Zitat
Axel25
Laut BR hat man sich mittlerweile auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt:
- Laufzeit vier Jahre,
- 7% mehr aufgeteilt auf drei Schritte,
- Verkürzung der Arbeitszeit ab Januar 2029 auf 37,5h/Woche,
- Anhebung der Mindestruhezeit auf 10,5h.
Das ausgerechnet bei Fahrpersonal geringere Ruhezeiten als woanders erlaubt sind, verstehe ich ehrlich gesagt bis heute nicht.
Zitat
Axel25
Zitat
Pro Tram
Gilt die Ruhezeit eigentlich nur von Arbeitsende bis Beginn oder auch mit Wegezeiten?
Hm, bei Arbeitnehmern mit festem Arbeitsort zählen Wegezeiten zur Ruhezeit. Ich vermute, dass das bei Fahrpersonal aufs Unternehmen, Tarifvertrag und Dienststelle ankommt.
|
Re: VAG-Vorstände haben kein Verständnis für erneute Warnstreiks 16.04.2026 13:56 |
Zitat
marco2206
Denn gerade den Punkt verstehe ich bei Tarifverhandlungen nie. In letzter Zeit wird ja oft gefordert z.b. 5% mehr Lohn, mindestens aber 100€ mehr für jeden. Aber am Ende bleibt von dem Festbetrag meist nichts übrig. Dabei wäre genau der immens wichtig um das immer weitere aufgehen der Gehaltsschere zu verhindern. Und es wäre an der Lebenswirklichkeit orientiert. Es gibt Dinge, die braucht jeder und die werden für alle teurer. Diese Teuerung die jeden betrifft sollte immer pauschal als forderung stehen. Natürlich auf den Durchschnitt gerechnet, nicht auf den Geringverdiener der nur im Discounter die Angebote einkauft, und nicht auf den Spitzenverdiener, der nur im Feinkostmarkt die edelsten Produkte kauft.
Zitat
Dazu zählen natürlich auch die stark gestiegenen Kosten für Kraftstoffe und Heizung. Das aus Grünen kreisen oft gebrachte Argument, dann muss man sich eben ein E-Auto oder eine Wärmepumpe kaufen zählt nicht. Denn wer ohnehin schon wenig Geld hat, und dem man nun durch stark gestiegene Energiekosten noch mehr Geld wegnimmt, der hat erst Recht kein Geld mehr übrig um sich ein E-Auto, das immernoch deutlich teurer als ein Verbrenner ist, zu kaufen. Wobei das E-Auto seinen Vorteil so richtig ja ohnehin nur mit der eigenen Solarstromanlage ausspielen kann.
Zitat
Der Gutverdiener dagegen lacht nur, investiert in E-Auto, Solaranlage und Wärmepumpe. Bekommt dafür dann womöglich noch Fördergelder und Steuerrückerstattung. Und von der Investition profitiert er in dem er kräftig bei den Energiekosten spart und noch mehr Geld übrig hat.
Zitat
marco2206
oft gebrachte Argument, dann muss man sich eben ein E-Auto oder eine Wärmepumpe kaufen zählt nicht
Zitat
spuernase
Zitat
marco2206
oft gebrachte Argument, dann muss man sich eben ein E-Auto oder eine Wärmepumpe kaufen zählt nicht
Mein älteres E-Auto, was im Winter nur noch 80 km Akkureichweite hat (leider kam in den letzten 15 Jahren auch keine passende Ladeinfrastruktur zum Nachladen entlang der betreffenden Strecke hinzu), werde ich verschrotten müssen, weil es selbst für 500 € keiner kaufen würde. Da geht es nicht um Kosten, sondern um fossile Verbrenner-Liebe. Die ich mit meinen Steuern jetzt wieder subventionieren darf.
Zitat
spuernase
Zum 31. Dezember 2027 gibt es aber ein Sonderkündigungsrecht für die Entgelttabelle
Also wieder Streiks im Winter, der Neuwagen ruft weiterhin.
Zitat
Axel25
Zitat
marco2206
Denn gerade den Punkt verstehe ich bei Tarifverhandlungen nie. In letzter Zeit wird ja oft gefordert z.b. 5% mehr Lohn, mindestens aber 100€ mehr für jeden. Aber am Ende bleibt von dem Festbetrag meist nichts übrig. Dabei wäre genau der immens wichtig um das immer weitere aufgehen der Gehaltsschere zu verhindern. Und es wäre an der Lebenswirklichkeit orientiert. Es gibt Dinge, die braucht jeder und die werden für alle teurer. Diese Teuerung die jeden betrifft sollte immer pauschal als forderung stehen. Natürlich auf den Durchschnitt gerechnet, nicht auf den Geringverdiener der nur im Discounter die Angebote einkauft, und nicht auf den Spitzenverdiener, der nur im Feinkostmarkt die edelsten Produkte kauft.
Meinst du das so, dass man das "Lebensmittelbudget" und sowas wie Fahrtkosten separat mit der jeweiligen Kategorie der Inflationsrate berechnet und diese Differenz als Pauschalwert hernimmt?
Zitat
Zitat
Dazu zählen natürlich auch die stark gestiegenen Kosten für Kraftstoffe und Heizung. Das aus Grünen kreisen oft gebrachte Argument, dann muss man sich eben ein E-Auto oder eine Wärmepumpe kaufen zählt nicht. Denn wer ohnehin schon wenig Geld hat, und dem man nun durch stark gestiegene Energiekosten noch mehr Geld wegnimmt, der hat erst Recht kein Geld mehr übrig um sich ein E-Auto, das immernoch deutlich teurer als ein Verbrenner ist, zu kaufen. Wobei das E-Auto seinen Vorteil so richtig ja ohnehin nur mit der eigenen Solarstromanlage ausspielen kann.
Das e-Auto spielt seinen Vorteil auch ohne eigene Wallbox oder Solaranlage aus. Ich habe mich 2024 bewusst für einen i5 entschieden, weil er selbst bei 1,55 pro Liter Diesel Break-Even zu einem zwei Jahre älteren 520d war. Übrigens ganz ohne Förderung und als reines Langstreckenauto...
Das Argument von uns Grünen ist schon richtig. Hätten wir in DE wie China konsequenter auf die Elektrifizierung gesetzt, gäbe es jetzt bereits bezahlbare und brauchbare e-Autos sowohl als Neuwagen als auch im Gebrauchtmarkt.
Zitat
Zitat
Der Gutverdiener dagegen lacht nur, investiert in E-Auto, Solaranlage und Wärmepumpe. Bekommt dafür dann womöglich noch Fördergelder und Steuerrückerstattung. Und von der Investition profitiert er in dem er kräftig bei den Energiekosten spart und noch mehr Geld übrig hat.
Was ist denn für dich ein Gutverdiener?
Ich zähl mich mit meinem Gehalt dazu, und ja, bei den aktuellen Dieselpreisen schmunzel ich. Ich habe schon vor zwei Jahren beim Autokauf (ok, Leasing) abgewogen, ob es mir das Risiko des Preisanstiegs und das Wiederverkaufsrisiko noch wert ist, einen Diesel zu finanzieren. Da die TCO-Kosten zwischen i5 und 520d mit damaligen Preisgefüge schon identisch waren, wurde es das e-Auto.
Zitat
Das ist aber keine Frage der Einkommensschicht, sondern wie gut ich darin bin, die langfristigen Folgen und Risiken meiner Entscheidungen abzuwägen. Und da ist der durchschnittliche Mensch leider erstaunlich schlecht drin.
Ein weiterer Aspekt ist: wie viele "Geringverdiener" haben denn ein eigenes Haus und damit die Entscheidung darüber, wie geheizt wird? Es macht halt Sinn, die Kaufanreize dort zu setzen, wo sie was bringen. Und da sind EFH bei der Dekarbonisierung des Wärmesektors ein möglicher Ansatzpunkt, da durch die Größe relativ ineffizient.
|
Re: VAG-Vorstände haben kein Verständnis für erneute Warnstreiks 16.04.2026 18:42 |
Zitat
marco2206
Zitat
Das ist aber keine Frage der Einkommensschicht, sondern wie gut ich darin bin, die langfristigen Folgen und Risiken meiner Entscheidungen abzuwägen. Und da ist der durchschnittliche Mensch leider erstaunlich schlecht drin.
Ein weiterer Aspekt ist: wie viele "Geringverdiener" haben denn ein eigenes Haus und damit die Entscheidung darüber, wie geheizt wird? Es macht halt Sinn, die Kaufanreize dort zu setzen, wo sie was bringen. Und da sind EFH bei der Dekarbonisierung des Wärmesektors ein möglicher Ansatzpunkt, da durch die Größe relativ ineffizient.
Jetzt kommt auch hier der erhobene grüne Zeigefinger von jemanden, der sich selber als Gutverdiener bezeichnet. Schade. Ich kenne tatsächlich auch grüne, die mit überzeugung ihren alten Verbrenner weiterfahren. Und die auch die Realität von anderen Lebenssituationen nicht ausblenden.
Ein eigenes Haus hat sehr oft auch nichts mit Gut oder Geringverdienern zu tun. Allerdings sollte man dann mal im Detail darauf schauen wie alt, und auf welchem Standard die Häuser von welcher Einkommensschicht dann sind. Oder sollen künftig nur noch reiche Gutverdiener Immobilien besitzen dürfen?
Zitat
marco2206
So in der Art, ja. Wobei das natürlich auch sehr unterschiedlich ausfallen kann je nach Wohnort, Arbeitsort, Familienstand, etc. ,wobei man sich vieles davon auch nicht einfach so aussuchen lässt) Aber generell ist es eben schon so das jeder einen Grundbedarf hat der für jeden gleichmäßig teurer wird. Und zwar in €, nicht in % von seinem Einkommen.
|
Re: Einigung im Tarifkonflikt für den ÖPNV 16.04.2026 23:53 |
Zitat
marco2206
Und als weitere Frage: Wurden jetzt eigentlich nur die Prozentwerte vereinbart oder auch, wie ursprünglich gefordert, eine Lohnerhöhung um einen Mindestbetrag?
Zitat
nordbayern.de
Der Kompromiss sieht laut KAV eine Entgelterhöhung von insgesamt 7 Prozent vor. Zum Jahresbeginn steigen die Einkommen demnach um 4,1 Prozent, mindestens aber um 120 Euro, zum 1. September um 1 Prozent und zum 1. Januar 2027 um 1,9 Prozent.
|
Re: Einigung im Tarifkonflikt für den ÖPNV 17.04.2026 13:23 |
Zitat
sebaldus
Zitat
marco2206
Und als weitere Frage: Wurden jetzt eigentlich nur die Prozentwerte vereinbart oder auch, wie ursprünglich gefordert, eine Lohnerhöhung um einen Mindestbetrag?
Einigung im Tarifkonflikt für den ÖPNV
Zitat
nordbayern.de
Der Kompromiss sieht laut KAV eine Entgelterhöhung von insgesamt 7 Prozent vor. Zum Jahresbeginn steigen die Einkommen demnach um 4,1 Prozent, mindestens aber um 120 Euro, zum 1. September um 1 Prozent und zum 1. Januar 2027 um 1,9 Prozent.
|
Re: VAG-Vorstände haben kein Verständnis für erneute Warnstreiks 19.04.2026 17:19 |
Zitat
spuernase
Zitat
marco2206
oft gebrachte Argument, dann muss man sich eben ein E-Auto oder eine Wärmepumpe kaufen zählt nicht
Mein älteres E-Auto, was im Winter nur noch 80 km Akkureichweite hat (leider kam in den letzten 15 Jahren auch keine passende Ladeinfrastruktur zum Nachladen entlang der betreffenden Strecke hinzu), werde ich verschrotten müssen, weil es selbst für 500 € keiner kaufen würde. Da geht es nicht um Kosten, sondern um fossile Verbrenner-Liebe. Die ich mit meinen Steuern jetzt wieder subventionieren darf.