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Ausschreibung Mainfrankenbahn
geschrieben von marco2206 
Hallo.

Bisher Verstecken sich diverse Beiträge zur Neuvergabe der Mainfrankenbahn unter anderem im "Kleinkrusch". Da das aber eigentlich ein eigenes Thema ist zu dem künftig sicher auch noch mehr zusammen kommt mache ich dazu mal eine eigenes Thema auf.

Kurze Zusammenfassung was bisher war:

Bekanntlich wurde das E-Netz Würzburg, auch als Mainfrankenbahn bekannt, ja an Agilis vergeben. Ein Einspruch seitens DB Regio wurde zwischenzeitlich abgewiesen.

Da zwischen dem Neuvertrag mit Agilis und dem Bestehenden Vertrag mit DB Regio eine Zeitliche lücke liegt wollte die BEG ursprünglich DB Regio mittels Direktvergabe für den Betrieb während der bisher Vertragslosen übergangszeit beauftragen.

Allerdings wurde nun seitens der BEG bekannt gegeben das es für diesen übergangsvertrag nun statt einer Direktvergabe an DB Regio ein Vergabeverfahren geben wird.

Dazu berichtet die FLZ:

Paukenschlag: Verliert die DB den RE10 viel früher als gedacht an eine Privatbahn?
Hallo,

Wer hat die zeitliche Lücke zwischen den Verkehrsverträgen zu verantworten?



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 21.08.2026 10:56 von Mezzo.
Zitat
Mezzo
Hallo,

Wer hat die zeitliche Lücke zwischen den Verkehrsverträgen zu verantworten?

Das dürfte einzig die BEG zu verantworten haben.

Nach ein wenig Onlinesuche, da ich das Zeitlich auch nicht mehr wusste:

Der Aktuelle Vertrag für die Mainfrankenbahn mit DB Regio hat nur eine Laufzeit von sechs Jahren bis Dezember 2027.

BEG Ausschreibung Mainfrankenbahn 2018

Der Vertrag, bei dem nun Agilis den Zuschlag erhalten hat, startet im Dezember 2030.

BEG Ausschreibung Mainfrankenbahn 2024



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 21.08.2026 11:13 von marco2206.
Was passiert eigentlich, wenn sich niemand für den kurzen Zwischenzeitraum bewirbt, weil zb Nicht wirtschaftlich?

Kann dann ein EVU gezwungen werden, die Verkehrsleistungen zu erbringen, also trotzdem wieder eine „Zwangsvergabe“? Kann die BEG sowas überhaupt veranlassen oder braucht es da höhere Mächte?

Oder lässt die BEG dann einfach die Zeit verstreichen und es fahren wirklich keine Züge in der Zwischenzeit?
Bei dieser neunen "Regio S-Bahn Mainfranken", ist da der Unterschied zu den vorherigen Regionalbahnen spürbar oder nur am Logo erkennbar?
.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 21.08.2026 18:22 von marco2206.
Zitat
Stanze
Bei dieser neunen "Regio S-Bahn Mainfranken", ist da der Unterschied zu den vorherigen Regionalbahnen spürbar oder nur am Logo erkennbar?

Ich vermute man wird im Zuge der Umbenennung zur Regio S-Bahn die Zugbegleiter komplett einsparen oder nur mehr recht niedrige Besetzungsquoten fordern.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 21.08.2026 16:16 von marco2206.
Zitat
Mezzo
Was passiert eigentlich, wenn sich niemand für den kurzen Zwischenzeitraum bewirbt, weil zb Nicht wirtschaftlich?

Kann dann ein EVU gezwungen werden, die Verkehrsleistungen zu erbringen, also trotzdem wieder eine „Zwangsvergabe“? Kann die BEG sowas überhaupt veranlassen oder braucht es da höhere Mächte?

Oder lässt die BEG dann einfach die Zeit verstreichen und es fahren wirklich keine Züge in der Zwischenzeit?

Zum Grundsätzlichen in deiner Frage: Nein, es kann kein EVU gezwungen werden, die Verkehrsleistung zu erbringen. Aber erfahrungsgemäß findet sichjemand, aber es wird teuer, ähnlich wie die Ausschreibung der Niddertalbahn vor einigen Jahren im RMV.

Im Falle der Mainfrankenbahn hätte die Lücke durch eine Direktvergabe an DB Regio geschlossen werden sollen. Gegen die Direktvergabe hat aber ein anderes EVU Einspruch eingelegt und glaubhaft versichert, dass er mindestens eine der Linien selber mit Gebrauchtfahrzeugen bedienen kann und möchte. Dass kann Agilis sein, aber auch eine WFL, eine TRI usw.
Zitat
Axel25
. Gegen die Direktvergabe hat aber ein anderes EVU Einspruch eingelegt und glaubhaft versichert, dass er mindestens eine der Linien selber mit Gebrauchtfahrzeugen bedienen kann und möchte. Dass kann Agilis sein, aber auch eine WFL, eine TRI usw.

Im von mir verlinkten Artikel der FLZ steht das für den übergangsvertrag die selben Standards wie im bisherigen Vertrag gelten sollen. Ersatzkonzepte mit n-Wagen oder ähnlichem dürften daher schonmal ausscheiden.
Zitat
marco2206
Zitat
Axel25
. Gegen die Direktvergabe hat aber ein anderes EVU Einspruch eingelegt und glaubhaft versichert, dass er mindestens eine der Linien selber mit Gebrauchtfahrzeugen bedienen kann und möchte. Dass kann Agilis sein, aber auch eine WFL, eine TRI usw.

Im von mir verlinkten Artikel der FLZ steht das für den übergangsvertrag die selben Standards wie im bisherigen Vertrag gelten sollen. Ersatzkonzepte mit n-Wagen oder ähnlichem dürften daher schonmal ausscheiden.

Sowohl WFL als auch TRI haben in der Bestandsflotte Dostos, die einen barrierefreien Einstieg ermöglichen. Und bei TRI wurde schonmal spekuliert, ob sie nicht Mireo Smart kaufen oder leasen würden.

Und zumindest in beiden bisherigen TED-Bekanntmachungen konnte ich keine Vorgaben zu den Fahrzeugen finden. Und auch der Satz "kein veraltetes Material" schützt nicht vor Katastrophen. Die Talent im Expressdrehkreuz Bremen sind so abgerockt, dass die meisten Fahrgäste sich wohl über einen Ersatzzug aus Dosto 94 freuen würden.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 21.08.2026 18:50 von Axel25.
Zitat
Axel25
Zum Grundsätzlichen in deiner Frage: Nein, es kann kein EVU gezwungen werden, die Verkehrsleistung zu erbringen. Aber erfahrungsgemäß findet sichjemand, aber es wird teuer, ähnlich wie die Ausschreibung der Niddertalbahn vor einigen Jahren im RMV.

Im Falle der Mainfrankenbahn hätte die Lücke durch eine Direktvergabe an DB Regio geschlossen werden sollen. Gegen die Direktvergabe hat aber ein anderes EVU Einspruch eingelegt und glaubhaft versichert, dass er mindestens eine der Linien selber mit Gebrauchtfahrzeugen bedienen kann und möchte. Dass kann Agilis sein, aber auch eine WFL, eine TRI usw.

Danke Axel, für die Erklärung. ;)

Falls wirklich WFL oder TRI einspringt, dann wird es durchaus spannend, was den Fahrzeugeinsatz betrifft.
Nach der Ausschreibung bzw. dem Steckbrief [beg.bahnland-bayern.de] bleibt es bei 100% in den RE und 70% in den RB bzw. RS. Auch die Anforderungen bleiben auf dem Niveau, das die BEG in allen Ausschreibungen fordert.

LG frankentux
Zitat
marco2206
Der Aktuelle Vertrag für die Mainfrankenbahn mit DB Regio hat nur eine Laufzeit von sechs Jahren bis Dezember 2027.

BEG Ausschreibung Mainfrankenbahn 2018

Der Vertrag endet erst im Dezember 2028: [beg.bahnland-bayern.de] (Seite 6, letzte Zeile)

Der Übergangsvertrag liefe also 2 (bzw. bei einer zu erwartenden Verzögerung und Betriebsstart der Vergabe an Agilis 3) Jahre.
Hm, es soll ein rein elektrisches Netz werden, gleichzeitig will man irgendwann nach Lohr Stadt fahren - so kann man Reaktivierungskosten auch in die Höhe treiben...

Gruß D. Vielberth
[www.gleistreff.de]
Alles ist wie immer, nur schlimmer... (Bernd das Brot)
Zitat
Knut Rosenthal
Zitat
marco2206
Der Aktuelle Vertrag für die Mainfrankenbahn mit DB Regio hat nur eine Laufzeit von sechs Jahren bis Dezember 2027.

BEG Ausschreibung Mainfrankenbahn 2018

Der Vertrag endet erst im Dezember 2028:
Ursprünglich lief der Vertrag bis 2027 wie man bei der BEG selbst noch unter [beg.bahnland-bayern.de] nachlesen kann.
Die Verlängerungsoption von einem Jahr hat man schon länger gezogen.

LG frankentux
Zitat
Daniel Vielberth
Hm, es soll ein rein elektrisches Netz werden, gleichzeitig will man irgendwann nach Lohr Stadt fahren - so kann man Reaktivierungskosten auch in die Höhe treiben...

Naja, das sind weniger als 2km die da von Lohr Bahnhof aus Elektrifiziert werden müssen. Ohne diese 2km Oberleitung würde man halt kosten für die Fahrzeuge (BEMU) und den Betrieb (höhere Wartungskosten der Fahrzeuge) in die Höhe treiben.
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