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S4: Neuigkeiten und Diskussionen
geschrieben von LevHAM 
Moin,

die Komplikationen bei der S4 setzten sich fort. Nachdem die DB vor wenigen Wochen noch mit einem Planfeststellungbeschluss bis Ende des Monats gerechnet hatte, wurde dieser Termin jetzt auf den Herbst verschoben.

Die Unterlagen werden aktuell überarbeitet, um neue Erschütterungsrichtlinien zu berücksichtigen. Es wird geprüft, ob darum eine weitere öffentliche Auslegung notwendig wird.

[www.shz.de]

Die Chance das ganze mit der Generalsanierung zu Bündeln dürfte damit weiter sinken.
Ich habe leider den Artikel nicht vorliegen, aber bezieht sich die Erschütterungsrichtlinie und die Auslegung auf Abschnitt 3 oder 2? Bei 2 wäre ja auch Herbst nicht so realistisch. Generell kann man sich aber fragen, warum das EBA so langsam arbeitet und denen das jetzt einfällt.
Die Sache mit den Erschütterungen bezieht sich auf
Abschnitt 2. Zum Zeitplan bei Abschnitt 3 lassen sich laut Artikel keine belastbaren Angaben machen


Die Richtlinie ist wohl neu und muss nur angewandt werden, weil die Planungen sich so lange ziehen und nicht rechtzeitig fertig wurden. Seit wann das bekannt ist/dem EBA eingefallen ist, weiß ich nicht.

Das ganze ist natürlich ein Teufelskreis. Sollte es wirklich zu einer neuen öffentlichen Auslegung kommen, wird sich das Vorhaben wohl um ein weiteres Jahr verschieben und soweiter und sofort. Außerdem nähern wir uns dem 10. Geburtstag des Verfahrens für den zweiten Abschnitt. Man sagt ja, dass ca. alle 5 Jahre Umweltgutachten u.ä. aktualisiert werden müssen. Die Planungen dürften uns also wohl noch eine Weile begleiten.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 19.06.2026 11:20 von HHK.
Ein einziges Trauerspiel über 30 Jahre. Alles was in Deutschland falsch läuft, außerhalb der Sicherheitsfragen, zeigt sich hier in aller Härte und dazu die staatliche Unfähigkeit sich dem entgegenzusetzen.
So kommt es dann dazu, dass die Menschen ein eimmer größere Sehnsucht zu einem totalitären Staat entwickeln, der dann sagen kann : "Schluß jetzt, sofort anfangen zu bauen!"
Dann hast Du Dir ja eine passende Ausrede konstruiert. Bei mir kommen da ganz andere Sehnsüchte hoch.


Matthias
Zitat
AJL
Ein einziges Trauerspiel über 30 Jahre. Alles was in Deutschland falsch läuft, außerhalb der Sicherheitsfragen, zeigt sich hier in aller Härte und dazu die staatliche Unfähigkeit sich dem entgegenzusetzen.
...

Wenn Olympia gekommen wäre, wären die Herausforderungen plötzlich auf magische Weise verschwunden und kurz nach der S4 wäre auch die S6 zur Science City fertiggestellt wurden 🤡
Meine Meinung ist, dass sich das Ganze noch ziemlich endlos hinziehen wird. Klar kann man auf die Anwohner schimpfen, doch ist es nicht so, dass vor allem im Vorfeld sehr schlampig gearbeitet wurde? Wenn sich bei einer PFA2-Anhörung herausstellt, dass eine Baustraße durch das Kinderzimmer eines Hauses laufen soll, weil die Bahn auf veralteten Plänen geplant hat, dann ist das suboptimal, um es mal vorsichtig auszudrücken.

Wer ist dann auf die "geniale" Idee der Planfestellungseinteilung gekommen, die sich aus bautechnischer Sicht als nachhaltig kontraproduktiv erweist? Eine S4 bis Rahlstedt steht wohl als sinnvoll und nützlich außerhalb jeglicher Diskussion. Doch es war die Deutsche Bahn, die im Wissen um die S4 noch schnell das Bahnhofsgelände gewinnbringend verkauft hat, so dass eine ordentliche Planung mit einem Rahlstedter S- und Regionalbahnhof zusammen wie im wesentlich kleineren Bergedorf nicht mehr möglich war.

Durch die ungünstige Planfeststellungseinteilung hängt die Rahlstedter Planung mit der Gleisführung durch das Sumpfgebiet im Tunneltal zusammen und da man derzeit dort nicht weiter weiß, stockt das Ganze, abgesehen von massiven Naturschutzproblemen. Die Bodengutachter haben von der Betonsäulengründung ebenso abgeraten wie von schwimmenden Gleisfundamenten. Wenn ich recht informiert bin, überlegt man gerade, an den Rand der Bundesstraße zu gehen, weil man erst dort einen akzeptablen und dauerhaft geigneten Gleisbauuntergrund sieht.
Zitat
NVB
Wer ist dann auf die "geniale" Idee der Planfestellungseinteilung gekommen, die sich aus bautechnischer Sicht als nachhaltig kontraproduktiv erweist? ,
Die Alternative wäre ein eigener Planfestellungsabschnitt für das 4,5km(?) lange Stück von Rahlstedt bis zur Landesgrenze, oder? Einen Abschnitt über Landesgrenzen hinweg tut man sich ja nachvollziehbarerweise auch nicht an.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 20.06.2026 11:36 von STH.
Zitat
STH
Zitat
NVB
Wer ist dann auf die "geniale" Idee der Planfestellungseinteilung gekommen, die sich aus bautechnischer Sicht als nachhaltig kontraproduktiv erweist? ,

Die Alternative wäre ein eigener Planfestellungsabschnitt für das 4,5km(?) lange Stück von Rahlstedt bis zur Landesgrenze, oder? Einen Abschnitt über Landesgrenzen hinweg tut man sich ja nachvollziehbarerweise auch nicht an.

Ja!

Wobei ich die Zeiten der Kleinstaaterei eigentlich überwunden wähnte und man die Bahn eigentlich nach geographischen Grenzen bauen sollte. Warum also nicht einen Abschnitt Rahlstedt – Ahrensburg?
Moin,

Zitat
STH
...
Die Alternative wäre ein eigener Planfestellungsabschnitt für das 4,5km(?) lange Stück von Rahlstedt bis zur Landesgrenze, oder? Einen Abschnitt über Landesgrenzen hinweg tut man sich ja nachvollziehbarerweise auch nicht an.

und was ist mit dem Abschnitt zwischen Luetkensallee und Rahlstedt?

Die Landesgrenze ist die Abschnittsgrenze zwischen PFA 2 und PFA 3 und wegen der unterschiedlichen Landesbehörden / Landesrecht total sinnvoll.

Die Grenze zwischen PFA 1 und PFA 2 ist ebenso sinnvoll gewählt, weil im PFA 1 alle besonderen Belange der "großen Bahn" konzentriert sind (Ausbau "Horner Kurve", Umbau Güterbahnhof Wandsbek, Abstellanlage Wandsbek).
Das verbleibende Stück (PFA 2) ist der längstmögliche Abschnitt "simpler Schnellbahnbau" im Bundeskand Hamburg.
Zitat
Sonnabend
... Das verbleibende Stück (PFA 2) ist der längstmögliche Abschnitt "simpler Schnellbahnbau" im Bundeskand Hamburg.


Im Sumpf baust Du nicht simpel und den Sumpf gibt es schon seit der letzten Eiszeit. Könnte man also schon von gehört haben. Und die Auftrennung von PFA2 in den Teil bis Rahlstedt und den komplizierten Teil dahinter würde die S4 bis Rahlstedt vermutlich beschleunigen.
Moin,

hier geht es um Planrecht - eignet sich eben nicht so gut zum Polemisieren, gell?

Dass man "im Sumpf" nicht bauen kann beweist uns ja seit 1878 eindrücklich die bestehende Strecke Hamburg - Lübeck über Bad Oldesloe, die ja vor der Umschwenkung die Güterverkehre von und nach Skandinavien abgewickelt hat.
Wie viel schwerer ist ein durchschnittlich beladener Güterwagen / -zug als eine maximal besetzte S-Bahn?

Oder bist du im Rahmen der berüchtigten Sonntagsspaziergänge auch immer im Stellmoorer Tunneltal gewesen?

"Güterzüge-Untergehen-Gucken"?

Das muss ja jedes Mal ein Spektakel gewesen sein.
Zitat
Sonnabend
... Dass man "im Sumpf" nicht bauen kann beweist uns ja seit 1878 eindrücklich die bestehende Strecke Hamburg - Lübeck über Bad Oldesloe, die ja vor der Umschwenkung die Güterverkehre von und nach Skandinavien abgewickelt hat. ...


Du kannst ja mal nachzählen, wie oft in den letzten Jahren auf diesem Abschnitt Gleislagefehler nachgebessert werden musste. Ist aber letzten Endes auch egal, weil die Bahn dort nicht bauen wird wie usprünglich geplant.
Zitat
NVB
... Wenn ich recht informiert bin, überlegt man gerade, an den Rand der Bundesstraße zu gehen, weil man erst dort einen akzeptablen und dauerhaft geigneten Gleisbauuntergrund sieht.

Die Lagepläne, die ich gefunden habe, sehen die Gleise der S4 direkt neben den bestehenden Gleisen vor.

Ich habe nichts gefunden über eine eventuelle Umplanung des Trassenverlaufs, sondern nur über ein Erschütterungsgutachten.

Wo kommt Deine Information her, die S4 an die Bundesstraße umzuplanen?
Zitat
Neu Wulmstorf
Zitat
NVB
... Wenn ich recht informiert bin, überlegt man gerade, an den Rand der Bundesstraße zu gehen, weil man erst dort einen akzeptablen und dauerhaft geigneten Gleisbauuntergrund sieht.

Die Lagepläne, die ich gefunden habe, sehen die Gleise der S4 direkt neben den bestehenden Gleisen vor.

Ich habe nichts gefunden über eine eventuelle Umplanung des Trassenverlaufs, sondern nur über ein Erschütterungsgutachten.

Wo kommt Deine Information her, die S4 an die Bundesstraße umzuplanen?


Von Stadtverordneten in Ahrensburg und einem Bodengutachter, der für die Stadt Ahrensburg arbeitet. Müsste in so einem Wochenblatt aus der Gegend zu finden sein. Auf die Schnelle habe ich es allerdings nicht gefunden.
MARKT Ahrensburg Bargteheide und Umgebung



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 23.06.2026 07:26 von Computerfreak.
Zitat

... wäre auch die S6 zur Science City fertiggestellt ...
Und genau deshalb bin ich froh, dass Olympia abgeschmettert worden ist.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 23.06.2026 07:32 von Computerfreak.
Moin,
über die wechselseitigen Abhängigkeiten von Planfeststellungsbeschluss PFA2, Korridorsanierung HH - HL, IBN zweites Gleis "Horner Kurve", Ersatz Stellwerke Wandsbek und Rahlstedt, Schließung Bahnübergang Jenfelder Straße "und überhaupt" gibt's einen Beitrag bei Buschhüter nebst SKA.
Moin,

ein weiteres Thema zur Verzahnung S4 und Korridorsanierung ist die Abstellanlage Wandsbek.
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