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U1 Verlängerung Noderstedt Ulzburg Süd
geschrieben von schmidi 
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Die Hochbahn-Verkehrsplaner Martin Böhmer und Michael Heidrich sprachen sich für eine Verlängerung der Linie 1 bis zur Haltestelle Quickborner Straße in Fried­richsgabe aus. Dort soll dann ein neuer Umsteigebahnhof zu den AKN-Linien A 1 und A 3 entstehen.


Die Kosten für den Ausbau liegen bei mindestens 75 und bis zu 100 Millionen Euro. Für den Betrieb der verlängerten Strecke sei der Einsatz von zusätzlichen drei Zügen notwendig, was weitere Kosten in Höhe von 15 Millionen Euro bedeute. 75 Prozent der Kosten könnten über Zuschüsse von Bund und Land finanziert werden.


Gegenkonzept der AKN



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 27.02.2019 21:27 von schmidi.
Finde beide Konzepte sehr interessant. Lediglich mit der Verlängerung bis Quickborner Straße werde ich nicht so ganz warm. Einen Umsteigebahnhof irgendwo am Stadtrand finde ich sehr unattraktiv.
Grundsätzlich begrüße ich jede Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs. Für den Kreis Segeberg sollte man aber mal an Gesamt-Verkehrskonzept entwickeln. Und zwar sollte man jetzt verbindliche Planungen für die Neuordnung von S- und U-Bahn sowie AKN anstellen.

Eine Verlängerung der U1 ist grundsätzlich nicht verkehrt. Aber wenn man es richtig machen will, sollte man meiner Meinung nach eher gleich bis Henstedt-Ulzburg gehen, und dort den "richtigen" Knotenpunkt entwickeln. Dort könnten dann U1, S21 und AKN aufeinander treffen und man hätte die Anbindung von H-U nach Hamburg sowohl über Eidelstedt als auch über Norderstedt als auch die A3 Richtung Elmshorn. Alternativ nimmt man dafür den vorhandenen Platz in Ulzburg-Süd, sinniger (aber wohl auch deutlich kostenintensiver) wäre die Lösung in H-U.
Vielleicht ist die Antwort jedem klar, aber: "Warum möchte man das machen?" Also was sind die Beweggründe? "Nur" damit eine Umstieg für Leute in Richtung Hamburg entfällt?
Zitat
S21KaKi-jetzt
Grundsätzlich begrüße ich jede Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs. Für den Kreis Segeberg sollte man aber mal an Gesamt-Verkehrskonzept entwickeln. Und zwar sollte man jetzt verbindliche Planungen für die Neuordnung von S- und U-Bahn sowie AKN anstellen.

Eine Verlängerung der U1 ist grundsätzlich nicht verkehrt. Aber wenn man es richtig machen will, sollte man meiner Meinung nach eher gleich bis Henstedt-Ulzburg gehen, und dort den "richtigen" Knotenpunkt entwickeln. Dort könnten dann U1, S21 und AKN aufeinander treffen und man hätte die Anbindung von H-U nach Hamburg sowohl über Eidelstedt als auch über Norderstedt als auch die A3 Richtung Elmshorn. Alternativ nimmt man dafür den vorhandenen Platz in Ulzburg-Süd, sinniger (aber wohl auch deutlich kostenintensiver) wäre die Lösung in H-U.


Denke auch, dass Henstedt-Ulzburg aus Platzgründen für dieses Projekt nicht sehr realistisch ist. Ulzburg-Süd würde sich hierfür besser eignen.

Anstelle von Quickborner Straße würde ich auch hier einen Knotenpunkt in Form zur Umsteigeoption auf die S-Bahn schaffen.
Zitat
flor!an
Vielleicht ist die Antwort jedem klar, aber: "Warum möchte man das machen?" Also was sind die Beweggründe? "Nur" damit eine Umstieg für Leute in Richtung Hamburg entfällt?

Du nennst einen Grund: Es entfällt für viele Leute der Umstieg. Gleichzeitig erwarten die Verkehrsprognosen eine (Rück-)verlagerung von der Alsternordbahn auf die S-Bahn (via Quickborn). Eine Verlängerung bis Ulzburg Süd erzielt daher einen geringen Nutzenfaktor, die Fahrgastzahlen in Haslohfurth und Meeschensee sind auch überschaubar. Gleichzeitig stehen dem durch mehr zu beseitigende Bahnübergänge (und eine komplizierte Einfädelung in Ulzburg Süd) hohe Kosten gegenüber.

Gleichzeitig sind die Kapazitäten im Berufsverkehr (insbesondere im Schülerverkehr) einfach nicht ausreichend - eine U-Bahn kann da einfach mehr leisten. Wie im Artikel zu lesen, wird die Stadt Norderstedt stark wachsen. Sicherlich könnte die AKN/VGN die Bahnsteige verlängern, um mit Doppeltraktionen LINT 54 fahren zu können - das wird auf mittlere Sicht aber auch in den Spitzenstunden nicht mehr ausreichen, zumal die Fahrzeuge für einen S-Bahnähnlichen Verkehr (sieht man ja auf der A1-Süd) unter hoher Belastung nur bedingt geeignet sind. Gleichzeitig ist eine mit Ökostrom angetriebene U-Bahn umweltfreundlicher.

Der Hochbahn und der Stadt Hamburg entstehen für die Verlängerung übrigens keine nennenswerte Kosten (sicherlich, Schilder etc. müssen angepasst werden, aber das ist vernachlässigbar). Gleichzeitig sind aber hohe Zugewinne an Fahrgastzahlen zu erwarten, was bedeutet, dass man einige Norderstedter Pendler für einen Umstieg vom Auto und von Bussen auf die U-Bahn bewegen kann.

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Mit freundlichen Grüßen

Roman Berlin | Der Hanseat
Zitat
NWT47
Finde beide Konzepte sehr interessant. Lediglich mit der Verlängerung bis Quickborner Straße werde ich nicht so ganz warm. Einen Umsteigebahnhof irgendwo am Stadtrand finde ich sehr unattraktiv.

Ich finde die Konzepte auch sehr interessant, wobei ich das Konzept der AKN favorisiere.
Warum?
Die U-Bahn nach Ulzburg-Süd scheidet aus, weil das nur einen geringen Kosten-Nutzen-Faktor haben wird. Bei einer Verlängerung der U1 nach Quickborner Straße würde die A2 nur noch als Stummel verbleiben, was wahrscheinlich auch nicht das wahre sein wird. Von daher halte ich es für das sinnvollste, wenn nach Abschluss der S21 nach Kaltenkirchen die A2 und die A1-Nord und auch die A3 ein weiteres Mal modernisiert wird und dabei mit Elektrifizierung und verlängerten Bahnsteigen den S-Bahn-Standarts der S21/ex-A1-Süd angeglichen wird. Als Fahrzeuge könnten dann die 491 zum Einsatz kommen, die für den Ersatz der 474 von S-Bahn und AKN gemeinsam angeschafft werden. Man bedenke, dass dieses ein Vorhaben für die 2. Hälfte der 2020er Jahre ist. Es könnte also durchaus in eine Zeit fallen, in der bei der S-Bahn die 474 zum Ersatz anstehen.
Hmm, was ich bei der AKN so problematisch finde ist die niedrige Reisegeschwindigkeit. Von der Innenstadt nach Kaltenkirchen dauert so viel länger als nach Elmshorn oder gar Lüneburg. Darin wird die S-Bahn nur etwas ändern, und eine U-Bahnverlängerung noch weniger
Im Abendblatt heute war ein interessanter Artikel, dass auch die Stadt Norderstedt die U-Bahn-Variante bis Quickborner Straße bevorzugt.

Ganz interessant zu den Intentionen und Vorteilen einer U-Bahn-Anbindung an den Norden Norderstedts folgender Abschnitt:

"Aus Sicht der Stadt ist es für die Stadtentwicklung offenbar auch wichtig, dass die Beschrankung auf den von den Schienen durchkreuzten Ost-West-Tangenten Waldstraße und Quickborner Straße verschwinden. Für die U-Bahn-Verlängerung müsste der Verkehr in Tunnels unter die Schienen verlegt werden, was allein mindestens 20 Millionen Euro der geschätzten 100 Millionen Euro an Baukosten ausmachen würde."

Es geht also nicht nur um den höheren Takt (bis alle 5 Minuten) und die leicht schnellere Verbindung Norderstedt Nords durch die U1-Verlängerung...



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 01.03.2019 15:43 von rocco83.
Ist Quickborner Straße nicht die letzte Station innerhalb der Gemeinde Stadt Norderstedt?
Nein, Haslohfurth und Meeschensee liegen auch noch innerhalb des Stadtgebietes.

Kann mir aber vorstellen, dass Quickborner Straße im Falle einer Verlängerung bis dorthin als Endstation in „Norderstedt Nord“ umbenannt wird, um in Hamburg das Fahrtziel klarer zu definieren.



2 mal bearbeitet. Zuletzt am 01.03.2019 17:30 von rocco83.
Ein Argument, was in meinen Augen auch noch für die Variante "Quickborner Straße" spricht ist die Tatsache, dass die Norderstedter Industriebahn auf diese Weise weiterhin betrieben werden kann.

Hat nichts mit den Personenverkehrsaspekten, wohl aber damit, dass Güter (in meinen Augen) einfach auf die Schiene gehören.
Zitat
HOCHBAHN-Fan
Ein Argument, was in meinen Augen auch noch für die Variante "Quickborner Straße" spricht ist die Tatsache, dass die Norderstedter Industriebahn auf diese Weise weiterhin betrieben werden kann.

Hat nichts mit den Personenverkehrsaspekten, wohl aber damit, dass Güter (in meinen Augen) einfach auf die Schiene gehören.

Ein ziemlich gutes Argument -- ein paralleler Betrieb auf selber Infrastruktur (wenn auch nur ein kurzes Stück) dürfte aus betrieblichen Gründen wohl sogut wie unmöglich sein. Hinzu kommt, dass die Bahnsteige der U-Bahn deutlich in das Lichtraumprofil der großen Eisenbahn hineinragen dürften.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 03.03.2019 01:56 von LevHAM.
Die Steigerung der Nachfrage ist relativ sehr hoch (bis zu 37 % mehr), aber in absoluten Zahlen eher überschaubar. Moorbekhalle-Norderstedt Mitte wären es 11.700 Fahrgäste/Tag gegenüber 8.550 am Tag mit AKN-Betrieb. Die Aussage, dass die AKN-LINT keine ausreichende Kapazität mehr haben, ist auf der Basis falsch. Die AKN würde bei 6 Zügen/Stunde in Doppeltraktion über 2.000 Sitzplätze pro Stunde bieten können. Das ist selbst für 11.700 Fahrgäste am Tag in beide Richtungen mehr als ausreichend.

Nördlich von Norderstedt würde die Nachfrage durch eine U1 bis Quickborner Straße der Hochbahn-Berechnung zufolge sogar abnehmen:

Ulzburg Süd - Tanneneck 7.100 Fahrgäste/Tag (ohne U1-Verlängerung) vs. 6.850 mit
Ulzburg Süd - Meeschensee 7.300 Fahrgäste/Tag (ohne U1-Verlängerung) vs. 6.900 mit

Fazit:
Die Verlängerung ist machbar, kostenmäßig überschaubar (aus Landessicht) bis gewaltig (aus der Perspektive, dass sie rein innerstädtisch für Norderstedt vorteilhaft ist, regional jedoch eher Nachteile bietet), bringt starke relative Vorteile für Norderstedt, schwächere Verkehrsnachfrage für den Bereich nördlich von Norderstedt, ist aus Kapazitätssicht nicht nötig.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 03.03.2019 09:57 von Herbert.
Zitat
LevHAM
Zitat
HOCHBAHN-Fan
Ein Argument, was in meinen Augen auch noch für die Variante "Quickborner Straße" spricht ist die Tatsache, dass die Norderstedter Industriebahn auf diese Weise weiterhin betrieben werden kann.

Hat nichts mit den Personenverkehrsaspekten, wohl aber damit, dass Güter (in meinen Augen) einfach auf die Schiene gehören.

Ein ziemlich gutes Argument -- ein paralleler Betrieb auf selber Infrastruktur (wenn auch nur ein kurzes Stück) dürfte aus betrieblichen Gründen wohl sogut wie unmöglich sein. Hinzu kommt, dass die Bahnsteige der U-Bahn deutlich in das Lichtraumprofil der großen Eisenbahn hineinragen dürften.

… außerdem gibt es bei Haslohfurt noch den Gleisanschluß zum Umspannwerk, der sicherlich noch in Betrieb ist.

Viele Grüße
Karsten Leiding

www.gleismann.de
Na ja - das ist auch schwierig zu vergleichen, wenn Du einen RE oder eine RB mit wenig oder keinem Halt mit einer S-Bahn und einer AKN-Linie vergleichst, die an jeder Haltestelle hält und eine niedrigere Höchstgeschwindigkeit hat - wenn Du Halte weglassen würdest ginge es vielleicht schneller aber ganz ehrlich - ich pendel da auch täglich mit rein - ich bin auch unter der Maßgabe, dass ich nicht nur in die Innenstadt sondern dann auch noch in den Osten Hamburgs muss mit den Öffis schneller als mit dem Auto auf der Arbeit - für mich schon o.k.
Zitat
Herbert
Die Steigerung der Nachfrage ist relativ sehr hoch (bis zu 37 % mehr), aber in absoluten Zahlen eher überschaubar. Moorbekhalle-Norderstedt Mitte wären es 11.700 Fahrgäste/Tag gegenüber 8.550 am Tag mit AKN-Betrieb. Die Aussage, dass die AKN-LINT keine ausreichende Kapazität mehr haben, ist auf der Basis falsch. Die AKN würde bei 6 Zügen/Stunde in Doppeltraktion über 2.000 Sitzplätze pro Stunde bieten können. Das ist selbst für 11.700 Fahrgäste am Tag in beide Richtungen mehr als ausreichend.

Das mag sein aber der LINT bleibt ein Regionalfahrzeug - für den S-Bahn-Artigen Verkehr halte ich ihn aufgrund der fehlenden Türen für eine Fehlbeschaffung. Schau Dir in der Hauptverkehrszeit an wie sich die Verspätungen zwischen Kaltenkirchen und Eidelstedt aufschaukeln.

Mit anderen Fahrzeugen wäre das vielleicht abbildbar aber die müssten dann halt eher wie der Dieselelektrische Talent mit Türen bestückt sein - das wird wohl noch immer nicht als Problem gesehen denn anders kann man sich nicht erklären, dass Herr Seybt den Wasserstoff-LINT als Fahrzeugersatz für die VTA ins Spiel bringt. Da scheinen die Verspätungen immer noch unter der magischen Strafzahlungsgrenze liegen. Hat man als HVZ-Kunde wohl die Arschkarte gezogen
Die U-Bahnverlängerung ist allein schon aus Gründen der Vereinfachung (Liniennetzplan) und Überschaubarkeit erforderlich. Nur bis Quickborner Straße ist zwar noch nicht so der große Wurf, aber der Druck auf die endgültige Anbindung an die AKN S21 wird dann größer. Immerhin ist schon gleich von Anfang an 5-Minuten-Takt geplant...

Zur Bezeichnung der Station: Vielleicht wird man Friedrichsgabe und Quickborner Straße zusammenfassen als Friedrichsgabe. Ursprünglich hieß Quickborner straße "Friedrichsgabe Dorf".
Zitat
Computerfreak
Vielleicht wird man Friedrichsgabe und Quickborner Straße zusammenfassen als Friedrichsgabe.
Sollen die Züge bei Jungheinrich durchfahren?

Kommen die Kamele an die Macht, muß Wasser gespart werden.
Ich würde eher die Hst. Harkesheide wieder auferstehen lassen, als Fridrichsgabe und Quickborner Straße zusammen zu legen.



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 04.03.2019 19:37 von STZFa.
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