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VAG-Vorstände haben kein Verständnis für erneute Warnstreiks
geschrieben von Christian0911 
Zitat
Axel25
Laut BR hat man sich mittlerweile auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt:
  • Laufzeit vier Jahre,
  • 7% mehr aufgeteilt auf drei Schritte,
  • Verkürzung der Arbeitszeit ab Januar 2029 auf 37,5h/Woche,
  • Anhebung der Mindestruhezeit auf 10,5h.

Das ausgerechnet bei Fahrpersonal geringere Ruhezeiten als woanders erlaubt sind, verstehe ich ehrlich gesagt bis heute nicht.

7% auf 4 Jahre? Die Inflation wird "alebätsch" dazu sagen.

Gut, die Senkung der Arbeitszeit ist mit drin. Wurde bei der Arbeitszeit jetzt ne Klausel geschaffen das man für entsprechend mehr Geld auch weiterhin die bisherige Wochenarbeitszeit machen kann?

Und als weitere Frage: Wurden jetzt eigentlich nur die Prozentwerte vereinbart oder auch, wie ursprünglich gefordert, eine Lohnerhöhung um einen Mindestbetrag?

Denn gerade den Punkt verstehe ich bei Tarifverhandlungen nie. In letzter Zeit wird ja oft gefordert z.b. 5% mehr Lohn, mindestens aber 100€ mehr für jeden. Aber am Ende bleibt von dem Festbetrag meist nichts übrig. Dabei wäre genau der immens wichtig um das immer weitere aufgehen der Gehaltsschere zu verhindern. Und es wäre an der Lebenswirklichkeit orientiert. Es gibt Dinge, die braucht jeder und die werden für alle teurer. Diese Teuerung die jeden betrifft sollte immer pauschal als forderung stehen. Natürlich auf den Durchschnitt gerechnet, nicht auf den Geringverdiener der nur im Discounter die Angebote einkauft, und nicht auf den Spitzenverdiener, der nur im Feinkostmarkt die edelsten Produkte kauft.

Dazu zählen natürlich auch die stark gestiegenen Kosten für Kraftstoffe und Heizung. Das aus Grünen kreisen oft gebrachte Argument, dann muss man sich eben ein E-Auto oder eine Wärmepumpe kaufen zählt nicht. Denn wer ohnehin schon wenig Geld hat, und dem man nun durch stark gestiegene Energiekosten noch mehr Geld wegnimmt, der hat erst Recht kein Geld mehr übrig um sich ein E-Auto, das immernoch deutlich teurer als ein Verbrenner ist, zu kaufen. Wobei das E-Auto seinen Vorteil so richtig ja ohnehin nur mit der eigenen Solarstromanlage ausspielen kann.

Der Gutverdiener dagegen lacht nur, investiert in E-Auto, Solaranlage und Wärmepumpe. Bekommt dafür dann womöglich noch Fördergelder und Steuerrückerstattung. Und von der Investition profitiert er in dem er kräftig bei den Energiekosten spart und noch mehr Geld übrig hat.

Alles was über einen Mindestbetrag bei den Gehaltsforderungen hinausgeht hinausgeht kann man als "Luxus" ansehen und das dann ja auch prozentual höher als bisher vergüten. Es würde aber auf jeden Fall verhindern das die unteren Einkommensgruppen mehr und mehr abgehängt werden.
Zitat
Axel25
Zitat
Pro Tram
Gilt die Ruhezeit eigentlich nur von Arbeitsende bis Beginn oder auch mit Wegezeiten?

Hm, bei Arbeitnehmern mit festem Arbeitsort zählen Wegezeiten zur Ruhezeit. Ich vermute, dass das bei Fahrpersonal aufs Unternehmen, Tarifvertrag und Dienststelle ankommt.

Im Schienengüterverkehr gibt es häufig den fall das Fahrgastfahrten zu an- und abreise z.b. nur zu 50% auf die Arbeitszeit angerechnet werden. Als Ruhezeit können sie aber kaum gelten. Sonst könnte ein Unternehmer seinen Lokführer in Hamburg in den ICE setzen. 7h später wäre er dann in München und könnte schon 3h später wieder Dienstbeginn haben. Das würde einer Ruhezeit ja völlig entgegen laufen. Selbst wenn man von den 7h Reisezeit nur 3,5h als Ruhezeit ansetzt blieben dann nur noch 6,5h tatsächliche Ruhezeit übrig.

Nicht desto trotz wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit Unternehmen geben die, wenn auch vielleicht nur im Ausnahmefall, so vorgehen.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.04.2026 13:40 von marco2206.
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marco2206
Denn gerade den Punkt verstehe ich bei Tarifverhandlungen nie. In letzter Zeit wird ja oft gefordert z.b. 5% mehr Lohn, mindestens aber 100€ mehr für jeden. Aber am Ende bleibt von dem Festbetrag meist nichts übrig. Dabei wäre genau der immens wichtig um das immer weitere aufgehen der Gehaltsschere zu verhindern. Und es wäre an der Lebenswirklichkeit orientiert. Es gibt Dinge, die braucht jeder und die werden für alle teurer. Diese Teuerung die jeden betrifft sollte immer pauschal als forderung stehen. Natürlich auf den Durchschnitt gerechnet, nicht auf den Geringverdiener der nur im Discounter die Angebote einkauft, und nicht auf den Spitzenverdiener, der nur im Feinkostmarkt die edelsten Produkte kauft.

Meinst du das so, dass man das "Lebensmittelbudget" und sowas wie Fahrtkosten separat mit der jeweiligen Kategorie der Inflationsrate berechnet und diese Differenz als Pauschalwert hernimmt?

Zitat

Dazu zählen natürlich auch die stark gestiegenen Kosten für Kraftstoffe und Heizung. Das aus Grünen kreisen oft gebrachte Argument, dann muss man sich eben ein E-Auto oder eine Wärmepumpe kaufen zählt nicht. Denn wer ohnehin schon wenig Geld hat, und dem man nun durch stark gestiegene Energiekosten noch mehr Geld wegnimmt, der hat erst Recht kein Geld mehr übrig um sich ein E-Auto, das immernoch deutlich teurer als ein Verbrenner ist, zu kaufen. Wobei das E-Auto seinen Vorteil so richtig ja ohnehin nur mit der eigenen Solarstromanlage ausspielen kann.

Das e-Auto spielt seinen Vorteil auch ohne eigene Wallbox oder Solaranlage aus. Ich habe mich 2024 bewusst für einen i5 entschieden, weil er selbst bei 1,55 pro Liter Diesel Break-Even zu einem zwei Jahre älteren 520d war. Übrigens ganz ohne Förderung und als reines Langstreckenauto...
Das Argument von uns Grünen ist schon richtig. Hätten wir in DE wie China konsequenter auf die Elektrifizierung gesetzt, gäbe es jetzt bereits bezahlbare und brauchbare e-Autos sowohl als Neuwagen als auch im Gebrauchtmarkt.

Zitat

Der Gutverdiener dagegen lacht nur, investiert in E-Auto, Solaranlage und Wärmepumpe. Bekommt dafür dann womöglich noch Fördergelder und Steuerrückerstattung. Und von der Investition profitiert er in dem er kräftig bei den Energiekosten spart und noch mehr Geld übrig hat.

Was ist denn für dich ein Gutverdiener?
Ich zähl mich mit meinem Gehalt dazu, und ja, bei den aktuellen Dieselpreisen schmunzel ich. Ich habe schon vor zwei Jahren beim Autokauf (ok, Leasing) abgewogen, ob es mir das Risiko des Preisanstiegs und das Wiederverkaufsrisiko noch wert ist, einen Diesel zu finanzieren. Da die TCO-Kosten zwischen i5 und 520d mit damaligen Preisgefüge schon identisch waren, wurde es das e-Auto.

Das ist aber keine Frage der Einkommensschicht, sondern wie gut ich darin bin, die langfristigen Folgen und Risiken meiner Entscheidungen abzuwägen. Und da ist der durchschnittliche Mensch leider erstaunlich schlecht drin.

Ein weiterer Aspekt ist: wie viele "Geringverdiener" haben denn ein eigenes Haus und damit die Entscheidung darüber, wie geheizt wird? Es macht halt Sinn, die Kaufanreize dort zu setzen, wo sie was bringen. Und da sind EFH bei der Dekarbonisierung des Wärmesektors ein möglicher Ansatzpunkt, da durch die Größe relativ ineffizient.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.04.2026 14:00 von Axel25.
Zitat
Axel25
Laut BR hat man sich mittlerweile auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt

Zum 31. Dezember 2027 gibt es aber ein Sonderkündigungsrecht für die Entgelttabelle

Also wieder Streiks im Winter, der Neuwagen ruft weiterhin.
Zitat
marco2206
oft gebrachte Argument, dann muss man sich eben ein E-Auto oder eine Wärmepumpe kaufen zählt nicht

Mein älteres E-Auto, was im Winter nur noch 80 km Akkureichweite hat (leider kam in den letzten 15 Jahren auch keine passende Ladeinfrastruktur zum Nachladen entlang der betreffenden Strecke hinzu), werde ich verschrotten müssen, weil es selbst für 500 € keiner kaufen würde. Da geht es nicht um Kosten, sondern um fossile Verbrenner-Liebe. Die ich mit meinen Steuern jetzt wieder subventionieren darf.
Zitat
spuernase
Zitat
marco2206
oft gebrachte Argument, dann muss man sich eben ein E-Auto oder eine Wärmepumpe kaufen zählt nicht

Mein älteres E-Auto, was im Winter nur noch 80 km Akkureichweite hat (leider kam in den letzten 15 Jahren auch keine passende Ladeinfrastruktur zum Nachladen entlang der betreffenden Strecke hinzu), werde ich verschrotten müssen, weil es selbst für 500 € keiner kaufen würde. Da geht es nicht um Kosten, sondern um fossile Verbrenner-Liebe. Die ich mit meinen Steuern jetzt wieder subventionieren darf.

Es geht nicht um "fossile Verbrenner-Liebe", nein es geht um den praktischen Nutzen. Und auch für einen 15 Jahre alten Verbrenner bekommt man unter Umständen keine 500€ mehr. Da du ja nicht dazu schreibst welches 15 Jahre alte E-Auto das sein soll weiß man aber ja nicht mit was man das vergleichen könnte.

Und ja, ich meinte genau solche verbissen Argumente mit denen mancher alles andere als das E-Auto verteufelt.Die Wortwahl von dir bestätigt das ja eindrücklich.
Zitat
spuernase

Zum 31. Dezember 2027 gibt es aber ein Sonderkündigungsrecht für die Entgelttabelle

Also wieder Streiks im Winter, der Neuwagen ruft weiterhin.

Was hat für Otto Normalverdiener, der auf dem Weg in die Arbeit den ÖPNV nutzt, ein möglicher Streik mit einem Neuwagen zu tun? Richtig, nichts!
Zitat
Axel25
Zitat
marco2206
Denn gerade den Punkt verstehe ich bei Tarifverhandlungen nie. In letzter Zeit wird ja oft gefordert z.b. 5% mehr Lohn, mindestens aber 100€ mehr für jeden. Aber am Ende bleibt von dem Festbetrag meist nichts übrig. Dabei wäre genau der immens wichtig um das immer weitere aufgehen der Gehaltsschere zu verhindern. Und es wäre an der Lebenswirklichkeit orientiert. Es gibt Dinge, die braucht jeder und die werden für alle teurer. Diese Teuerung die jeden betrifft sollte immer pauschal als forderung stehen. Natürlich auf den Durchschnitt gerechnet, nicht auf den Geringverdiener der nur im Discounter die Angebote einkauft, und nicht auf den Spitzenverdiener, der nur im Feinkostmarkt die edelsten Produkte kauft.

Meinst du das so, dass man das "Lebensmittelbudget" und sowas wie Fahrtkosten separat mit der jeweiligen Kategorie der Inflationsrate berechnet und diese Differenz als Pauschalwert hernimmt?

So in der Art, ja.Wobei das natürlich auch sehr unterschiedlich ausfallen kann je nach Wohnort, Arbeitsort, Familienstand, etc. ,wobei man sich vieles davon auch nicht einfach so aussuchen lässt) Aber generell ist es eben schon so das jeder einen Grundbedarf hat der für jeden gleichmäßig teurer wird. Und zwar in €, nicht in % von seinem Einkommen.

Zitat

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Dazu zählen natürlich auch die stark gestiegenen Kosten für Kraftstoffe und Heizung. Das aus Grünen kreisen oft gebrachte Argument, dann muss man sich eben ein E-Auto oder eine Wärmepumpe kaufen zählt nicht. Denn wer ohnehin schon wenig Geld hat, und dem man nun durch stark gestiegene Energiekosten noch mehr Geld wegnimmt, der hat erst Recht kein Geld mehr übrig um sich ein E-Auto, das immernoch deutlich teurer als ein Verbrenner ist, zu kaufen. Wobei das E-Auto seinen Vorteil so richtig ja ohnehin nur mit der eigenen Solarstromanlage ausspielen kann.

Das e-Auto spielt seinen Vorteil auch ohne eigene Wallbox oder Solaranlage aus. Ich habe mich 2024 bewusst für einen i5 entschieden, weil er selbst bei 1,55 pro Liter Diesel Break-Even zu einem zwei Jahre älteren 520d war. Übrigens ganz ohne Förderung und als reines Langstreckenauto...
Das Argument von uns Grünen ist schon richtig. Hätten wir in DE wie China konsequenter auf die Elektrifizierung gesetzt, gäbe es jetzt bereits bezahlbare und brauchbare e-Autos sowohl als Neuwagen als auch im Gebrauchtmarkt.

Ich schreib nicht das das E-Auto ohne Solarstromanlage keinen Vorteil hätte. Ich schrieb das der Vorteil erst so richtig mit der eigenen Solarstromanlage kommt. Und da ist auch was dran. Denn erst dann ist man zumindest zum Teil unabhängig von der Preisentwicklung der Energiekosten, egal so Kraftstoffe oder Strom.

Zitat

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Der Gutverdiener dagegen lacht nur, investiert in E-Auto, Solaranlage und Wärmepumpe. Bekommt dafür dann womöglich noch Fördergelder und Steuerrückerstattung. Und von der Investition profitiert er in dem er kräftig bei den Energiekosten spart und noch mehr Geld übrig hat.

Was ist denn für dich ein Gutverdiener?
Ich zähl mich mit meinem Gehalt dazu, und ja, bei den aktuellen Dieselpreisen schmunzel ich. Ich habe schon vor zwei Jahren beim Autokauf (ok, Leasing) abgewogen, ob es mir das Risiko des Preisanstiegs und das Wiederverkaufsrisiko noch wert ist, einen Diesel zu finanzieren. Da die TCO-Kosten zwischen i5 und 520d mit damaligen Preisgefüge schon identisch waren, wurde es das e-Auto.

Ein BMW 520 ist vom Listenpreis her schon mal mindestens 3x so teuer wie ein Kleinwagen. Und ein Gebrauchtwagen ist nochmal um ein Vielfaches günstiger. Ich wüsste jedenfalls nicht wie ich mir ein Auto der 60.000€ Klasse leisten könnte, egal ob neu oder gebraucht. Ich bin Quasi Alleinverdiener mit Frau und zwei Kindern.
Im Gesamtpaket kommt es bei "Gutverdiener" oder "Geringverdiener" eben noch oft auf die Umstände an. Mit zwei vollen gehältern zahlt man die Miete z.b. viel leichter als alleine, etc. Geht aber eben nicht immer.

Zitat

Das ist aber keine Frage der Einkommensschicht, sondern wie gut ich darin bin, die langfristigen Folgen und Risiken meiner Entscheidungen abzuwägen. Und da ist der durchschnittliche Mensch leider erstaunlich schlecht drin.

Ein weiterer Aspekt ist: wie viele "Geringverdiener" haben denn ein eigenes Haus und damit die Entscheidung darüber, wie geheizt wird? Es macht halt Sinn, die Kaufanreize dort zu setzen, wo sie was bringen. Und da sind EFH bei der Dekarbonisierung des Wärmesektors ein möglicher Ansatzpunkt, da durch die Größe relativ ineffizient.

Jetzt kommt auch hier der erhobene grüne Zeigefinger von jemanden, der sich selber als Gutverdiener bezeichnet. Schade. Ich kenne tatsächlich auch grüne, die mit überzeugung ihren alten Verbrenner weiterfahren. Und die auch die Realität von anderen Lebenssituationen nicht ausblenden.
Ein eigenes Haus hat sehr oft auch nichts mit Gut oder Geringverdienern zu tun. Allerdings sollte man dann mal im Detail darauf schauen wie alt, und auf welchem Standard die Häuser von welcher Einkommensschicht dann sind. Oder sollen künftig nur noch reiche Gutverdiener Immobilien besitzen dürfen?
Zitat
marco2206
Zitat

Das ist aber keine Frage der Einkommensschicht, sondern wie gut ich darin bin, die langfristigen Folgen und Risiken meiner Entscheidungen abzuwägen. Und da ist der durchschnittliche Mensch leider erstaunlich schlecht drin.

Ein weiterer Aspekt ist: wie viele "Geringverdiener" haben denn ein eigenes Haus und damit die Entscheidung darüber, wie geheizt wird? Es macht halt Sinn, die Kaufanreize dort zu setzen, wo sie was bringen. Und da sind EFH bei der Dekarbonisierung des Wärmesektors ein möglicher Ansatzpunkt, da durch die Größe relativ ineffizient.

Jetzt kommt auch hier der erhobene grüne Zeigefinger von jemanden, der sich selber als Gutverdiener bezeichnet. Schade. Ich kenne tatsächlich auch grüne, die mit überzeugung ihren alten Verbrenner weiterfahren. Und die auch die Realität von anderen Lebenssituationen nicht ausblenden.
Ein eigenes Haus hat sehr oft auch nichts mit Gut oder Geringverdienern zu tun. Allerdings sollte man dann mal im Detail darauf schauen wie alt, und auf welchem Standard die Häuser von welcher Einkommensschicht dann sind. Oder sollen künftig nur noch reiche Gutverdiener Immobilien besitzen dürfen?

Ich wollte nicht so rüber kommen, dass das der erhobene Zeigefinger ist. Ich bin es bloß Leid, dass andere Menschen sehend langfristig schlechte Entscheidungen treffen und dann andere das ausbaden sollen (z.B. beim pauschalen Tankrabatt). Mir ist durchaus klar, dass ich mit meinem Gehalt (und in Relation zum Alter) ein (extremer) Ausreißer nach oben bin.

Wenn es nach mir ginge, gäbe es weder eine pauschale Steuerbefreiung für e-Autos noch eine pauschale Kaufprämie. Letztere sollte es, um den Markt für günstige + brauchbare e-Autos wachsen zu lassen, einkommensabhängig geben. Wie du schreibst, muss man das von mehreren Faktoren abhängig machen wie Anzahl der Kinder, Alleinverdiener oder nicht etc. Ich fände z.B. auch Modelle fair, wo jemand wie ich in einem Quartier überproportional mehr für seine Wohnung bezahlt und dafür eine Familie eine günstigere Miete hat.

Zitat
marco2206
So in der Art, ja. Wobei das natürlich auch sehr unterschiedlich ausfallen kann je nach Wohnort, Arbeitsort, Familienstand, etc. ,wobei man sich vieles davon auch nicht einfach so aussuchen lässt) Aber generell ist es eben schon so das jeder einen Grundbedarf hat der für jeden gleichmäßig teurer wird. Und zwar in €, nicht in % von seinem Einkommen.

Das hört sich eigentlich nach einer guten Idee an. Für Orte mit besonders hohen Lebenshaltungskosten (Inseln, Großräume) kann man zusätzliche Aufschläge einführen.
Zitat
marco2206

Und als weitere Frage: Wurden jetzt eigentlich nur die Prozentwerte vereinbart oder auch, wie ursprünglich gefordert, eine Lohnerhöhung um einen Mindestbetrag?

Einigung im Tarifkonflikt für den ÖPNV
Zitat
nordbayern.de
Der Kompromiss sieht laut KAV eine Entgelterhöhung von insgesamt 7 Prozent vor. Zum Jahresbeginn steigen die Einkommen demnach um 4,1 Prozent, mindestens aber um 120 Euro, zum 1. September um 1 Prozent und zum 1. Januar 2027 um 1,9 Prozent.
Zitat
sebaldus
Zitat
marco2206

Und als weitere Frage: Wurden jetzt eigentlich nur die Prozentwerte vereinbart oder auch, wie ursprünglich gefordert, eine Lohnerhöhung um einen Mindestbetrag?

Einigung im Tarifkonflikt für den ÖPNV
Zitat
nordbayern.de
Der Kompromiss sieht laut KAV eine Entgelterhöhung von insgesamt 7 Prozent vor. Zum Jahresbeginn steigen die Einkommen demnach um 4,1 Prozent, mindestens aber um 120 Euro, zum 1. September um 1 Prozent und zum 1. Januar 2027 um 1,9 Prozent.

Danke. Ich denke das ist schon ein Recht guter Abschluss. Die Lohnerhöhung kommt zwar gestaffelt, aber doch sehr zügig innerhalb der Laufzeit.
Zitat
spuernase
Zitat
marco2206
oft gebrachte Argument, dann muss man sich eben ein E-Auto oder eine Wärmepumpe kaufen zählt nicht

Mein älteres E-Auto, was im Winter nur noch 80 km Akkureichweite hat (leider kam in den letzten 15 Jahren auch keine passende Ladeinfrastruktur zum Nachladen entlang der betreffenden Strecke hinzu), werde ich verschrotten müssen, weil es selbst für 500 € keiner kaufen würde. Da geht es nicht um Kosten, sondern um fossile Verbrenner-Liebe. Die ich mit meinen Steuern jetzt wieder subventionieren darf.

Wenn ich einen Führerschein und Zugriff auf einen Stellplatz hätte, würde ich ein e-Auto für fünf Grüne durchaus in Betracht ziehen. Auch wenn es "nur" achtzig Kilometer Reichweite hat. Würde für 99% meiner alltäglichen Wege reichen und für den Rest gibt es Züge und Leihwagen...

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Selbstverständlich sollten wir mehr Schienen bauen!
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