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S4: Neuigkeiten und Diskussionen
geschrieben von LevHAM 
Hallo zusammen,

beim Bau der S4 geht es ja nun überhaupt nicht mehr voran. Im PFA 1 ruhen die Arbeiten mehr oder minder, mit Ausnahme des Überwerfungsbauwerks hinter Hasselbrook. Der Planfeststellungsbeschluss im PFA 2 verzögert sich immer weiter. Jetzt müssen neue Richtlinien berücksichtigt werden, dann ist mit neuen Einsprüchen zu rechnen. Und der PFA 3 steht ganz in den Sternen.

Ich habe mir einmal die Planungskarten auf der Projekt-Website angeschaut. Vor der künftigen Station Bovestraße wird es einen doppelten Gleiswechsel geben, etwa auf Höhe des alten Bahnhofs Wandsbek. Somit könnte Bovestraße kurz gekehrt werden.

Was ist eure Meinung?
Wäre es sinnvoll, dass, wenn auch durch möglicherweise nicht mehr zur Verfügung stehenden Geldmitteln auf absehbare Zeit nur noch der PFA 1 zuende gebaut werden kann, die S4 "abgespeckt" in Betrieb gehen sollte?

Verschiedene Vorschläge gab es in diese Richtung ja schon, dass hinter der Systemwechselstelle am Ende des PFA 1 auf die zweigleisige Bestandsstrecke gewechselt werden müsste.
Dann wäre natürlich nur maximal ein 20-Minuten-Takt hinter Bovestraße möglich. Zwischen Bovestraße und Altona könnte dann aber schon ein 10-Minuten-Takt gefahren werden, dazu noch zur Hälfte mit Einsystemfahrzeugen.
Zumindest für den Anschluss Jenfelds wäre es eine Verbesserung, da die Linie 10 und die anderen Busse konsequent auf einen Anschluss an die S4 in Bovestraße ausgelegt werden könnten und damit Wandsbek Markt entlasten.
Eine Inbetriebnahme bis Rahlstedt würde die Situation auf hamburger Gebiet bereits deutlich verbessern. Alles hinter Ahrensburg ist ohnehin nur eine umgelabelte RB, weswegen der Effekt hier nur minimal wäre.
Zitat
Jens Ruge
Ich habe mir einmal die Planungskarten auf der Projekt-Website angeschaut. Vor der künftigen Station Bovestraße wird es einen doppelten Gleiswechsel geben, etwa auf Höhe des alten Bahnhofs Wandsbek. Somit könnte Bovestraße kurz gekehrt werden.

Was ist eure Meinung?
Wäre es sinnvoll, dass, wenn auch durch möglicherweise nicht mehr zur Verfügung stehenden Geldmitteln auf absehbare Zeit nur noch der PFA 1 zuende gebaut werden kann, die S4 "abgespeckt" in Betrieb gehen sollte?

Das macht für mich wenig Sinn für die beiden Haltestellen Wandsbek Rathaus und Bovestraße allein eine neue S-Bahn-Linie (S4, neben der dann bestehen bleibenden RB-Linie) zu betreiben und besonders deshalb nicht, weil es keinen zu bedienenden West-Ast für die S4 gibt. Ob diese Stummelstrecke ohne Umsteigemöglichkeit auf eine weiterführende RB-Strecke überhaupt genügend nachgefragt wäre, um einen Betrieb zu rechtfertigen, sei dahin gestellt. Bei Weiterführung bis Rahlstedt mit Halt in Tonndorf würde das schon ganz anders aussehen.

Wenn die S4 "stirbt", dann ganz, so meine Meinung! Das kreuzungsfreie Ausfädelungsbauwerk Hasselbrook könnte man dann erstmal für eine schöne lange Abstellanlage auf der S4-Trasse verwenden, bis die "Staatspleite" überwunden ist und wieder Geldmittel zur Verfügung stehen, die den Menschen dienlich zum Weiterbau eingesetzt werden (können).
Zitat
Jens Ruge
Hallo zusammen,

beim Bau der S4 geht es ja nun überhaupt nicht mehr voran. Im PFA 1 ruhen die Arbeiten mehr oder minder, mit Ausnahme des Überwerfungsbauwerks hinter Hasselbrook. Der Planfeststellungsbeschluss im PFA 2 verzögert sich immer weiter. Jetzt müssen neue Richtlinien berücksichtigt werden, dann ist mit neuen Einsprüchen zu rechnen. Und der PFA 3 steht ganz in den Sternen.

Ich habe mir einmal die Planungskarten auf der Projekt-Website angeschaut. Vor der künftigen Station Bovestraße wird es einen doppelten Gleiswechsel geben, etwa auf Höhe des alten Bahnhofs Wandsbek. Somit könnte Bovestraße kurz gekehrt werden.

Was ist eure Meinung?
Wäre es sinnvoll, dass, wenn auch durch möglicherweise nicht mehr zur Verfügung stehenden Geldmitteln auf absehbare Zeit nur noch der PFA 1 zuende gebaut werden kann, die S4 "abgespeckt" in Betrieb gehen sollte?

Verschiedene Vorschläge gab es in diese Richtung ja schon, dass hinter der Systemwechselstelle am Ende des PFA 1 auf die zweigleisige Bestandsstrecke gewechselt werden müsste.
Dann wäre natürlich nur maximal ein 20-Minuten-Takt hinter Bovestraße möglich. Zwischen Bovestraße und Altona könnte dann aber schon ein 10-Minuten-Takt gefahren werden, dazu noch zur Hälfte mit Einsystemfahrzeugen.
Zumindest für den Anschluss Jenfelds wäre es eine Verbesserung, da die Linie 10 und die anderen Busse konsequent auf einen Anschluss an die S4 in Bovestraße ausgelegt werden könnten und damit Wandsbek Markt entlasten.

Es ist in jedem Falle sinnvoll, PFA1 zuende zu bauen und zwar so schnell wie möglich. Ich hatte dass der DB schon damals gesagt. Aber da war man/frau ja so optimistisch, dass PFA 2 glatt durchgeht. Der Time-lag war absehbar...

Warum ergibt die S4 auch schon in dem kurzen Abschnitt Sinn?

1. die S4 wird dringend gebrauch als dauerhaft verkehrende dritte Linie auf der City-S-Bahn.
Wären da nicht diese Bauarbeiten auf der Verbindungsbahn, deren Ende ja leider absehbar sind, würden außerhalb der Stoßzeiten auf der City-S-Bahn nur zwei Fahrten in 10 Minuten fahren, die dazu dicht hintereinander folgeb, also 8/2-Minuten-Takt. Das ist gefühlt ein 10-Minutentakt. Für jemanden, der z.B. vom Jungfernstieg nach Altona will, ist das eine Zumutung! Führe die S4 zusätzlich, wären es maximal erträgliche 6 Minuten Wartezeit.

2. Mehrangebot auch Hbf Hasselbrook

3. Die Station Wandsbek ist derzeit geschlossen. Empörte Anwohner schrieben auf die Hinweisplakete "6 Jahre!!!". Die Station ist vor allem wichtig für diejenigen, die südlich / östlich der Station wohnen. Sie gingen dann nach Wandsbek Rathaus. Die U-Bahn ist nicht nur weiter weg, sondern auch unattraktiv, weil es da dann vornehmlich oder nur Stehplätze gibt, da in Wandsbek Markt keine Verstärker mehr einsetzen. Die Klientel ist es von der RB gewohnt, ein Fahrradmeitnehmen zu dürfen, die 1. Klasse zu nutzen, somit einen Sitzplatz zu haben, am Laptop zu arbiten, etwas zu essen oder Zeitung zu lesen und nicht zwischen anderen Smartphonesuchtis zu stehen.

4. Der Bau hat begennonen, also ist er zuende zu führen.
Der Druck die S4 weiter zu bauen ist dadurch höher und kann nicht durch irgenwelche "Experten", die "bessere" (in Wahrheit nur billigere) Alternativen vorschlagen, wegdiskutiert werden.Die S4 kann ja zunächst hinter Bovestraße in die vorhandenen Gleise einfädeln. Im Prinzip ist mit PFA1 das Wichtigste der S4 gebaut worden. Der Rest ist eher zweirangig.

5. Die S4 wird im Gegensatz zu dem, was andere hier schreiben, schon im Westen gebraucht.
Abstrakt braucht man vom Citytunnel 2 der 4 möglichen Fahrten nach Blankenese, weil man ja in Altona nicht mehr kopfmachen will. Die anderen beiden Fahrten fahren dann bis Diebsteich. Es ist Verschwendung eine Line dort enden zulassen. Auch die Express-S-Bahn nach Elmashorn oder eine S-Bahn gen Westen (ScienceCity) ist nicht sinnvoll (hierfür bitte separate Diskussionsthreads!). Vielmehr muss eine Fahrt/Linie (z.B. die S4) nach Pinnberg fahren (vorhandene Strecke, die bis Elmshorn erweitert werden kann). Die verbleibende 4. Linie/Fahrt hat die Aufgaben der geplanten S5 Kaltenkirchen - Stade zu übernehmen, damit man von dort wieder in den Cittytunnel ohne Umsteigen und Anschlussrisiko durchfahren kann.
(Über die Verbindungsbahn sollten nur Verstärkerlinien fahren.)

Kurz die S4 ist schon wichtig. Und "kein Geld" ist ja keine Begründung etwas nicht zu bauen:

1. Der Klimawandel und der Schutz der Umwelt gebieten die Mobilitätswende. "Kein Geld" ändert daran nichts.

2. Die Mobilitätswende erfordert den Ausbau des ÖPNV, wozu auch die S4 gehört.

3. Der Staat muss bei finanziellen Engpässen eben die Prioritöten anders setzen:
- mehr Investitionen in die Schiene statt in die Straße oder auch in den Busverkehr
- Vorrang für die Klimaziele, vor innerer und äußerer Sicherheit und Kitasubventionierung usw.

4. Der Staat kann leichter Einahmen generieren als Marktteilnehmer, weil er Steuern erheben und erhöhen kann. Am wichtigsten ist die Einkommensteuer, insbesondere für Besserverdiener, weil die sonst das Geld nur für SUV vergeuden. Also gleich ein doppelter Effekt.
Zitat
Alter_Wedler
... und besonders deshalb nicht, weil es keinen zu bedienenden West-Ast für die S4 gibt.
Ähm zu einen als Verstärker auf der City-S-Bahn, zum anderen fehlt ja nach Kaltenkirchen eine vernünftige Linie.

Zitat
Alter_Wedler
Ob diese Stummelstrecke ohne Umsteigemöglichkeit auf eine weiterführende RB-Strecke überhaupt genügend nachgefragt wäre, um einen Betrieb zu rechtfertigen, sei dahin gestellt.

Nachfrage? Wir sind längst auf Angebotsorientierung umgestiegen.

Zitat
Alter_Wedler
Bei Weiterführung bis Rahlstedt mit Halt in Tonndorf würde das schon ganz anders aussehen.

Das geht ja auch mit Einfädeln in die Bestandsstrecke.


Zitat
Alter_Wedler
Wenn die S4 "stirbt", dann ganz, so meine Meinung! Das kreuzungsfreie Ausfädelungsbauwerk Hasselbrook könnte man dann erstmal für eine schöne lange Abstellanlage auf der S4-Trasse verwenden, bis die "Staatspleite" überwunden ist und wieder Geldmittel zur Verfügung stehen, die den Menschen dienlich zum Weiterbau eingesetzt werden (können).

Warum die "Staatspleite" akzeptieren?
Zitat
Alter_Wedler
Das macht für mich wenig Sinn für die beiden Haltestellen Wandsbek Rathaus und Bovestraße allein eine neue S-Bahn-Linie (S4, neben der dann bestehen bleibenden RB-Linie) zu betreiben und besonders deshalb nicht, weil es keinen zu bedienenden West-Ast für die S4 gibt. Ob diese Stummelstrecke ohne Umsteigemöglichkeit auf eine weiterführende RB-Strecke überhaupt genügend nachgefragt wäre, um einen Betrieb zu rechtfertigen, sei dahin gestellt. Bei Weiterführung bis Rahlstedt mit Halt in Tonndorf würde das schon ganz anders aussehen.

Wenn die S4 "stirbt", dann ganz, so meine Meinung! Das kreuzungsfreie Ausfädelungsbauwerk Hasselbrook könnte man dann erstmal für eine schöne lange Abstellanlage auf der S4-Trasse verwenden, bis die "Staatspleite" überwunden ist und wieder Geldmittel zur Verfügung stehen, die den Menschen dienlich zum Weiterbau eingesetzt werden (können).

Moin Alter Wedler,
nein, die RB81 würde dann nicht mehr fahren, da jeder zweite Zug der S4 über Bovestraße hinaus fahren würde. Pro Stunde einer bis Bad Oldesloe und zwei bis Bargteheide. Mehr können auf der zweigleisigen Strecke zusammen mit den RE und dem Güterverkehr aber nicht fahren. Von Westen her könnte aber bis Bovestraße durchaus der 10-Minuten-Takt gefahren werden.

Den PFA 1 nicht zuende zu bauen, würde ich nicht als sinnvoll ansehen. Dafür sind vermutlich auch schon die Gelder freigegeben. Und die Anlagen verrotten lassen, das muss nicht sein.
Das (nicht nur) finanzielle Probleme sind die PFA 2 und 3. Und bei denen ist zu befürchten, dass da lange nichts mehr möglich sein wird. Das ist leider so. Ich hätte es mir auch anders gewünscht.
Zitat
Computerfreak
...
Die S4 kann ja zunächst hinter Bovestraße in die vorhandenen Gleise einfädeln.
...
Kurz die S4 ist schon wichtig. Und "kein Geld" ist ja keine Begründung etwas nicht zu bauen:
...

Ja, hinter der Systemwechselstelle auf Höhe des alten Stellwerks Wandsbek würde die S-Bahn alle 20 Minuten auf die Bestandsgleise wechseln.

Zum Thema Geld und Klimaschutz gebe ich Ihnen ja auch recht, nur die "Entscheider" werden es vermutlich anders sehen.
Kann man eigentlich einfach bis Bovestraße weiterbauen? Sind da nicht die umgelegten Fernbahngleise im weg?

Wenn es möglich wäre, sollte man es natürlich schleunigst machen. Ich denke die S-Bahn würde auch sofort von vielen Jenfeldern genutzt.
Zitat
christian schmidt
Kann man eigentlich einfach bis Bovestraße weiterbauen? Sind da nicht die umgelegten Fernbahngleise im weg?

Wenn es möglich wäre, sollte man es natürlich schleunigst machen. Ich denke die S-Bahn würde auch sofort von vielen Jenfeldern genutzt.

Die jetzigen Fernbahngleise liegen ab kurz hinter Hasselbrook Richtung Rahlstedt auf der S-Bahntrasse. Die vorgesehene Fernbahngleise bleiben zur Zeit wegen
der ebenfalls verzögerten Bauleistung, zweigleisige Ausfädelung in die GUB, in Verbindung mit den noch nicht erstellten EU im Verlauf der Claudiusstraße und dem Schloßgarten ungenutzt und nicht angeschlossen. Im Bereich ehem. Bahnhof Wandsbek muss dann noch das Überführungsbauwerk der S-Bahn erstellt werden und der alte Bahnsteig für die Trassierung entfernt werden. Dann ist auch Platz für Fern- und Güterbahn.

Tatsächlich wäre Bovestraße für die Jenfelder und Menschen aus Rahlstedt-Ost, die derzeit den X35 nutzen, eine schnellere Verbindung in die Stadt.
Zitat
christian schmidt
Kann man eigentlich einfach bis Bovestraße weiterbauen? Sind da nicht die umgelegten Fernbahngleise im weg?

Solange das ESTW Wandsbek am Pulverhof noch nicht in Betrieb gegangen ist (vermutlich erst Mitte nächsten Jahres) kann sowieso nur eingeschränkt gearbeitet werden. Erst danach kann der PFA 1 sinnvoll zuende gebaut werden. Vorher können die Gleise nicht wieder zurückverlegt und der alte Bahnsteig Wandsbek abgerissen werden.
Das ist ja das eine große Dilemma.
Und das andere, was ich zuvor beschrieben hatte, kommt dann noch dazu. Sieht alles nicht rosig aus...

Bei der Sperrung im Herbst sollen wohl die Gleise auf der Brücke Bovestraße etwas weiter nach Süden verlegt werden, damit auf der Nordseite schon halbseitig gebaut werden kann. Ich frage mich aber, wie das gehen soll.

Die RB81 hat jedenfalls eine weitere "Gnadenfrist" bekommen.
Zitat
Jens Ruge
... Was ist eure Meinung?
Wäre es sinnvoll, dass, wenn auch durch möglicherweise nicht mehr zur Verfügung stehenden Geldmitteln auf absehbare Zeit nur noch der PFA 1 zuende gebaut werden kann, die S4 "abgespeckt" in Betrieb gehen sollte? ...


Das ist nicht nur sinnvoll. Es ist die einzige Möglichkeit, dass überhaupt von der S4 etwas in Betrieb gehen könnte. Und wenn nicht endlich der PFA2 aufgesplittet wird, ist mit PFA1 ohnehin Schluss. Schließlich bleibt die Trasse Fehmarn-Bad Schwartau ohnehin eingleisig*, wo sollen denn da die zahlreich prognostizierten Güterzüge herkommen? Und das viele Geld für die Bahn ist sowieso nicht mehr da.

*Falls wieder nach Beweisen gefragt wird, das müsst Ihr einfach glauben oder sein lassen. Ich nehme aber Wetten an ;-).
Dann würde ich mal dagegen wetten. Sagen wir die Wette läuft bis 2046. Wenn ich gewinne, bekomme ich eine Fahrt von Kopenhagen nach Hamburg via Fernverkehr (ICE, Italo etc ), wenn du gewinnst, zahle ich dir einmal Regionalverkehr (Fernverkehr würde ja nicht gehen) von Fehmarn nach Hamburg.
Zitat
Computerfreak
Nachfrage? Wir sind längst auf Angebotsorientierung umgestiegen.

Von der Angebotsorientierung sind wir längst wieder weg. Wo kein Geld, da kein Angebot.

Zitat
Computerfreak
Das geht ja auch mit Einfädeln in die Bestandsstrecke.

Das ist aber nicht Inhalt des PFV1 und über den wurde hier gesprochen, wenn PFV2 und 3 nicht mehr gebaut werden.


Zitat
Computerfreak
Warum die "Staatspleite" akzeptieren?

Nun, dann erkläre mir mal, wie du die "Staatspleite" "nicht akzeptieren" willst. Wie genau sieht das aus?
Zitat
Alter_Wedler
Von der Angebotsorientierung sind wir längst wieder weg. Wo kein Geld, da kein Angebot.

Das ist so die typische Betrugsstrategie der Politiker, insbesondere der Dumpfbacken, die den Klimawandel meinen ignorieren zu können. Die zum Klimaschutz gebotene Mobilitätswende macht nunmal die Angebotsorientierung erforderlich. Das ist kein nice2have oder eine Schönwetterpolitik. Der Unterschied zu früheren Phasen, wo immer kein Geld da war, ist nun halt ein Prioritätenwechsel. Aber wenn selbst der HVV die Klimasäue in Politik und Verwaltung nicht endlich öffentlich outet, dann ist da noch einiges Personal zu tauschen.


Zitat
Alter_Wedler
Das ist aber nicht Inhalt des PFV1 und über den wurde hier gesprochen, wenn PFV2 und 3 nicht mehr gebaut werden.
Nun PFA1 ist eigentlich der einzig wichtige Abschnitt. An einem Ende ist die Einfädelung ins Bestandnetz am anderen Ende geht es eben bis zur Systemwechselstelle, somit die Umstellung auf Wechselstrom, der den Satndard für Elektrifizierte Eisnbahnstrecken in Deutschland darstellt. Dafür ghat BR490 ja auch die Zulassung. Die Einfädelung selsbt kann auch hinter PFA1 gebaut werden, weil die Bahn für den Einbau von Weichen eigentlich keine Planfesstellung braucht. Hier reicht evtl. Plangehmnigung aus. Diese wird auch nördlich von Gartenholz angewendet.. Nur zwichen Bovestraße und Ahrensburg würde ein vermindertes Angebot gefahren und drei Stationen würden fehlen.


Zitat
Computerfreak
Warum die "Staatspleite" akzeptieren?

Nun, dann erkläre mir mal, wie du die "Staatspleite" "nicht akzeptieren" willst. Wie genau sieht das aus?[/quote]

Die Staatspleite ist hausgemacht.
Hier müssen eben die Prioritäten anders gesetzt werden:
Bahnausbau und andere Dinge für den Klimaschutz werden priorisiert, danch noch Sozialhilfe&Co. Dann werden eben die Einkommenssteuern erhöht. Ansosnten das Dienstwagenprevileg abgeschafft, Gehälter für höhere Beamte und Staatsangestellte gekürzt. Verteidigung wieder zurückgefahren. Naja da gibt es schon einige Möglichkeiten, aber das ist hier nicht unsere Aufgabe. Wenn der Staat die Grundsteuer erhöht, fragt er auch nicht, ob die Grundeigentümer das bezahlen können.
Moin,

das ist ja mal wieder eine Diskussion...

@ Alter_Wedler: Wie kommst Du darauf, das wir zumindest hier in HH, von der Angebotsorientierung wieder weg sind?

@ Computerfreak: Mit einer adäquaten Besteuerung von Vermögen und Einkünften jenseits der Millionen/jährlich könnte man schon eine Menge regeln.
Man hat sich aber in diesem Land angewöhnt, erst einmal bei denen, die ohnehin schon nicht so viel Geld zur Verfügung haben oder sich als EK-technisch
zum "Mittelstand" zählen würden, in die Tasche zu greifen.
Bei seinem gestrigen Besuch in SH hatte sich der neue Bundesverkehrsminister Bilger meines Wissens überhaupt nicht zur S4 geäußert, nur allgemein, dass jetzt durch Sondervermögen mehr Geld da sei und dass Planungen gesetzlich beschleunigt werden sollen.
Das klingt ja erst einmal positiv. Die Frage ist jedoch, ob das für alle Verkehrsprojekte gilt oder nur für die bundesweiten bzw. internationalen (wie FBQ).
Es könnte genauso argumentiert werden: "Die FBQ verzögert sich. Dann ist auch der Druck weg, die S4 zeitnah im Vollausbau fertigzustellen."

Er soll sich heute auch noch hier aufhalten. Vielleicht kommt ja doch noch ein Statement von ihm zur S4?

PS: Gestern Nachmittag hatte ich bei der Vorbeifahrt mal vier Bauarbeiter am Überwerfungsbauwerk gesehen. An der EÜ Luetkensallee ruhen offenbar die Arbeiten (an den anderen Stellen sowieso).
Moin,

ja, man kann es kaum glauben, aber am Überführungsbauwerk Hasselbrook wird seid geraumer Zeit täglich gearbeitet, geschalt und betoniert.

An den änderen EÜs wartet man auf Entscheidungen...
Moin
und herzlich Willkommen hier im Forum.
Warum sollte sich der VM zur S4 und / oder FBQ-Finanzierung äußern?
Die S4 wird aus Mitteln des GVFG (also mit maßgeblicher Beteiligung des Bundes) finanziert, die entsprechenden Erklärungen / Förderbescheide liegen längst vor.

Und was ist mit der FBQ?
Die FBQ selbst wird vollständig vom dänischen Staat finanziert und für die Hinterlandanbindung bestehen völkerrechtlich verbindliche Staatsverträge.
Da muss das Verkehrsministerium also "nur noch" die finanzielle Umsetzung durchführen.
Hab mal die Entwürfe des Deutschlandtakt und der bekannten Fahrplanfakten genau angesehen. Das könnte in Bargteheide für einige Fahrten eine lange Wende bedeuten. Sofern man am Knoten Bad Oldesloe festhält.

Hbf Bargteheide Bad Oldesloe
42 15 25
02 35
22 55

Bad Oldesloe Bargteheide Hbf
37 47 19
07 39
27 59

Mfg

Sascha Behn
Problematisch ist nur, dass nun noch ein zusätzlicher RE dazu kommt. Heißt also es fahren 3 REs (RE 8, RE 80, RE 78) und eine S-Bahn pro Stunde zwischen Bargteheide und Bad Oldesloe. Und zusätzlich soll noch der Fernverkehr nach Dänemark über die Strecke fahren.

Somit denke ich, dass sich die Fahrplanlage auch hier nochmal angepasst werden muss.
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