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Alsterschippern, aber emissionsfrei: FCS "ALSTERWASSER" getauft!
geschrieben von BahnInfo-Webmaster 
"Aber auch die Frage nach dem Wirkungsgrad muss noch beantwortet werden. Zwar ist die Gewinnung der elektrischen Energie aus der chemischen Reaktion von Wasserstoff- und Sauerstoffgas hocheffizient (der Wirkungsgrad liegt bei rund 50%), jedoch muss der Energieträger Wasserstoff erst einmal synthetisiert werden - und dies geschieht mehrere hundert Kilometer entfernt in Leuna (Sachsen-Anhalt) aus dem fossilen Energieträger Erdgas. Von Leuna wird der flüssige und auf -253 °C heruntergekühlte Wasserstoff mit Tankwagen auf der Straße nach Hamburg-Barmbek transportiert, wodurch auch wieder Schadstoffemissionen freigesetzt werden."

Ob das ein Druckfehler ist? Denn der jetzige Wirkungsgrad zur Wasserstofferzeugung liegt ohne die erheblichen Transportverluste auch nur bei gut 30 Prozent, so dass wir insgesamt nur bei gut 15 Prozent in der Kette wären. Da ist selbst die angeblich so "altmodische" Straßenbahn mit all Ihren Fahrdraht- und Leitungsverlusten um Klassen besser. Und selbst moderne Akkus, deren Gewicht in Schiffen kaum eine Rolle spielen, geben rund 80 Prozent der eingelagerten Energie wieder ab.
Leider ist es kein Druckfehler. Der Wirkungsgrad des Energiewandlers Wasserstoffbrennstoffzelle liegt tatsächlich nur bei rund 50%.

Der Wikipedia-Artikel unter dem Stichwort "Brennstoffzelle" ist recht ordentlich.
Fredrik schrieb:
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> Leider ist es kein Druckfehler. Der Wirkungsgrad
> des Energiewandlers Wasserstoffbrennstoffzelle
> liegt tatsächlich nur bei rund 50%.
>
> Der Wikipedia-Artikel unter dem Stichwort
> "Brennstoffzelle" ist recht ordentlich.

Das war -- wenn ich den Beitrag richtig verstanden habe -- nicht gemeint.

In der Gesamtbetrachtung von der Herstellung des Wasserstoffes über den Transport zum Verbraucher, der dabei entstehenden Umweltverschutzung (Dieselabgase des Lkw bzw. Schiffes), den Lagerungskosten (Verflüssigung, Verdichtung), und der Energieeffizienz der Brennstoffzelle liegt der Wirkungsgrad deutlich niedriger.

Zum Vergleich: Bei der Kohleverstromung wird immer behauptet, der Wirkungsgrad eines reinen Stromkraftwerkes liege um die 35-40%, bei Nutzung der Kraft-Wärme-Kopplung angeblich bei 90%. Bezieht man in diese Kette auch noch die Kohleförderung, den Transport zum nächsten Hafen, die Verschiffung und die Lagerung bzw. den Transport im Lande dazu, fällt dieser auf unter 30 bzw. 70%...

Gruß Ingo
@INW

Stimmt genau. Die 50% Wirkungsgrad der Wasserstoffbrennstoffzelle sind nur einer der einzelnen Wirkungsgrade, die bei einer Betrachtung des Gesamtsystenms den gesamten Wirkungsgrad ausmachen. Wenn man die Frage stellt, wie groß der Wirkungsgrad des gesamten Systems ab der Gewinnung des Wasserstoffes bis zu den Antriebspropellern des Alsterschiffes ist, würde man deutlich unter 10% landen.

Und dann hätte man noch nicht einmal den Wirkungsgrad der Antriebspropeller im Wasser der Alster berücksichtigt!

Fredrik

[fredriks.de]
In der Tat meinte ich mit den im Artikel genannten 50% lediglich den Wirkungsgrad innrhalb der Brennstoffzelle und betone den oben zitierten Satz anders:

"Zwar ist die Gewinnung der elektrischen Energie aus der chemischen Reaktion von Wasserstoff- und Sauerstoffgas hocheffizient (der Wirkungsgrad liegt bei rund 50%), jedoch [...]"

Viele Grüße
Alexander
Moin,

nachdem die "Alsterwasser" vor einem Jahr ausbrannte und schwer beschädigt wurde, ist sie ab heute Nachmittag wieder auf der Alster unterwegs.

Wie es zu dem Feuer kam, lest ihr hier (Kurzfassung):
[www.nahverkehrhamburg.de]

und hier (ausführliche Fassung):
[www.elbdampfer-hamburg.de]



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.05.2011 13:43 von Christian H..
Am letzten Donnerstag (21.11.2019) gegen 12:00 fuhr die FSC „Alsterwasser” in Höhe St. Pauli Landungsbrücken ohne Fahrgäste elbabwärts. Weiß jemand, welches ihr Ziel war und weshalb sie auf der Elbe unterwegs war?

Fredrik

[fredriks.de]
Zitat
Fredrik
Am letzten Donnerstag (21.11.2019) gegen 12:00 fuhr die FSC „Alsterwasser” in Höhe St. Pauli Landungsbrücken ohne Fahrgäste elbabwärts. Weiß jemand, welches ihr Ziel war und weshalb sie auf der Elbe unterwegs war?

Oh, die kann noch fahren? Ist die nach der Reparatur überhaupt noch mal gefahren? Die Tankstelle gibt's ja längst nicht mehr. Muss dann ja mobil betankt worden sein?

Gruß

Jan

--
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