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U4 wird für 178 Mio EUR bis zu den Elbbrücken verlängert
geschrieben von Forummaster Hamburg 
Hat die DB eigentlich eigene Bauunternehmen, die tatsächlich die Leistungen nicht erbringen oder sind es Bauuunternehmen, die sie beauftragen?
Ich kann mir nicht vorstellen, dass soviele Bauunternehmen ihre Termine nicht einhalten können. Was genau läuft da eigentlich nicht richtig? Über mehr Transparenz würde man doch dann ggf. mehr Verständnis haben, oder nicht?
Der DB Konzern muss wie alle großen Unternehmen bei solchen Projekten europaweit ausschreiben und dann werden externe Firmen mit den Planungen und Bau beauftragt. Immer abhängig von der größe eines Projektes. In der Regel gibt es dann ein Generalunternehmer mit (hunderten) Nachunternehmern, die teilweise wiederrum Nachunternehmer einsetzen. Große Projekte sind schlichtweg zu komplex, als das eine Firma alle Arbeiten ausführen könnte - bzw. die DB selbst solche Kapazitäten vorhalten könnte.
Bsp.: Elbbrücken: Hallendach als Stahl und Glas - das müssen spezialisierte Firmen konstruieren und errichten. Bahnsteig aus Betonelementen - alles Sonderanfertigung von Baufirmen, die wiederrum darauf spezialisiert sind. Tiefgründung und Bohrungen - wiederrum Baufirmen die über spezielle Bohrgeräte verfügen. Die Liste lässt sich beliebig fortführen...

In Sachen Instandhaltung verhält es sich dann schon etwas anders. Hier existiert zum z.B. die DB Services für Wartung+Instandhaltung oder für Baumaßnahmen die DB Bahnbau oder DB Instandhaltung. Aber selbst hier werden Nachunternehmer eingesetzt.
Der DB Komnzern besteht aus ca. 300 Unternehmen. Die S-Bahn Hamburg GmbH betreibt nur die Züge, die Bahnhöfe die Station&Service AG, die Gleisanlagen, Brücken, Signal und Stellwerkstechnik die DB Netz AG.
Das ist alles ein wenig komplizierter als bei der kleinen Hochbahn, wo alles in einer Hand liegt.
Zitat
DB-Bahner
Der DB Komnzern besteht aus ca. 300 Unternehmen. Die S-Bahn Hamburg GmbH betreibt nur die Züge, die Bahnhöfe die Station&Service AG, die Gleisanlagen, Brücken, Signal und Stellwerkstechnik die DB Netz AG.
Das ist alles ein wenig komplizierter als bei der kleinen Hochbahn, wo alles in einer Hand liegt.

Das ist meiner Meinung nach eine der Ursache für die schlechte Performance des DB-Konzerns, nicht nur beim Bauen. Die Aufgaben sind in so viele Teilunternehmen gegliedert, dass keiner mehr die Gesamtsicht auf den Kunden hat.

Gerade ist z.B. Stellwerksschaden im Buxtehude. Viele S-Bahnfahrten fallen daher aus. Und die S-Bahn Hamburg "kann nichts dafür". Und das war es dann. Wäre alles in einer Hand, würde die S-Bahn Hamburg vielleicht mehr Geld in die Wartung der Stellwerke stecken.

Die technische Gliederung des DB-Konzerns muss unbedingt durch eine kundenorientierte ersetzt werden.
@DB-Bahner, aber die Sache ist doch so dass die Hamburger Gleichstrom-S-Bahn so vom Restnetz der DB isoliert ist dass dort locker auch alles in einer Hand liegen kann, und die Tatsache dass dem nicht ist scheinbar zu einen nicht unbedeutenden Beitrag zu den Problemen der Hamburg S-Bahn hat.

Da Schienenpersonennahverkehr eine Aufgabe der Länder ist (und nicht des Bundes) verstehe ich nicht wieso die Stadt Hamburg nicht mal zum Bund geht und sagt wir wollen unsere S-Bahn bitte selbst betreiben...
Moin,

ich will ja nicht meckern, aber die Beiträge treffen hier absolut nicht den eigentlichen Thread.
Vielleicht sollte man doch ein S-Bahn-spezifisches "Elbbrücken-Thema" aufmachen, denn wir müssen ja auch noch richtig meckern,
wenn die Haltestelle erstmal eröffnet ist, die Züge täglich durchrutschen, keiner ein- und aussteigt, es dort zu zugig ist, zu heiß oder zu kalt....

Schoin Tach!
Zitat
Stara Gamma
Die S-Bahn verhandelt gerade. Eine Eröffnung der Haltestelle soll im Januar stattfinden, wenn die Witterung es zulässt. Ansonsten im Laufe des ersten Quartals...ich muss schon wieder lachen/weinen.
Von gestern: "Bahn will S-Bahnhof Elbbrücken pünktlich in drei Wochen eröffnen" (Quelle: [www.nahverkehrhamburg.de]). Fand nun beim NDR, der MOPO etc. nichts, aber halte die Quelle für recht glaubwürdig.
Zitat
kalle_v
Zitat
Stara Gamma
Die S-Bahn verhandelt gerade. Eine Eröffnung der Haltestelle soll im Januar stattfinden, wenn die Witterung es zulässt. Ansonsten im Laufe des ersten Quartals...ich muss schon wieder lachen/weinen.
Von gestern: "Bahn will S-Bahnhof Elbbrücken pünktlich in drei Wochen eröffnen" (Quelle: [www.nahverkehrhamburg.de]). Fand nun beim NDR, der MOPO etc. nichts, aber halte die Quelle für recht glaubwürdig.

Ich habe gerade beim Vorbeifahren am Bahnhof Elbbrücken in den Zugzielanzeigern gelesen:
"Wir schaffen das"
Ab wann wäre so eine Station offiziell betreibbar? Könnte mir gut vorstellen dass erstmal nur das nötigste fertiggestellt wird und der Rest wie Bänke, Vitrinen und co. später eingebaut werden und die Station z.B. für ein Wochenende gesperrt wird.
Die Geländer sind immer noch nicht dran, der Fortschritt aber beachtlich. Langsam werden selbst Designer-Funktionen wie der Bahnsteigboden vollständig fertig, obwohl die Eröffnung erst in 10 Tagen ist. Auch haben die Treppen bereits Stufen und es gibt nun seit einigen Tagen elektrisches Licht. Die Bahn möchte nichts anbrennen lassen. Einzelne Bauarbeiter sind neuerdings nach 17 Uhr vor Ort. Zur Motivation läuft "Wir schaffen das!" über die zwar flackernden, aber schon in Endlage montierten und mit Stromkabeln versorgten Anzeiger.



5 mal bearbeitet. Zuletzt am 04.12.2019 21:40 von Herbert.
Zitat
Neu Wulmstorf

Ich habe gerade beim Vorbeifahren am Bahnhof Elbbrücken in den Zugzielanzeigern gelesen:
"Wir schaffen das"

Und darunter

"Haut rein".

Ich gab Zweifel ob die Restarbeiten in 10 Tagen geschafft werden.
Bei der HOCHBAHN plant man schon weiter

Grasbrook soll U-Bahnstation auf dem Wasser bekommen
[www.ndr.de]


Wäre ja echt toll wenn man mal den Sprung über die Elbe schaffen würde.
Wo soll die U4 denn langfristig hinführen? Das sollte man meiner Meinung nach zunächst klären. Eigentlich müsste die U4 nach den Elbbrücken deutlich von der S-Bahn Richtung Westen wegschwenken, damit man irgendwie das Reiherstiegviertel erreichen kann. Der S-Bahntrasse sollte sich die U4 frühestens in Wilhelmsburg annähern, wenn man Kirchdorf an das U-Bahnnetz anbinden will.
Zitat
NWT47
Ab wann wäre so eine Station offiziell betreibbar? Könnte mir gut vorstellen dass erstmal nur das nötigste fertiggestellt wird und der Rest wie Bänke, Vitrinen und co. später eingebaut werden und die Station z.B. für ein Wochenende gesperrt wird.

Das sind aber alles auch arbeiten die man während des Betriebs einbauen kann. Warum sollte man eine Station sperren um Bänke einzubauen. Man zieht ja auch schon in eine Wohnung ein und kauft Möbel (und baut sie auf) während man dort wohnt.
Das Stationsmobiliar (Bänke, Vitrinen etc.) liegt doch schon seit Tagen auf den Bahnsteigen. Die Geländer Richtung Fernbahn sind auch installiert. Ich glaube, der Betrieb kann zum Fahrplanwechsel problemlos aufgenommen werden. Das einzige, was sehr sehr rohbauartig aussieht, ist der Ausgang nach unten. Aber vermutlich kommt man zunächst nur über den Skywalk zu den Bahnsteigen. Auf der S-Bahn-Seite der Gleise ist ja auch wirklich nicht gar nichts. Den Ausgang wird also niemand vermissen.
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