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Sammelthread Störungen S-Bahn [2]
geschrieben von Forummaster Hamburg 
Zitat

Ganz genau. Weißt du was das sollte ?

Man will das Messerverbot kontrollieren - und das mit ordentlich Aufmerksamkeit. Das gab's schon mehrfach, öfter mit Presse, mittlerweile noch mit Pressemeldung hinterher. Wird auch heute sicherlich wieder kommen. Hat die die anderen Ausgänge versperrende DB Sicherheit immer noch die Anweisung, auf Fragen nach dem Grund "Dürfen wir nicht sagen!" zu antworten? :-)
Schon klasse, dass die Fahrgäste den Kopf für eine PR-Aktion der Politik hinhalten dürfen...
Und hier die Pressemeldung dazu:

[www.presseportal.de]
50 Einsatzkräfte können sich nicht auf 3 Ausgänge aufteilen? Wow.
Zitat
Sören
50 Einsatzkräfte können sich nicht auf 3 Ausgänge aufteilen? Wow.

Können schon, das ist dann aber von der Einsatzstärke pro Ausgang sinnbefreit. Auch wenn so manche(r) glaubt, 16/17 Leute wären am Ausgang ausreichend.
Bei den letzten Kontrollen die gesehen habe, am Hbf konnte man nur auf einer Seite vom Südsteg zu den Gleisen runter bzw auf der anderen Seite hoch, wo man kontrolliert wurde.

Mfg

Sascha Behn
Zitat
Herbert
Zitat

Ganz genau. Weißt du was das sollte ?

Man will das Messerverbot kontrollieren - und das mit ordentlich Aufmerksamkeit. Das gab's schon mehrfach, öfter mit Presse, mittlerweile noch mit Pressemeldung hinterher. Wird auch heute sicherlich wieder kommen. Hat die die anderen Ausgänge versperrende DB Sicherheit immer noch die Anweisung, auf Fragen nach dem Grund "Dürfen wir nicht sagen!" zu antworten? :-)

Ah okay, danke für die Info. Vor diesem Hintergrund macht es dann auch Sinn, warum die Polizei recht laut angefahren wurde, dass die Maßnahme völlig unnötig sei.

Die DB-Sicherheit und die öA haben nichts anderes gesagt, außer dass man den letzten Ausgang verwenden solle; ich habe aber auch nicht nach dem Warum gefragt.
Zitat
Sascha Behn
Bei den letzten Kontrollen die gesehen habe, am Hbf konnte man nur auf einer Seite vom Südsteg zu den Gleisen runter bzw auf der anderen Seite hoch, wo man kontrolliert wurde.

So war es hier auch. Man konnte allerdings auch durch den U1/U3 Fußgängertunnel zum S-Bahnsteig, aber eben nur rein und nicht raus.
Zitat
NWT47
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47er
Zitat
NWT47
Das Problem ist, dass die S5 sowohl in Buxtehude als auch in Stade nur geringe Wendekapazitäten gibt und man dort auch noch Rücksicht auf Regional und Güterverkehr nehmen muss. Wenn es schon so eng ist, dass in Neugraben auf Gleis 1 gewendet wird, dann wäre es in Buxtehude noch schlimmer gewesen

Ah okay danke für die Info, daran hatte ich gar nicht gedacht.
Dann sollte man, wie ich finde, aber mal Abhilfe schaffen durch mehr Kapazität. Das kann ja auch kein Zustand sein, so wie es jetzt und all die letzten Jahre war.

Das ist nicht so einfach möglich, weil bei der Verlängerung vor ca. 20 Jahren an allen Ecken und Enden gespart wurde. In Buxtehude muss das Gleis Richtung Hamburg gekreuzt werden um zum Kehrgleis zu gelangen. Es gibt noch ein anderes Kehrgleis, aber dies ist soweit ich weiß der EVB vorbehalten. Selbst wenn nicht, so muss auch hier das Gleis gekreuzt und der Zug auch noch geleert werden. In Stade steht sogar nur das Stumpfgleis zur Verfügung. Platz für zusätzliche Wendemöglichkeiten gibt es nicht.
In allen Fällen müssen also die Züge hinter der Bahn und die Züge stadteinwärts mitbeachtet werden. In Neugraben ist bei einem "Stau" nur die S-Bahn betroffen, hier spielen aber auch noch RE und Güterzüge mit rein.


Ja, das macht auf jeden Fall Sinn, so wie du das beschreibst. Die betrieblichen Zwänge sind absolut nachvollziehbar, gerade durch die damals sehr sparsame Ausführung der Verlängerung. Dass in Buxtehude und Stade faktisch keine flexiblen Wendemöglichkeiten vorhanden sind und jedes Kehren andere Züge blockiert bzw. kreuzt, macht kurzfristige Lösungen extrem schwierig.

Was ich mir allerdings denke: Wenn damals bewusst „auf Kante“ gebaut wurde, müsste man heute eigentlich nachsteuern. Also nicht unbedingt in Buxtehude oder Stade selbst, wenn dort schlicht kein Platz ist, sondern zum Beispiel durch zusätzliche Kehrgleise an Unterwegsstationen wie Fischbek, Agathenburg oder ggf. an anderen geeigneten Punkten.

Das wäre natürlich auch keine perfekte Lösung, aber im Störungsfall könnte man wenigstens bis dorthin fahren und wenden. Damit wären deutlich weniger Fahrgäste betroffen, als wenn alles schon in Neugraben endet. Irgendwann muss man ja anfangen, diese strukturellen Schwächen zu beheben, sonst bleibt man dauerhaft bei genau diesen Problemen hängen.
Zitat

Ah okay, danke für die Info. Vor diesem Hintergrund macht es dann auch Sinn, warum die Polizei recht laut angefahren wurde, dass die Maßnahme völlig unnötig sei.

Es wurden gestern mit dem Aufwand von grob überschlagen >= 500 Personalstunden laut Polizei acht Messer gefunden. Sie haben mit 70 Leuten in der überfüllten Hauptverkehrszeit den ehrlichen Fahrgästen Umwege und einen überfüllten Bahnsteig in einem ohnehin überfüllten Bahnhof hingestellt und im Schnitt 1 Messer pro Stunde gefunden. Bei den vielen Kontrollen gleicher Art der letzten Wochen sah es nicht anders aus.* Plus 566 mehr oder weniger verdachtslose Personenkontrollen von S-Bahn-Fahrgästen, bei denen man schon den Eindruck haben kann, dass das Auswahlschema wenig überraschend ist. Mitteleuropäisch aussehende Omis habe ich noch nicht in der "Bearbeitungsstraße" gesehen.

Ich kann da schon etwas nachvollziehen, wenn Fahrgäste diese Aktionen eher als Schikane ansehen.



3 mal bearbeitet. Zuletzt am 18.12.2025 17:16 von Herbert.
Vor 14 Tagen extra eine S-Bahn früher genommen, um am Hbf meinen Fernzug zu bekommen. S-Bahn ausgefallen, Folgetakt nach 20 Minuten ganze acht Minuten zu spät am Hbf (dss ist auf der S2 nach wie vor Alltag!) angekommen, Umsteigezeit von geplanten 38 und offiziellen 18 Minuten auf gerade einmal 10 Minuten zusammengeschrumpft.

Ich hatte die Fahrkarte für alle vier reisenden Personen inkl. Zugbindung.

Wer haftet bitte bei solchen unsinnigen Machtspielereien, wenn dadurch der planmäßige Anschluss (10 Minuten sind planmäßig am Hbf durchaus machbar und auch vorgesehen) verloren geht? Dass die Bahn diese staatliche Repression in Auftrag gegeben hat, halte ich für mehr als unwahrscheinlich, und wie in vielen anderen vergleichbaren Situationen wird weder die am Rad drehende Staatsmacht, noch der Hamburger Senat dafür aufkommen, wenn man wegen derartiger Machtdemonstrationen einen planmäßigen Anschluss verpasst und auf den so entstehenden exorbitanten Kosten sitzenbleibt.
Bezüglich den Ticket mit der Zugbindung.
Wenn auf der Sparpreise ab Start einer S Bahn ist und diese verspätet ist oder ausfällt, dann ist die Zugbindung für den Fernverkehr aufgehoben. Wenn aber der Start ab Hbf ist und die Anreise via Deutschlandticket erfolgt, muss man sich ein neues Ticket organisieren.

Mfg

Sascha Behn
Die Zeiten, in denen ich guten Gewissens mit 15 Min. Umsteigezeit zum Fernverkehr gereist bin, sind definitiv vorbei.

Ich buche auch immer öfter inkl. eigentlich schon im D-Ticket enthaltener NV-Anfahrt, auch wenn es ein paar Euro mehr kostet. Hilft aber, den Puls niedrig zu halten.
Zitat
Ulzburg-Süd
Die Zeiten, in denen ich guten Gewissens mit 15 Min. Umsteigezeit zum Fernverkehr gereist bin, sind definitiv vorbei.

Ich buche auch immer öfter inkl. eigentlich schon im D-Ticket enthaltener NV-Anfahrt, auch wenn es ein paar Euro mehr kostet. Hilft aber, den Puls niedrig zu halten.


Habe ich eigentlich auch immer so gehandhabt, so lange mir die Bahn für den Startbahnhof Hamburg-Bergedorf nicht einfach ein City Ticket (Einzelfahrt HVV Großbereich) auf das Ticket drauf geschlagen hat. Bis vor ein, zwei Jahren war Hamburg-Bergedorf dem Hbf tariflich gleich gestellt.

Gruß Christian
Zitat
reinbeker
Vor 14 Tagen extra eine S-Bahn früher genommen, um am Hbf meinen Fernzug zu bekommen. S-Bahn ausgefallen, Folgetakt nach 20 Minuten ganze acht Minuten zu spät am Hbf (dss ist auf der S2 nach wie vor Alltag!) angekommen, Umsteigezeit von geplanten 38 und offiziellen 18 Minuten auf gerade einmal 10 Minuten zusammengeschrumpft.

Ich hatte die Fahrkarte für alle vier reisenden Personen inkl. Zugbindung.

Wer haftet bitte bei solchen unsinnigen Machtspielereien, wenn dadurch der planmäßige Anschluss (10 Minuten sind planmäßig am Hbf durchaus machbar und auch vorgesehen) verloren geht? Dass die Bahn diese staatliche Repression in Auftrag gegeben hat, halte ich für mehr als unwahrscheinlich, und wie in vielen anderen vergleichbaren Situationen wird weder die am Rad drehende Staatsmacht, noch der Hamburger Senat dafür aufkommen, wenn man wegen derartiger Machtdemonstrationen einen planmäßigen Anschluss verpasst und auf den so entstehenden exorbitanten Kosten sitzenbleibt.

Wenn du das S-Bahn-Ticket zusammen mit dem Fernzugticket als eine Verbindung gebucht hast liegt die Veranwortung bei der Bahn. Wenn du allerdings nur das Fernzugticket gebucht hast ist die Anreise per S-Bahn dein eigenes und höchstpersönliches Risiko. Der Fernzuganbieter schuldet dir nur die Fahrt vom HFB bis zum Ziel. Wenn du diese nicht wahrnehmen kannst ist es dein eigenes Pech.

Dabei wurde in der Presse bei der Einführung des Deutschlandtickets ausdrucklich gewarnt, dass die Bahn-Fahrgastrechte ausgeschlossen sind, wenn die Anfahrt zum Fernzug nicht Teil der Buchung sind, sondern bspw. per Deutschlandticket erfolgt um etwas am Fahrpreis der Gesamtstrecke einzusparen.

mfg fox

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"Ich bringe unseren Busfahrern noch sportlicheres Fahren bei"
Reza "Racer" F., Gruppenleiter Betriebsrennsport
Zitat
FoxMcLoud
Wenn du das S-Bahn-Ticket zusammen mit dem Fernzugticket als eine Verbindung gebucht hast liegt die Veranwortung bei der Bahn.

Wobei da seit einiger Zeit auch "höhere Gewalt" ausgeschlossen ist. Würde mich nicht wundern, wenn die Bahn einen Polizeieinsatz als solche einstuft.
"Höhere Gewalt" ist Ausschlussgrund für die Entschädigung bei Verspätung; nicht für Aufhebung der Zugbindung. Das Problem ist die fehlende Dokumentation im DB-System.

Definitiv mies gelöst ist es bei einer "Durchfahrsituation", also wenn die Polizei z.B. nach dem möglichen Diebstahl eines E-Scooters anordnet, dass die S-Bahn in der Umgebung nicht mehr halten darf (vgl. z.B. [www.mopo.de]). Als Fahrgast steht man am Bahnsteig, Zug ist auf dem Anzeiger mit Countdown "sofort", Zug fährt ein, bremst leicht, fährt ohne Halt weiter, Zug verschwindet vom Anzeige. Durchsagen gibt's auch bei längeren Anordnungen keine, die Züge fahren halt einfach durch, Fahrgäste stehen ratlos am Bahnsteig.

Im "normalen" DB-System wurde bei meinem letzten Fall der Art mit anschließender Fernverkehrsfahrt kein Haltausfall eingetragen, so dass der DB Navigator kein "Zugbindung aufgehoben" zeigte und das Personal im ICE auch keinen Haltausfall sah. Im "Fahrgast-RIS" war das auch bei den anderen Zugdurchfahrten so. Je nach Station und allgemeiner Verspätungslage erkennt man's übrigens im RIS an reihenweise scheinbaren Abfahrten mit -1 für einige Zeit.



5 mal bearbeitet. Zuletzt am 20.12.2025 08:31 von Herbert.
Zitat
Herbert
"Höhere Gewalt" ist Ausschlussgrund für die Entschädigung bei Verspätung; nicht für Aufhebung der Zugbindung.

Ah, Danke für die Korrektur.
Neues Jahr, alte Probleme. Pünktlich zum ersten Schnee fallen bei der Schönwetter-Bahn die Verstärker aus und die S3 fährt über Dammtor.
Bestimmt fallen auch die Bergedorfer Verstärker aus. Gut dass ich mit der U-Bahn gefahren bin.
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