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Abwägung U4-Verlängerung Richtung Jenfeld
geschrieben von NVB 
Hier wurde ja schon einiges dazu geschrieben: [www.bahninfo-forum.de]


Da die Verwirklichung dieses Abzweiges überaus sinnvoll und im Gegensatz zur U5 einigermaßen zeitnah möglich erscheint, würde mich schon interessieren, wie die Forumsgemeinde die Vor- und Nachteile sieht, natürlich auch im Zusammenhang mit der S4.

Vielleicht ebenfalls in dieses Thema könnte die erweiterte Erschließungsfunktion einer S4 gehören, die je besser diese den Hamburger Stadtraum entschließt, desto unattraktiver für die von weit außerhalb ein- und ausströmenden Pendler werden könnte.
Die U4 nach Horner Geest kannst du sofort bauen und die Verlängerung bis zur Autobahn für P&R und bis Jenfeld kann man beschließen wenn die S4 beim Bund durchgewunken ist oder der Parkplatz für Olympia gebraucht wird. Dieser Abzweig wurde in diesem Forum auch schon mehrfach durchgekaut siehe Suchfunktion.

Die S4 soll außerhalb der Hauptverkehrszeit nur alle 20 Minuten fahren und wer die S4 in Hauptbahnhof verpasst ist mit der U4 dann schon schneller am Ziel. Darum glaube ich auch nicht mehr wie früher an die große Fahrgastwanderung von der U1 zur S4. Das Umsteigen ist in Wandsbek-Markt attraktiv mit dem Einkaufszentrum und wenn die U1 alle 2 Minuten fährt auch. Wenn die U4 bis Jenfeld oder Kielkoppelstraße kommt dann nimmt die der S4 nicht viel weg aber man kann viele Buslinien reduzieren.
Meine Meinung ist, dass die U4 nach jenfeld nicht benötigt wird, da die S4 die Erschließung des Stadtteils Tonndorf/Jenfeld/Rahlstedt übernehmen sollte. Dazu kommt selbstverständlich eine Neuordnung der Buslinien im Bereich Jenfeld, die den Hauptfahrgaststrom nach S-Tonndorf lenken und dabei die gute Verbindung nach Farmsen/Billstedt/Wandsbek nicht zu sehr verschlechtern sollten.

Die U4 könnte auch darüber motiviert sein, eine S4 zu verhindern. So ist vielleicht die Befürchtung seitens der Hochbahn, dass der U1 und U2 Fahrgäste von den Walddörfern und aus den Gebieten Rahlstedt und Jenfeld abgezogen würden. Um so wichtiger ist bei der S4 der Bau und die Planung eines Bahnhofs Ahrensburg Süd, der eine Umsteigemöglichkeit nach Großhansdorf/Ohlstedt bietet. Das Argument, dass die U4 dringend einen Gegenast im Osten braucht, kann ich nicht nachvollziehen, denn U-Billstedt oder Berliner Tor bieten bereits sehr gute Kehrmöglichkeiten.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 26.05.2014 18:35 von bc2.
Zitat
Glinder
Die U4 nach Horner Geest kannst du sofort bauen
Kein Planfeststellungsverfahren?

Zitat
Glinder
Die S4 soll außerhalb der Hauptverkehrszeit nur alle 20 Minuten fahren
Echt, wo steht das denn?

Es ist für Fahrgäste die mit dem Bus Bovestrasse umsteigen anstelle Wandsbek Markt 2-3 Minuten weniger zum Hbf, 4-5 zum Jungfernstieg, via Holstenhofweg 3-5 und 5-7, via Tonndorf 7-9 und 9-11, usw. Wer Wandsbek was zu tun hat, oder zu einer Haltestelle will die mit der U1 erreichbar ist aber nicht mit der S4 wird weiter bis Wandsbek Markt zur U-Bahn fahren. Darum glaube wehr wohl immer noch an die große Fahrgastwanderung von der U1 zur S4. Und zwar insbesondere morgens - wenn Fahrzeitverkuerzungen hoch bewertet werden und sehr wenige Leute in Wandsbek-Markt noch einkaufen wollen. Deshalb würde ich mich überhaupt nicht wundern wenn die U1-Verstaerker dann wegfallen - und ausserhalb der morgendlichen HVZ fährt die U1 ja sowieso nicht wie behauptet alle 2 Minuten (und selbst dann nur alle 2-5).
"Wenn die U4 bis Jenfeld oder Kielkoppelstraße kommt, dann nimmt die der S4 nicht viel weg aber man kann viele Buslinien reduzieren."


Das ist doch ganz wesentlich! Buslinien abschaffen um (fast) jeden Preis, denn die E-Hysterie ohne Fahrdraht funktioniert sowieso nicht, siehe China. Also je kürzere U-Bahn-Abschnitte umso mehr Buslinien einsparen helfen umso besser ...
Mein Vorschlag noch einmal:

U6 Jenfeld - Wandsbek Markt - U1 - Stephansplatz - Nedderfeld

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Mit freundlichen Grüßen

Roman Berlin | Der Hanseat
Dagegen steht aber, dass die Hochbahn keine zusätzlichen Fahrgäste auf die Innenstadtstrecke der U1 ziehen möchte, deshalb diese komische Entlastungs-U5-Syphonline um die Alster ...
Wieso? In der HVZ wären das die Verstärker und in der NVZ die Kurzläufer. Eventuell sollte man dann noch die U3 bis Farmsen verlängern.

________________________
Mit freundlichen Grüßen

Roman Berlin | Der Hanseat
Grundsätzlich ist die Variante den Abzweig nach Horner Geest/Jenfeld hinter der Horner Rennbahn auszufädeln natürlich naheliegend, nur sollte man dan aus gegebenen Gründen die aktuellen Linien etwas umverteilen, um so auf der einen Seite Übersichtlichkeit, auf der anderen Seite aber auch neue Direktverbindungen zu schaffen. Realisierbar wäre dies z.B. durch eine U1 nur nach Großhansdorf, eine U3 als Ringlinie, eine U4, die ab Berliner Tor über den Ostring bis Wandsbek Gartenstadt und dann nach Ohlstedt fährt und eine U5* auf dem Westring, die im jetzigen Zustand Billstedt und später Horner Geest bzw. Jenfeld anbinden würde.

*Die Liniennummern habe ich nach jetziger Reihenfolge verteilt. Sollte es vorher tatsächlich zu der von der SPD geplanten U5 Volkspark - Steilshoop kommen, wäre dies eben eine U6.
Moin,

Zitat
christian schmidt
Zitat
Glinder
Die S4 soll außerhalb der Hauptverkehrszeit nur alle 20 Minuten fahren
Echt, wo steht das denn?

In der Vorentwurfsplanung, genauer in Los I - Hamburg, 02 Erläuterungen der Vorplanung, S. 70, Tabelle 18.


Manchmal denke ich auch, die Stadt sollte lieber auf den Heckmeck mit der DB verzichten und (Achtung: Rumspinnerei!)

a) die U4 nach Jenfeld verlängern (wie steht's eigentlich derzeit um die Neubebauung der Lettow-Vorbeck-Kaserne?),
b) die U3 über Wandsbek-Gartenstadt hinausführen, nach Rahlstedt nämlich, und zwar per Abzweig hinter Trabrennbahn, mit Zwischenstopp unter dem Neubaugebiet zwischen Timmendorfer und Scharbeutzer Straße (Ersatz für die 26), und
c) endlich den Geburtsfehler der U1-Ost korrigieren und diese in die Ahrensburger Ortsmitte verschwenken, zum Bf., danach weiter zu einem Endhalt an der Großen Straße.

Dann müsst die S4 nicht umständlich in die bestehende Strecke hineingefummelt werden. Allerdings bekäme die DB dann auch nicht die gewünschte Entlastung des Hbfs. Bzw. vielleicht doch, weil man v.a. in der HVZ die Zahl der Fahrten zwischen Ahrensburg und Hbf reduzieren könnte …

--
Gruß aus Langenhorn – Schrotti
Welchen Heck-Meck mit der DB meinst du hier? Du hast auf die Vorentwurfsplanungen verlinkt.
Der Abzweig Horner Geest passt gut zur Hamburger Verkehrspolitik. Mit der ersten Station werden 13000 Einwohner neu angeschlossen und die Buslinie wird verkürzt. Mit einer zweite Station kann man ein Hochhausviertel und einen P&R-Platz an der A24 anschließen. Mit der dritten Verengerung wäre man in Jenfeld und mit der vierten in den Wohnvierteln. Immer wenn Geld da ist kann man die Strecke verlängern. Wenn Holstein bei der S4 noch kneift kann kann die U4 aber auch schnell ganz bauen oder für Olympia noch den P&R-Anschluss aus der Schublade ziehen.

Die Strecke kann je nach Bedarf gebaut werden. Ich hab früher schon mal geschrieben dass man realistisch mit den kurzen Abzweigen Sengelmannstraße - Steilshoop und Horner Rennbahn - Jenfeld und Elbbrücken - Wilhelmsburg und S-Bahn Stellingen - Lurup die meisten Lücken so schließen könnte dass man damit leben kann.
Zitat
Glinder
Der Abzweig Horner Geest passt gut zur Hamburger Verkehrspolitik.

-Was ist denn die Hamburger Verkehrspolitik gerade?
-Was heißt die U4 ganz schnell bauen, wenn die Vorentwürfe für die S4 schon fertig sind?
-"Ganz schnell bauen" und "je nach Bedarf gebaut" widerspricht sich!
-"damit leben" können stellt mich nicht zufrieden, ich will als Bürger gute und nachhaltige Konzepte vorgelegt bekommen.
Ja klar kann man eine U5 nach Jenfeld bauen. Würde das sogar klappen (was ich erstmal bezweifle, da fehlt mir der Tatendrang in der Hamburger Verkehrspolitik für die Schiene), dann wäre das endgültig eine schallende Ohrfeige für Steilshoop und Osdorf, die dann immer noch ohne Bahnanschluss dastünden.

Aber wie gesagt: Ich denke, die Chancen für so ein isoliertes Projekt sind eher mager. Wenn, dann wird in Hamburg immer an den ganz großen Lösungen getüftelt, die dann regelmäßig wieder neu verhandelt werden müssen. Aber mal was kleines umsetzen, wo auch Leute wohnen; einfach mal ÖPNV-Neubau sinnvoll üben, nunja, nicht in Jenfeld jedenfalls....man hat die U4, das muss reichen.
Verstehe deinen Text nicht. Die Hamburger Verkehrspolitik mag kleine Projekte und dieser U-Bahnstrecke kann man schnell oder langsam bauen und mit jeder Verlängerung kommt mehr Nutzen.

Die S4 hat den Nachteil dass sie nur als Ganzes Sinn macht und dass ein zweites Land beteiligt ist dessen Verkehrsminister in den letzten Monaten überall nur erzählt dass er kein Geld hat. Deshalb dauert das auch alles so lange und heute weiss noch keiner endgültig ob Kiel oder der Bund im letzten Moment nicht vielleicht doch kneift oder die Anwohner das Projekt nicht noch zu Fall bringen.

Mit der U4 hat Hamburg einen Plan B. Würde die S4 fallen beginnen die Bauarbeiten an der U4 trotzdem 2019 und wenn eine Entwurf für einen zweiten Abschnitt schon in der Schublade liegt holt man den raus und bringt ihn während der Bauzeit durch die Planfeststellung. Die S4 wäre natürlich besser und man hätte mehr Zeit bei der U4. Aber als Drohkulisse gegenüber Kiel richtig dass die U4 angefangen wird. Horner Geest muss allein wirtschaftlich sein dann kann gebaut werden und es gibt dann die Perspektive langfristig Jenfeld zu erreichen. Ob die S4 scheitert weiss man spätestens 2017 und dann kann man ggf. die U4 schnell so planen dass die Stadtteile ohne große Verzögerung angeschlossen werden.

Was bringen "gute" Konzepte wenn es davon seit 1990 genug gegeben hat? Gut heisst doch meistens "unrealistisch"! Ich will realistische Pläne und dass so schnell wie möglich Verbesserungen kommen so dass Lücken im U-Bahnnetz geschlossen werden. Eine U-Bahn bis Horner Geest ist besser als keine U-Bahn nach Jenfeld. Die Jenfelder profitieren durch eine kürzere Busstrecke und die Steuerzahler durch die besser Auslastung der U4 im Osten. Ähnlich ist es mit Sengelmannstraße - Steilshoop. Ich hätte nichts dagegen wenn gleich bis Bramfeld gebaut wird aber wenn Lurup vorher einen Anschluss erhält dann sind die Endstellen U-Steilshoop und S-Lurup für einige Jahre immer noch besser als nichts und die Verlängerungen wären dann etwas für nach 2025.
Naja, was ich sagen will, ist: Wenn man die U4 bis Horner Geest oder Jenfeld haben wollte, wäre sie schon längst da und keine U4 in die Hafen City. Es wurde im Zuge der Stadtbahndiskussion schon häufig darauf hingewiesen, dass man in Hamburg leider wenig praktisch, sondern eher prestigeträchtig denkt, wenn vielleicht auch unbewusst oder ungewollt, aber es ist schon so.

Insofern: NA klar, wie gesagt: Von mir aus. Nur glaub ich nicht dran. Passt nicht, weil: Viel zu logisch.
Zitat
bc2
Welchen Heck-Meck mit der DB meinst du hier? Du hast auf die Vorentwurfsplanungen verlinkt.

Der Link verweist auf die Stelle in der Vorentwurfsplanung, wo christian schmidt die Antwort auf seine von mir darüber zitierte Frage finden kann. Mehr wollte ich damit nicht sagen. Das anschließend von mir Geschriebene hatte keinen direkten Bezug dazu.

Mit »Heckmeck« meine ich das auch von Glinder genannte Gewürge um die Finanzierung einerseits (Bund als Eigentümer von DB Netz), und zum zweiten die nicht eben völlig deckungsgleiche Interessenlage von DB und HH, was die Ziele des Streckenaus- bzw. -umbaus angeht. Ich befürchte ja, dass die ursprüngliche Hamburger Vorstellung, die S4 zum Schnäppchenpreis zu bekommen – indem man sie sich vom Bund über den Etat für die Hinterlandanbindung der neuen Fehmarnbeltquerung quasi quersubventionieren lässt –, noch gehörig nach hinten losgehen könnte …

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Gruß aus Langenhorn – Schrotti
Die S4 ist wichtig und durch die Zunahme der Pendlerzahlen aus Stormarn auch sinnvoll wird aber unnötig teuer weil man bei der Elektrifizierung keine Rücksicht darauf genommen hat und man heute viel mehr Rücksicht auf die Anwohner nehmen muss als vor 25 Jahren. Dadurch wird das mindestens soviel Neubau wie Berliner Tor - Bergedorf und das wäre ohne die Einheitsmittel auch so nie gebaut worden.
Zitat
Glinder
Dadurch wird das mindestens soviel Neubau wie Berliner Tor - Bergedorf
Was soll das denn sonst werden?

Zitat
Glinder
und das wäre ohne die Einheitsmittel auch so nie gebaut worden.

Wie denn?
Zitat
Schrotti
Mit »Heckmeck« meine ich das auch von Glinder genannte Gewürge um die Finanzierung einerseits (Bund als Eigentümer von DB Netz), und zum zweiten die nicht eben völlig deckungsgleiche Interessenlage von DB und HH, was die Ziele des Streckenaus- bzw. -umbaus angeht. Ich befürchte ja, dass die ursprüngliche Hamburger Vorstellung, die S4 zum Schnäppchenpreis zu bekommen – indem man sie sich vom Bund über den Etat für die Hinterlandanbindung der neuen Fehmarnbeltquerung quasi quersubventionieren lässt –, noch gehörig nach hinten losgehen könnte …

Ja, jetzt habe ich dich verstanden. Ich dachte zuvor bei "Heckmeck" ging es um den 10/20-Minutentakt, deshalb meine Verwunderung. Ich denke es geht da hauptsächlich um ein wenig Verhandlungsgeschick zusammen mit Schleswig-Holstein und einen stärkeren Willen. Leider muss man anmerken, dass der Verkehrsminister Dobrindt der CSU angehört und dadurch auch die Aufmerksamkeit nach Bayern lenkt (siehe 2. City-Tunnel München). Wenn Herr Scholz jetzt verstärkt über einen U-Bahnausbau spricht, wird die S4 von Seiten der Öffentlichkeit vergessen. Subventionen (GFK oder andere) stehen Momentan in Harter Konkurrenz zum Süden Deutschlands (Stuttgart/München) und da muss sich Hamburg schlichtweg besser positionieren, da leistet Scholz gerade zu wenig und steht eher als Provinzler dar. Trotz allem dürfte eine S4 mit vergleichsweise geringen Kosten, gegenüber einer komplett unterirdischen U4 entstehen können.
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