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Sammelthread Störungen S-Bahn [2]
geschrieben von Forummaster Hamburg 
Zitat
PassusDuriusculus
Das sehe ich anders, habe ich hier aber auch schon oft beschrieben. Nur kurz:
In den Zeiten, wo die S11 und S2 damals fuhren, verkehrt heute alle 5-10 Minuten die S-Bahn. Wenn ich dann im Umland einen Bus schaffen möchte, nehme ich nicht die S-Bahn, wo ich gerade so mit Glück den Bus schaffe und ihn dann verpasse und 20 Minuten warten muss, sondern ein/zwei S-Bahnen 5/10 Minuten früher. Dann muss man auch selten 20 Minuten warten.
In die Gegenrichtung kommt dann alle 5-10 Minuten eine S-Bahn auch da muss man keine 20 Minuten warten.

Was problematisch ist, wenn in der Schwachverkehrszeit insb. die bahnsteiggleichen Anschlüsse nicht abgewartet werden oder die Umlandbusse so knapp geplant sind, dass diese nicht warten können.
Genauso problematisch ist die Gesamtperfomance von InfraGo bzw. der Hamburger S-Bahn. Aber in beiden Fällen würden eine S2 oder S11 nichts bringen.

Das kann man machen, wenn man in der Freizeit ist oder keinen Zeitplan hat.Wenn jemand arbeitet und zum Feierabend die Bahn nimmt, der Anschluss flöten geht und man durch die Wartezeit dann z.B. den Anschluss in Reinbek verpasst, ist nichts mit "eine Bahn früher nehmen".
Zitat
NWT47
Zitat
PassusDuriusculus
Das sehe ich anders, habe ich hier aber auch schon oft beschrieben. Nur kurz:
In den Zeiten, wo die S11 und S2 damals fuhren, verkehrt heute alle 5-10 Minuten die S-Bahn. Wenn ich dann im Umland einen Bus schaffen möchte, nehme ich nicht die S-Bahn, wo ich gerade so mit Glück den Bus schaffe und ihn dann verpasse und 20 Minuten warten muss, sondern ein/zwei S-Bahnen 5/10 Minuten früher. Dann muss man auch selten 20 Minuten warten.
In die Gegenrichtung kommt dann alle 5-10 Minuten eine S-Bahn auch da muss man keine 20 Minuten warten.

Was problematisch ist, wenn in der Schwachverkehrszeit insb. die bahnsteiggleichen Anschlüsse nicht abgewartet werden oder die Umlandbusse so knapp geplant sind, dass diese nicht warten können.
Genauso problematisch ist die Gesamtperfomance von InfraGo bzw. der Hamburger S-Bahn. Aber in beiden Fällen würden eine S2 oder S11 nichts bringen.

Das kann man machen, wenn man in der Freizeit ist oder keinen Zeitplan hat.Wenn jemand arbeitet und zum Feierabend die Bahn nimmt, der Anschluss flöten geht und man durch die Wartezeit dann z.B. den Anschluss in Reinbek verpasst, ist nichts mit "eine Bahn früher nehmen".

Ich verstehe nicht, warum in Reinbek der/die Bus(se) nicht warten. Haben die Anschlüsse denn irgendwo noch einen Anschluss zu bekommen? Kenne mich in der Gegend nicht aus, aber vermute mal, dass sie nur in die Siedlungen fahren?! Wurde der HVV nicht auch dazu gegründet besser "verzahnt" die Menschen zu befördern? In einem HVV-Film aus den 60er wird so eine Lichtanlage gezeigt, die dem Bus zeigt, dass er bitte warten möge da die Bahn verspätet ist. Ich meine das Beispiel hing in Barmbek. Ich selber kann mich noch an so ein Ding in Poppenbüttel erinnern. Da aber schon abgeschaltet.
In einem Buch zur Kleinbahn Wohldorf-Ohlstedt geht es auch in einer Geschichte darum, wie ein Wagen auf die verspätete U-Bahn wartet.....das war weit vor 1965.
Vielleicht sollte sich der HVV wieder mehr auf solche Basics konzentrieren.
Zitat
NWT47
Zitat
PassusDuriusculus
Das sehe ich anders, habe ich hier aber auch schon oft beschrieben. Nur kurz:
In den Zeiten, wo die S11 und S2 damals fuhren, verkehrt heute alle 5-10 Minuten die S-Bahn. Wenn ich dann im Umland einen Bus schaffen möchte, nehme ich nicht die S-Bahn, wo ich gerade so mit Glück den Bus schaffe und ihn dann verpasse und 20 Minuten warten muss, sondern ein/zwei S-Bahnen 5/10 Minuten früher. Dann muss man auch selten 20 Minuten warten.
In die Gegenrichtung kommt dann alle 5-10 Minuten eine S-Bahn auch da muss man keine 20 Minuten warten.

Was problematisch ist, wenn in der Schwachverkehrszeit insb. die bahnsteiggleichen Anschlüsse nicht abgewartet werden oder die Umlandbusse so knapp geplant sind, dass diese nicht warten können.
Genauso problematisch ist die Gesamtperfomance von InfraGo bzw. der Hamburger S-Bahn. Aber in beiden Fällen würden eine S2 oder S11 nichts bringen.

Das kann man machen, wenn man in der Freizeit ist oder keinen Zeitplan hat.Wenn jemand arbeitet und zum Feierabend die Bahn nimmt, der Anschluss flöten geht und man durch die Wartezeit dann z.B. den Anschluss in Reinbek verpasst, ist nichts mit "eine Bahn früher nehmen".

Ach und der Feierabend ist genauso auf die Minute getaktet, dass du genau die eine S-Bahn schaffst, bei der sofort der Anschlussbus kommt, wenn alles pünktlich ist. Ich komme bei mir auf Arbeit nie immer genau zur selben Minute raus.
Zitat

Ich verstehe nicht, warum in Reinbek der/die Bus(se) nicht warten. Haben die Anschlüsse denn irgendwo noch einen Anschluss zu bekommen? Kenne mich in der Gegend nicht aus, aber vermute mal, dass sie nur in die Siedlungen fahren?!

Es gibt da zwei Gründe:

Grund 1: Die VHH bestehen darauf, dass eine wie auch immer geartete Anschlusssicherung durch den Auftraggeber (hier: Kreis Stormarn) als "Zusatzleistung" zum Verkehrsvertrag bezahlt wird, was dieser für nicht notwendig hält.

Grund 2:

Die Busfahrer:innen bekommen selbst auf Nachfrage von der S-Bahn keinerlei Informationen über den Betriebsstand und ob und wie viel Verspätung eine S-Bahn hat. Hinzu kommt, dass vom Abfahrtsbereich der Busse die Züge für das Fahrpersonal kaum bis gar nicht einsehbar sind, somit müssen die ersten Umsteiger einer - wie fast immer - verspäteten S-Bahn zehn Sekunden vor der Abfahrt des Busses aus der Unterführung auftauchen.

Anschlüsse an den anderen Enden gibt es in Glinde/Neuschönningstedt eigentlich nur Richtumg Trittau (stündlich), ansonsten wären es Anschlüsse Richtung Billstedt im 10-Minuten-Takt, die auch so verkehrsbedingt mal besser und mal schlechter funktionieren.

Ich persönlich fahre morgens immer mit dem letzten 536 durch das Gewerbegebiet zur Arbeit. Normalerweise um die 15 Fahrgäste im Bus, an ein bis zwei Tagen bin ich der einzige Fahrgast. Dann war die S-Bahn wieder zu spät und der Bus ohne die Anschlussfahrgäste in Reinbek abgefahren. Die nächste Verbindung ins Gewerbegebiet besteht für die Menschen dann erst 40 Minuten später per 237...
Heute am 16.2.2026 wie bei leichtem Schneefall und etwas Frost kaum anders zu erwarten, zahlreiche Probleme bei der S-Bahn, die es mal wieder bis in die Verkehrsnachrichten des NDR schafften. Wie üblich die Meldungen auf der S-Bahn Homepage sehr "sparsam" und DB-Hafas kündigte pünktliche Züge an, erst ein Blick in die Vergangenheit zeigte, dass dem nicht so war. NDR gegen 10 Uhr: S7 Bergedorf-Züge nach Barmbek abgeleitet, Richtung Bergedorf nur alle 20 Min, Aumühle-Bergedorf Pendelverkehr. Hafas: Richtung Bergedorf alle 20 Min, teils "Pofalla-Wenden" in Billwerder-M. dann beide Richtungen auf den nördlichen Gleis nach Endstation Bergedorf, Gleis 5, meist deutlich verspätet. Meine Vermutung: Vereiste Stromschiene des anderen Gleises. Richtung Aumühle für alle Stationen "Halt entfällt" Keine Spuren eines Pendelzuges.
Für weitere Beobachtung keine Zeit. Homepage 20:15: S5 Umsteigen Neugraben "Reparatur an der Strecke". Verbindungsbahn gesperrt, Umleitung durch City-Tunnel "Reparatur an der Strecke". 2 Stunden später: unverändert. Das war wahrscheinlich noch lange nicht alles...
Etwas mehr dazu hier:
[www.n-tv.de]



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.02.2026 22:34 von TripleS.
Moin,

ohne jetzt dafür ein neues Thema aufzumachen, wie wäre es eigentlich, wenn man die Technik der Stromabnahme aus den Stromschienen bei der S-Bahn verändern würde?

Wir wissen ja nun seit es das Prinzip der seitlichen Stromaufnahme aus der Stromschiene gibt, dass es jeden Winter zu erheblichen Problemen kommt.
Dieses Problem ist bei der von unten bestrichenen Stromschiene, wie bei vielen U-Bahnsystemen, offensichtlich nicht vorhanden.

Ich bin da wahrscheinlich etwas ganz Großem auf der Spur.... ;-)
Zitat
wgr22453
Heute am 16.2.2026 wie bei leichtem Schneefall und etwas Frost kaum anders zu erwarten, zahlreiche Probleme bei der S-Bahn, die es mal wieder bis in die Verkehrsnachrichten des NDR schafften. Wie üblich die Meldungen auf der S-Bahn Homepage sehr "sparsam" und DB-Hafas kündigte pünktliche Züge an, erst ein Blick in die Vergangenheit zeigte, dass dem nicht so war. NDR gegen 10 Uhr: S7 Bergedorf-Züge nach Barmbek abgeleitet, Richtung Bergedorf nur alle 20 Min, Aumühle-Bergedorf Pendelverkehr. Hafas: Richtung Bergedorf alle 20 Min, teils "Pofalla-Wenden" in Billwerder-M. dann beide Richtungen auf den nördlichen Gleis nach Endstation Bergedorf, Gleis 5, meist deutlich verspätet. Meine Vermutung: Vereiste Stromschiene des anderen Gleises. Richtung Aumühle für alle Stationen "Halt entfällt" Keine Spuren eines Pendelzuges.
Für weitere Beobachtung keine Zeit. Homepage 20:15: S5 Umsteigen Neugraben "Reparatur an der Strecke". Verbindungsbahn gesperrt, Umleitung durch City-Tunnel "Reparatur an der Strecke". 2 Stunden später: unverändert. Das war wahrscheinlich noch lange nicht alles...

Moin,

lass uns mal Vermutungen durch Fakten ersetzen. Es gab keine vereisten Stromschienen, die den Fahrbetrieb verhinderten, sondern externe Einflüsse: Die Bauarbeiten nebenan. Ein kleines Malheur war passiert. Deswegen fuhr man dann einen ~20 Minuten-Takt im stadteinwärts führenden Gleis.

Die S5 wurde wegen des schadhaften Zuges im Bereich Holstenstraße auf den Abschnitt Neugraben - Stade eingekürzt. In Altona mussten ja schon die Linien S3 und S7 wenden - irgendwann sind die Kapazitäten dafür schlichtweg erschöpft.

@Djensi: Du müsstest von jetzt auf gleich nicht nur die komplette Streckeninfrastuktur umrüsten, sondern auch alle Fahrzeuge. Ich glaube kaum, dass ich mich zu weit aus dem Fenster lehne wenn ich behaupte, es sei ein Ding der Unmöglichkeit. Es wäre "einfacher" alles auf 15 kV umzustellen. (Blöd nur, dass das die Tunneldecken bisher nicht zulassen...)

VG

DT5 Online - Seit 2012 die Website rund um Hamburgs Nahverkehr: [www.dt5online.de]
Jetzt sind schon die Störungen gestört :)



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 17.02.2026 13:10 von zurückbleiben-bitte.


@Djensi: Während die Berliner S-Bahn wie die Hamburger U-Bahn von unten bestrichene Stromschienen hat, entschied man sich bei der Hamburger S-Bahn für seitliche Stromabnahme. Soweit ich weiß, war der Grund, dass viele Brückenträger einer Stromschiene im Wege waren, das ist bei der Hamburger U-Bahn kein Problem, da die Stromschiene dort innerhalb des Fahrzeug-Umgrenzungsprofils verläuft, in das ja kein Brückenträger hineinragen darf. So konnte auch die durch die Abdeckung gut vor Witterungseinflüssen geschützte von unten bestrichene Stromschiene realisiert werden. Die S-Bahnstrecken nach Wedel und Poppenbüttel wurden früher ja auch regelmäßig von Güterzügen befahren, da durfte eine Stromschiene nur außerhalb des Eisenbahn Fahrzeug-Umgrenzungsprofils verlaufen und damit war auf vielen Brücken gar keine Stromschiene möglich. Die musste dort also unterbrochen werden und auch der Stromabnehmer musste sicher in der Fahrzeugumgrenzung verschwinden. Das war am betriebssichersten mit einer seitlich bestrichenen Stromschiene und weiter horizontaler Beweglichkeit der Stromabnehmer realisierbar. In den Brückenbereichen wurden daher isoliert angebrachte Leitschienen montiert, die die Stromabnehmer horizontal zurückdrücken und um die Brückenträger herumführen. Isoliert deshalb, weil die Stomabnehmer eines Zuges untereinander verbunden sind, und der zurückgedrückte Stromabnehmer unter Spannung stehen kann. Die Verbindung der Stromabnehmer ist auch sinnvoll, um eine Unterbrechung der Stromversorgung beim Befahren der Brücken und auch anderer Stromschienenlücken zu vermeiden. Da die Leitschienen nur beim Befahren der Brücken kurz unter Spannung stehen können, sind Schutzabdeckungen nicht erforderlich und auch kaum realisierbar. Von unten bestrichene Stromschienen hätten komplizierte und störanfällige sowohl vertikal als auch horizontal bewegliche Stromabnehmer und dazu passende Leitschienen an den Brücken erfordert.

Nachdem man Menschen früher noch Eigenverantwortung zumutete und allenthalben darauf hinwies, dass das Betreten von Gleisanlagen für Unbefugte verboten ist, waren diese Stromschienen offenbar jahrzehntelang kein ernsthaftes Problem, ich weiß auch nicht, ob und wie viele Unbefugte von den Stromschienen verletzt oder getötet wurden und ob es dazu überhaupt Zahlen gibt, Schwierigkeiten bei Frost und Schnee gab es schon eher mal. Heute wird bereits beim geringsten Verdacht einer unbefugten Person im Gleisbereich umgehend der Fahrstrom abgeschaltet, oft mit stundenlangen netzweiten Ausfällen und Verspätungen. Ob das wirklich angemessen ist, kann ich mangels Daten nicht beurteilen.

Weitere Probleme kamen mit der parallelen Fernbahn-Elektrifizierung auf, technische Probleme bei gemeinsamer Nutzung der Erde als Rückleitung, teure inkompatible doppelte Stromversorgung, die Abkehr vom Eisenbahnprofil mit dem City-Tunnel, dann unterschiedliche Bahnsteighöhen, -zig inkompatible Fahrzeugbauarten, nicht kuppelbar, nicht gemeinsam steuerbar, der perfekte Weg ins Bahn-Babylon wird langsam Realität, aber eins ist klar, das weltweit einmalig gebliebene =1200V System der Hamburger S-Bahn ist kaum zukunftsfähig. Wie weitsichtig waren da doch unsere VorVorVorfahren, die vor über einem Jahrhundert ein nahezu europaweit kompatibles Bahnsystem zu Stande brachten...
Danke wgr22453.

Aber warum hat die Berliner S-Bahn dann Stromschienen wie die U-Bahn, und nicht wie die Hamburger S-Bahn? Die Berliber S-Bahn teilte sich doch auch Strecken mit Güterzügen? Wo liegen die Stromschienen dort (innerhalb oder außerhalb des Fahrzeug-Umgrenzungsprofils)?
Der HVV hat die Qualitätskennwerte für die S-Bahn im Januar veröffentlicht. Hatte man als Fahrgast vielleicht den Eindruck, dass die Zuverlässigkeit tagelang mehr oder weniger zusammenfiel, zeigt die Statistik ein anderes Bild. Insbesondere bei der Pünktlichkeit gelang der SBB des Nordens trotz aller extern verursachten Widrigkeiten eine beeindruckende Bilanz.

[www.hvv.de]

Die Pünktlichkeit (bis 2:59 Min) lag den HVV-Zahlen zufolge über alle Linien bei satten 91,5 Prozent und damit über den Werten von November 2025 (90,9 %) oder August 2025 (91,4 %).

Die S1 konnte 92,6 % Pünktlichkeit einfahren - deutlich besser als im Oktober (90,4 %) und November (90,1 %).
Die S2 ist die Premium-Linie aus der Hammerbrokestraße. Sie erreichte satte 96,9 % Pünktlichkeit. Bester Wert seit 7 Monaten.
Die S3 schaffte leider nur 88,2 %. Trotz des härtesten Winters seit 15 Jahren mit widrigen Temperaturen von teilweise weniger als 0 Grad nur knapp unter dem Sommerniveau im August 2025 (88,6 %)
Die S5 kommt auf 89,9 % - besser als im August (88,9 %).
Die S7 wiederum liegt spürbar über dem SOLL-Wert des Verkehrsvertrags: 94,5 % Pünktlichkeit. Zweitbester Monatswert seit ihrer Einführung.

Die Zuverlässigkeit der Linien:

S1: 89,8 %
S2: 49,5 %
S3: 93,7 %
S5: 75,8 %
S7: 93,1 %



5 mal bearbeitet. Zuletzt am 23.02.2026 17:50 von Herbert.
Wirklich "beeindruckend" ist die Bilanz nicht.
S1: mehr als 10% aller Fahrten sind mehr als 3 Minuten zu spät.
S2: mehr als 50% aller Fahrten sind mehr als 3 Minuten zu spät
u.s.w.

Besorgniserregend find ich, wenn solche schlechten Werte als "beeindruckend" bezeichnet werden. Erlernte Hilflosigkeit?
Zitat
Neu Wulmstorf
Wirklich "beeindruckend" ist die Bilanz nicht.
S1: mehr als 10% aller Fahrten sind mehr als 3 Minuten zu spät.
S2: mehr als 50% aller Fahrten sind mehr als 3 Minuten zu spät
u.s.w.

Besorgniserregend find ich, wenn solche schlechten Werte als "beeindruckend" bezeichnet werden. Erlernte Hilflosigkeit?
Sagen wir's mal so: Auf der S2 kannst du gerne mal zu spät kommen. Sie fährt doch eh' ein paar Minuten später als auf dem Fahrplan steht. Also, renn' nicht, falls die Bahn in einer Minute abfahren soll und du gerade aus dem Bus steigst. Du kannst dir noch 3-5 Minuten Zeit nehmen. Und selbst wenn alles klappt: Die nächste Bahn kommt ja auch bald. 😂

Aber die Bilanz finde ich wirklich beeindruckend.
Um ehrlich zu sein: Beeindruckend schlecht.
Vor allem auf der S2 herrscht Verbesserungsbedarf.
Aber auch bei anderen Linien kann das Ergebnis besser ausfallen.

Teile dieses Textes können am besten mit etwas Humor verstanden werden!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 23.02.2026 18:30 von Der_Hamburger.
Und nicht vergessen: dazu kommen noch die vielen ausgefallenen Züge, die aus HVV-Sicht nicht verspätet sind.

Es wäre schön, wenn mal die Kundensicht eingenommen würde: wie viel später als nach Fahrplan erreicht ein Fahrgast sein Ziel?

Ein ausgefallener Zug ist aus Sicht eines Fahrgastes eine Verspätung eines ganzen Taktes.

Eine Verspätung von 5 Minuten ist banal, es sei denn, ein verpasster Anschluss lässt mich erst eine Stunde später das Ziel erreichen.

Kundensicht bitte!
Zitat
Neu Wulmstorf
Und nicht vergessen: dazu kommen noch die vielen ausgefallenen Züge, die aus HVV-Sicht nicht verspätet sind.

Es wäre schön, wenn mal die Kundensicht eingenommen würde: wie viel später als nach Fahrplan erreicht ein Fahrgast sein Ziel?

Ein ausgefallener Zug ist aus Sicht eines Fahrgastes eine Verspätung eines ganzen Taktes.

Eine Verspätung von 5 Minuten ist banal, es sei denn, ein verpasster Anschluss lässt mich erst eine Stunde später das Ziel erreichen.

Kundensicht bitte!

Da hast du Recht!
Ist mir auch schon einmal passiert: Zug hatte Verspätung. Ich kam am Bahnhof an und "mein" nächster Zug fuhr vor meiner Nase ab. 2 Stunden warten...

Aber auch eine ausgefallene S-Bahn ist sehr ärgerlich. Und dass nicht nur, wenn man einen anderen Zug noch bekommen will.
Vor allem in der letzten Zeit bei <0° ist es auch nicht schön, 10-20 Minuten zu warten.

Aber so etwas würde mich auch interessieren: Wie viele der Fahrten fallen aus?
Gibt es da irgendwelche veröffentlichten Daten oder ist das "geheim"?



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 23.02.2026 18:45 von Der_Hamburger.
Ich sehe hier in den Beiträgen etwas Verwirrung bei den Begriffen, nach meiner Meinung bedeutet bei den Daten:

Pünktlichkeit: Prozentsatz aller tatsächlich stattgefundenen S-Bahn Stationsankünfte einer Linie mit weniger als 3 Minuten Verspätung.
Zuverlässigkeit: Prozentsatz aller Fahrten einer Linie laut Fahrplan, die tatsächlich stattgefunden haben (nur diese gehen in die Pünktlichkeitsrechnung ein).

Demnach sind z. B. bei der S2 100% - 49,5% = 50,5% ausgefallen, bei den gefahrenen fanden 3,1% aller Stationsankünfte mindestens 3 Min. verspätet statt.
100% Pünktlichkeit erreicht man am einfachsten, wenn man 100% aller geplanten Fahrten ausfallen lässt, dann war ja keine Stationsankunft verspätet.
Zitat
wgr22453
100% Pünktlichkeit erreicht man am einfachsten, wenn man 100% aller geplanten Fahrten ausfallen lässt, dann war ja keine Stationsankunft verspätet.
Logisch, wer nix macht, macht auch keine Fehler. Kennen wir alle. Im normalen Alltag ist das aber keine zielführende Strategie.
Ich würde ausgefallene Züge wie "verspätet * Faktor " zählen. Also z.B. ein augefallener Zug zählt wie 10 verspätete - nur als Beispiel.
Für die tatsächlich fahrenden Züge würde ich auch strikt die Ankunfstzeiten bewerten, nicht die Abfahrtzeiten. Letzlich wollen die meisten ja ankommen und nicht abfahren. Wenn mein Zug 3 Minuten zu spät ankommt, ist mein Anschluss weg. Was interessiert es mich, ob er dann noch mit nur noch +1 weiterfährt?
Und die 3-Minuten-Regel ist im Nahverkehr eh Unsinn, vor allem im Umland, wenn die Abbringer nicht entsprechend warten.
Zitat
TripleS
Und die 3-Minuten-Regel ist im Nahverkehr eh Unsinn
Das finde ich auch. Kaum Anreiz zur Pünktlichkeit für die Verkehrsunternehmen. Richtig gehandhabt wird aber zumindest, dass alle Stationsankunftszeiten ausschlaggebend sind. Für den ÖPNV-Kunden zählt jede Minute Verspätung, das kann ja schon reichen, um einen Anschluss zu verpassen, selbst wenn dieser alle 3 Min. fährt, bei einem weiteren Umstieg kann das schon weit mehr werden, wenn es da nur alle 20, 60, ... Minuten weitergeht. Die Ausschreibungen sollten für jede Minute verspätete Ankunft (und vielleicht auch verfrühte Abfahrt) einen Maluspunkt vorsehen, dann entstände ein höherer Druck zur Pünktlichkeit. Und dass ausfallende Fahrten als pünktlich zählen, entspricht auch nicht der Realität, man müsste unendlich lange auf diese warten und wenn man das nicht will, eine andere Fahrtmöglichkeit finden.
Gerade auf hvv.de entdeckt:


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