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S4: Neuigkeiten und Diskussionen
geschrieben von LevHAM 
Ist es eigentlich geplant, ob die S4 in Elmshorn "geflügelt" wird? Denn dann könnte ich mir das selbe Problem wie in Ohlsdorf bei der S1-Flügelung vorstellen.
Oder geht es immer "abwechselnd" nach Kellinghusen bzw. Wrist?
Weiß da jemand etwas drüber?



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 27.12.2025 09:31 von Der_Hamburger.
In der Wikipedia steht was von Flügelung, aber ohne Quellenangabe und mit dem Konjunktiv "könnte".
Ich vermute, es gibt da noch keinerlei Planungen, die über Gedankenspiele hinausgehen.
Die Planungen einer S-Bahn, bzw. dem Ausbau des SPNV in Richtung Elmshorn und darüber hinaus, sind derzeit sehr liquide.
Wir warten gespannt auf ein finales Betriebskonzept, welches "eigentlich" die Ausbaumaßnahmen festlegen müsste.

Derzeit scheint alles möglich - nur die Erweiterung der Stromschiene über Pinneberg hinaus wird es nicht geben.
Zitat
MisterX
In der Wikipedia steht was von Flügelung, aber ohne Quellenangabe und mit dem Konjunktiv "könnte".
Ich vermute, es gibt da noch keinerlei Planungen, die über Gedankenspiele hinausgehen.

Moin,

es gibt ja nicht einmal Planungen für eine S4-West, das waren aus meiner Sicht schon immer nur Buntstiftmalereien im Netzplan. Wurde dazu überhaupt mal eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben? Dann müsste man ja auch irgendwo aus der S-Bahn auf die Fernbahn ausfädeln und zufällig hat die NAH.SH noch Verkehrsverträge für die Strecken bis 2039 vergeben. Und nach meiner persönlichen Einschätzung wird es nicht der letzte Verkehrsvertrag im Bereich Regionalverkehr für diese Strecke sein.

Das Verkehrsministerium in Berlin sieht ja noch nicht einmal den Bedarf einer Marschbahnelektrifizierung, wie soll man dann auf dem Korridor nach Elmshorn zusätzliche Gleise (die auch nötig wären...) in "naher" Zukunft hinbekommen?

VG

DT5 Online - Seit 2012 die Website rund um Hamburgs Nahverkehr: [www.dt5online.de]
Hier das letzte, was es dazu gibt. Man braucht also nicht mehr wirklich darüber zu philosophieren. Nicht wenige hier würden es überhaupt noch erleben.
Zitat
NDR
In dem Gutachten des Ministeriums steht wörtlich: "S4 West (3./4. Gleis Pinneberg - Elmshorn und zusätzliche Bahnsteigkante in Elmshorn) erst zum Horizont 2040 angemeldet, entsprechend ist dieser Ausbau in der Etappe 2035 nicht enthalten." Das bedeutet also: Bis überhaupt wieder Bewegung in die Sache kommt, werden wohl mindestens 15 Jahre vergehen.
[www.ndr.de]

Der Ausbau wird vom ach so bahnfreundlichen Schleswig-Holstein vermutlich erst wieder in einem kommenden Wahlkampf zum Thema und dann passiert nichts. Alles auf den Bund zu schieben, ist einfach. Dass das Land S-H aber sichtbar kein großes Interesse an Bahnverkehr außerhalb des unbedingt nötigen hat, ist weder bei Schwarz noch bei Rot anders. Stattdessen wurden dieses Jahr sogar lieber Takte im Hamburger Speckgürtel reduziert.
Der Elmshorner Bahnhof soll ja komplett neu gebaut werden weiter südlich, da Elmshorn derzeit die gesamte Innenstadt neu baut:
[www.ndr.de]

Damit einhergehen sollte dann auch der 4-gleisige Ausbau nach zuletzt folgenden Konzept:
[unternehmen.nah.sh]

Also Elmshorn macht da schon Druck, jedoch kann sich alles auch wieder ändern, wenn es dort einen Regierungswechsel gibt. Dann würde man alle Pläne zum Innenstadtausbau sofort wegwerfen und beenden wollen.

Aber es ist unumstritten, dass man 4 Gleise auf der Strecke braucht, damit sie RE und Fernverkehrszüge nicht so viel Reservezeiten in ihren Fahrplänen haben müssen, nur damit sie auf diesen Abschnitt dann pünktlich sind.
Zitat
Der_Hamburger
Ist es eigentlich geplant, ob die S4 in Elmshorn "geflügelt" wird? Denn dann könnte ich mir das selbe Problem wie in Ohlsdorf bei der S1-Flügelung vorstellen.
Oder geht es immer "abwechselnd" nach Kellinghusen bzw. Wrist?
Weiß da jemand etwas drüber?

Im ursprünglichen Konzept war von Zugteilung die Rede. So oder so ist eine Verlängerung über Elmshorn hinaus eine Garantie für Verspätungen und Unzuverlässigkeit - demgegenüber steht nur die Erschließung von Ödland. Also sollte eine RB von Kiel und von Heide nach Elmshorn fahren und dort Anschluss zur S-Bahn bieten.
Zitat
NWT47
Zitat
Der_Hamburger
Ist es eigentlich geplant, ob die S4 in Elmshorn "geflügelt" wird? Denn dann könnte ich mir das selbe Problem wie in Ohlsdorf bei der S1-Flügelung vorstellen.
Oder geht es immer "abwechselnd" nach Kellinghusen bzw. Wrist?
Weiß da jemand etwas drüber?

Im ursprünglichen Konzept war von Zugteilung die Rede. So oder so ist eine Verlängerung über Elmshorn hinaus eine Garantie für Verspätungen und Unzuverlässigkeit - demgegenüber steht nur die Erschließung von Ödland. Also sollte eine RB von Kiel und von Heide nach Elmshorn fahren und dort Anschluss zur S-Bahn bieten.

Ja, Verspätungen kann ich mir auch sehr gut vorstellen.
Wenn dann auch noch die Zugteilung dazukommt und die lange Strecke (Kellinghusen/Itzehoe)-Elmshorn-Hamburg-Ahrensburg-Bad Oldesloe...
Also eine Mischung aus S1+S5. Das kann ja was werden.

Auf jeden Fall: Danke für eure Antworten.
Interessant, in diesen Dokument des Wirtschaftsministeriums von Schleswig-Holstein wird jetzt also vom dritten Gleis Ahrensburg - Bargteheide gesprochen, ist jetzt also doch schon angedacht (nach Fertigstellung des Ursprungsprojekts und wenn das Geld da ist), die S4 bis Bargteheide auf eigenen Gleisen fahren zu lassen?

Das wäre meiner Meinung nach sehr sinnvoll, dann müssten nur alle 60 Minuten S4-Züge im Mischbetrieb auf den Fernbahn-Gleisen fahren. Dafür wäre es dann ja auch deutlich sinnvoller, die „Westvariante“ vom Bargteheider Bahnhof umzusetzen um dann nicht einige Jahre später alles neu bauen zu müssen.

[wimikiel.com]



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 24.02.2026 08:37 von Bendix.
Entscheidend dürfte ja sein, was im Planfeststellungsbeschluss steht aber der lässt ja auch auf sich warten - insofern - abwarten und weiter Tee oder Kaffee trinken. Ob man das jetzt wieder umschmeisst und statt nördlich von Ahrensburg die Dreigleisigkeit beendet oder noch die paar Kilometer bis Bargteheide weiterzieht - mal sehen - der Fahrplanstabilität würde es gut tun aber ich verlasse mich da mal lieber nicht drauf
Zitat
StephanHL
Entscheidend dürfte ja sein, was im Planfeststellungsbeschluss steht aber der lässt ja auch auf sich warten - insofern - abwarten und weiter Tee oder Kaffee trinken. Ob man das jetzt wieder umschmeisst und statt nördlich von Ahrensburg die Dreigleisigkeit beendet oder noch die paar Kilometer bis Bargteheide weiterzieht - mal sehen - der Fahrplanstabilität würde es gut tun aber ich verlasse mich da mal lieber nicht drauf
Circa 7 Kilometer lang ist die Strecke von Ahrensburg nach Bargteheide. Das ist schon eine ganze Strecke...
Aber es würde der Fahrplanstabilität gut tun, wie StephanHL schon sagte.

Außerdem habe ich dann noch den Gedanken, dass man durch das zusätzliche Gleis vielleicht doch noch an Delingsdorf denken könnte...

Das 3. Gleis wäre definitiv wünschenswert!
Moin,


Zitat
StephanHL
Entscheidend dürfte ja sein, was im Planfeststellungsbeschluss steht aber der lässt ja auch auf sich warten - insofern - abwarten und weiter Tee oder Kaffee trinken. Ob man das jetzt wieder umschmeisst und statt nördlich von Ahrensburg die Dreigleisigkeit beendet oder noch die paar Kilometer bis Bargteheide weiterzieht - mal sehen - der Fahrplanstabilität würde es gut tun aber ich verlasse mich da mal lieber nicht drauf

da wird der Planfeststellungsbeschluss keine Überraschungen liefern: Das dritte Gleis ab Ahrensburg ist nicht beantragt und wird deshalb auch nicht beschieden. Grund war das Abrutschen des Nutzen-Kosten-Faktors auf unter Eins und damit der Verlust von milliardenschwerer Bundesförderung nach dem GVFG für das Gesamtprojekt. Dann ist es schlauer die Maßnahmen zu stückeln und das später nachzuholen.
Zitat
Sonnabend
Moin,


Zitat
StephanHL
Entscheidend dürfte ja sein, was im Planfeststellungsbeschluss steht aber der lässt ja auch auf sich warten - insofern - abwarten und weiter Tee oder Kaffee trinken. Ob man das jetzt wieder umschmeisst und statt nördlich von Ahrensburg die Dreigleisigkeit beendet oder noch die paar Kilometer bis Bargteheide weiterzieht - mal sehen - der Fahrplanstabilität würde es gut tun aber ich verlasse mich da mal lieber nicht drauf

da wird der Planfeststellungsbeschluss keine Überraschungen liefern: Das dritte Gleis ab Ahrensburg ist nicht beantragt und wird deshalb auch nicht beschieden. Grund war das Abrutschen des Nutzen-Kosten-Faktors auf unter Eins und damit der Verlust von milliardenschwerer Bundesförderung nach dem GVFG für das Gesamtprojekt. Dann ist es schlauer die Maßnahmen zu stückeln und das später nachzuholen.
Der Planfeststellungsbeschluss für Bargteheide steht, aber das wird wohl so nicht gebaut werden. Stattdessen wirds wohl auf eine Planänderung mit drittem Gleis hinauslaufen. :)
Die Vorteile des dritten Gleises kenne ich nicht, ich kann mir nicht vorstellen, dass das in diesem Abschnitt zu solchen Problemen mit der Zweigleisigkeit kommen könnte. Aber der Hinweis auf den NKF ist praktisch!
Zitat
Sonnabend
Moin,


Zitat
StephanHL
Entscheidend dürfte ja sein, was im Planfeststellungsbeschluss steht aber der lässt ja auch auf sich warten - insofern - abwarten und weiter Tee oder Kaffee trinken. Ob man das jetzt wieder umschmeisst und statt nördlich von Ahrensburg die Dreigleisigkeit beendet oder noch die paar Kilometer bis Bargteheide weiterzieht - mal sehen - der Fahrplanstabilität würde es gut tun aber ich verlasse mich da mal lieber nicht drauf

da wird der Planfeststellungsbeschluss keine Überraschungen liefern: Das dritte Gleis ab Ahrensburg ist nicht beantragt und wird deshalb auch nicht beschieden. Grund war das Abrutschen des Nutzen-Kosten-Faktors auf unter Eins und damit der Verlust von milliardenschwerer Bundesförderung nach dem GVFG für das Gesamtprojekt. Dann ist es schlauer die Maßnahmen zu stückeln und das später nachzuholen.

Und das zeigt, dass die ganzen "Förderungsregelungen" mit Kostennutzenfaktor dazu führen, dass nicht gleich die sinnvollste Lösung vom Land aus in Auftrag gegeben werden kann. Die Entscheidungsgewalt muss zurück vom sta(a)tischen Faktor in die Hände von sachkundigen Menschen vorort! Sinn, Verstand und Wohl der Menschen muss oberstes Gebot sein. Wo kann das nur hin führen, wenn alles sich an schwachsinnigen Regeln vorbei rechnen (mogeln) muss?
Moin,

Zitat
Alter_Wedler
...
Und das zeigt, dass die ganzen "Förderungsregelungen" mit Kostennutzenfaktor dazu führen, dass nicht gleich die sinnvollste Lösung vom Land aus in Auftrag gegeben werden kann. Die Entscheidungsgewalt muss zurück vom sta(a)tischen Faktor in die Hände von sachkundigen Menschen vorort! Sinn, Verstand und Wohl der Menschen muss oberstes Gebot sein. Wo kann das nur hin führen, wenn alles sich an schwachsinnigen Regeln vorbei rechnen (mogeln) muss?

(Kostennutzenfaktor ist Blödsinn)
das ist aber leider zu kurz gesprungen / nicht zu Ende gedacht:
Der Bund darf nur solche Projekte fördern, bei denen der Nutzen größer ist als es die Kosten sind (NKF>1).
Diese Bedingung gilt für alle Projekte bundesweit gleich und ist allen Konkurrenten um die Fördermittel von vorneherein bekannt.
Ebenfalls ist von vorneherein bekannt, wie die (förderfähigen) Kosten und der volkswirtschaftliche Nutzen zu bilden sind.
Und wenn durch eine "Nice-to-have"-Maßnahme eben ein Gesamtprojekt aus dem positiven NKF rauszukippen droht kann man das zwar gerne blöd finden- aber "isso".

Wenn du hieran etwas ändern willst, geh in die Politik, ringe mit anderen Interessenvertretern um die "beste Lösung", organisiere Mehrheiten und bringe das Ganze auf den gesetzgeberischen Weg - geht doch!
Zitat
Sonnabend
Moin,

Zitat
Alter_Wedler
...
Und das zeigt, dass die ganzen "Förderungsregelungen" mit Kostennutzenfaktor dazu führen, dass nicht gleich die sinnvollste Lösung vom Land aus in Auftrag gegeben werden kann. Die Entscheidungsgewalt muss zurück vom sta(a)tischen Faktor in die Hände von sachkundigen Menschen vorort! Sinn, Verstand und Wohl der Menschen muss oberstes Gebot sein. Wo kann das nur hin führen, wenn alles sich an schwachsinnigen Regeln vorbei rechnen (mogeln) muss?

(Kostennutzenfaktor ist Blödsinn)
das ist aber leider zu kurz gesprungen / nicht zu Ende gedacht:
Der Bund darf nur solche Projekte fördern, bei denen der Nutzen größer ist als es die Kosten sind (NKF>1).
Diese Bedingung gilt für alle Projekte bundesweit gleich und ist allen Konkurrenten um die Fördermittel von vorneherein bekannt.
Ebenfalls ist von vorneherein bekannt, wie die (förderfähigen) Kosten und der volkswirtschaftliche Nutzen zu bilden sind.
Und wenn durch eine "Nice-to-have"-Maßnahme eben ein Gesamtprojekt aus dem positiven NKF rauszukippen droht kann man das zwar gerne blöd finden- aber "isso".

Wenn du hieran etwas ändern willst, geh in die Politik, ringe mit anderen Interessenvertretern um die "beste Lösung", organisiere Mehrheiten und bringe das Ganze auf den gesetzgeberischen Weg - geht doch!

Ja, da hast Du recht! Da muss man politisch aktiv werden und ein Zusammenleben mit mehr Sinn organisieren. Ist bereits in Vorberitung! Und auf die Sinnlosigkeit hinweisen darf man schon vor der Sichbarkeit des politischen Einsatzes. Das gehört zum Mehrheiten "organisieren" dazu, richtig?
Es ist übrigens in Planung einen Nutzen-Kostenfaktor für bezahlte Politiker einzuführen!
Moin,

Zitat
Alter_Wedler
...
Und auf die Sinnlosigkeit hinweisen darf man schon vor der Sichbarkeit des politischen Einsatzes. Das gehört zum Mehrheiten "organisieren" dazu, richtig?

...wenn denn deine Sichtweise mehrheitsfähig ist - Argumentieren gehört zum Handwerkszeug der Überzeugungsarbeit. Richtig.
Zitat
Sonnabend
Moin,

Zitat
Alter_Wedler
...
Und auf die Sinnlosigkeit hinweisen darf man schon vor der Sichbarkeit des politischen Einsatzes. Das gehört zum Mehrheiten "organisieren" dazu, richtig?

...wenn denn deine Sichtweise mehrheitsfähig ist - Argumentieren gehört zum Handwerkszeug der Überzeugungsarbeit. Richtig.

Die Erste Hürde ist sich selbst davon zu Überzeugen, dass die eigene Sichtweise wirklich sinnhaft ist. Die zweite Überprüfung ist dann die Rückmeldung von anderen. Was wirklich Sinn macht, wird am Ende auch mehrheitsfähig sein, so sehe ich das.
Ich denke bei solchen Planfeststellungsverfahren werden die Projekte so betrachtet und dann erstmal auf nötige gekürzt um den KNF von >1 zu erreichen.

Mfg

Sascha Behn
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