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VAG-Vorstände haben kein Verständnis für erneute Warnstreiks
geschrieben von Christian0911 
Die VAG-Vorstände Magdalena Weigel und Tim Dahlmann-Resing empfinden die erneuten Warnstreiks von Verdi als unangemessen. „Wir halten die aktuellen Maßnahmen von Verdi in Bayern und hier in Nürnberg für völlig unverhältnismäßig. Wer Fahrgäste im ÖPNV über Tage in ihrer Mobilität extrem einschränkt, muss wissen, dass er diese im Alltag vor kaum lösbare Probleme stellt. Gleichzeitig können dadurch auch Kund*innen verloren gehen, die wir durch gemeinsame Anstrengungen in den vergangenen Jahren gewonnen haben“, so Tim Dahlmann-Resing, Sprecher des VAG-Vorstandes. „Wir bedauern sehr, dass unsere Fahrgäste jetzt bereits das vierte Mal von den Warnstreikaktionen von Verdi betroffen sind. In Summe sind es nun sechs Tage mit einem sehr minimalistischen Angebot, wobei wir froh sind, dieses überhaupt anbieten zu können. Verdi sollte berücksichtigen, dass ÖPNV Daseinsvorsorge ist und sich Millionen Menschen auf ihre Öffis verlassen können müssen.“

Magdalena Weigel, Arbeitsdirektorin der VAG: „Die Forderungen von Verdi in den Tarifverhandlungen sind mit 25 Prozent überzogen und gehen angesichts der Situation in den Verkehrsunternehmen und Kommunen an der Lebenswirklichkeit vorbei.“ Sie bekräftigt: „Wir haben selbstverständlich im ureigenen Interesse die Belange unsere Mitarbeitenden im Fokus. Uns liegt daran, dass sie gute Arbeitsbedingungen haben und fair entlohnt werden für das, was sie tagtäglich leisten. Wir bieten aber gute und sichere Arbeitsplätze und können daher offene Stellen gut besetzen. Wir müssen aber auch die Interessen unserer Kund*innen im Auge behalten. Wenn wir die Forderungen von Verdi erfüllen, würde dies sicher zu steigenden Ticketpreisen und einer Verschlechterung des Angebotes von Bussen und Bahnen führen. Das kann weder im Interesse unserer Beschäftigten noch unserer Kund*innen sein.“


Quelle VAG Presseinformation

Viele Grüße
Christian0911
(Mein YouTube-Kanal)
Bemerkung von mir - daher Doppelpost, ich schließe mich da den VAG Vorständen an!

Viele Grüße
Christian0911
(Mein YouTube-Kanal)
Zitat
Christian0911
Bemerkung von mir - daher Doppelpost, ich schließe mich da den VAG Vorständen an!

Um mal etwas Substanz in diese Diskussion zu bringen, hier ein Link zu den Forderungen den ich gefunden habe:

Verdi TV-N Forderungen 2026

Zitat
Verdi TV-N Forderungen 2026
Forderungen für die Tarifrunde TV-N Bayern 26

-Trennung des Manteltarifvertrags vom Lohntarifvertrag
(Separate Kündigungsmöglichkeit der Anlage 2)

-Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit auf 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich

-Anhebung aller Tabellenwerte um 668,75€
(Schließung der Lücke zum TV-V!)

-Vertreterzulage ab dem 1. Tag
(Zulage nach § 5 Abs. 3)

-Aufhebung der Stufenhemmung

-Wege-, Vor- und Abschlussarbeiten sind voll als Arbeitszeit zu vergüten

-Anhebung des Sonntagszuschlags auf 30%

-Erweiterung der Definition von Nachtarbeit (21h - 06h)

-Zuschläge sollen sich an der individuellen, mindestens an Stufe 2 bemessen

-Mindestruhezeit von 11 Stunden

-Erhöhung der Freistellungstage für Gewerkschaftsarbeit von 6 auf 8 Tage

-Kurzfristig Beschäftigte sollen nicht mehr aus dem Geltungsbereich des TV-N Bayern
ausgeschlossen werden

-Erwartung einer Verhandlungsverpflichtung der Tarifvertragsparteien bei drohendem
Verlust der Eigenwirtschaftlichkeit, von Leistungen oder anderem, was die
Geschäftsgrundlage der Unternehmen gefährden kann

-Laufzeit 12 Monate

-Für die Auszubildenden soll der TVAöD gelten

Nun bräuchte man noch eine Entgelttabelle und man müsste wissen wie die Fahrer eingestuft sind. Außerdem natürlich was konkret bereits angeboten wurde.

Natürlich klingt da erstmal sicher manches überzogen. Aber man muss ja auch immer bedenken daß man bei Verhandlungen wohl nie genau das bekommt was man fordert. Daher wird erstmal deutlich mehr gefordert.

Ein paar Anmerkungen von mir zu einzelnen Forderungen:

-Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit auf 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich

Soweit ich gelesen habe Aktuell 42 Stunden. Wo gibt es sonst noch 42h Wochen? Das ganze muss man noch dazu mit "geteilten Diensten" die es ja bei Busfahren z.b. immer noch gibt und weiter in Zusammenhang mit

-Wege-, Vor- und Abschlussarbeiten sind voll als Arbeitszeit zu vergüten

sehen. Bei der Vergütung von Wegen zu 100% kann man sich vielleicht noch streiten. Auch bei der großen Eisenbahn gibt es in dem Punkt Unterschiede. Dienstbeginn in A und Dienstende in A, und alles dazwischen (außer natürlich Auswärtige übernachtung) ist bis auf den Pausenabzug zu 100% Arbeitszeit gibt es aber da auch noch oft.
Aber wenn ich da lese " Vor- und Abschlussarbeiten sind voll als Arbeitszeit zu vergüten", dann ist das auf jedenfall voll und ganz gerechtfertigt und ich Frage mich wo und warum man so etwas nicht zu 100% vergütet?

Zum Sonntagszuschlag: Solange sich an den Zuschlägen nicht an den Zuschlägen für Schichtarbeiter in der Industrie orientiert wird, wo Sonntags oft 50% oder 100% Zuschlag die Regel sind ist das auch mehr als gerechtfertigt. Und die Zuschläge für Nacht, Sonn- und Feiertagsarbeit sind beiden Bahnen allgemein oft dürftig. Außnahmen gibt es aber natürlich, vor allem bei Privaten EVU's die in dem Punkt deutlich mehr bieten.

Mindestruhezeit:
Bei der großen Eisenbahn in meinem TV aktuell mindestens 10h, mindestens aber so lange wie die vorhergehende Schicht lang war. In dem Punkt gibt es natürlich auch unterschiedliche Prioritäten der Arbeitnehmer. Die Regel sollten kurze übergänge aber nicht sein.



7 mal bearbeitet. Zuletzt am 18.03.2026 21:11 von marco2206.
Naja die meisten der Forderungen sind soweit nachvollziehbar, aber wenn ich was hoffe, dann das die 12 Monate nicht durchsetzen. In einem Jahr wieder an dem selben Punkt wie heute stehen, geht m. M. gar net. Wenn dann wenigstens 15 Monate draus machen, das die nächste Streikwelle in die wärmere Jahrezeit fällt, dann hat man wenigstens ein bisserl Chancen Alternativen zu nutzen.

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]
Alles ist wie immer, nur schlimmer... (Bernd das Brot)
von 42 Std auf 35 bei vollem Lohnausgleich ist eine frechheit hoch 10.

______________________________

Pro S-Bahn Cadolzburg - Fürth - Nbg Nordost - Gräfenberg
Zitat
R-ler
von 42 Std auf 35 bei vollem Lohnausgleich ist eine frechheit hoch 10.

Wie ich schon schrieb: Was gefordert wird, das bekommt man eigentlich nie! Die Forderung gibt erstmal grob die Richtung vor wohin man möchte.

Als eine Frechheit könnte man dann aber auch bezeichnen, was der Arbeitgeber in dem Punkt laut Verdi bisher angeboten hat:
Eine 42h Woche mit einem Zuschlag, der unter dem jetzigen Zuschlag für Überstunden liegt. Weitere Details findet man dazu leider nicht. Klingt aber nach einer Absenkung der Arbeitszeit ohne (vollen) Lohnausgleich. Und wenn man freiwillig weiterhin 42h machen will um mehr zu verdienen, dann wird es bis zu 42 Wochenstunden geringer vergütet als die bisherige Überzeitzulage.

Aber ja, ich schrieb es ja anderswo schon. Bei einigen kommt da wohl der Neid durch. Womöglich sogar Neid, obwohl sie selber deutlich besser verdienen als z.b. ein Busfahrer. Aber den kleinen gönnt man eben nichts. Vor allem wenn man selber dann mal aufgrund vom Streik umdisponieren oder gar sich einschränken muss.
Zitat
R-ler
von 42 Std auf 35 bei vollem Lohnausgleich ist eine frechheit hoch 10.

Nachtrag zu meiner vorherigen Antwort:

Laut einer Verdi Pressemitteilung vom 25.4.2024 zur damaligen Einigung bei den Tarifverhandlungen betrug in Baden-Württemberg bereits 2024 die reguläre Arbeitszeit nur 39h.
Man hat sich dort 2024 auf eine Absenkung in drei Schritten auf 37,5h pro Woche mit Lohnausgleich geeinigt.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 19.03.2026 01:23 von marco2206.
Zitat
R-ler
von 42 Std auf 35 bei vollem Lohnausgleich ist eine frechheit hoch 10.

Man steigt in eine Verhandlung nicht mit dem ein, was man erreichen könnte. Sondern je nach Position höher oder niedriger.

Zitat
Forderungen für die Tarifrunde TV-N Bayern 26
Anhebung des Sonntagszuschlags auf 30%

@Marco/Daniel: welche Zuschläge sind für Wochenendarbeit und Sonntags-/Feiertagsarbeit bei der Bahn üblich? 30% kommt mir als branchenfremder sehr wenig vor. In meinem Beruf sind 50% bzw. 100% üblich.
Zitat
marco2206
Vor allem wenn man selber dann mal aufgrund vom Streik umdisponieren oder gar sich einschränken muss.

Die Lohneinbußen die man als Freiberufler hat kann man halt leider bei ver.di auch nicht geltend machen, zumindest das sollte machbar sein finde ich.

Viele Grüße
Christian0911
(Mein YouTube-Kanal)
Zitat
marco2206
Zitat
R-ler
von 42 Std auf 35 bei vollem Lohnausgleich ist eine frechheit hoch 10.

Nachtrag zu meiner vorherigen Antwort:

Laut einer Verdi Pressemitteilung vom 25.4.2024 zur damaligen Einigung bei den Tarifverhandlungen betrug in Baden-Württemberg bereits 2024 die reguläre Arbeitszeit nur 39h.
Man hat sich dort 2024 auf eine Absenkung in drei Schritten auf 37,5h pro Woche mit Lohnausgleich geeinigt.

Reguläre Arbeitszeit bei der VAG ist 38,5 h.
Aktuell wird eine Verkürzung auf 35 h gefordert ohne Lohnkürzung (das alleine sind 10 % mehr).
> @Marco/Daniel: welche Zuschläge sind für
> Wochenendarbeit und Sonntags-/Feiertagsarbeit bei der
> Bahn üblich? 30% kommt mir als branchenfremder sehr
> wenig vor. In meinem Beruf sind 50% bzw. 100% üblich.

Auswendig weiß ich das nicht, aber in dem Ding hier sollte es irgendwo drin stehen. Bei mir ist es Tarifgruppe 307.

[www.google.com]

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]
Alles ist wie immer, nur schlimmer... (Bernd das Brot)



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 19.03.2026 08:17 von Daniel Vielberth.
Seiten 6 und 7. Aber um Seite 6 zu verstehen mußte gefühlt erstmal studieren und dann eine halbe Stunde rumrechnen für jede Schicht. Seite 7 ist einfacher.
Aber es gibt einen Nachlösezuschlag? Hätte gedacht, sowas gehört zu den Standardaufgaben der "Schaffner"?

Tschö
UHM
Also langsam finde ich es auch extrem belastend was da den Fahrgästen zugemutet wird.

Keine Frage, ich würde denen die Forderungen von Herzen gönnen.
Meiner Meinung nach sind diese in der momentanen Zeit aber relativ utopisch.
Wenn man finanziell nicht darauf eingehen kann, könnte die Stadt den Mitarbeitern vielleicht
eine Art Gutscheinsystem anbieten zusätzlich wo Sie regional einkaufen können.
Das würde vielleicht auch regionale Geschäfte stärken. Ich denke nur laut.
Warum erfinden Leute immer wieder "scrip" und den "company store" neu? Das waren noch nie gute Ideen....

[en.wikipedia.org]

____________
Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
Zitat
katie32
Also langsam finde ich es auch extrem belastend was da den Fahrgästen zugemutet wird.

Keine Frage, ich würde denen die Forderungen von Herzen gönnen.
Meiner Meinung nach sind diese in der momentanen Zeit aber relativ utopisch.
Wenn man finanziell nicht darauf eingehen kann, könnte die Stadt den Mitarbeitern vielleicht
eine Art Gutscheinsystem anbieten zusätzlich wo Sie regional einkaufen können.
Das würde vielleicht auch regionale Geschäfte stärken. Ich denke nur laut.

Was ist an einem "Gutscheinsystem" für den Arbeitgeber günstiger als an einer Lohnerhöhung? Vielleicht die Steuern und Sozialabgaben die man mit einem Gutscheinsystem vermeiden kann. Das war es dann aber auch. Und der Arbeitnehmer "freut" sich über noch weniger Rente, so er sie überhaupt mit 78 noch erleben darf...

Und warum sollen in dieser momentanen Zeit Lohnerhöhungen utopisch sein, wenn gleichzeitig auch bei den Arbeitnehmern die Kosten durch Inflation davon galoppieren? (Wegekosten durch hohe Spritpreise, Heizkosten, und wenn das mit dem Dieselpreis so bleibt muss man nicht lange warten bis die nächste allgemeine Teuerungswelle rollt.)

Und jetzt komme mit keiner wieder damit a la selber schuld wenn man kein E-Auto/Wärmepumpe hat!
Ich würde, wenn ich zu Hause, oder mindestens im Ort eine vernünftige Lademöglichkeit hätte inzwischen durchaus ein E-Auto in Betracht ziehen. Selber agieren zwecks Lademöglichkeit zu Hause kann ich leider nicht da mir das Haus nicht gehört. Minimum 250km Reichweite, auch im Winter sollten aber schon sein damit man auch mal reserven hat. Es scheitert aber an der Infrastruktur zum Laden und immernoch an den Preisen die für die Stromer aufgerufen werden.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 19.03.2026 23:37 von marco2206.
Ich biete mich freiwillig dafür an die erste U-Bahn um 4:30 Uhr in Langwasser Süd aufzurüsten :P

Viele Grüße
Christian0911
(Mein YouTube-Kanal)
Zitat
Christian0911
Ich biete mich freiwillig dafür an die erste U-Bahn um 4:30 Uhr in Langwasser Süd aufzurüsten :P

Und dann? Machst du dann auch die Prüffahrt?
Zitat
marco2206
Was ist an einem "Gutscheinsystem" für den Arbeitgeber günstiger als an einer Lohnerhöhung? Vielleicht die Steuern und Sozialabgaben die man mit einem Gutscheinsystem vermeiden kann. Das war es dann aber auch. Und der Arbeitnehmer "freut" sich über noch weniger Rente, so er sie überhaupt mit 78 noch erleben darf...

Solche Gutscheine können auch schnell zum Ärgernis werden. Ich hatte fast zwei Jahre lang einen Arbeitgeber, der Sodexo-Gutscheine ausgegeben hat. Als Ersatz dafür, dass es aktuell keine Mitarbeiterkantine gab und auch keine entsprechende Vereinbarung mit einer der anderen Arbeitgeber drumherum. Da wir zu der Zeit durch Corona alle im Home Office waren, konnte man die Sodexo-Gutscheine eigentlich nur im Supermarkt verwenden.

Das war ok, solange die Supermärkte ermöglicht haben, mehrere Gutscheine pro Einkauf einzulösen. Als es nur noch zwei pro Einkauf waren (jeweils ca. 8 Euro) wurde es selbst mir als Single zu blöd. Diejenigen mit Familie, die einen großen Wocheneinkauf gemacht haben, sind ihre Gutscheine einfach nicht mehr losgeworden.

Zitat
marco2206
Und warum sollen in dieser momentanen Zeit Lohnerhöhungen utopisch sein, wenn gleichzeitig auch bei den Arbeitnehmern die Kosten durch Inflation davon galoppieren? (Wegekosten durch hohe Spritpreise, Heizkosten, und wenn das mit dem Dieselpreis so bleibt muss man nicht lange warten bis die nächste allgemeine Teuerungswelle rollt.)
Warum auch immer scheint es in Deutschland gesellschaftlich akzeptiert worden zu sein, dass grundsätzlich der Arbeitnehmer (vor allem solche in Berufen, die eher unterdurchschnittlich bis leicht überdurchschnittlich bezahlt werden) die Inflation "aufnehmen" und dämpfen soll.
Dass das durch den eintretenden Kaufkraftverlust zu einer weiteren Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage beiträgt, scheinen die meisten auszublenden.

Vor allem wundert mich, dass offenbar viele Firmen im B2B-Bereich Verträge ohne Preisgleitklausel vereinbaren. Alle Beauftragungen im IT-Bereich/Beratungsbereich, die ich kenne, enthielten eine Klausel, dass der Kunde jährliche Erhöhungen der Tagessätze in Höhe der Inflation mit Unterzeichnen des Vertrages akzeptiert.

Zitat
marco2206
Und jetzt komme mit keiner wieder damit a la selber schuld wenn man kein E-Auto/Wärmepumpe hat!
Ich würde, wenn ich zu Hause, oder mindestens im Ort eine vernünftige Lademöglichkeit hätte inzwischen durchaus ein E-Auto in Betracht ziehen. Selber agieren zwecks Lademöglichkeit zu Hause kann ich leider nicht da mir das Haus nicht gehört. Minimum 250km Reichweite, auch im Winter sollten aber schon sein damit man auch mal reserven hat. Es scheitert aber an der Infrastruktur zum Laden und immernoch an den Preisen die für die Stromer aufgerufen werden.

Ich fahre seit 1,5 Jahren e-Auto fast rein auf Langstrecke (BMW i5). Davon das erste halbe Jahr ohne Möglichkeit, an der Wohnung zu laden. Man fährt halt "tanken" wie mit einem normalen Auto, das war durch den Ladetarif von BMW auch die letzten 1,5 Jahre günstiger als der gleich motorisierte Diesel (und sogar günstiger als der 520d). Entweder passt es zum Streckenprofil, dass man einen Ladestop immer unterbringt, oder man sucht sich einen Ladepark aus, den man mit einem Einkauf oder Essen holen kombinieren kann.

Von dem "Schnarchladen" an Wallboxen kommt man immer weiter ab, da die Akkus mittlerweile auch hohe Anteile HPC-Laden (Hypercharger, DC-Laden mit hohen Strömen/Spannungen) gut verkraften.

Die Anschaffungskosten sind aber immer noch sehr hoch, da gebe ich dir Recht. Mal schauen, wie gut ID Polo und Co. sind.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 20.03.2026 09:51 von Axel25.
Zitat
Axel25
Zitat
marco2206
Was ist an einem "Gutscheinsystem" für den Arbeitgeber günstiger als an einer Lohnerhöhung? Vielleicht die Steuern und Sozialabgaben die man mit einem Gutscheinsystem vermeiden kann. Das war es dann aber auch. Und der Arbeitnehmer "freut" sich über noch weniger Rente, so er sie überhaupt mit 78 noch erleben darf...

Solche Gutscheine können auch schnell zum Ärgernis werden. Ich hatte fast zwei Jahre lang einen Arbeitgeber, der Sodexo-Gutscheine ausgegeben hat. Als Ersatz dafür, dass es aktuell keine Mitarbeiterkantine gab und auch keine entsprechende Vereinbarung mit einer der anderen Arbeitgeber drumherum. Da wir zu der Zeit durch Corona alle im Home Office waren, konnte man die Sodexo-Gutscheine eigentlich nur im Supermarkt verwenden.

Das war ok, solange die Supermärkte ermöglicht haben, mehrere Gutscheine pro Einkauf einzulösen. Als es nur noch zwei pro Einkauf waren (jeweils ca. 8 Euro) wurde es selbst mir als Single zu blöd. Diejenigen mit Familie, die einen großen Wocheneinkauf gemacht haben, sind ihre Gutscheine einfach nicht mehr losgeworden.

Zitat
marco2206
Und warum sollen in dieser momentanen Zeit Lohnerhöhungen utopisch sein, wenn gleichzeitig auch bei den Arbeitnehmern die Kosten durch Inflation davon galoppieren? (Wegekosten durch hohe Spritpreise, Heizkosten, und wenn das mit dem Dieselpreis so bleibt muss man nicht lange warten bis die nächste allgemeine Teuerungswelle rollt.)
Warum auch immer scheint es in Deutschland gesellschaftlich akzeptiert worden zu sein, dass grundsätzlich der Arbeitnehmer (vor allem solche in Berufen, die eher unterdurchschnittlich bis leicht überdurchschnittlich bezahlt werden) die Inflation "aufnehmen" und dämpfen soll.
Dass das durch den eintretenden Kaufkraftverlust zu einer weiteren Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage beiträgt, scheinen die meisten auszublenden.

Vor allem wundert mich, dass offenbar viele Firmen im B2B-Bereich Verträge ohne Preisgleitklausel vereinbaren. Alle Beauftragungen im IT-Bereich/Beratungsbereich, die ich kenne, enthielten eine Klausel, dass der Kunde jährliche Erhöhungen der Tagessätze in Höhe der Inflation mit Unterzeichnen des Vertrages akzeptiert.

Zitat
marco2206
Und jetzt komme mit keiner wieder damit a la selber schuld wenn man kein E-Auto/Wärmepumpe hat!
Ich würde, wenn ich zu Hause, oder mindestens im Ort eine vernünftige Lademöglichkeit hätte inzwischen durchaus ein E-Auto in Betracht ziehen. Selber agieren zwecks Lademöglichkeit zu Hause kann ich leider nicht da mir das Haus nicht gehört. Minimum 250km Reichweite, auch im Winter sollten aber schon sein damit man auch mal reserven hat. Es scheitert aber an der Infrastruktur zum Laden und immernoch an den Preisen die für die Stromer aufgerufen werden.

Ich fahre seit 1,5 Jahren e-Auto fast rein auf Langstrecke (BMW i5). Davon das erste halbe Jahr ohne Möglichkeit, an der Wohnung zu laden. Man fährt halt "tanken" wie mit einem normalen Auto, das war durch den Ladetarif von BMW auch die letzten 1,5 Jahre günstiger als der gleich motorisierte Diesel (und sogar günstiger als der 520d). Entweder passt es zum Streckenprofil, dass man einen Ladestop immer unterbringt, oder man sucht sich einen Ladepark aus, den man mit einem Einkauf oder Essen holen kombinieren kann.

Von dem "Schnarchladen" an Wallboxen kommt man immer weiter ab, da die Akkus mittlerweile auch hohe Anteile HPC-Laden (Hypercharger, DC-Laden mit hohen Strömen/Spannungen) gut verkraften.

Die Anschaffungskosten sind aber immer noch sehr hoch, da gebe ich dir Recht. Mal schauen, wie gut ID Polo und Co. sind.

Vielen Danke für den Beitrag der meinen ergänzt und konkretisiert.

Zum Laden vom E-Auto ohne eigene Lademöglichkeit: Hier im Ort, einer Kleinstadt mit ca. 5000 Einwohnern, da sind mir aktuell ganze 4 öffentliche E-Ladesäulen bekannt. Davon zwei am Parkplatz vom Gymnasium die sehr oft durch Lehrer von diesem genutzt, und dadurch tagsüber blockiert sind. Würde es einen "Ladepark", ähnlich einer Tankstelle geben, wo man das Auto in 30 Minuten mindestens zu 80% laden kann. Nebenbei Einkaufen oder einen Kaffee trinken kann, dann wäre das etwas anderes. Natürlich dann nicht nur hier vor Ort, sondern so verteilt das man auch unterwegs einfach und unkompliziert nahezu überall Strom "Tanken" kann. Supermarktparkplätze würden sich da z.b. Anbieten. Aber so lange die Infrastruktur hinterher ist wird auch nicht der großen Umschwung zum E-Auto kommen.
Hallo Marco,

So wie ich das einschätze sind da bei Dir zumindest 2 Säulen mehr, aber nur AC Säulen. Der nächste Schnellader dürfte 11 km weg sein (an einer Tanke).
Bei Dir daheim gibt es übrigens einen Rechtsanspruch, dass Du zumindest auf eigene Kosten eine Wallbox aufstellen kannst, falls Du dort einen eigenen Stellplatz hast.

Tschö
UHM



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 20.03.2026 19:50 von UHM.
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