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S4: Neuigkeiten und Diskussionen
geschrieben von LevHAM 
Die Generalsanierungen werden also von 4 pro Jahr auf 2-3 pro Jahr gestreckt und nicht mehr 2036 abgeschlossen, sondern erst Jahre später.

Das könnte dann also zu einer erneuten Verschiebung der Sanierung Hamburg-Lübeck und die S4 führen.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.09.2026 19:07 von Ulzburg-Süd.
Ole Thorben Buschhüter lädt zur Radtour entlang der S4 ein.

[www.buschhueter.de]

Interessant auch die Kommentare unter dem Artikel, bzw. die Antworten von OTB.
Die Unterführung am ehemaligen Bahnhof Wandsbek ist verfüllt worden.
und an der Überführung/am zukünftigen Bahnhof Bovestraße ist auf der rechten Seite eine Rampe aufgeschüttet worden und gegenüber selbige bisher vorhandene weggebaggert


Zitat
flor!an
Die Unterführung am ehemaligen Bahnhof Wandsbek ist verfüllt worden.

Es darf dort nicht einmal die Fußgängerunterführung bleiben? Das dürfte für so einige Marienthaler Schüler den Weg zum CPG und zur Boveschule deutlich verlängern.
Zitat
flor!an
Die Unterführung am ehemaligen Bahnhof Wandsbek ist verfüllt worden.

Diese Unterführung hatte sich aber auch inzwischen zu einem lost place entwickelt. Es war nur noch eklig, da durchzugehen. Aber der Hinweis auf den Fahrstuhl zum Bahnsteig leuchtete bis zum Schluss. (Hat etwas von der Kapelle, die bis zum Schluss spielte.)
Versprach nicht 2011 ein SPD-Bürgermeister S4 Oldesloe fertig 2018 und S-Bahn Kaki fertig 2019? Nach letzten Verkehrsvertragsänderungen kann die RB81 "optional" bis Ende 2029 weiter mit Dostos fahren. Von den 2017 eingereichten 3 Planfeststellungsabschnitten ist lediglich der erste genehmigt, der zweite verzögert sich durch Änderungen immer weiter, der Dritte ist nicht realistisch absehbar - wie auch die Bahnanbindung an den Fehmarnbelttunnel. Hoffen kann man also allenfalls auf eine Realisierung bis Rahlstedt in den 2030ern mit einer provisorischen Weichenverbindung auf die vorhandenen beiden Gleise. Wie weit der dortige Verkehr die Pünktlichkeit der S4 beeinflussen könnte, ist derzeit nicht wirklich absehbar.

Interessant sind immer wieder die Behauptungen über die Kapazitäten von Gleisen und Bahnsteigen am Hauptbahnhof, die darin gipfeln, dass die S-Bahn problemlos dauerhaft 4 Züge in 10 Min. pro Gleis verkraften könne, wobei dann noch eine fünfte Trasse als Reserve verfügbar sein soll, während die Fern-/Regional-Bahnsteige/Gleise schon mit einem Zug in 10 Min. überlastet seien. "Dank" des abbruchreifen S-Bahn Überwerfungsbauwerks Holstenstraße besteht nun bereits seit über einem Jahr im Berufsverkehr - sofern nicht wieder Verstärkungszüge ausfallen - die Gelegenheit, zu beobachten, wie gut es am Hbf. Tunnelbahnsteig gelingt, in 10 Minuten 4 Züge aus 3 verschiedenen Richtungen mit unterschiedlichen Verspätungen in den Citytunnel zu leiten. Ohne Schlangestehen, Anschlussverlusten und manchmal sogar "Pofalla-Wenden", klappt das eher nicht. Warum sollte das mit der S4 statt der derzeitigen S7 anders sein? Zumal die S4 auch Verspätungen von nördlich Rahlstedt einschleppen dürfte? Mit der S6 über die Verbindungsbahn wären es dann auf beiden Innenstadtstrecken in beiden Richtungen je 4 Züge in 10 Min. Man möge mir glaubhaft erläutern, wie das zuverlässig funktionieren könnte. Derzeit hat man ja noch das Glück, dass es Richtung Dammtor nur 2 Züge in 10 Minuten sind, da leitet man am Hbf. ja gerne mal einen "Tunnelzug" über Gleis 2 um, damit das Bahnsteiggeschäft teils parallel mit dem vorigen "Tunnelzug" abgewickelt werden kann. (Als "Service+" erhascht man dann manchmal sogar noch einen vorausfahrenden Zug...)
Der Mischbetrieb und die daraus resultierenden Verspätungen auf der S4 werden die der S5 bei weitem übertreffen. Deshalb sollte man umplanen und die S4 nur bis Ahrensburg fahren lassen.
Zitat
wgr22453
Versprach nicht 2011 ein SPD-Bürgermeister S4 Oldesloe fertig 2018 ... Von den 2017 eingereichten 3 Planfeststellungsabschnitten ist lediglich der erste genehmigt, der zweite verzögert sich durch Änderungen immer weiter, der Dritte ist nicht realistisch absehbar ... Hoffen kann man also allenfalls auf eine Realisierung bis Rahlstedt in den 2030ern mit einer provisorischen Weichenverbindung auf die vorhandenen beiden Gleise. Wie weit der dortige Verkehr die Pünktlichkeit der S4 beeinflussen könnte, ist derzeit nicht wirklich absehbar.

Zitat
NWT47
Der Mischbetrieb und die daraus resultierenden Verspätungen auf der S4 werden die der S5 bei weitem übertreffen. Deshalb sollte man umplanen und die S4 nur bis Ahrensburg fahren lassen.

Vielleicht macht ja noch das ganze S4-Projekt eine "Pofalla-Wende"!
Moin,

Zitat
wgr22453
Versprach nicht 2011 ein SPD-Bürgermeister S4 Oldesloe fertig 2018 und S-Bahn Kaki fertig 2019?...

Ja.


Die Finanzierungsvereinbarung-S4 wurde (erst) im November 2019 geschlossen (z.B. hier, hier, hier) - vorher "verspricht" ein gestandener Politikprofi keine Realisierungszeitpunkte.
Da war Scholz schon nicht mehr in Hamburg.

Scholz hat 2011 das "leistungsfähig(st)e Busnetz" propagiert und parallel die Planungen zur Wiederaufnahme der Schnellbahnplanungen und daraus die ersten Maßnahmen (Oldenfelde Entscheidung 2014) vorangetrieben.

Es ist immer ermüdend, aus deinen Textwüsten die eigentlichen Aussagen herauszufiltern.
Zitat
Sonnabend
Es ist immer ermüdend, aus deinen Textwüsten die eigentlichen Aussagen herauszufiltern.

Die Aussage zu diesem Thema soll vermutlich die gleiche sein wie beim Prellbock.
Die ganzen epischen Beiträge, ob nun aus dieser Quelle oder aus der Ecke AKN, lese ich mir schon gar nicht mehr durch, zumal sie so schön im krassen Widerspruch zum generellen Desinteresse hier bei diesem Thema stehen.

Aber danke schön, dass Sie und Djensi immer wieder versuchen, diesen Thread am Leben zu halten.
Zitat
Jens Ruge
Zitat
Sonnabend
Es ist immer ermüdend, aus deinen Textwüsten die eigentlichen Aussagen herauszufiltern.

Die Aussage zu diesem Thema soll vermutlich die gleiche sein wie beim Prellbock.
Die ganzen epischen Beiträge, ob nun aus dieser Quelle oder aus der Ecke AKN, lese ich mir schon gar nicht mehr durch, zumal sie so schön im krassen Widerspruch zum generellen Desinteresse hier bei diesem Thema stehen.

Aber danke schön, dass Sie und Djensi immer wieder versuchen, diesen Thread am Leben zu halten.

Danke für die Erwähnung, aber bei der Rückschau sind bis auf meine Feststellung zur Aktivität Hasselbrook eigentlich andere unterwegs. ;-)

Ich bin bei dem Thema eher nur noch deprimiert.
Moin

und danke.

Zitat
Jens Ruge
...
Aber danke schön, dass Sie und Djensi immer wieder versuchen, diesen Thread am Leben zu halten.

was aber einfach nur daran liegt, dass das Thema keineswegs tot ist.
Zitat
wgr22453
Versprach nicht 2011 ein SPD-Bürgermeister S4 Oldesloe fertig 2018 und S-Bahn Kaki fertig 2019? Nach letzten Verkehrsvertragsänderungen kann die RB81 "optional" bis Ende 2029 weiter mit Dostos fahren. Von den 2017 eingereichten 3 Planfeststellungsabschnitten ist lediglich der erste genehmigt, der zweite verzögert sich durch Änderungen immer weiter, der Dritte ist nicht realistisch absehbar - wie auch die Bahnanbindung an den Fehmarnbelttunnel. Hoffen kann man also allenfalls auf eine Realisierung bis Rahlstedt in den 2030ern mit einer provisorischen Weichenverbindung auf die vorhandenen beiden Gleise. Wie weit der dortige Verkehr die Pünktlichkeit der S4 beeinflussen könnte, ist derzeit nicht wirklich absehbar. ...


Wieso Textwüste? Wieder mal so eine typische Herabwürdigung des Mitforisten Sonnabend: Wer ständig andere abwertet, zeigt damit vor allem seine eigene Unzufriedenheit, Bedürftigkeit nach Abgrenzung oder mangelnde Empathie.

Doch zur Sache, alles richtig, was du schreibst. Und auf eine Realisierung bis Rahlstedt kann man nur hoffen, wenn PFA2 endlich aufgeteilt wird: 1. Teil bis Rahlstedt und 2. Teil ab Rahlstedt. Der 1. Abschnitt sollte absehbar genehmigungsfähig sein.



Zitat
wgr22453
... Interessant sind immer wieder die Behauptungen über die Kapazitäten von Gleisen und Bahnsteigen am Hauptbahnhof, die darin gipfeln, dass die S-Bahn problemlos dauerhaft 4 Züge in 10 Min. pro Gleis verkraften könne, wobei dann noch eine fünfte Trasse als Reserve verfügbar sein soll, während die Fern-/Regional-Bahnsteige/Gleise schon mit einem Zug in 10 Min. überlastet seien. "Dank" des abbruchreifen S-Bahn Überwerfungsbauwerks Holstenstraße besteht nun bereits seit über einem Jahr im Berufsverkehr - sofern nicht wieder Verstärkungszüge ausfallen - die Gelegenheit, zu beobachten, wie gut es am Hbf. Tunnelbahnsteig gelingt, in 10 Minuten 4 Züge aus 3 verschiedenen Richtungen mit unterschiedlichen Verspätungen in den Citytunnel zu leiten.

Ohne Schlangestehen, Anschlussverlusten und manchmal sogar "Pofalla-Wenden", klappt das eher nicht. Warum sollte das mit der S4 statt der derzeitigen S7 anders sein? Zumal die S4 auch Verspätungen von nördlich Rahlstedt einschleppen dürfte? Mit der S6 über die Verbindungsbahn wären es dann auf beiden Innenstadtstrecken in beiden Richtungen je 4 Züge in 10 Min. Man möge mir glaubhaft erläutern, wie das zuverlässig funktionieren könnte. Derzeit hat man ja noch das Glück, dass es Richtung Dammtor nur 2 Züge in 10 Minuten sind, da leitet man am Hbf. ja gerne mal einen "Tunnelzug" über Gleis 2 um, damit das Bahnsteiggeschäft teils parallel mit dem vorigen "Tunnelzug" abgewickelt werden kann. (Als "Service+" erhascht man dann manchmal sogar noch einen vorausfahrenden Zug...)


Auch alles richtig und nicht zu vergessen, das größte Sorgenkond der S-Bahn: die S5!

Und ausgerechnet diese Linie S5, die man seit 19 Jahre nicht wirklich auf die Reihe bekommt, als Vorbild für die S4? Abgesehen davon, dass an den schon heute überlastenen S-Bahnsteigen im Hbf die Fahrgastwechselzeit der limitierende Faktor ist. Es gab mal Zeiten, da konnte man mit der S1 von Berliner Tor zum Hbf in einem Rutsch durchfahren. Heute ist grundsätzlich und zu fast allen Tageszeiten das Warten auf die Einfahrt zum Hbf angesagt. Und mit S4 soll da etwas besser werden? Wovon träumen die S4-Befürworter nachts, frage ich mich immer wieder.

Man muss sich diesen Unsinn mal auf der Zuge zergehen lassen: Die Hamburg – Lübecker Strecke hat vor allem deshalb ein Problem, weil sich unterschiedliche schnell fahrende Züge schon bei geringen Verspätungen gegenseitig behindern. Dass Ganze dann noch mit der Krönung, dass beide Züge im Hbf auf einem Bahnsteiggleis halten müssen und das noch in einer vorbestimmten Reihenfolge. Jetzt soll allen Ernstes die Problematik damit geheilt werden, dass die S4 statt der Regionalbahnen die anderen Züge ausbremst? Mit zusätzlichen Gleiskreuzungen, die bei der RB81 so gar nicht vorkommen. Das gesammte S4-Thema ist von vorne bis hinten schlecht bis gar nicht durchdacht.
Zitat
NVB
...
Und mit S4 soll da etwas besser werden? Wovon träumen die S4-Befürworter nachts, frage ich mich immer wieder.
...

Zuerst monieren Sie, dass durch die RB81 das Problem der Ausbremsung durch unterschiedliche Geschwindigkeiten besteht.
Jetzt wird dieses Problem durch den Bau der S4 angegangen, dann ist es Ihnen auch wieder nicht recht. Oder besser gesagt: Erst recht nicht recht.

Vermutlich ist es Ihnen aber auch nicht recht, dass die Menschen bei uns, bedingt durch die geringe Schnellbahndichte, mehr Auto fahren, als anderswo in Hamburg. (Bitte immer auf einen maßstabgerechten Stadtplan schauen, nicht auf den "USAR-Plan"!)

Was wollen Sie denn eigentlich?
Zitat
NVB
Wieso Textwüste? Wieder mal so eine typische Herabwürdigung des Mitforisten Sonnabend: Wer ständig andere abwertet, zeigt damit vor allem seine eigene Unzufriedenheit, Bedürftigkeit nach Abgrenzung oder mangelnde Empathie.

Das kann man auch "anders herum" lesen!

Der liebe Sonnabend stellt sich einfach manchmal gern als Projektionsfläche zur Verfügung, wie wir alle, und ja auch Du gelegentlich.
Jeder darf im Stillen für sich erkennen und lernen und das "sehen" und äußern, was er nun mal sieht.

"Der, der ohne Projektion ist, werfe den ersten Schatten."

Danke, dass es Euch alle so gibt, wie Ihr seid!
Ich lerne hier sooo viel! Danke!
Zitat
Jens Ruge
Was wollen Sie denn eigentlich?

Die Frage geht zwar nicht an mich, aber mir scheint, NVB will funktionierenden Kosten-angemessenen Nahverkehr und ein glückliches zufriedenes Leben und Zusammenleben für alle. Dafür engagiert er sich sehr, mit großen Herzen und sehr viel Erfahrung. Und er veröffentlicht doch etliche Vorschläge und Gutachten, wie es besser ginge, als heute und heute geplant wird, aus seiner Sicht. Es macht Sinn, sich das alles mal anzusehen. Ich meine dadurch erkannt zu haben, was NVB möchte.
Moin,

ich kann mir einen problemlosen Betrieb mit einer zusätzlichen S4 im Hauptbahnhof auch nicht so recht vorstellen, angesichts der jetzt schon bestehenden Probleme.
Ob da eine andere Stellwerkstechnik die Lösung bietet? Bleibt abzuwarten.

Ich gehe auch davon aus, dass angesichts nicht realisierter Gleistrassen nach Bad Oldesloe, ähnlich wie bei der S5 nach Stade die Verspätungsproblematik auch auf der
S4 "umgesetzt" wird.

Mittlerweile glaube ich der Ausbau bis Ahrensburg würde reichen, dort noch die Vernetzung zur U1 herstellen und gut ist.
Moin,

ich habe leider manchmal das Gefühl, dass dieses Projekt hier künstlich schlecht geredet werden soll, ohne dies je wirklich zu Begründen.

Auch ich gehe davon aus, dass eine zusätzliche Linie auch zusätzliche Verspätung bedeuten wird. Aber was wäre denn die Alternative? Langfristig wird die Hamburger S-Bahn sicherlich eine dritte Stammstrecke benötigen, um dichtere Takte zu ermöglichen, aber das wird frühestens in Jahrzehnten, wenn nicht einem Jahrhundert der Fall sein. So lange kann man die Wandsbekerinnen und Wandsbeker ja kaum auf die S-Bahn warten lassen.

Auch der Mischvekehr ist sicherlich schwierig, das wurde ja auch bereits in mehreren Studien im Auftrag der Stadt Lübeck ausführlich nachgerechnet. Die Strecke sollte ursprünglich aus diesem Grund bis Bargteheide führen. Die Kürzung war eine politische Entscheidung, die sich zum Glück verhältnismäßig leicht ändern lässt. Doch auch hier gilt in meinem Augen: Besser eine S4 bis Ahrenburg, als gar keine S4.

Diese Fundamentalopposition im Sinne von das Projekt sei "schlecht bis gar nicht durchdacht", erscheint mir trotz dieser Schwächen übertrieben. Im Rahmen der infrastrukturellem Gegebenheiten wird der ÖPNV Wandsbeks massiv verbessert und das ist doch gut!
Zitat
Jens Ruge
Zuerst monieren Sie, dass durch die RB81 das Problem der Ausbremsung durch unterschiedliche Geschwindigkeiten besteht. Jetzt wird dieses Problem durch den Bau der S4 angegangen, dann ist es Ihnen auch wieder nicht recht. Oder besser gesagt: Erst recht nicht recht. ...

Die S4 verschlimmert die Situation anstatt sie zu lösen. Denn die S4 verstärkt das Problem der gegenseitigen Behinderungen, weil zu den unterschiedlichen Geschwindigkeiten noch mehrere niveaugleiche Gleiskreuzungen kommen.



Zitat
Jens Ruge
... Vermutlich ist es Ihnen aber auch nicht recht, dass die Menschen bei uns, bedingt durch die geringe Schnellbahndichte, mehr Auto fahren, als anderswo in Hamburg. (Bitte immer auf einen maßstabgerechten Stadtplan schauen, nicht auf den "USAR-Plan"!) ...

Der Modal-Split ist nicht nur in Rahlstedt schlechter als in vielen anderen deutschen Großstädten und nur Schienenverkehre können die Akzeptanz für Autofahrer erhöhen. Zwei einzelne Linien wie die S4 und U5 mit zudem relativ großen Haltestellenabständen werden den Modal-Split jedoch nicht grundlegend verbessern.



Zitat
Jens Ruge
... Was wollen Sie denn eigentlich?

Eine S-Bahn bis Rahlstedt ist sicherlich vernünftig. Darüber hinaus ist die Planung völliger Unsinn. Kilometerlange Haltestellenabstände sind das "Revier" von Regionalverkehrszügen, die schneller sind, über mehr Komfort verfügen und im Gegensatz zu S-Bahnen auf Mischverkehrsstrecken behindertengerechte Zugänge ermöglichen. Die Rollrampenlösung auf der S5 hält nicht nur den Verkehr auf, sondern ist meiner Ansicht nach Behinderten-verachtend und verstößt gegen entsprechende Gesetze. Und wie wenig durchdacht Verkehrspolitik in Hamburg ist, zeigt allein die Tatsache, dass die Bahn noch schnell vor dem S4-Bau das Rahlstedter Bahnhofsgelände verkauft hat und damit einen Regionalverkehrshalt wie im kleineren Bergedorf verhindert hat.

Zu Ihrer Eingangsfrage: Ich wünsche mir eine ordentliche Verkehrspolitik, die den Fahrgästen wirklich hilft und nicht diesen Mist, den man gerade durchzusetzten versucht.
Zitat
HHK
Moin,

ich habe leider manchmal das Gefühl, dass dieses Projekt hier künstlich schlecht geredet werden soll, ohne dies je wirklich zu Begründen.

Auch ich gehe davon aus, dass eine zusätzliche Linie auch zusätzliche Verspätung bedeuten wird. Aber was wäre denn die Alternative? Langfristig wird die Hamburger S-Bahn sicherlich eine dritte Stammstrecke benötigen, um dichtere Takte zu ermöglichen, aber das wird frühestens in Jahrzehnten, wenn nicht einem Jahrhundert der Fall sein. So lange kann man die Wandsbekerinnen und Wandsbeker ja kaum auf die S-Bahn warten lassen.

Auch der Mischvekehr ist sicherlich schwierig, das wurde ja auch bereits in mehreren Studien im Auftrag der Stadt Lübeck ausführlich nachgerechnet. Die Strecke sollte ursprünglich aus diesem Grund bis Bargteheide führen. Die Kürzung war eine politische Entscheidung, die sich zum Glück verhältnismäßig leicht ändern lässt. Doch auch hier gilt in meinem Augen: Besser eine S4 bis Ahrenburg, als gar keine S4.

Diese Fundamentalopposition im Sinne von das Projekt sei "schlecht bis gar nicht durchdacht", erscheint mir trotz dieser Schwächen übertrieben. Im Rahmen der infrastrukturellem Gegebenheiten wird der ÖPNV Wandsbeks massiv verbessert und das ist doch gut!

Also ich bin dem Grunde nach ein absoluter Befürworter und dem Grunde nach wirklich sehr optimistisch und kein Meckerbolzen.

Das was sich nun aber über die Zeit in dem Vorhaben abgespielt hat ist unterirdisch und nicht zukunftsorientiert. Die Rücknahme diverser Ursprungsplanungen, von einer viergleisigen über eine dreigleisige Trasse und die jetzige Darstellung, mit den schon erwähnten Mischverkehren, ist nicht akzeptabel, angesichts der vergleichbaren Problemstellungen auf anderen Trassen.

Und warum traut man mittlerweile dem Projekt und der Umsetzung nicht mehr?
Die veränderte Planung zur Grundsanierung der Trasse nach HL hat man sicher nicht zu verantworten, aber die unverständlichen Verzögerungen im PFA1 schon.

Außerdem hat sich über die Jahre eine Grundhaltung bei den Betroffenen in den östlichen Stadtteilen entwickelt, die bei der Betrachtung der Entwicklung nicht zu einer
vertrauensbildenden Ansicht, Meinung oder was auch immer geführt hat.
Dazu kommt das tägliche Erleben auf der RB oder mit dem RE in diese Richtung und mit der S-Bahn Hamburg. Glücklich kann sich der schätzen, der Alternativen nutzen kann.
Ich glaube, dass die Probleme, die wir heute mit der S-Bahn am Knoten Hauptbahnhof haben, da Begründung genug sind.
Keine S4 ist aber auch keine Lösung!
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