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Marode S-Bahn-Stationen
geschrieben von Norderstedt 
In Neugraben muss von Gleis 3 aus zwingend über die Kehrgleise gekehrt werden, dies kann dann auch die S31 tun. Der Knackpunkt dürfte der Takt sein.

In Elbgaustraße beträgt der Abstand zwischen S3 und S21 aber 6 Minuten, in Neugraben sind es zur S31 bei der Ankunft lediglich 4 Minuten. Zwischen Abfahrt der S3 auf Min.6 und Ankunft der S31 auf Min 8 liegen sogar gerade mal 2 Minuten.
Zitat
NWT47
Zitat
christian schmidt
Könnte man nicht einfach in Neugraben aufs Koppeln verzichten?

Würde Vollzugeinsatz auf der S3 mit zeitgleichem Ausfall der S31 bedeuten, deshalb bitte nicht.

Tschuldigung, hätte ich klarer schreiben sollen: Warum lässt man nicht einfach die S3 mit Vollzügen fahren, und mit allen Zügen bis nach Buxtehude während der Zeiten wo die S31 nach Neugraben fährt? Dann müsste in Neugraben nur die S31 wenden, aber keinerlei Züge/Wagen der S3. Und wenn die Kapazität auf der Harburger Strecke dann nicht reicht kann ja auch die S31 mit Langzügen fahren?

Wobei mir die Antwort natürlich auch klar ist: das würde etwas mehr Kosten (ein paar zusätzliche Züge nach Buxtehude), der Verkehrsvertrag regelt nicht wer solche Kosten übernehmen müsste, also wird es nicht gemacht...
Diese mehr Leistung müssten sich Hamburg und Niedersachsen, ersten bestellen und auch bezahlen und das wird der Haken sein.

Mfg

Sascha Behn
Hallo,

Zitat
christian schmidt
Wobei mir die Antwort natürlich auch klar ist: das würde etwas mehr Kosten (ein paar zusätzliche Züge nach Buxtehude), der Verkehrsvertrag regelt nicht wer solche Kosten übernehmen müsste, also wird es nicht gemacht...

Es dürfte real auch noch an weiteren Punkten scheitern. Woher die zusätzlichen Fahrer nehmen? Hätte die Strecke überhaupt die Kapazität? Und gerade auf dem Streckenabschnitt streiken ca. alle zwei Tage (stark untertrieben) die Bahnübergänge. Da dürfe die jetzige Lösung schon die beste sein...

Grüße
Boris
Es gibt bei dem Vergleich zwischen Elbgaustraße und Neugraben nur einen Haken:

In Neugraben hat man bedingt durch die Baustelle nur eine eingeschränkt nutzbare Infrastruktur. Alle Rangierfahrten von Gleis 3 in die Kehranlage kreuzen den Fahrweg der stadteinwertigen S3 bzw. einsetzender S31-Züge.

Ein kurzer Blick auf die Gleisbelegung zeigt schon das ganze Problem:
Von Minute 4-6 steht die S3 an Gleis 3, bis der Langzugteil das Gleis vollständig geräumt hat ist Minute 8 und auf Minute 8 soll dann eigentlich schon die S31 an Gleis 3 stehen, das passt also schonmal nicht. Stadteinwärts dann das gleiche Problem: Die S31 fährt auf Minute 3 und auf Minute 6 (real gerne auch mal etwas früher) kommt die S3 aus Buxtehude und wird bis Minute 9 verstärkt, was aber problematisch wird, da im selben Zeitraum der Langzugverstärker aus der Stadt von Gleis 3 aus in die Kehre muss.

Überhaupt bräuchte man permanent alle vier Kehrgleise mit nur sehr kurzen Lücken. Zwei für die S31 (Die durch die Kehre 15 Minuten Wendezeit braucht) und zwei für die Langzugverstärker. Das ist betrieblich derart labil und störanfällig, dass man das als Option richtigerweise verworfen hat und die S31 in Harburg Rathaus wendet.
Zitat
Boris Roland
Woher die zusätzlichen Fahrer nehmen?

Die S-Bahn Hamburg hat sicher genug Fahrer um an ein paar Tagen ein 1-2 mehr Schichten zu fahren, die Fahrer bekommen dann halt an anderen Tagen frei. Bei der Gesamtzahl der Fahrer und Schichten sollte sowas für die Disposition null Problem sein.

Zitat
Boris Roland
Hätte die Strecke überhaupt die Kapazität?

Ja, den ein 10-Minuten-Takt wird da bereits in der HVZ gefahren...

Zitat
Boris Roland
Und gerade auf dem Streckenabschnitt streiken ca. alle zwei Tage (stark untertrieben) die Bahnübergänge. Da dürfe die jetzige Lösung schon die beste sein...

Na wenn das wirklich so ein riesiges Problem ist würde die Strecke ganz stillzulegen doch sicher eine noch bessere Lösung sein...
Hallo,

ich finde Deine Antwort etwas angestregt. Kann das sein?

Zitat
christian schmidt
Die S-Bahn Hamburg hat sicher genug Fahrer um an ein paar Tagen ein 1-2 mehr Schichten zu fahren, die Fahrer bekommen dann halt an anderen Tagen frei. Bei der Gesamtzahl der Fahrer und Schichten sollte sowas für die Disposition null Problem sein.

Hast Du für die Behauptung eine Quelle? Mir wäre neu, dass sich die angespannte Lage bei den Lokführern dramatisch gebessert hätte. Siehe auch die Meldungen zur U-Bahn hier in letzter Zeit.

Zitat
christian schmidt
Ja, den ein 10-Minuten-Takt wird da bereits in der HVZ gefahren...

Nur weil es eine definierte Zeit des Tages bereits einen 10 Minuten Takt gibt, bedeutet das nicht, dass die Trassen auch spontan 24 Stunden dafür vorhanden sind. Denkbar wäre ja, dass man morgens Güterzüge Richtung Cuxhaven über die Strecke schickt, die dann den S-Bahnen im Wege wären. Nicht von der Geschwindigkeit, sondern vom passieren lassen her.

Zitat
christian schmidt
Na wenn das wirklich so ein riesiges Problem ist würde die Strecke ganz stillzulegen doch sicher eine noch bessere Lösung sein...

Soll ich das als Antwort werten oder ist da 'ne Laus auf wanderschaft gewesen?

Grüße
Boris
Nach langer Zeit sitze ich mal wieder morgens in der S-Bahn und bin erstaunt: kein Langzug ab Neugraben. Das könnte natürlich mit den Bauarbeiten in Neugraben zu tun haben.

Sehr voll, fast wie früher!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 27.10.2021 08:14 von Neu Wulmstorf.
@Roland:
1) Die S-Bahn Hamburg hat über 500 Fahrer. Der Rest ist meine Schätzung - ich denke da sollten zusätzliche Verkehre in dieser Größenordnung nicht so schwer sein.
2) Es geht ja nicht um 24/7 sondern um die Zeiten in der es zu Kapazitätsproblemen kommt wenn die S31 nicht nach Neugraben fährt
3) Ja das war sarkastisch gemeint. Bei zu vielen Bahnunternehmen ist, wenn irgendwas passiert, die erste Reaktion erstmal nicht mehr / weniger zu fahren - und ich finde die S-Bahn Hamburg ist auch so eins.
Zitat
HOCHBAHN-Fan
Es gibt bei dem Vergleich zwischen Elbgaustraße und Neugraben nur einen Haken:

In Neugraben hat man bedingt durch die Baustelle nur eine eingeschränkt nutzbare Infrastruktur. Alle Rangierfahrten von Gleis 3 in die Kehranlage kreuzen den Fahrweg der stadteinwertigen S3 bzw. einsetzender S31-Züge.

Das wäre ein Argument. Auf Google Maps kann man sich das ganze ansehen. Die Gleisverbindungen sind sehr suboptimal verbaut und sollten dringend umgebaut werden, damit die Kehre besser erreichbar ist.

Zitat
HOCHBAHN-Fan
Ein kurzer Blick auf die Gleisbelegung zeigt schon das ganze Problem:
Von Minute 4-6 steht die S3 an Gleis 3, bis der Langzugteil das Gleis vollständig geräumt hat ist Minute 8 und auf Minute 8 soll dann eigentlich schon die S31 an Gleis 3 stehen, das passt also schonmal nicht. Stadteinwärts dann das gleiche Problem: Die S31 fährt auf Minute 3 und auf Minute 6 (real gerne auch mal etwas früher) kommt die S3 aus Buxtehude und wird bis Minute 9 verstärkt, was aber problematisch wird, da im selben Zeitraum der Langzugverstärker aus der Stadt von Gleis 3 aus in die Kehre muss.

Überhaupt bräuchte man permanent alle vier Kehrgleise mit nur sehr kurzen Lücken. Zwei für die S31 (Die durch die Kehre 15 Minuten Wendezeit braucht) und zwei für die Langzugverstärker. Das ist betrieblich derart labil und störanfällig, dass man das als Option richtigerweise verworfen hat und die S31 in Harburg Rathaus wendet.

Sofern man die S31 ab Harburg Rathaus dann (natürlich angekündigt) mit 3 Minuten "Verspätung" fahren ließe, würde man nur zwei Kehrgleise benötigen, da der ankommende Zug nicht erst aussetzt, bevor der abfahrende einsetzt. Für die S31 wäre ein zusätzlicher Umlauf erforderlich, aber Fahrzeugmangel hat die S-Bahn nicht mehr. Personalmäßig würde es wohl gleich bleiben. Ich gehe mal davon aus dass bei 5 Minuten Kehrzeit am Bahnsteig der Tf der S31 nicht umläuft, sondern abgelöst wird. Im Falle des zusätzlichen Umlaufes behielte er seinen Zug und fährt mit ihm mit durch die Kehre.


Abgesehen von der fehlenden S31 leif es während der Bauarbeiten jedoch deutlich besser. Alle Züge stadteinwärts fuhren vom selben Bahnsteig und sogar vom selben Gleis. Genauso die stadtauswärts fahrenden Züge. Endende Züge wurden immer durchsKehrgleis geschickt. Und vergammelten die Zeit nicht unnötig am Bahnsteig. So sollte es eigentlich immer laufen.
Wenn jetzt der Regelbetrieb wieder aufgenommen wird, sollten Gleis 2 ankommende Züge ebenfalls ins Kehrgleis fahren und Gleis 1 wieder bereitgestellt werden. So wie es in Bergedorf in der nachmittäglichen HVZ läuft (warum eigentlich nicht auch morgens?):

- Alle Züge stadteinwärts durch Gleis 5
- stadtauswärts nach Aumühle durch Gleis 3
- und endende Züge fahren durch Gleis 2 (S21) oder Gleis 4 (S2) zum Aussetzen.
Zitat
christian schmidt
@Roland:
1) Die S-Bahn Hamburg hat über 500 Fahrer. Der Rest ist meine Schätzung - ich denke da sollten zusätzliche Verkehre in dieser Größenordnung nicht so schwer sein.

Sorry, aber welche Aussage hat diese Zahl? 500 Zugführer sind im Bestand, mehr nicht.
Oder ist es nur der Planstellenbestand und gibt nicht den echten Stellenbesetzungsstand wieder?
Es ist damit auch nicht klar, wieviele Zugführer mit welchem Arbeitszeitumfang erforderlich sind, um den fahrplanmäßigen Betrieb durchzuführen.
Die Zahl beschreibt auch nicht, wieviele Kräfte tatsächlich verfügbar sind und nicht im Urlaub, in Krankheit/Reha, in sonstiger Abwesenheit oder wegen Schichtpausen (ich weiß jetzt gerade nicht um die Begrifflichkei bei der S-Bahn) arbeitszeitrechtlich nicht zur Verfügung stehen.
Erst wenn unter dem Gesamtstrich noch Zugführer "über" sind, kann der Disponent mit ihnen planen.
Warum wird in Neugraben auf die Bahnsteigkante von Gleis 1 Spiltt aufgetragen?
Zitat
Computerfreak
Warum wird in Neugraben auf die Bahnsteigkante von Gleis 1 Spiltt aufgetragen?

Moin, ich habe zwar keine Antwort darauf, aber war auch geschockt als ich das gesehen habe.
Es wirkt so ein bisschen wie die billigste aller Lösungen um den Bahnsteig zu renovieren (oder ein Provisorium?).
Hatte mich während der Baustelle schon gefragt, warum die "Modernisierung" nicht als solche angekündigt wurde, das lassen sich die Unternehmen ja eigentlich sonst nicht nehmen ... stattdessen gab es ja einfach nur den Hinweis auf die Sperrung des Bahnsteigs aufgrund von Bauarbeiten ... na ja, als ich dann das Ergebnis sah, wusste ich, warum.
Während die Stadt nördlich und südlich des Bahnhofs nahezu alles neu gestaltet ist die Verkehrsstation an sich einfach nur ein Schandfleck ...
Seit dem 01.11. ist auch der DB ServiceStore schon wieder geschlossen, weiß da jemand mehr?
In das kürzlich eröffnete nördliche Zugangsgebäude soll ja auch ein kleiner Kiosk, aber damit wird die Schließung wohl kaum zusammen hängen.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 06.11.2021 08:03 von Dennis_HH.
Ich denke das mit dem Splitt ist nur provisorisch. Bis der endgültige Belag kommt, war/ist Rothenburgsort und Holstenstraße nicht anders.

Mfg

Sascha Behn
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