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Sammelthread Störungen S-Bahn [2]
geschrieben von Forummaster Hamburg 
Zitat
christian schmidt
Zitat
DB-Bahner
Die Rahmenbedingungen sind eben nicht die gleichen: Die Hochbahn als kommunales Unternehmen ist nicht mit der DB als Großkonzern vergleichbar. Das geht schon bei "Kleinigkeiten" los, dass die DB vom EBA überwacht und ganz andere Vorschriften+Regelwerke besitzt als die Hochbahn, die nach der BOStrab fährt.

Hmm, die AVG in Karlsruher befährt doch sowohl Eisenbahn-Strecken und BOStrab-Strecken. Gibt es dort auch einen Unterschied?

PS Wobei ich finde die Hamburger S-Bahn insgesamt eine ziemlich gut funktionierende Metro ist, deren Probleme auch deshalb herrausstechen weil der direkte Nachbar halt generell einiges besser macht…

Es gibt schon klare Grenze den EBO und BOStrab Strecken. Diese sind mit entsprechenden Signalen gekennzeichnet.

Mfg

Sascha Behn
Zitat
DB-Bahner
Die Rahmenbedingungen sind eben nicht die gleichen: Die Hochbahn als kommunales Unternehmen ist nicht mit der DB als Großkonzern vergleichbar. Das geht schon bei "Kleinigkeiten" los, dass die DB vom EBA überwacht und ganz andere Vorschriften+Regelwerke besitzt als die Hochbahn, die nach der BOStrab fährt.

Die wirklich sehr deutlich längeren Bauzeiten (meistens aber Ruhezeiten) der DB mit der Zugehörigkeit zum Konzern zu begründen bestätigt meine Aussage: Die DB hat ihre Prozesse nicht im Griff. Der Konzern ist einfach grottig organisiert. Das hat ja auch der Eigentümer erkannt und mit etwas Glück wird eine neues Management eingesetzt, das mit Kraft und Rückendeckung grundlegend umbaut (um nicht zu sagen rodet).

Es ist ja nicht alles schlecht bei der DB. Das Zugpersonal gerade in den Fernzügen ist sehr freundlich, die IT zumindest aus Nutzersicht sehr gut, die Planer so gut, dass sie gerichtsfeste Planfeststellungsbeschlüsse erwirken.

Aber beim Bauen funktioniert es eben nicht. Seit 13 Jahren wird am Bahnhof Heimfeld renoviert und es wird und wird nicht fertig. Und das ist organisatorisches Unvermögen, das kannst Du nicht alleine mit der Aufsicht durch das EBA begründen.
Hallo,

Zitat
STH
Was meinst du genau? Die Treppe ist ja wieder offen. Ich war ja schon begeistert, dass sie die Rolltreppe während der Straßensperrung erneuern, wo eh weniger los ist.

Genau das. Und das ist ein beispielhafter Ablauf, wie InfraGO so baut. Die noch funktionsfähige Rolltreppe wird rausgerissen, kurz darauf auch die feste Treppe gesperrt und entfernt und dann passierte zweieinhalb Monate gar nichts.

Das sind halt die typischen Aussetzer bei der Kommunikation unternehmensintern, wie in jedem Unternehmen. Das muss man dann aber auch nicht immer krankhaft kleinreden und ist absolut zu kritisieren.

Grüße
Boris



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 01.09.2025 17:06 von Boris Roland.
Das stimmt! Verständlich ist das nicht, warum das so lange dauert.
Ist die Hochbahn denn auch im Betrieb besser oder nur im Bauen?
Zitat
Neu Wulmstorf
Zitat
DB-Bahner
Die Rahmenbedingungen sind eben nicht die gleichen: Die Hochbahn als kommunales Unternehmen ist nicht mit der DB als Großkonzern vergleichbar. Das geht schon bei "Kleinigkeiten" los, dass die DB vom EBA überwacht und ganz andere Vorschriften+Regelwerke besitzt als die Hochbahn, die nach der BOStrab fährt.

Die wirklich sehr deutlich längeren Bauzeiten (meistens aber Ruhezeiten) der DB mit der Zugehörigkeit zum Konzern zu begründen bestätigt meine Aussage: Die DB hat ihre Prozesse nicht im Griff. Der Konzern ist einfach grottig organisiert. Das hat ja auch der Eigentümer erkannt und mit etwas Glück wird eine neues Management eingesetzt, das mit Kraft und Rückendeckung grundlegend umbaut (um nicht zu sagen rodet).

Es ist ja nicht alles schlecht bei der DB. Das Zugpersonal gerade in den Fernzügen ist sehr freundlich, die IT zumindest aus Nutzersicht sehr gut, die Planer so gut, dass sie gerichtsfeste Planfeststellungsbeschlüsse erwirken.

Aber beim Bauen funktioniert es eben nicht. Seit 13 Jahren wird am Bahnhof Heimfeld renoviert und es wird und wird nicht fertig. Und das ist organisatorisches Unvermögen, das kannst Du nicht alleine mit der Aufsicht durch das EBA begründen.

Das ist völlig richtig - aber kein Alleinstellungsmerkmal der DB.

Wenn ich in meinem Bekanntenkreis umschaue erkenne ich das Phänomen, je größer ein Konzern / Unternehmen wird, desto träger und schwerfälliger wird es. Beispiel Einkaufsprozesse: Bei der DB muss ab 50 TEUR alles ausgeschrieben werden. Eine Beauftragung von einem ortsansäßigem Unternehmen ist nur in Ausnahmefällen mal eben möglich. Dann erhält ein Unternehmen aus Bayern den Zuschlag und da gehen die Probleme los: Wegen einer Kleinigkeit kommen die nicht morgen nach Hamburg gefahren, um etwas nachzubessern. Das verzögert aber den weiteren Bauablauf. Weil aber die DB unter rollendem Rad baut und man von Sperrpausen abhängig ist, kann das mal eben schnell 1 Jahr bedeuten. Oder große Rahmenverträge mit Firmen: Bei der DB müssen sich Bewerber darauf einrichten, sowohl in Hamburg, als auch in München tätig zu werden. Die kleinste Untergliederung ist in Regionalbereiche. Kleine gute Handwerksbetriebe fallen da komplett raus aus dem Raster - die nehmen keine 300km Abfahrtswege in Kauf.

Bei regionalen Verkehrsbetrieben läuft das anders. Die sind immer so gut, wie gut die Kommune finanziell aufgestellt ist. Hamburg investiert viel in die Hochbahn und dann läuft das auch grundlegend besser. Bessere Gehälter bedeuten bessere Projektleiter und so weiter. Keine Abhängigkeiten aus einer großen Konzernzentrale, die jedes Jahr sich neue wirren Sachen ausdenkt.

Ich könnte die Liste ewig fortführen, um zu zeigen, dass man Hochbahn und die DB nicht vergleichen kann.
Bei der Hochbahn befindet sich alles in einer Hand, bei der DB verschiedene Unternehmensteile, die interagieren müssen und alles verkomplizieren beim Bauen.

Und ja: Bei der DB läuft so ziemlich alles schief, was schief laufen kann.
Jahrzehnte lang unterfinanziert und eine Sparmaßnahme nach der anderen - Verkehrsminister, die sich eher für neue Autobahnen interessieren und dann der ständig wachsende Verkehr auf der Schiene.
Nun ist der Schaden so groß, dass es selbst bei ausreichender Finanzierung es Jahrzehnte dauern wird, wird einen stabilen Betrieb zu erreichen.

Meiner Meinung nach hilft nur ein radikaler Schritt: Fahrplan auf die Hälfte kürzen, um überlastete Strecken zu entlasten und wieder Puffer im Fahrplan zu haben. Konzentration auf die lukrativen Strecken und dann Sanieren, Sanieren, Sanieren und Neubaustrecken schaffen. Stück für Stück das Bahnnetz neu aufbauen, was seit den 80ern immer mehr verkommen ist. Und dazu gehören auch ordentliche Löhne und Arbeitsbedingen, um die ganzen Fachkräfte anzuwerben, welche die DB immer mehr verlassen und lieber zur freien Wirtschaft wechseln. Jeder Wechsel eines Projektleiters bedeutet auch immer Bauverzug in den Projekten - und wenn es nur an der Abnahme scheitert, weil wichtige Dokumente fehlen.
Zitat
DB-Bahner
Bei regionalen Verkehrsbetrieben läuft das anders. Die sind immer so gut, wie gut die Kommune finanziell aufgestellt ist. Hamburg investiert viel in die Hochbahn und dann läuft das auch grundlegend besser. Bessere Gehälter bedeuten bessere Projektleiter und so weiter. Keine Abhängigkeiten aus einer großen Konzernzentrale, die jedes Jahr sich neue wirren Sachen ausdenkt.

Kann besser laufen - muss es aber nicht - bei der AKN war eine 20er Langsamfahrstelle vorm Bahnhof Ulzburg Süd auch ein Jahr vorhanden, bis es behoben wurde. Insofern - auch regionale Anbieter scheinen ähnliche Probleme im Prozess zu haben.
Zitat
StephanHL
Zitat
DB-Bahner
Bei regionalen Verkehrsbetrieben läuft das anders. Die sind immer so gut, wie gut die Kommune finanziell aufgestellt ist. Hamburg investiert viel in die Hochbahn und dann läuft das auch grundlegend besser. Bessere Gehälter bedeuten bessere Projektleiter und so weiter. Keine Abhängigkeiten aus einer großen Konzernzentrale, die jedes Jahr sich neue wirren Sachen ausdenkt.

Kann besser laufen - muss es aber nicht - bei der AKN war eine 20er Langsamfahrstelle vorm Bahnhof Ulzburg Süd auch ein Jahr vorhanden, bis es behoben wurde. Insofern - auch regionale Anbieter scheinen ähnliche Probleme im Prozess zu haben.

Die AKN wird meines Wissens auch vom EBA überwacht und unterliegt den Auflagen der EBO.

Mfg

Sascha Behn
Zitat
Sascha Behn
Zitat
StephanHL
Zitat
DB-Bahner
Bei regionalen Verkehrsbetrieben läuft das anders. Die sind immer so gut, wie gut die Kommune finanziell aufgestellt ist. Hamburg investiert viel in die Hochbahn und dann läuft das auch grundlegend besser. Bessere Gehälter bedeuten bessere Projektleiter und so weiter. Keine Abhängigkeiten aus einer großen Konzernzentrale, die jedes Jahr sich neue wirren Sachen ausdenkt.

Kann besser laufen - muss es aber nicht - bei der AKN war eine 20er Langsamfahrstelle vorm Bahnhof Ulzburg Süd auch ein Jahr vorhanden, bis es behoben wurde. Insofern - auch regionale Anbieter scheinen ähnliche Probleme im Prozess zu haben.

Die AKN wird meines Wissens auch vom EBA überwacht und unterliegt den Auflagen der EBO.

Moin,
da die AKN keine Straßenbahn sondern eine Eisenbahn ist, ist die EBO natürlich das richtige Regelwerk. Allerdings ist sie als nicht-bundeseigene Eisenbahn unter der Aufsicht der LEA (Landeseisenbahnaufsicht).

VG

PS: Wie wäre es damit, wieder zum Thema Störungen der S-Bahn und nicht Ablauf von (geplanten!) Bauarbeiten bei verschiedenen Unternehmen und Unterschieden in der Rechtsform zurückzukehren?

natürlich ist die AKN keine Straßenbahn und muss sich daher an die EBO halten. Als Nichtbundeseigene Eisenbahn erfolgt die Überwachung aber durch die LEA (Landeseisenbahnaufsicht SH)

DT5 Online - Seit 2012 die Website rund um Hamburgs Nahverkehr: [www.dt5online.de]
Moin,

zum aktuellen Thema jetzt auch die SKA des Abgeordneten Stephan Jersch (Die Linke) vom 21.08.25 mit Antwort.
Jetzt gibt es immerhin einen Beitag:
Wegen Brückenschäden: S-Bahngleis zwischen Holstenstraße und Altona bleibt gesperrt
[www.s-bahn-hamburg.de]

Bei den Verkehrsmeldungen ist immer noch nichts zu sehen....



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 04.09.2025 15:27 von zurückbleiben-bitte.
Zitat
zurückbleiben-bitte
Jetzt gibt es immerhin einen Beitag:
Wegen Brückenschäden: S-Bahngleis zwischen Holstenstraße und Altona bleibt gesperrt
[www.s-bahn-hamburg.de]

Bei den Verkehrsmeldungen ist immer noch nichts zu sehen....

Moin, immerhin auf der Startseite gibt es nun umfassendes zu lesen. Der Rest ist... ausbaufähig.

Ich war auf Spurensuche, wie Fahrgäste ohne Fahrgastabitur nun mit zwei verschiedenen S2en umgehen sollen und wurde nicht fündig. Ein paar beispielhafte Eindrücke von der Station Allermöhe zeige ich auf [dt5online.de] - Die Bewertung "ausbaufähig" ordne ich durchaus noch als diplomatisch ein.

Übrigens wissen auch die digitalen Infotafeln am Hauptbahnhof und Jungfernstieg, die Netzpläne, Fahrpläne und Linienbänder anzeigen können, nichts von der Umleiterei. Platz genug wäre auf ihnen...

VG

DT5 Online - Seit 2012 die Website rund um Hamburgs Nahverkehr: [www.dt5online.de]
Wäre es zwecks Übersicht nicht sinnvoller, die S2 den ganzen Tag nach Diebsteich fahren zu lassen und die Verstärker als Ringlinie einzusetzen? Wer nach Altona möchte muss dann am HBF in die S1 oder in Diebsteich in die S3 umsteigen.
Die Ringlinie bietet immerhin die Möglichkeit, in der Relation (Wedel-) -> Altona -> Verbindungsbahn "normal" zu fahren.
Wie ja schon von einigen geschrieben, wäre entweder eine eigene Liniennummer oder ein Umschildern S2 <-> S5 sehr hilfreich.
Wenn die Technik das noch nicht kann, wäre es endlich Zeit für eine Nachrüstung - es wird immer wieder Abweichungen geben.
Zitat
DT5-Online
Zitat
zurückbleiben-bitte
Jetzt gibt es immerhin einen Beitag:
Wegen Brückenschäden: S-Bahngleis zwischen Holstenstraße und Altona bleibt gesperrt
[www.s-bahn-hamburg.de]

Bei den Verkehrsmeldungen ist immer noch nichts zu sehen....

Moin, immerhin auf der Startseite gibt es nun umfassendes zu lesen. Der Rest ist... ausbaufähig.

Ich war auf Spurensuche, wie Fahrgäste ohne Fahrgastabitur nun mit zwei verschiedenen S2en umgehen sollen und wurde nicht fündig. Ein paar beispielhafte Eindrücke von der Station Allermöhe zeige ich auf [dt5online.de] - Die Bewertung "ausbaufähig" ordne ich durchaus noch als diplomatisch ein.

Übrigens wissen auch die digitalen Infotafeln am Hauptbahnhof und Jungfernstieg, die Netzpläne, Fahrpläne und Linienbänder anzeigen können, nichts von der Umleiterei. Platz genug wäre auf ihnen...

VG

Wie schon auf deiner Facebook Seite erwähnt, gibt beim Linienband (Fahrzeit zwischen den Bahnhöfen) Gleis 1/2 ein Update bezüglich der verschiedene S2 Wege, aber keine Erwähnung im Fahrplanaushang noch im Liniennetz (Perlenschnur).

Mfg

Sascha Behn
Zitat
NWT47
Wäre es zwecks Übersicht nicht sinnvoller, die S2 den ganzen Tag nach Diebsteich fahren zu lassen und die Verstärker als Ringlinie einzusetzen? Wer nach Altona möchte muss dann am HBF in die S1 oder in Diebsteich in die S3 umsteigen.

Klar könnte man das machen, dann wäre auch die Verschiebung der Fahrzeiten um 2 Minuten in beiden Richtungen unnötig.

Mfg

Sascha Behn
Damit Verwirrung noch komplizierter wird fährt aktuell die S2 Sternschanze - Bergedorf/Aumühle und die S5 durch den Citytunnel.

Mfg

Sascha Behn
Zitat
Sascha Behn
Damit Verwirrung noch komplizierter wird fährt aktuell die S2 Sternschanze - Bergedorf/Aumühle und die S5 durch den Citytunnel.

Wenn mich derzeit einer nach der S-Bahn fragt, mein Tipp: Rechne mit allem und schlag dich irgendwie durch!
Zitat
Ingo Lange
Zitat
Sascha Behn
Damit Verwirrung noch komplizierter wird fährt aktuell die S2 Sternschanze - Bergedorf/Aumühle und die S5 durch den Citytunnel.

Wenn mich derzeit einer nach der S-Bahn fragt, mein Tipp: Rechne mit allem und schlag dich irgendwie durch!

Traurig, aber irgendwie wahr. Aber was auch Traurig ist, ist die Ausrede des HVV, das wegen der Komplexität die Anschlüsse abends auf der Bergedorfer Strecke zwischen S Bahn und Bus nicht angepasst werden können.

Mfg

Sascha Behn


Zitat
Sascha Behn
Damit Verwirrung noch komplizierter wird fährt aktuell die S2 Sternschanze - Bergedorf/Aumühle und die S5 durch den Citytunnel.

Interessant fand ich die Begründung: "Störung an der Infrastruktur"

Positiv: Kein DB-Neusprech ("Reparatur an...")
Negativ: Noch weniger Informationgehalt als sonst. Klar, als Fahrgast habe ich keinen Anspruch auf eine Begründung - aber interessant finde ich es persönlich schon, ob da jetzt eine Signalstörung, Weichenstörung, Schienenbruch oder was auch immer vorliegt.
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