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VCD stellt neues Fährkonzept vor
geschrieben von Neu Wulmstorf 
Zitat
Jan Gnoth
Natürlich nicht. Aber in manchen Situationen muss man sich auch etwas neues ausdenken. Im Fall der 62 wäre das ganz klar mehr Platz und Geschwindigkeit für Pendler und nicht für Touristen, die nur wegen der günstigen Elbfahrt mit der 62 fahren.

Genauso ist es. Und deshalb denke ich, dass ein 10min Takt mehr bringen würde als Einschränkungen einzuführen. Wobei die Idee, Fähren (nicht nur die 62, sonst schwer umzusetzen) von der Hamburg Card auszuschließen, interessant ist. Denn im Grunde macht der HVV den Reedereien unfairen Wettbewerb.
Auch das Konzept des VCD (10min Takt bis Neumühlen, durchgehende Fähre Neumühlen-Elbphi, sowie Express-Fähren im Berufsverkehr) interessant weil entlastend aber nicht einschränkend.

Zitat
micha774
Das bezweifle ich als Besucher eurer Stadt, denn immer wenn ich Finkenwerder in die 62 in die City einsteige ist das Schiff voll mit Touris obwohl dort offiziell Endhaltestelle ist und die Fahrgäste eigentlich aussteigen sollten.

War das.eh nicht mal angedacht das an den Endstationen die Fähren geräumt werden?

Die Idee wird immer wieder aufgebracht und würde in der Tat sehr viel helfen. Passiert bereits an den Landungsbrücken. In Finkenwerder soll angeblich ein Umbau des Anlegers nötig sein. Dieser ist aber wiederum Eigentum der HPA. Ich kann mir schon die „wer zahlt was“ etc Diskussionen vorstellen.
In der Tat ist es so, dass Pendler, die von Airbus / Rüschpark abends nach Hause fahren, oft eine Fähre vorbei lassen müssen, weil sie eben voll von sitzenbleibenden Touristen ist. Das verärgert natürlich den einheimischen, der nur von der Arbeit nach Hause zu seiner Familie will.
Zwingt man die Sitzenbleiber zum Aussteigen, bekommen die Pendler wenigstens noch eine Chance.

Zitat
Der Hanseat
"Hamburger Touristen" = Hamburger, die die Fähre als Freizeitvergnügen nutzen im Gegensatz zu Besuchern der Stadt Hamburg, welche in Finkenwerder sitzen bleiben.

Richtig, Hamburger „Touristen“ sind zwar auch zu hunderten dort unterwegs, steigen aber entweder Neumühlen (Ziel Elbstrand) oder Finkenwerder (Ziel altes Land, meist mit Fahrrad) aus. Sie bleiben nicht sitzen.
Zitat
r2rho
Ihr "Konzept" gleicht einem Flächenbombardement: um die Touristenströme abzuschaffen, machen Sie die Pendlerströme auch noch platt, indem Sie die Verbindung unattraktiver machen sowie ein Tarifkonzept einführen, das weder zu durchblicken noch effektiv durchzusetzen ist.

Das sehe ich auch so. Das "Konzept" darf auf keinen verwirklicht werden!

Eine theoretische Möglichkeit wäre, die 62 ausschließlich für Zeitkarteninhaber zuzulassen. Damit würde man zumindest auswärtige Touristen fernhalten. Solch eine Sonderreglung wäre auch unerfreulich, aber besser als die Linie ganz zu streichen.
Zitat
Achterbahn
Das sehe ich auch so. Das "Konzept" darf auf keinen verwirklicht werden!

Du hast gesehen, dass er "Ihr" und nicht "ihr" Konzept geschrieben hat? Also nicht das Konzept des VCD, sondern das von Jan Gnoth. Das finde ich auch eher abwegig, das des VCD finde ich gut, soweit ich es kenne und verstehe.


Gruß, Matthias
Zitat
r2rho
Ich kann mir schon die „wer zahlt was“ etc Diskussionen vorstellen.

Richtig. Aber wenn man etwas an der 62 optimieren möchte, muss man wohl da durch.

Zitat
r2rho
Und deshalb denke ich, dass ein 10min Takt mehr bringen würde als Einschränkungen einzuführen. Wobei die Idee, Fähren (nicht nur die 62, sonst schwer umzusetzen) von der Hamburg Card auszuschließen, interessant ist. Denn im Grunde macht der HVV den Reedereien unfairen Wettbewerb.

Genau das meine ich. Die Elbfähren (insbesondere aber die 62) machen im Moment den Reedereien unfairen Wettbewerb. Da muss etwas verändert werden. Eine Möglichkeit wären auch mehr X-Bus-Linien parallel zum nördlichen Elbufer.

Zitat
r2rho
Zwingt man die Sitzenbleiber zum Aussteigen, bekommen die Pendler wenigstens noch eine Chance.

Genau das könnte eine erste Maßnahme sein. Die Sitzenbleiber (Touristen) werden zum Aussteigen gezwungen, damit die Pendler (die eigentliche Zielgruppe der 62) wieder eine Chance auf einen Sitzplatz bekommen.
Hach ja, und die Busse 111 und 112 machen den Stadtrundfahrten Konkurrenz?

Ich fahre nun wirklich oft mit HADAG-Fähren, meistens zwar 68 zu Airbus, aber oft genug auch andere. Morgens zur Arbeit hatte ich noch nie mit vielen Touristen zu tun, abends natürlich schon. Mitgekommen bin ich immer, mit Sitzplatz, bloß pünktlich waren sie nicht.

Dass man da nun für Pendler und gegen Touristen was tun muss, sehe ich nicht so ganz. Aber selbst wenn: Sonnabend bin ich da auch mit meiner Proficard ganz normaler Tourist, aber nicht von der Sa-Schicht zu unterscheiden.

So eine Art "Priority Boarding" kenne ich aus Venedig. Da sind die Fähren i.a. nicht größer, die Anleger sind aber da, wo es genutzt wird (Lido, Fondamente Nove, Murano, Burano usw.) ein ganz anderes Kaliber. Aber da gibt es sowieso Zugangskontrollen per Karte. Wer keine entsprechende Karte hat, kommt gar nicht auf den Anleger.


Gruß, Matthias
Ich denke das die Hamburg Card auf jeden Fall nicht das Problem ist. Ich vermute einfach mal, dass die Anzahl der Fahrgäste auf der Fähre mit einer Hamburg Card wahrscheinlich an einer Hand abzählbar ist. Touris werden höchst wahrscheinlich einfach eine Tages (- oder Gruppenkarte) haben. Weil gerade dass doch die Schnäppchen-Hafenrundfahrt ermöglicht. Mit einer Hamburg Card kann man ja auch "normale" Hafenrundfahrten vergünstigt machen.

Priority Boarding aka zwei Klassen Gesellschaft versucht man ja gerade (und das ist gut so) z.b. mit der Reduzierung von Schnellbussen abzuschaffen.

Man kann die Fährlinien aber trotzdem optimieren. Wenn man das Ziel hat die Fahrgäste aus Finkenwerder schnell und einfach in die Innenstadt zu bekommen, könnte man auch eine Expressfähre Finkenwerder <-> Neumühlen fahren lassen (besser noch eine neue Station zwischen Neumühlen und Dockland) und von dort ein Pendelbuss nach S-Altona. Die Fähre könnte sogar auch den Airbus Anleger bedienen. Für Touris bietet er sicher nicht das gleiche Anziehungspotential wie die heutige 62er Linie
Zitat
flor!an
Man kann die Fährlinien aber trotzdem optimieren.

Vor allem kann man erstmal den Fährbetrieb selber optimieren. Ich beobachte seit Jahren mindestens die 2 folgenden Fehler, die die HADAG mehr oder weniger einfach beheben und damit auch Verspätungen verringern könnte:

Zum einen brauchen einige Schiffsführer unglaublich lang fürs Anlegen. Die fahren z.T. in 20m Entfernung parallel neben den Anleger und rangieren dann minutenlang, bis sie endlich am Anleger sind. Und oft genug ist die Rampe dann aber genau über einem Poller und sie müssen nochmal weiter rangieren.

Zum zweiten, und viel schlimmer: An Anlegern, wo viele Fahrgäste in beide Richtungen unterwegs sind (z.B. Finkenwerder) beobachten die wartenden Fahrgäste auf dem Anleger das Rangieren und strömen dann in Massen direkt vor die Rampe. Einige sogar so nah, dass sie zurückgehen müssen, um die Rampe nicht auf die Füße zu kriegen. Wenn dann eine ähnlich große Menschenmenge ausstiegen will, müssen die sich wirklich einen schmalen Weg durch die Wartenden bahnen und brauchen entsprechend lange zum Aussteigen. Der Schiffsführer lehnt dabei gelangweilt an der Brüstung auf der Brücke und guckt zu. Wenn dann endlich die Wartenden einsteigen, kommt manchmal die Aufforderung, sich beim Einsteigen zu beeilen. Ich habe höchstens 3x erlebt, dass der Schiffsführer die Wartenden auf dem Anleger auffordert, zurückzutreten und einen breiten Gang für die Aussteigenden zu bilden.

Die HADAG könnte ihre Schiffsführer trainieren, etwas zügiger anzulegen (auch dafür ist Venedig ein gutes Beispiel) und die Menschenströme zu koordinieren, statt nur gelangweilt zuzugucken.


Gruß, Matthias
Alles mögliche an exotischen Ideen, aber alle hier scheinen die eine Maßnahme, die mit einem Schlag das Problem lösen würde, möglichst vermeiden zu wollen: den 10min Takt. Warum eigentlich?

Der Rest ist auch schön und gut, aber dient der Optimierung des Betriebs, Verbesserung der Pünktlichkeit etc, ist aber keine langfristige Lösung.
Zitat
masi1157
Zum einen brauchen einige Schiffsführer unglaublich lang fürs Anlegen. Die fahren z.T. in 20m Entfernung parallel neben den Anleger und rangieren dann minutenlang, bis sie endlich am Anleger sind.

Naja, das Anlegen funktioniert mit den hoch manövrierbaren Bügeleisen Fähren meiner Meinung nach ganz gut. Es sind eher die älteren Fähren, die sich schwerer tun.

Aber zu Thema Anleger: Dockland, Bubendei-Ufer und Rüschpark sind nur groß genug für eine Fähre, und hier kommen sie sich immer in die wieder Quere - die eine muss dann warten, bis der Anleger wieder frei wird. Am Rüschpark ist es sogar fahrplanmäßig so gewollt! Hier zeigen die Schiffsführer zwar viel Flexibilität, aber das reicht nicht aus, um es wiedergutzumachen. Der Anleger Oevelgönne ist zwar groß genug für zwei Schiffe, aber der Eisbrecher Stettin erschwert unnötig das manövrieren. Und der Anleger ist für das Fahrgastaufkommen doch etwas knapp. Mit um/ausgebauten Anlegern liessen sich einige Minuten Fahrzeit einholen.

Zitat
masi1157
Zum zweiten, und viel schlimmer: An Anlegern, wo viele Fahrgäste in beide Richtungen unterwegs sind (z.B. Finkenwerder) beobachten die wartenden Fahrgäste auf dem Anleger das Rangieren und strömen dann in Massen direkt vor die Rampe. [...]
Die HADAG könnte ihre Schiffsführer trainieren, etwas zügiger anzulegen (auch dafür ist Venedig ein gutes Beispiel) und die Menschenströme zu koordinieren, statt nur gelangweilt zuzugucken

Sie sind meiner Meinung nach nicht gelangweilt, sondern nur frustiert. Weil das Problem seit Jahren besteht und keine Lösung in Aussicht ist. Von Ihrer Position oben haben sie nur bedingt Einfluss, sie schreien und schreien aber am Ende machen die Leute was sie wollen, und z.B. blockieren trotz wiederholter Mahnung immer wieder die Aufgangstreppe. Irgendwann hat man dann keinen Bock mehr.
Viel effektiver finde ich, wenn der Kiosk offen hat, und gelegentlich auf Eigeninitiative die Kioskdame (die dann im Gegensatz zum Schiffsführer eine persönliche an der Rampe Präsenz hat) die Menschen koordiniert. Aber das ist keine Lösung...

Was uns zum nächsten Problem bringt: die eine, einzige, Rampe. Alle müssen da raus, alle müssen da rein. 200-300 Menschen über eine Rampe, die breit genug für zwei ist. Auch hier geht enorm viel Zeit verloren, gerade in Finkenwerder und Oevelgönne.
Weil sich nichts ändert oder weil sie nichts ausrichten können? Ob und was sich da so einfach ändern kann oder sollte, weiß ich auch nicht, das VCD-Konzept wäre vielleicht ein Ansatz.

Ausrichten können sie aber durchaus was. Die wenigen Male, wo ich es in den letzten 35 Jahren beobachtet habe, gingen die Wartenden tatsächlich zur Seite. Auch weil einige der Wartenden die Aufforderung des Schiffsführer aufgriffen und ein bisschen mihalfen.

Ein weiterer Punkt, der mich seit der Existenz der Bügeleisen nervt: Die Basis der Rampe ist fast immer bis zum Anschlag nach oben gefahren. Am Anleger behindert und verlangsamt das das Ein- und Aussteigen gerade von Älteren, Gehbehinderten, Rollstühlen, Kinderwagen, Fahrrädern massiv. Während der Fahrt versperrt das manchmal sogar auf beiden Seiten den Weg zur Treppe fast komplett. Auch das scheinen die Schiffsführer nicht zu beachten oder zu verstehen, die gucken es sich nur an. Aus Frust? Vielleicht. Eher aber aus Desinteresse.

Die Anlege-Kunststückchen beobachte ich täglich 2x, bei Airbus und in Teufelsbrück, auch gerade genau jetzt. Es dauert wirklich manchmal absurd lang, ich habe feshalb schon oft genug Busse verpasst.


Gruß, Matthias



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 02.08.2019 18:33 von masi1157.
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r2rho
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micha774
Das bezweifle ich als Besucher eurer Stadt, denn immer wenn ich Finkenwerder in die 62 in die City einsteige ist das Schiff voll mit Touris obwohl dort offiziell Endhaltestelle ist und die Fahrgäste eigentlich aussteigen sollten.

War das.eh nicht mal angedacht das an den Endstationen die Fähren geräumt werden?

Die Idee wird immer wieder aufgebracht und würde in der Tat sehr viel helfen. Passiert bereits an den Landungsbrücken. In Finkenwerder soll angeblich ein Umbau des Anlegers nötig sein. Dieser ist aber wiederum Eigentum der HPA. Ich kann mir schon die „wer zahlt was“ etc Diskussionen vorstellen.
In der Tat ist es so, dass Pendler, die von Airbus / Rüschpark abends nach Hause fahren, oft eine Fähre vorbei lassen müssen, weil sie eben voll von sitzenbleibenden Touristen ist. Das verärgert natürlich den einheimischen, der nur von der Arbeit nach Hause zu seiner Familie will.
Zwingt man die Sitzenbleiber zum Aussteigen, bekommen die Pendler wenigstens noch eine Chance.

Das geht Landungsbrücken aber nur weil die ankommende 62 ganz hinten anlegt wo keine einsteigenden Fahrgäste warten. Das könntest du in Finkenwerder nur machen wenn die 64 nicht da ist.
Zitat
micha774
Das geht Landungsbrücken aber nur weil die ankommende 62 ganz hinten anlegt wo keine einsteigenden Fahrgäste warten. Das könntest du in Finkenwerder nur machen wenn die 64 nicht da ist.
In Finkenwerder gibt es drei Pontons: ein großes und zwei kleinere. Den großen benutzt die 62, einen kleinen die 64. Der dritte wird zum "Abstellen" benutzt, auch die Cranz Fähre legt dort immer wieder an. Ggf könnte dieser dritte zum Aussteigen der 62 benutzt werden.
Allerdings muss in der Tat der Anleger Finkenwerder ausgebaut werden, wenn das alles gut klappen soll.
Mir ist bei Fahrplanbuch online aufgefallen, das im Winter die 62 Richtung Finkenwerder von der vorletzten Haltestelle Bubendey-Ufer bis Finkenwerder 12min Fahrzeit hat wo es sonst 4min sind. Warum bitte ist das so?
Zitat
micha774
Mir ist bei Fahrplanbuch online aufgefallen, das im Winter die 62 Richtung Finkenwerder von der vorletzten Haltestelle Bubendey-Ufer bis Finkenwerder 12min Fahrzeit hat wo es sonst 4min sind. Warum bitte ist das so?

Trotzdem sind die Winterfahrten vier Minuten schneller. Vielleicht sind die Zeiten so gesetzt, dass die Leute zwischendurch zwar rechtzeitig am Anleger sind, am Ende aber genug Puffer für die Ankunft in Finkenwerder für evtl. Verspätungen vorhanden ist.
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