Planung entspricht, oder Nürnberg erst nach dem vorläufigen Scheitern der Fürther Nord-Süd-U-Bahn nochmal die U3 überarbeitet hat, ist noch nicht bekannt. Aus heutiger Sicht würde aber auch ein leicht anderer Verlauf jener Linie sich anbieten - einer der an der Wendeanlage Wetzendorf West beginnt, dann in den Fürther Norden führt und statt unter den Felder von Großreuth vielleicht eher auf Gebersdorf ziehlt. Das so etwas betrieblich möglich ist, führt Hamburgs U-Bahn ebenfall mit der deren U3 seit langen vor.

Und gerade, da ja erst in jüngerer Zeit die Maximime das nördlich der U-Bahn Nürnberg und Fürth einnader nur sehen, aber keinesfalls durchgängig mit öffentlichen Verkehrsmitteln erfahrbar sein dürfen, durchbrochen worden ist, halte ich es für durchaus realistisch, das künftige Generationen den Nutzen eines eng vernetzten Großraumes erkennen, und jene Planungen von 1971/1972 in veränderter Form wieder auf dem Tisch bringen.

Darüber hinaus sehe ich gerade dain auch die Chance, das erst durch den Fürther Abschnitt, jenes Teilstück von Nordwestring aus erst den entsprechenden KNF erhält, führt die Linie dann ja nicht mehr in die Peripherie sondern auf ein zweites Zentrum zu sodass die Nutzerzahlen 1. wieder ansteigen, 2. das ganze mehr Durchgangsfahrgäste anzieht, und nicht zuletzt durch Tagentialbeziehungen jene entlastung des HBF bringen könnte, von der andere immer nur reden. Natürlich steht die Linie ein wenig in einer Kokurenzsituation, sollte man bei dem Ringschluss Gräfenbergbahnbahn Cadolzburger Bahn eines Tages ernst machen, hier kommt es im besonderen darauf an, die halte im Fürther Norden so zu platzieren, das die einen möglichst großen Einzugradius haben, denn genau diesen Teil der Fahrstrecke doppelt die Ringbahn nicht.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]
Alles ist wie immer, nur schlimmer... (Bernd das Brot)
Interessante Einblicke. Und das könnte durchaus wieder relevant werden wenn eine künftige Bundesregierung ein Förderprogramm für U-Bahnen bundesweit auflegt....

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Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Einziger Nachtzeil ist, das man Fürth HBF nicht auf die Linie ausgelegt hat, ein direkter Bahnsteig zu Bahnsteig-Übergang ist nicht drin, deswegen hatte ich im Kleinkrusch ja neulich auch mal die Frage gestellt, wie attraktiv/ unantraktiv so ein Übergang wäre, mit dem Ergebnis, das 3/4 mit der Lösung leben könnten.

Eien mögliche Kompromisstrasse, die sowohl die Nürnberger als auch die Fürther Wünsche berücksichtigt, allerdings die dreiecksfreiheit im System beseitigt, könnte so aussehen:

^ die altePlanung ausgegraut, dort, wo ich sie nicht verwenden würde

Ich bin dabei bewusst noch ein wenig nördlicher gegangen, so hätte das Playmobil-Stadion auch noch gleich U-Bahnanschluss, es ermöglicht auch eine etwas bessere Lage des Halte Poppenreuth.

Wie so oft in Nürnberg U-Bahngeschichte wäre das erklärte Ziel jener Linie - in diesem Fall die Fürther Südstadt - wieder der Teil der Strecke der zeitlich zuletzt gebaut wird, weil man vom Nordwestrings aus bauen müsste.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]
Alles ist wie immer, nur schlimmer... (Bernd das Brot)



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 13.03.2026 22:09 von Daniel Vielberth.
Die Umsteigebeziehungen am Fürther Hauptbahnhof sind ja jetzt schon mit einigem Laufen verbunden. Nicht ganz so schlimm wie in Unterfarrnbach, aber fast...

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Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Meine Idee wäre, den U3 Bahnsteig unter die Gustav-Schickedanz-Straße zu legen, dort wo bislang der Ausgang mit der Rampe ist, einen weiteren Abgang vom Verteilergeschoss auf den U3 Bahnsteig vorsehen, und das Verteilergeschoss Richtung Fürther Freiheit zu verlängern. Dann kann man zumindets komplett wetergeschützt umsteigen, und statt zweimal hoch geht es halt rauf 50m laufen runter, aber der Weg bleibt etwa gleich dem Weg zum Bus.

Gruß D. Vielberth
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Alles ist wie immer, nur schlimmer... (Bernd das Brot)
Spannende Sache, vielen Dank für die Recherche! Ich bin schon sehr gespannt, was du uns noch nachliefern kannst, insbesondere der Zeitraum dieser Anfragen würde mich sehr interessieren.
Die Abzweigung aus der U1 kann man vergessen, denke ich. Wie ich hier schon oft erwähnt habe, ist das Fürther Äquivalent zu Hbf - Wöhrder Wiese eben Hbf - Jakobinenstraße. Vor diesem meistbelasteten Abschnitt die Strecke zu verlassen wird man aus gutem Grund nicht durchbekommen.
Zur Querung des Frankenschnellwegs: Weiß jemand, in welcher Tiefe dort der Güterzugtunnel verlaufen soll und wie tief der Trog ist, in dem die Fahrbahn liegt? Auch aufgrund der Querung des Wiesengrunds müssten die Bahnhöfe teilweise unfassbar tief liegen.
Ich denke, dass es viel sinnvoller ist, die Strecke unter der Espanstraße zu führen und den Bahnhof Poppenreuth an der Kreuzung Erlanger Straße zu errichten. Dadurch hat man bedeutend kürzere Strecken/Fahrzeiten und es ließe sich auch noch ein sinnvolles Busnetz ohne viel Parallelverkehr darüber legen.
Eine Verlängerung der Straßenbahn über die Hans-Vogel-Straße auch zur StUB wäre so auch immer noch halbwegs sinnvoll möglich.
Zitat
Nukebro
Die Umsteigebeziehungen am Fürther Hauptbahnhof sind ja jetzt schon mit einigem Laufen verbunden. Nicht ganz so schlimm wie in Unterfarrnbach, aber fast...

In Fürth muss man auch nicht
weiter laufen als in Nürnberg vom Gleis 22 zur U-Bahn, am besten zur U2.
an Lieblingsfranke

Die Schreiben, die ich dazu habe kann ich digitalisieren, das gibt schon mal ein bischen Kontext:


Betreff: Führung der U-Bahn

I. Der Stadtrat Fürth hat sich letztmals um die Jahreswende
( im Zusammenhang mit dem Röllinger-Bau an der Bahnhofsan-
lage ) mit der Führung der U-Bahn in Fürth befaßt. Im Plenum
wurde sie am 20.12.1971 behandelt. Auch eine Regierungsent-
schließung lag zu diesem Zeitpunkt vor. Man war sich damals
einig, daß die Frage nach der Kommunalwahl vom 12. Juni im
Herbst wieder aufgegriffen werden soll.

II. Ref. VI m.d.E. um kurzen Sachstandsbericht. Was ist von dort
aus in der F rage geschehen?
                             Fürth, den 30. Oktober 1972
                                        Stadtratsdirektorium:
               [Stempel]
nächstes Schreiben



— Baureferat

I. Schreiben
                                                VI/spA/P1/V - T -
Baureferat Nürnberg
8500    N ü r n b e r g 
 
                                                  9.11.1972
Künftiges öftentliches Nahverkehrsnetz Ballungsraum
1 Anlage
Sehr geehrte Herren!
Wir beziehen uns auf die bisher bei den Sitzungen der Planungskonferenz
der Städteachse geführten Gespräche über das künftige öffentliche Nahver-
kehrnetz im Ballungeraum. Bei den Beratungen im Stadtrat über die Führung
der U-Bahn im Stadtgebiet Fürth wurde immer auf eine bessere Anbindnung der
Südstadt für die fernere Zukunft hingewiesen. Aus der Sicht der Stadt Fürth
erscheint es daher notwendlg, gemeinsame Untersuchungen über eine zweite 
U-Bahntrasse südlich der Bahnanlagen anzustellen.

Im Rahmen der Untersuchungen zum gemeinsamen GVP der Städte Nürnberg und
Fürth - Teil Fürth - wurden von uns
a) die U 1 in Stadtgebiet Fürth und
b) für die Trasse einer U-Bahnführung in der Südstadt (in den Unterlagen
mit U 2 bezeichnet)
die Prognosebelastungen emittelt. Die Unterlagen dieser Untersuchung dür-
fen wir Ihnen beiliegend übergeben.
Es wird um Prüfung gebeten, ob eine Verknüpfung der U-Bahn-Südtrasse mit
dem U-Bahnnetz im Stadtgeblet Nürnberg verkehrlicher und betrieblicher 
Hinsicht möglich erscheint.

-2-

Von der Beantwortung der Frege einer möglichen U-Bahn-Südtrasse hängt
u. E. ganz entscheidend die Wahl der Trassenführung der U1 im Stadt-
gebiet Fürth bei den bevorstehenden, neu aufzunehmenden Beratungen
im Stadtrat ab. Aus diesem Grunde sollten die Baureferate der Städte
Nürnberg und Fürth bemüht sein, eine für beide Seiten annehmbare Lö-
sung zu finden.
In Hinblick auf bevorstehenden Beratungen wären Wir Ihnen für eine
bevorzugte Behandlung der Angelegenheit sehr dankbar. Evtl. Rückfra-
gen bitten wir an unser Stadtplanungsamt zu richten.
Mit freundlichen Grüßen

II. SpA/Pi/V
9.11.1972
Baureferat

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]
Alles ist wie immer, nur schlimmer... (Bernd das Brot)



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 15.03.2026 21:52 von Daniel Vielberth.
Wann ist eigentlich geplant dass die S-Bahn im Wesentlichen auf den Gleisen nahe der Bahnhofshalle hält?

Was die Tiefenlage angeht: damit hat man zwar in Nürnberg noch nicht so viel Erfahrung, aber zur Not fragt man halt in Kyjiw nach deren Erfahrungen. Die haben eine Station über hundert Meter unter Gelände....

Zur konkreten Strecke: wäre eine Hochbahn über den FSW keine Option? Oder ist die Brücke nicht tragfähig genug für so was und eine neue Brücke nicht billiger als ein Tunnel?

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Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 14.03.2026 17:41 von Nukebro.
VI/SpA/P1/V - T -
I. Bei den Diskussionen im Stadtrat über die Führung der U-Bahn wurde
der Wunsch nach einer besseren Andienung der Südstadt geäußert.
Zu diesem Punkt wurden beim Baureferat entsprechende Untersuchungen
angestellt und für einen möglichen Trassenverlauf das Verkehrsauf-
kommen ermittelt. Aufgrund des Untersuchungsergebnisses könnte ein
Abzweig der U-Bahn in die Südstadt u.E. nur für die fernere Zukunft
eingeplant werden. Außerdem ist die Anbindung der Südstadt über eine
zweite U-Bahnlinie nur sinnvoll, wenn sie im Süden Nürnbergs wei-
tergeführt und in das Gesamtnetz eingebunden werden kann.
Die zur Beantwortung dieser Frage bearbeitenden Unterlagen wurden
dem Baureferat der Stadt Nürnberg zur Stellungnahme übersandt. Sobald
die Äußerung der Stadt Nürnberg zu einer U-Bahn-Südtrasse vorliegt,
werden die Beratungen in den Stadtratsgremien über die Führung der
U-Bahn im Stadtgebiet von Fürth erneut aufgenommen.
II. Direktoríum
10.11.1972
Baureferat

nächstes Schreiben


                                                 Stadtplanungsamt
                                                 geschr. am 4.12.72 
                                                 abges. am 7.12.72

I. Schreiben
Baureferat Nürnberg                            VI/SpA/P1/V -T
85  N ü r n b e r g

                                                               4. Dezember 1971

Künftiges öffentliches Nahverkehrsnetz im Ballungsraum
Sehr geehrte Herren!
Wir beabsichtigen, den Stadtrat im Januar 1973 die Entscheidung über
die Linienführung der U-Bahn zwischen der Stadtgrenze und der Fürther
Freiheit bzv. dem Bahnhofsplatz erneut zur Beratung vorzulegen. Für
diese Stadtratsvorlage benötigen wir die Stellungnahme der Stadt Nürn-
berg zu der zur Diskussion stehenden sogen. U-Bahn-Südtrasse. Mit
Schreiben von 9.11.1972 haben wir Innen die entsprechenden Unterlagen
hierzu übersandt.
Wir wären Ihnen sehr dankbar, wenn wir Ihre Stellungnahme noch im
Laufe des Monats Dezember erhalten könnten.
Mit freundlichen Grüßen
II. Zum Vorgang bei SpA/P1/V
4.12.1972
Baureferat

Das letzte mir bislang bekannte Schreiben ist dieses, aber ich hoffe, das Stadtarchiv Nürnberg findet den Vorgang, wie es weiterging.



STADT NURNBERG
REFERAT FÜR DAS BAUWESEN
Stadt Nürnberg - Referat VI - 8500 Nürnberg - Bauhof 9

Stadt Fürth
Baureferat
8510
Fürth
Postfach 539


Ihre Zeichen      Ihre Nachricht vom   Unsere Zeichen
VI/SpA/P1/V-T     4. 12. 72             Ref. VI/ Stpl         28. Dez. 1972

Betreff: Künftiges öffentliches Nahverkehrsnetz im Ballungsraum

Sehr geehrte Herren!
Die der Stadt Nürnberg übersandten Unterlagen über eine U-Bahn-Südtrasse
im Stadtgebiet Fürth wurden vom Stadtplanungsamt geprüft mit dem Ergebnis,
daß als Alternative eine Verlängerung der Nürnberger U-Bahnlinie 3 ausge-
hend von Wetzendorf über die Hans-Böcker-Straße und den Hauptbahnhof Fürth
in Richtung Magazinstraße und Virnsberger Straße (wieder auf Nürnberger
Stadtgebiet) vorgeschlagen wird. Diese Linie würde die U-Bahnlinie 1 und
den Hauptbahnhof Fürth senkrecht kreuzen.
Die Teilnehmer der Sitzung der Planungskonferenz der Städteachse am 8. 12.
72 waren mit dieser Alternative grundsätzlich einverstanden. Ein Übersichts-
plan des Stadtplanungsamtes vom 8. 12. 72 liegt bei.
Mit freundlichen Grüßen
i. A.
(Voigt)

Edit: Scanfehler ausgebessert Danke an @Nordstadtkind

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]
Alles ist wie immer, nur schlimmer... (Bernd das Brot)



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 15.03.2026 21:54 von Daniel Vielberth.
Gibt es eigentlich ein eigenes Fürther Stadtarchiv? Da liegen doch dann vermutlich auch relevante Sachen zu historischen U-Bahn-Planungen, oder?

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Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Zitat
Nukebro
Gibt es eigentlich ein eigenes Fürther Stadtarchiv?

https://www.fuerth.de/kultur-freizeit/stadtarchiv-fuerth/

Geh mal hin und berichte!

Eine schöne Woche euch allen!

Der Laufer



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 15.03.2026 18:38 von laufer.
Hallo allseits,

hab grad paar Fehler aufgebessert, die die OCR-Software gemacht hat, und mir durch die Lappen gegangen waren. Obige Schreiben, sind - noch - der einzige Kontext, den ich zu den beiden Plänen, die ich wie gesagt in die obige open-maps Karte übertragen habe, derzeit vorweisen kann. Ich hoffe, das Stadtarchiv Nürnberg findet zu dem Vorgang noch etwas, sobald ich von Stadtarchiv antwort habe werde ich auch Signaturen und ähnliches angeben können. Neben dem eigentlichen Sachverhalt denke ich beim Lesen der Schreiben bisweilen, wie schön unkompliziert die Welt damals war: "Sehr geehrte Herren!, [...]" man wusste mit wem man zu tun hat, und hat die kürzestmögliche Grußform gewählt. Wie gesagt die Überlegungen, wie man diesen Ring in die Zukunft übertragen kann finde ich spannend, auch Lieblingsfrankes Entwurf nicht allzuweit nördlich zu bauen, hat einen gewissen Reiz, wobei ich persönlich U-Bahn und Straßenbahn für etwas viel hielte, bzw jetzt nicht direkt sehe, wie man das ohne allzuschweren Parallelverkehr durchbekommen könnte. Nur wenn das zeitlich frühere Verkehrsmittel hoffnungslos überlastet ist, sähe ich Chance, das jeweils zweite dazu zu bauen. Aber generell finde ich, dass die Strecke bzw Varianten davon durchaus sehr von Interesse sein könnten. Auch bei der Frage U-Bahn Wetzendorf oder Schniegling - letztere könnte mit der Fürther Planung ggf heute schon in Sachen Einzugsradius genügend Leute erreichen für einen passenden KNF - oder beibehalten des Nürnberger Ziel Schienenverkehrsmittel Lanfristig an die Stadtgrenzen zu bringen könnte man im heutigen Lichte durchaus erneut durchdenken - noch ist mit Nordwestring nix verbaut, erst zum nächsten Bauabschnitt der U3 Nord muss man wissen wohin die Reise geht (oder Nordwestbahnhof als Abzweigbahnhof anlegen).

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]
Alles ist wie immer, nur schlimmer... (Bernd das Brot)
Nordwestbahnhof als Abzweig würde doch wieder Kapazität fressen. Oder verstehe ich da was falsch?

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Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Andererseits kommt auf der U1 ja auch nur jede zweite Zug nach Fürth. Meine Bevorzugte Lösung wäre es nicht, die wäre Kriegsopfersiedelung zu verlängern, aber die andere Lösung könnte unter Umständen funktionieren weil der Teilungspunkt weit genug außen ist. Als 3-4 gleisiger Bf Münchner Bauart könnte es aber gehen. Wobei man dort 2 Bahnsteige vermutlich nicht neben sondern nur übereinnander anordnen könnte.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]
Alles ist wie immer, nur schlimmer... (Bernd das Brot)
Die Streckenführung ist ja fast die alte U3 in Fürth

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Pro S-Bahn Cadolzburg - Fürth - Nbg Nordost - Gräfenberg


Zitat
R-ler
Die Streckenführung ist ja fast die alte U3 in Fürth

Wo ist diese Darstellung her? Sieht nach Wikipedia aus aber zum Beispiel werden die heutigen Stationsnamen verwendet, was bei den sonstigen Wikipedia-Plänen nicht der Fall ist....

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Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Er hat einen Plan aus der Wikipedia genommen und nach seinen Visionen geändert (er beweist damit zumindest, dass er Photoshopping kann). Das hat natürlich nichts mit irgendeiner realistischen Planung zu tun; ein Beispiel ist der Abzweig über das Südklinikum nach Siemens Moorenbrunn.

Diesen Standort hat Siemens Real Estate schon vor einigen Jahren an einen Investor verkauft und dann für ein paar Jahre gemietet. Im Sommer diesen Jahres wird Siemens den Standort schließen; und die letzten Mitarbeiter, die derzeit noch dort sind, werden nach Erlangen in den Campus umziehen (dort sind drei neue Bürogebäude und zwei Parkhäuser kurz vor der Fertigstellung; ein viertes Bürogebäude ist in Bau).
Moorenbrunn sollte nach damaliger Planung eh über Langwasser Süd angebunden werden.
Zitat
401/402
Moorenbrunn sollte nach damaliger Planung eh über Langwasser Süd angebunden werden.

Wann war das geplant? Und welche Bauvorleistungen gibt es dafür?

Könnte man jetzt, wo Siemens da raus ist, nicht eine neue Bebauung dort installieren, die eine U-Bahn rechtfertigen würde? Ähnlich wie im "tiefen Feld"?

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Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 18.03.2026 13:11 von Nukebro.
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